Gewalt in der virtuellen Welt

Nach dem Amoklauf

Politiker fordern Verbot von „Killerspielen“

Der Amoklauf eines 18 Jahre alten früheren Realschülers hat die Diskussion über eine Verbesserung des Jugendschutzes angeheizt. Auch Bayerns Ministerpräsident Stoiber will gewaltverherrlichende Spiele mit Hilfe des Bundesrats verbieten lassen.

Lesermeinungen zum Beitrag

29. November 2006 13:26

Vergleich

Stefan Schiele (silspeed)

Nun ich denke aber mehr, dass ein etwas größerer Unterschied zwischen Quake und CS ist.
Ich selbst und viele meiner Freunde und Kollegen spielen auch dieses Spiel, und ich könnte mir nimand von ihnen vorstellen, dass um sich schießt.

Einige Zeit nach der Geschichte in Erfurt wurden Schulpsychologen herbeigeschafft. Diese sollen nun wieder verschwinden. Diese waren bzw. sind laut mehreren Berichten immer die Anlaufstelle für Jugentliche oder Kinder mit Problemen mit denen sie nicht fertig werden.

Aber ich kann mir nicht vorstellen das ein Verbot hier mehr bringen würde. Ich denke es wird immer Wege geben an solche Spiele zu kommen.
Nehmen wir mal als Beispiel Clone CD.
Clone CD ist ein Brennprogramm welches in Deutschland verboten ist. Aber mehr als 30 % der Bevölkerung hat dieses Programm.

Wenn sie es nicht aus dem Internet runterladen werden sie es sich sicher im Urlaub irgentwo kaufen oder sonst irgentwie ilegal beschaffen.

MfG Stefan

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28. November 2006 16:19

Killerspiele

Mario Koch (spearmind)

Counterstrike, Quake und Konsorten sollte man schon unterscheiden allerdings nicht untereinander sondern zu Spielen wie Siedler, FIFA 2006, oder Radsport Manager.

Bei Counterstrike und Quake geht es darum seine zahlreichen Feinde detailtreu mit möglichst viel spritzendem Blut ins Jenseits zu befördern. Der Spieler ist die Waffe, ständig im Anschlag. Wer kontrolliert schon wieviele Stunden ein Shooter mit so einem Schrott seine Zeit verplempert. Die Hemmschwelle sinkt zunehmend, der Bezug zu Realität und Zeit ebenfalls.

Oft werden Ursache und Wirkung durcheinandergebracht.
Warum schießen diese Kranken denn in Schulen um sich?
Eben weil Sie durch diese Baller Spiele bereits soziale Kontakte, Interesse an Schule und selbst den Kontakt zu den Familienangehörigen außerhalb des Kinderzimmers verloren haben.

Natürlich sind Killerspieler nicht Auslöser von Morden aber sie steigern die Agressivität und zeigen, wie leicht es sein kann zu töten. So ähnlich wie bei den Video Fans aus Littleton die selber mal die Hauptdarsteller geben wollten. Ein Film als Vorbild einer schaurigen Inszenierung. Counterstrike ist einer nicht minder gefährliche Vorlage für deprimierte Teens mit Fable für Pyrotechnik und Schützenverein.

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28. November 2006 13:12

Killerspiele

Stefan Schiele (silspeed)

Hallo zusammen,
ich denke das meiste wurde schon gesagt aber ich muss doch darum bitten das mnan untert solchen Spielen wie Counterstrike und z.B. Quake 3 unterscheiden muss.

Außerdem wenn ein Importverbot kommen sollte werden wir wieder das Problem haben, dass die Arbeitsplätze die solche Spiele importieren verloren gehen.

Also meine Meinung dazu ist "Schwachsinn"
Nicht nur weil ich es selber spiele und mich damit auskenne sondern, weil es immer in den Median auf solche Spiele geschoben wird wenn so ein Amoklauf geschieht. Wie schon gesagt wurde, gibt es KEINE wissentschaftliche Beweise...

Was können die anderen Millionen Spieler dafür, dass irgent ein "Irrer" wegen Psychischen Problemen durchdreht!

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26. November 2006 21:16

Killerspiele- schon tausend Jahre alt

gerd posywio (hammer22)

Wie kriegt man junge Menschen dazu, andere Menschen zu töten ?
In dem man Töten in Spiele verpackt und ständig übt -
fragt das Militär : erst schießen auf Pappkameraden und wenn die Treffergenauigkeit reicht, kann man sie jederzeit auf menschliche Ziele ansetzen.
Gruß

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25. November 2006 17:57

Gewalt wird primär durch Perspektivlosigkeit gefördert

Bernhard Hammes (Bammes)

Ich halte die Pauschalaussage, sog. "Killerspiele" würden auch zu Killern machen für Unsinn. Meiner Meinung ist dies nur ein Ausflucht der Politik, die wahren Probleme wie Perspektivlosigkeit zu vertuschen. Alkohol (Drogensucht im allgemeinen natürlich genauso) hat auch schon zu Morden geführt, aber natürlich kommt da auch kein Politiker auf die Idee, Alkohol zu verteufeln, was ja auch Schwachsinn ist. Angesichts von Millionen friedlichen "Killerspiel-Spielern" (zu denen man mich auch zählen kann) ist ein Verbot von Counterstrike&Co genauso schwachsinnig. ALLES was EXZESSIV betrieben wird ist schädlich und wird zur Sucht. Vielmehr sollte gegen die Perspektivlosigkeit der Jugend vorgegangen werden, dies würde verhindern, dass sie sich mit exzessivem Computer- ,Alkohol- und Drogenkonsum in eine Scheinwelt flüchten müssen und dann eventuell gefährlich explodieren.


Bernhard Hammes, 17jähriger Gymnasiast aus Trier

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25. November 2006 01:51

lachhaft

Patrick Hennig (Talorifeyden)

und wieder mal sind die politiker schnell zur stelle, predigen killerspielverbote als die einzig wahre lösung, um sich wieder ins rampenlicht zu rücken und den großen retter raushängen zu lassen.
man wird weder durch pc-spiele noch durch death metal oder gewaltfilme zum anarchisten und amokläufer.
mangelde moralische vorstellungen erlangt man durch schlechte erziehung und schlechte bildung.

der große zuspruch für das verbot aus aktuellen umfragen ist leicht zu erklären. man befrage 1000 leute, die keine ahnung haben, sich nur auf das beziehen, was medien und politik vorkauen und erhalte ein umfrageergebnis, das gar nix aussagt.
war in erfurt nicht anders. da war counterstrike das böse spiel, wo jugendliche lernen kinder und schwangere frauen mit kinderwagen aus dem leben zu befördern.. und alle Erna P.s (89, und von grund auf kein plan was heute in der welt geschieht) schreien laut auf: verbietet cs!
ich will shooter nicht schönreden. abstumpfung gegenüber gewalt mag da gefördert werden, aber diese erlange ich auch durchs tägliche tagesschau gucken. 14min blutbad und 1min klimakatastrophe.
wer nun die primärursachen erziehung (moral) und bildung in ausreichendem maße genossen hat, sollte sich davon net beeinflussen lassen.

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24. November 2006 16:06

Aufgeklärte Ahnungslosigeit?!

Julia Westheimer (manic-botanic)

Ich bin nicht erstaunt, hier Äußerungen zum Thema Gewalt in Pc-Spielen zu finden, die insofern klug sind, als sie Verbote erfahrungsgemäß für sinnlos erachten. Natürlich sind diese Spiele auch unter 16-Jährigen zugänglich. Naiv wer anderes glaubt! Aber keiner von Ihnen scheint in seinem bisherigen Leben eine Tätigkeit, sei es beruflich oder privat, derart exzessiv ausgeübt zu haben, wie es die jugendlichen Spieler am Computer tun. Und eben deshalb können Sie nicht wissen, wie eindrücklich sich diese dann ins Bewusstsein frisst! Fragen sie einen Fließbandarbeiter welche Bilder er am Abend vor Augen hat, fragen sie die Kinder nach stundenlangen PC-Sitzungen! Und wer erst einmal die Szenen eines Spiels wie ‚ San Andreas’, wo Menschen einander auf der Straße totschlagen, in Endlosschleifen im Kopf hat, gewöhnt sich auch bald daran. Von KINDERN will soziale Kompetenz aber erst erlernt werden! Auch unterschätzen Sie die Adrenalin-Schübe, die beim Spielen eine biochemische Empathie für die Atavare schaffen! Wir sind den Kindern gegenüber verpflichtet alles im Blick zu behalten. Also raus aus den Regalen damit!

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24. November 2006 09:28

Filme verbieten

Werner Zirkel (wernerzirkel)

Der junge Mann sah auf den Bildern aus wie eine Mischung der Charaktere aus Matrix und Pulp Fiction. Wenn ein solches Nachahmen von Film-Killern also als cool unter Jugendlichen gilt müssen im Zuge eines Killerspiel-Verbots auch diese Art Filme verboten werden. Wichtig wäre auch ein Verbot von "cooler" gewaltverherrlichender Musik. Damit hätten wir dann der jugendlichen Generation alle Vorbilder genommen (und können die gleich durch neue ersetzen, z.B. Heidi, die sieben Zwerge).

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24. November 2006 09:09

Rauchbomben

Martin Hofer (XIII)

Ich kann mich den Ausführungen meiner Vorschreiber nur anschließen. Dieses Verbot ist völlig sinnloser Aktionismus, der KEIN Problem lösen wird, sondern eher neue schafft. ( welcher bürokratische Apparat wird denn dieses Verbot kontrollieren, hat die Bundespolizei, BKA, LKA's denn so große Langeweile und moderne Ausrüstung und Ausbildung?)
Es drängt sich der Eindruck auf, dass sich Politik, egal auf welchem Problemfeld, in oberflächlichen, medial aufbereiteten Schnellschüssen erschöpft und leider rauchbombenartig den Blick auf die wirklichen Probleme vernebelt. Keines der grundlegenden Probleme des Landes wurden von einer Regierung der letzten Legislaturperioden mit unverstelltem Blich auf deren Ursachen angegangen.
Noch eine sachliche Anmerkung: Es wurde immer wieder erwähnt, dass diese Egoshooter von der US-Army für das militärische Training entwickelt wurden. Glaubt wirklich jemand, dass man dadurch Waffenhandling, echtes Schießen oder Nahkampf trainiern kann? Die Erfolge der Army in der Kleinkriegsführung sprechen ja für sich...
Möglich ist sicherlich, dass ein gewisser Abbau von Tötungshemmungen und eindimensionale Problemlösungsstrategien trainiert werden. Niemand mit einer gewissen soz. Kompetenz wird deswegen zum Killer

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23. November 2006 23:04

MAM Kommentar 3/3

James Marcus Poledouris (MAM-Entertainment)

Ein Verbot solcher Spiele birgt keinerlei abhilfe, da sie keine wissenschaftlich bewiesene Gefahr darstellen noch würde es dem Problem helfen, da sie über Ausländlische Händler importiert werden können.
Außerdem sollte man sich diejenigen näher anschauen die das Verbot erwirken wollen. Niedersachsens und Bayerns Ministerpräsidenten die garantiert sich nie mit dem Computerspielmedium auseinandergesetzt haben.

Ein Mensch der Canabis raucht, ist kein Drogenabhängiger
Ein Mensch der ein Bier trinkt, ist kein Alkoholiker.
Ein Mensch der "Killerspieler" spielt, ist kein Mörder oder Amokläufer.

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23. November 2006 23:03

MAM Kommentar 2/3

James Marcus Poledouris (MAM-Entertainment)

Das Problem ist also vorrangig das man die Bezeichnung mit den Genres bis ins kleinste Aufspalten muß.
Killerspiele bzw. Gewaltverherrlichende Computerspiele gibt es in Deutschland einfach nicht. Das ist eine politische und mediale Falschaussage. Computerspiele in denen Babys, Kinder und auf den Knien flehende Frauen erschossen und/oder auf sonstige Weise hingerichtet oder getötet werden, existieren nicht.

Jedes Spiel, vorallem sogenannte 3rd Person Shooter, Ego Shooter Roleplay Shooter werden vor der Offiziellen Einfuhr und Vertreibnahme durch die USK geprüft, indiziert oder massiv zensiert. Durch diese Maßnahmen können keine Kinder und Jugendliche auf diese Spiele zugreifen, da sie zudem auch erst ab 18 Jahren freigegeben sind.

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23. November 2006 23:03

MAM Kommentar 1/3

James Marcus Poledouris (MAM-Entertainment)

Das Computermedium, insbesondere die Computerspiele können einen Suchteffekt hervorrufen so das man stehts in dieser Virtuellen Welt sein möchte. Es gibt zwar keine belegten Studien darüber, aber es reicht vollkommen aus auf spezifischen Foren mitzulesen auf denen Spieler immer wieder von Suchtgefahr schreiben.
Dieses ist nicht direkt im Negativen Sinne gemeint, jedoch ist die Botschaft klar.
Die heutige Spielindustrie perfektioniert ihre Medien von Monat zu Monat. Die Welten werden Detailierter, Umfangreicher und Realitätsnäher. Durch diese Bedingen wird die Spieltiefe um ein vielfaches erhöht als noch vor 10 Jahren.
Es gibt ein gutes Dutzend Genres von Spielen und nur ca. 4% davon sind nach eigener USK Angabe sogenannte "Killerspiele".

Meiner Meinung nach ist allein schon das Wort total überzogen, denn als Killerspiel kann so ziemlich alles eingestuft werden, sogar Spiele die nach der USK ab 12 Jahren Freigegeben sind.

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23. November 2006 20:49

Immer die gleiche Reaktion...

Ralf Schneider (Exeunt)

In den 30ern war es Swing, in den 50ern Rock'n'Roll in den 80ern Horrorvideos und nun halt "Killerspiele" (mein Kandidat für das Unwort des Jahres).

Interessant, daß es immer die ältere Generation ist, die Hobbies/Trends die sie nicht verstehen als den Untergang des westlichen Abendlandes verdammen...


Bin sicher Geoffrey Chaucer und Shakespeare wurden damals auch als gesellschaftszersetztend eingestuft...


Fazit : berechenbare, billige und rexflexartige Schuldzuweisung die den Herren Geriaten immer schon ein Dorn im Auge waren.

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23. November 2006 20:12

Kausale Kurzschlüsse

Immo Sennewald (immediator)

Es ist ja so bequem: man findet eine Ursache und rottet sie aus. Dank dieser Methode bevölkern multiresistente Keime Krankenhäuser und Gewässer, haben Schädlingsbekämpfungsmittel Tier- und Pflanzenarten vernichtet oder dezimiert und sind die Gewaltausbrüche dieser Welt ein regelmäßig wiederkehrendes Ritual, dem sich die Medien wieder und wieder hingebungsvoll und mit voyeuristischer Wonne widmen.
Sie erfüllen nur die voyeuristischen Neigungen des Publikums, das ihnen Quote und Einnahmen bringt?
Gottseidank ist inzwischen in so gut wie jedem halbwegs intelligenten Internetforum nachzulesen, wie unsinnig die kausalen Kurzschlüsse vom Typ "Ballerspiele verbieten macht Kinder fromm" sind und auf welchem Niveau der Geringschätzung entsprechende politische Schnellschüsse (das Wort trifft hier den Kern) behandelt werden.
Es ginge auch anders:
Leseempfehlung: "Der menschliche Kosmos".

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23. November 2006 17:13

Typisch Deustchland

Martin Kraft (N_O_X)

Deutschland. Eine Demokratie? Ein Land mit Perspektiven? Wer's glaubt.....Einen Schuldigen für irgendetwas zu finden ist einfach, und gerade in so einer verherrenden Attacke muss die Regierung handeln und schnell einen schuldigen finden. Wenn sich dann alle auf einen schuldigen geeinigt haben, wird groß debattiert.

Also was würde im völlig unwahrscheinlichen und lächerlichen Fall passieren, wenn so genannte Ego-Shooter (ich nenne sie nicht Killer-Spiele, da dies ein billiger ausdruck der medien ist) verboten werden? Dann wird die Regierung sich etwas neues Einfallen lassen müssen und einen neuen schuldigen suchen.

Ich glaube, in diesem land lohnt sich nur noch auswandern.

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23. November 2006 13:30

Dann bitte auch Strategiespiele

Jens König (TynisBandit)

Killerspiele verbieten? Warum? Weil sie DAS in uns schlummernde herauf beschwören oder weil sie uns zu dem machen, was wir vorher definitiv nie gewesen wären?

Dann bitte verbietet auch Strategiespiele, in denen es gilt andere Länder zu erobern!!! Sonst bekommt noch ein Politiker Ambitionen, nach einer derartige Spielrunde, wieder in Pol... einzufallen.

Alles eine Farce. Erneut wurde ein "Schuldiger" schnell gefunden. Das Menschen aber auch ohne derartige Spiele zu solchen Taten bereit sind, wie sie nun wieder geschehen sind, führt man sich eher wenig vor Augen. Oder hatte Jack the ripper etwa eine Playstation?

Manchmal wünschte ich mir einfach ein wenig mir Empirie als dieses stumpfsinnige "drauflosgeschmipfeohnenachzudenken".

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23. November 2006 12:44

Für wahre Ursachenforschung !!!

C f (alpha-kryptex)

Wenn wir schon bei irgendwem die Schuld an solch einem Vorfall suchen, dann sollten wir alle, auch unsere Politiker, Lehrer, die Mitschüler von Sebastian und Robert und vor allem deren Eltern mal in sich selbst hineinhorchen und überlegen, ob sie alles richtig gemacht haben.

Für schnellschießende Politiker ist es einfach die Schuld bei den Produzenten von Ego-Shootern zu suchen. Ein Verbot hilft nur den Herrn der Politik und den Eltern. Politiker können wieder sagen, dass sie was getan haben und die Schuld beim nächsten Massaker von sich weisen. Die Eltern aller Schüler dieses Landes lehnen sich wieder naiv zurück, denn Ihre Kinder spielen ja soetwas nicht. Die Spiele sind ja verboten und gelangen deswegen ja nicht in das Kinderzimmer ihre Sohnes.

Anstatt eines Verbotes von Spielen sollte man lieber an die Mitschüler von Sebastian herantreten und hinterfragen, warum sie Klassenkameraden ausgrenzen, warum sie jemanden täglich quälen und über Jahre in die Einsamkeit drängen, anstatt ihn für einen Schulabschluss zu motivieren und ihn die Klassengemeinschaft zu integrieren.

Hier ist nicht die mangelhafte Sozialisation eines Einzelnen sondern der gesamten Jugend zu betrachten!

Lincos

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23. November 2006 11:15

Typisch

Lukas Bode (Lukas999)

Es ist doch klar.ES ist das einfachste für "unseren" Staat ein solches Verbot durchzusetzen!Die machen dich doch keine Gedanken um das wirkliche Problem!Das liegt ganz sicher nicht bei den Gewaltspielen!Aber die menschliche Hilfe,eventuell mehr auf die sozialschwachen Familien einzugehn?Nein,das wird nicht gemacht,denn das wäre zu teuer und zu aufwendig!Lieber wird in unnutzen zeug investiert,in irgendwelche Studien,die keinen interessieren!Wenn die Schulklassen kleiner wären,dann hätten die Lehrkörper auch eine Chance solche Menschen wie Sebastian zu bemerken,ihnen zu helfen und damit soetwas nicht mehr passiert!aber wie soll einem überforderten Lehrer sowas auffallen,wenn er vor 30 oder mehr Schülern seinen Unterricht durchziehen soll und nebenbei noch "Mensch sein soll" und auf die Probleme eingehen soll??UNMÖGLICH

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23. November 2006 10:14

Pro Aktionismus. Weg damit.

Benno Willoweit (willow82)

Ein Verbot würde Versandhändler und Downloadservices (Gamesload, Steam) zwingen die Inhalte für Deutsche Nutzer vom Netz zu nehmen. Wie sie das technisch anstellen, bleibt ihr Problem. Wenn saftige Strafen drohen werden sie es zu lösen wissen. (i.Ü. nehme ich an, dass spätestens bei der Bezahlung der Inhalte feststellbar ist, aus welchem Land der Kunde kommt.)
Bleiben die Raubkopien. Erstens sind trotz DSL 3-4 GB pro Spiel ein Datenvolumen das man "nicht mal eben zieht". Zudem sind die entsprechenden Server nicht kommerziell, so dürften unter dem Strich nicht mehr als 30 kbyte/s Nottotransferrate herauskommen. Zweitens haben die Hersteller der Spiele mit ihren Multiplayer-Plattformen die Möglichkeit illegale Lizenzen vom Spielbetrieb auszuschließen.
So bleibt dem Egoshooter-Interssierten noch die LAN-Party (Schränkt den Konsum der Spiele zeitlich deutlich ein), bzw. die Computergegner (unattraktiv).

Das Geschäft mit Computerspielen ist so kommerziell wie die Filmindustrie auch; entzeiht man den Unternehmen in Deutschland die Geschäftsgrundlage ist auch mit der Massenhaften Verbreitung solcher Spiele Schluss. Das regelt der Markt alleine. Ein Verbot wirkt.

Und:
Wer wird schon etwas vermissen? Maximilian Gerdau (pepe81)

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22. November 2006 23:38

Immer auf die Gewaltspiele

Philipp Koop (kooper)

Warum sollen die Gewaltspiele schult sein an einem Amoklauf von einem jugentlichen der mit seinem Leben nicht klar kommt. Wenn diese Gewaltspiele wirklich der Auslöser für diesen Amoklauf ist dann würden ja nur noch leute Amoklaufen. Denn es spielen ein paar millionen diese Spiele. doch selbst wenn der Staat diese Spiele verbietet werden die Leute sie trotzdem spielen da sie sich diese einfach im Internet herrunterladen.

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22. November 2006 21:58

Killerspiele

G. Koch (g.koch)

Schön, das alles wie immer ist: reflexartige, zu 95 % vorhersehbare Forderungen von Politikern und Pädagogen, die es schon immer wußten.... Grotesk!

Sollten wir nicht auch besser die jählichen 10.000 Toten im TV verbieten. Oder noch besser: Verbot der sachlichen Berichterstattungen über diese Gruseltaten, die ja sicher auch zur Nachahmung veranlassen könnten....

Ernsthaft: Der maßvolle Umgang (unter einer gewissen Obhut des elterlichen Erziehungsauftrag) mit den Ballerspielen ist geringste Problem unserer Gesellschaft.

Abgesehen davon: Eine Durchsetzung des Verbots dieser Spiele dürfte wohl absolut unmölich sein.

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22. November 2006 20:07

Killerspiele sind nicht Ursache von Amokläufen

Annette Moussa (oerschen)

Die Tragödie von Emsdetten zeit wieder auf, dass die Gesellschaft es nach Erfurt immer noch nich geschafft hat, daraus zu lernen. Es gibt immer noch Einzelgänger, die ihre einzige Chance, etwas zu erreichen, in gewaltverherrlichenden Computerspielen sehen. Gewalt scheint für sie der einfachste Weg zu sein, Erfolg zu haben, da sie sich in der realen Welt in durchsetzten können oder sich nicht mit ihr identifizieren können. Der Kurs der Politiker ist falsch. Es geht nicht um Spiele, die Gewaltbereitschaft fördern, sondern mehr darum, Jugendlichen eine wirkliche Chance im Leben zu geben. Die Debatte um Killerspiele gab es schon nach Erfurt, und nichts hat sich geändert. Jugendliche werden erst zu Killerspielen hingezogen, wenn sie dazu "gezwungen" werden. Anstatt diese sinnlose Debatte weiterzuführn, sollte die Politik mehr für Jugendliche tun, ohne sie als hirnlose Ausnahmen darzustellen.
Unzufriedenheit resultiert im Allgemeinen aus Überforderung und Hilflosigkeit. Das verbieten von Killerspielen fördert nur die Geschäfte im Ausland und auf dem Schwarzmarkt. Auch nach dem Verbot vom allbekannten Counter Strike nach Erfurt wurde es doch vor allem aus Protest über illegale Netzwerke im Internet verbreitet. Die Debatte ist Ablenkung.

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22. November 2006 19:17

Gewaltspiele?

lucas bendel (keimzeit90)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
nach meiner ansicht nach halte ich es für völlig überzogen
und auch unsinnig teile dieser gewaltspiele zu verbieten.
Natürlich war es klar das sich jetz wieder die politiker/innen vorzugweise von der CDU melden und es für angebracht halten diesen legetimen Freizeitspaß von vielen jugendlichen unterbinden zu wollen. Es sind die Wähler/innen die mit einfachen gedankengängen versuchen die im weiter veranscheitende Verrohung und Gewaltbereitschaft der jugendlichen recht zu fertigen, die die Politiker hier erreichen wollen. Nach meiner meinung und auch die vieler jugendpsychologen ist diese einstellung zu diesem Problem zu engstirnig. Ich denke das die potenziellen Amokläufer diese Spiele benutzen um ihre anderst entstanden Phantasien auf virtueller plattform auszuleben. Es sind also nicht die spiele die menschen zu mörder werden lassen.Es handelt sich hier um ein tief verankertes problem der Gesellschaft.

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22. November 2006 16:25

Nicht von diesem Planeten

Andreas Termansen (andreastermansen)

Wer heut CS, CZ, ET usw. online spielen will geht doch nicht ins Geschäft und kauft sich das Spiel. Über Steam lässt sich das bequem von zu Hause erledigen. Ausserdem gibt es ET, Nexuis und Sauerbraten gratis für die Kids, die keine Kreditkarte haben. Wie will man das denn kontrollieren??

Da ist wohl jemandem der Kamillentee nicht bekommen, wenn man keine Ahnung hat sollte man lieber den Mond halten. Das Verbot von Computerspielen ist doch wohl der grösste Unsinn, seit Calligula sein Pferd zum Konsul ernannt hat.

Andreas

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22. November 2006 14:18

Computerspiele als "Sport"

Luis Bezzenberger (lgbezzenberger)

Man muss den Tatsachen ins Auge sehen: Der Computer entwickelt sich als Medium für sportliche Betätigung. Inklusive Team-Work auch (und sogar sehr stark) bei dem verhassten Counterstrike. Daher auch der Begriff "e-sport". Wenn man Spiele wie CS verbieten würde wären damit sehr viele Leute in dem Maße damit nich einverstanden, wie wenn man zum Beispiel Fußballspielen illegalisieren würde. Natürlich geht es bei diesem Sport weder um körperliche Ertüchtigung noch um Frischluft sondern wie gesagt um Team-Work, Reaktionsgeschwindigkeit, bei Strategie und -Rollenspielen um das Lösen von immer neuen Problemen.
Wenn man aber Spiele wie CS dazu benutzt (alleine) im Umgang mit Waffen zu trainieren oder andere Menschen und Gebäude in sein Spiel einzubauen ist das meiner Meinung nach der Entwicklung von sozialer Kompetenz nicht gerade zuträglich. Und wenn jemand auf seiner Website einen Amoklauf ankündigt sollte man langsam daran denken etwas zu tun um den Schüler wieder auf einen rechten Weg zu führen.

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22. November 2006 14:14

Verallgemeinerung

Martin Klobedanz (Conundrum)

Jeder Amoklauf ist als Einzelfall zu werten.

Es gibt lediglich Studien, dass das Spielen von Ballerspielen a la Doom (ich möchte CS hier bewußt ausnehmen) die Gewaltbereitschaft, durch das Absenken von Hemmschwellen, hebt.

Dies tun aber auch:
- Nachrichten
- Videos
- Schulischer Umgang
- Soziales Umfeld
- Ausbildung zum Kampf (Kampfsportarten, Schützenvereine)

Dass das Grundproblem nicht erkannt oder ignoriert wird,
zeigt für mich z.B. die Freigabepolitik von Filmen.
Matrix 2 (Maschinen gegen Menschen, nicht eine schlimme Szene, 1 Kuß) ab 16
X-Men 2 (Gewaltszenen, Kampfchoreographien mit sichtbaren Austrittswunden und Brutalitäten) ab 12

Die Bewertung von Gewalt durch die Gesellschaft ist sehr ... freizügig.

Natürlich bergen Spiele in der heutigen Form die Gefahr des Realitätsverlustes, das steht außer Frage.
Was aber in Frage gestellt werden sollte ist, dass der Realitätsverlust durch das Spiel geweckt wird. Ohne eine entsprechende Grundlage im Menschen selber...
(Unzufriedenheit, Ausgrenzung, Misserfolge)
kann ein beliebiges Spiel nichts machen.

Sollte aber die Grundlage da sein, so ist dem Suchtverhalten alles offen. Allerdings kann man hier jederzeit gegen an, anders als bei Nikotin, Alkohol, etc.

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22. November 2006 10:45

Augenwischerei

matthias nüßgen (mnuessgen)

Ich kann eigentlich gar nichts mehr beitragen zur Diskussion, weil meine Argumente alle schon genannt wurden. Ich bin aber ebenso wie viele hier der Meinung, dass das Verbot von Ego-Shootern reine Augenwischerei ist.

Mehr noch ich glaube sogar, dass die Diskussion schädlich ist. Sie täuscht nämlich über die wahren Probleme der Amokläufer hinweg. Was wir wirklich überlegen müssten ist doch, was schief gelaufen ist im Leben dieser Jungs, was sie dazu gebracht hat die Computer - Spiele in ihre - offensichtlich sehr traurige - Realität zu übertragen.

Anders gefragt: Was läuft bei Millionen anderer richtig, die ebendies nicht tun?

Matthias

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22. November 2006 10:44

KEINE Ahnung von dem Thema, über das sie reden!

Joachim Adrian (joachim_adrian)

Die Politiker, die jetzt über PC Spiele, insbsondere Counterstrike usw. herziehn, haben keinen blassen Schimmer! Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Herr Stoiber, Herr Beck, uvm. jemals CSS gespielt haben! Von mir kann ich behaupten, auf diesem Gebiet mehr Erfahrung zu haben...macht mich das dann direkt zu einem möglichen Amokläufer? Ich habe angefangen diese Spiele zu spielen als ich in der 8. oder 9. Klasse war. Zu einer Zeit, wo es rapide mit meinen schulischen Leitungen bergab ging und ich unter großem Druck gestanden habe. Warum bin ich nicht darunter eingbrochen? Weil ich in einem sicheren Umfeld lebe, viele Freunde habe, usw. Da liegt das Problem, nicht darin, dass in Spielen, die ab 16 Jahren freigegeben sind, zu viel Blut fließt oder ähnlichem! Ein Verbot ändert auch nichts! Das Internet bietet so viele Möglichkeiten sich diese Spiele runterzuladen. Man kann sie auch im Ausland kaufen. Ein Beispiel: Ich habe in den USA Call of Duty 2 (in Deutschland ab 18 freigegeben) gekauft. In den USA kann ein 13 (!) jähriges Kind dieses PC-Spiel kaufen. PC Spiele zu verbieten löst keine Probleme! Wenn die Amokläufer integriert sind, dann gibt es keinen AMOKLAUF!

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22. November 2006 10:38

Menschen töten Menschen!

Ingo Krüger (GabrielapGangrel)

Wir tun was! Getreu diesen Motto fordern Innenminister Bundesweit nun ein Verbot sogenannter Killerspiele. Ein großteil der Bevölkerung wird diesen populistischen Äußerungen, den nichts anderes sind sie, auch vorbehaltlos zustimmen, da sie von der Materie Computerspiel kaum etwas verstehen.

Tatsache ist jedoch:
Menschen töten Menschen nicht Computerspiele!

Schuld an dieser Tragödie und an vielen kleinen unerkannten anderen sind die Menschen selbst.

Kinder werden mit dem PC und Fernseher großgezogen und die Gesellschaft wundert sich, warum sie bei der Einschulung nicht sprechen können. Kitas werden geschlossen oder verlegt, weil ältere Nachbarn sich durch den Krach gestört fühlen. Eltern glauben, dass Lehrer Erziehungsaufgaben leisten können, weil sie selbst nicht an ihrem Nachwuchs intersessiert sind.

Diese Kette könnte endlos fort gesetzt werden, offenbart schlußendlich aber eins:

Solange wir nicht begreifen, dass wir nicht nur eine Verantwortlichkeit für unser, sondern auch für das Leben anderer haben, werden sich solche Tragödien immer wiederholen.

Dies ist aber nicht durch blinden Aktionismus, wie die Politik ihn jetzt wieder demonstriert, zu erreichen.

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22. November 2006 10:24

Mahnung an die Gesellschaft

Torsten Flanhardt (Tom_67)

Wegen des Suiziddramas von Emsdetten wünsche ich mir, dass Selbstmörder als Teil der Gesellschaft besser integriert werden, als das bisher der Fall ist. Unser System neigt dazu, Suizid-Probleme mit Psychatrie-Aufenthalten zu lösen. Man lässt solchen Menschen zu wenig Spielraum, um eine neue Existenz aufzubauen. Kreditinstitute, Arbeitgeber, Vermieter und Arbeitsämter sind in solchen Fällen wenig hilfsbereit. Die Anlaufstellen für psychisch kranke Menschen oder Suizidgefährdete dienen nur der "Verwaltung" des Problems und können in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht wegen mangelnder Kompetenz kaum Hilfe für ein neues Berufsleben leisten. Ich spreche aus Erfahrung. Die Gesellschaft schaut lieber weg. Nach einem Suizid diskutieren ist besser (kostet nix), als vorher zu helfen (kostet Geld).
Das Spiel Counter-Strike steht in vielen Internet-Shops für die Benutzer ohne Alterseinschränkung zur Verfügung. Das Kampfspiel kann einzeln oder mit mehreren Personen als Gruppe gespielt werden. Viele Schüler, die wesentlich jünger als 18 sind, spielen dieses Spiel stundenlang abends im Call-Shop ohne Aufsicht, aber mit viel Baller-Lärm und sind dabei geschickter an der Waffe als jeder ältere ausgebildete Bundeswehr-Soldat. Noch Fragen?

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22. November 2006 10:03

Völliger Unfug

Miriam Steindor (M.Steindor)

Niemand wird Amokläufer nur weil er zu viele Egoshooter- Spiele o.ä. gespiel hat.

Wächst ein Kind oder Jugendlicher in einer intakten Umgebung auf, in der er/ sie sich geborgen fühlt und wo die Eltern sich offen mit ihren Kindern über deren PC- oder Konsolen- Spiele unterhalten, dann wird ein Kind trotz noch so vieler Ballerspiele nicht zum Killer. Ein Spiel alleine schafft es niemals, dass die Hemmschwelle eines Kindes/ Jugendlichen so weit sinkt, dass es in der realen Welt mit Spaß Menschen tötet.

Kann den Reiz solcher Spiele prinzipiell nicht nachvollziehen, halte aber ein Verbot der sog. Killerspiele für vollkommen unsinnig. Es sollte lieber unterstützend eingegriffen werden, indem man verhindert dass sich jemand von der Gesellschaft ins Abseits geschoben fühlt, als zu glauben, mit einem oberflächlichen Verbot könne man die Probleme lösen.


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22. November 2006 09:11

Das Problem liegt doch woanders ...

Rüdiger Fuchs (Seppel1000)

Ich war in der Schule nie besonders gut und habe auch sehr viel Computer gespielt - auch Spiele über die man heute besser nicht mehr redet. Aber renne ich deswegen durch die Landschaft und knalle andere Leute ab???
Nein! Meiner Meinung nach weil es meinen - heute seit 40 Jahren immer noch glücklich verheirateten - Eltern gelungen ist, mir frühzeitig ein Werteverständnis zu vermitteln. Wenn das im frühen Lebensalter nicht geschieht, ist das schwer wieder gut zu machen. Wie und ob, darüber sollten sich Fachleute Gedanken machen. Aber das verbieten von entsprechenden Computerspielen ist doch nur ein populistisches herumdokotern an Symptomen. Das Problem liegt doch woanders - nämlich im heutigen Niedergang der klassischen Familie!

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22. November 2006 08:12

Natürlich...

Daniel Scherer (Scherer5)

Es ist einemal mehr "counter strike" oder ähnliche so genannte "ego-shooter" schuldig an dem Verbrechen, dass ein Mensch begangen hat. Hinzu kommt auch noch die aggressive Heavy-Metal Musik, die solche Leute hören. Das alles macht aggressiv. Sagt man. Dass Millionen von Menschen die selbe Kombination konsumieren und niemanden umgebracht haben bleibt leider ungenannt.
Meiner Meinung sind es auch nicht die Lehrer, die versagt haben, wie ich es in den letzten Tagen oft gehört habe. Aber sie sind eine ebenso gute Zielscheibe für unbegründete und unüberlegte Schuldzuweisungen, wie Computerspiele und Musik. Also immer nur drauf!
Dass das eigentliche Problem nicht erkannt wird, erschüttert mich. Welche Eltern lasse es denn bitte zu, dass die Kinder anstatt sich mit Freunden zu treffen, den ganzen Tag vor dem Computer sitzen? Eltern habe eine Verantwortung für ihre Kinder. Diese scheint aber immer weniger ernst genommen zu werden. Und das ist meiner Meinung nach ein großer Teil des Problems. Ein Mensch weder feste Grenzen noch grenzenlose Liebe in einer Familie (ob Patchwork, klassich, allein Erziehende spielt dabei keine Rolle) erfährt, der hat enorme Schwierigkeiten, sich im Leben zurecht zu finden!

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22. November 2006 08:08

Verantwortung statt Entmündigung

Burghard Schwarz (BuSchwarz)

Ich bin entsetzt, dass sich Vater Staat wieder einmal durch irgendwelche Pseudo-Analysen genötigt sieht, das Leben zu regeln und in diesem Falle die Freizeitbeschäftigung aller pauschal von dieser Art Spielen zu befreien.

Oder sind vielmehr die Eltern gefragt, ihre Verantwortung wahr zu nehmen? Ist es nicht deren Aufgabe, Kindern eine aktive Freizeitgestaltung und Werte der Gesellschaft zu lehren?
Den meisten gelingt dies wohl prächtig, sonnst wären wohl nicht mehr so viele Schulen mit Schülern gefüllt ... bedeutet das automatisch, daß diese Kids keine EgoShooter spielen? Mit Sicherheit nicht - das zeigen die Umsätze der Hersteller solcher Spiele.

Wie heißt es so schön: Das sind ja Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Mag sein, dass das so ist, aber hilft dann ein Spiele-Verbot?
Blödsinn. Wir sehen es an dem Alkoholverbot für Kinder.

Hier sollte besser überlegt werden, warum es zu einer solchen Eskalation kommen konnte. An Stelle einer Symptom-Behandlung muß wirkliche Ursachenforschung betrieben werden. An Stelle einfacher Verbote als Lösungsversuch muss endlich begonnen werden, die Probleme in den Städten zu reduzieren, die zu solchen Reaktionen führen.
Ich befürchte, wir haben bald nicht mehr viel Zeit ...

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22. November 2006 03:30

Na fein…

Timo Linke (timo.linke)

… das mal wieder zu lesen, und doch immer wieder liest man das. Die bösen Computer-Spiele, und der Computer, diese schlimme Ausgeburt der Kriege. Wer schnell eine Ursache weiß, der spart sich das lange Suchen. Maßnahmen treffen und abschaffen bis zum nächsten Zwischenfall. Dann neue Massnehmen und wieder irgendetwas abschaffen. Amputieren, amputieren bis vom Patienten nichts mehr übrig bleibt und dann sind alle Probleme mit Sicherheit gelöst.
Meine Güte, womit haben wir eigentlich solche Schmalspurpolitiker verdient???
Die Beliebtheit gewaltverherrlichender Computerspiele als Bewältigungsstrategien für (in unserem Land) eingebildete 'existentielle Ängste', wirksame Depersonalisierung und Derealisierung sind doch wohl eher ein Symptom als denn Ursache. Aber wer die Symptome bekämpfen will, bringt sich nur selber in eine Lage, in der er irgendwann gar nichts mehr erkennen kann.
Warum? Warum ist es in diesem Lande nicht möglich Politiker aufgrund ihre mehrfach bewiesenen Unfähigkeit und offensichtlichen intellektuellen Beschränktheit abzuwählen???
Warum?!

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22. November 2006 00:21

Politikergeschwätz

Christian Ermecke (ChristianErmecke)

Ich bin Vater dreier Söhne. Meine beiden älteren und ich spielen gerne auch mal "Ballerspiele". Trotzdem sind sie liebenswerte, hilfsbereite und sanfte Jungs, die Prügeleien aus dem Weg gehen, Konflikte meist mit Worten lösen und vor agressiven Kindern eher ´mal auf der Flucht sind....

"Ballerspiele" gehören heute zum Alltag im Kinderzimmer, sie richten für sich allein keinerlei Schaden an, solange man das Ganze zeitlich begrenzt und für Abwechslung mit Sport und anderen Dingen sorgt. Es ist das soziale Umfeld, es sind richtige Menschen, die Kinder unterfordern (Hallo, Ihr roten Bildungsversager), ausstoßen, erniedrigen und zu frustrierten Außenseitern machen.

Wer heute pauschal behauptet, Computerspiele seien für Gewaltakte verantwortlich, hat meiner Meinung und Erfahrung nach schlicht und ergreifend keine Ahnung, wovon er redet.

Das instinktiv regelmäßig bei schlimmen Ereignissen einsetzende, immer am Thema und an der Lösung vorbeizielende Politikergeschwätz aus den "großen" Parteien ist ein einziges Ärgernis (s. auch den "Fall Stephanie").

Gut, daß DIESER Amokläufer keine "richtigen" (Automatik-) waffen großer Kaliber hatte....es hätte schreckliche Folgen gehabt!


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21. November 2006 23:58

Verbesserter Jugendschutz

Lars Johannes (lars.johannes)

Tiraden wie die von Stoiber et al sind es, die dazu fuehren, dass sich potenzielle Attentaeter ausgeschlossen und als Verlierer fuehlen. Sie sind es die zu Amoklaeufen beitragen. Computerspiele spielen da wohl weniger eine Rolle.

Das Toeten in den so genannten Killerspielen ist letztlich genauso abstrakt wie das "schlagen" der Bauern beim Schach oder das schon genannte Mensch-aergere-dich. Man kann zu solchen Spielen stehen wie man will, aber mit einem Minimum an Erfahrung muss man einsehen, dass sich Spiele bei denen man mit einem Mauszeiger auf ein Bild klickt sich kaum dazu eignen einen Menschen zum Killer zu machen.

Dagegen ist das reale Gefuehl der Ausgrenzung, das die denkfaule Mehrheit um Stoiber und die Gutmenschenbrigaden mit Ihren Litanaien verursachen, erstklassiges Treibmittel fuer Komplexe ausgegrenzter junger Maenner (um die handelt es sich ja meistens). Wenn ich mich an meine 68er gepraegte Lehrerschaft erinnere, wundere ich mich schon, warum es nicht oefter zu solchen Verzweiflungstaten kommt. Die konnten mir immer erklaeren an was ich alles schuld bin, aber nie eine positive Zukunftsvision vermitteln. So wie Stoiber und die CSU alle ausgrenzen die "anders" sind.

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21. November 2006 23:02

Gottseidank Counterstrike oder mein Aufstieg zur Weltkriegler

Tim Priggemeyer (Zynismus)

Na also,

da sind wir in Deutschland doch wieder aussenpolitisch glimpflich davongekommen. Bei allem gebotenen Respekt vor den Opfern und Angehörigen müssen wir doch froh sein, dass wieder einmal ein Spieler des verfemten CS auffällig geworden ist.

Man kann sich kaum vorstellen, wie die Medien und Politiker reagieren würden, wenn es sich um andere, aber insbesondere vom Pentagon mitentwickelte Spiele a'la American Army gehandelt hätte. Wem, ausser privaten Spieleschmieden, müsste man dann für die aggressive Verhaltensweisen von pubertierenden Gewaltverbrechern anlasten. Eine neue Eiszeit im transatlantischen Dialog? Gar eine jugendschützende Ausweisung aller Angehörigen der US Streitkräfte aus der Bundesrepublik? God save America!

Still und heimlich sitze ich in meinem Kämmerlein vor meinem PC und erfreue mich an der Tatsache, dass ich bisher noch nicht in das Rampenlicht Öffentlichkeit gedrängt wurde. Sitze hier Tag ein, Tag aus und übe mich in diversen Zeiten und Universen in der totalen Vernichtung und demütigenden Unterwerfung meiner gepixelten Gegner. Strategie als Übung, Übung als Strategie. Welche Karriere steht mir mit meinem Talent offen - General bei der Bundeswehr oder Diktator mit Hang zum Grössenwahn?

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21. November 2006 22:43

Genauso gut sind Killerspiele schuld an der Arbeitslosigkeit

Goetz Farian (degs)

Auch früher gab es Amokläufer. In der heutigen Zeit spiegelt die Ungerechtigkeit in der Schule wohl die soziale Ungerechtigkeit wieder. Sind die Millionen Arbeitslosen nicht schon heute die Looser zu denen Sebastian B. nicht dazu gehören wollte?
Die Schule ist kein Ort, um ein erfüllter Mensch zu werden, sie ist ein Gesellschaftsfabrik, die Menschen vor allem emotionale and intellektuelle Abhängigkeit, ein von Anderen abhängiges Selbstwertgefühl beibringt. Ohne solche Konditionierung wäre die Arbeitswelt, wie wir sie kennen überhaupt nicht möglich. Dabei trotzdem ein glücklicher Mensch zu werden lernt man anderswo, oder eben nicht.
Unsere Schulen bieten dem Menschen nämlich nichts, außer die Pflicht. Mit guten Noten kann er später Geld verdienen. Ist er aber arbeitslos verfällt er in tiefe Deppression, weil nicht das geringste mit sich selbst anzufangen weiß. Das hat er in der Schule gelernt.
So wie Sebastian, der Counterstrike Realität werden lässt. Denn in Computerspielen passiert eben nichts besonderes, nichts was „Jugendliche animiert andere Menschen zu töten“ und auch nichts was einen Menschen glücklich macht.
Der Djihad animiert z.B. manche Jugendliche andere Menschen zu töten. Oder ein ziemlich trauriges Schülerleben.

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21. November 2006 22:12

Grundaggresion

Bernhard Arnold (subjektiveWahrheit)

Die vorherrschenden Kommentare in den beiden Parteien, es gibt ja keinen Neutralen hier, sid entweder Zynismus, dem ich zum Teil zustimme und andererseits eine Art von (irrationaler) Verteufelung.
Irrational? Vielleicht, was einige schreiben von bitterer Realität stimmt, aber hier ist die Frage dazu: Ihr wisst, dass es diesen Kindern passiert und ihr tut nichts dagegen? Ihr streitet euch lieber über virtuelle Tötungen als echte?
Ich denke jeder Mensch hat von Natur aus eine Grundaggression, ich glaube darauf kann man sich einigen.
Das wichtige dabei ist aber, dass in der modernen Welt keine Freisetzung derer existiert.
Kurz: Aggressionsstau, daraus folgt Daueraggresivität und daraus Gewalt.
Ich denke, es ist besser seine Gewalt in einer virtuellen Welt abzulassen als auf der Straße, manche können es halt nicht, aber es sollte wegen dem Problem einer Person kein Verbot für die Masse folgen.
Mein Tipp: Jeder der sich für GTA interessiert soll es einfach mal auf chip.de eingeben, dann kann er es selbst ausprobieren.
Nix schlechtreden, was man nicht kennt.
Online-Spiele beziehen ihren Reiz bei einem "Frag" auch daraus, dass sich ein anderer Mensch ärgert.
Mensch ärgere dich nicht...

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21. November 2006 22:02

Blanker Populismus

Clemens Adolphs (Clemens_Adolphs)

Dass Herrn Stoibers Aussagen bei so vielen Menschen auf blankes Unverständnis stoßen liegt daran, dass er sich fest auf seine Zielgruppe - die Rentner Bayerns - eingeschossen hat. Da kann man dann gegen alles Mögliche wettern: Ausländer, Killerspiele, Ossis, Problembären.

Wichtigmacherei und Populismus sind das. Ein Verbot würde nichts bewirken. Die Kiddies, die solche Spiele spielen, haben diese ganz sicher nicht legal irgendwo im Laden bekommen, sondern aus dem Internet gezogen.

Aber: Mit einem echten Gewehr kann man das nicht. Und hier muss man präventiv ansetzen. Warum wird jetzt (mal wieder) auf Computerspielern statt beispielsweise auf Sportschützen herumgehackt? Oder Jägern? (Was ebenso absurd wäre, davon mal ganz zu schweigen). Und warum wird nach schweren Verkehrsunfällen nicht nach einem Autorennspiel-Verbot gefragt?

Ich möchte nicht bezweifeln, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Amokläufer Ballerspiele gespielt hat, recht hoch ist. Das liegt aber einfach daran, dass bei JEDEM Jugendlichen die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass er Ballerspiele spielt.

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21. November 2006 22:02

Gut zu wissen...

Falk Stade (canadian_freak)

das ich nicht der einzige bin der so denkt.
Ich lebte die letzten 2 Jahre in einem Internat einer Spezialschule fuer Mathematik und Naturwissenschaften. 99% der Schueler die von dieser Schule abgehen, haben ein Abischnitt von besser als 2.0 und studieren sowas wie Medizin, Biologie, Chemie... Dort habe ich keinen einzigen Jungen getroffen der nicht eines dieser Entspannungsspiele (im Beitrag Killerspiele genannt) regelmaessig spielt.
Diese Menschen sind alle so weit ich das beurteilen kann normal. Die Meisten sagen auch immerwieder das es ein Spiel und nicht das Leben ist.
PS: die meisten hoeren auch Gewalttaetige Musik.
Also warum schieben wir die Schuld schon wieder auf Musik und Entspannungsspiele ab anstatt anzufangen nach den wahren Ursachen zu suchen. Aber das waehre ja wahrscheinlich zu kostspielig. Also schieben wirs mal wieder auf das naechst beste ab was sich findet und nicht wehren kann.
Wir koennen nur hoffen das sie diesesmal etwas mehr draus gelernt als aus Erfurt. Wenn ihr euch erinnert hat man damals auch alles auf die Spiele abgeschoben.

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21. November 2006 21:39

Lieber Herr Gerdau,

Stefan Fomm (KFF1)

wollen wir nicht lieber auch gleich das Fernsehen verbieten? Oder seichte Literatur (ich denke da z.B. an Harry Potter etc) Die sind ebenso verantwortlich für geistigen Stillstand, wenn sie so wollen. Ich spiele auch Computer und mein Geist steht nicht still! Ihre Anregung "gewaltverherrlichende" Computerspiele aus diesem Grund zu verbieten, ist ja noch sinnloser als sie zur Verhinderung von Amokläufen zu verbieten. In einem vorherigen Beitrag habe ich einen lustigen Kommentar gelesen, der hier passt: 99% aller Amokläufer konsumieren Brot, ist die Konsequenz ein "Brotverbot"?
Es ist nicht erwiesen, dass Computerspiele Amokläufe überhauptbegünstigen (vielleicht tun sie das bei ohnehin labilen Menschen), aber abgesehen davon werden sie bei einem Verbot dieser Spiele das gleiche Phänomen wie während der Prohibition in den USA erkennen: Die Menschen werden diese Spiele trotzdem Spielen, das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten.

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21. November 2006 21:05

Unsere allwissenden Politiker!

Stefan Mennewisch (Chariot)

Das war ja mal wieder klar. Nun heisst es weg mit diesen Killerspielen. Dann muesst Ihr aber alles verbieten. Killerspiele, Spielkonsolen, Horrorfilme, das Internet einfach alles.

Wie laecherlich wollt Ihr Euch denn noch machen? Wenn Ihr schon was aendern wollt, dann erkennt doch endlich mal die wirklichen Probleme in unserer Gesellschaft und gebt nicht den Computerspielen die Schuld.

Und unser Herr Stoiber ist ja der absolute. Wie vertusche ich Probleme in unserer Jugend? Ganz einfach, schuld sind die Computerspiele.

Gute Nacht armes Deutschland.

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21. November 2006 20:50

@ Rainer Egold (Humanitas)

Andre Schweigert (ACEMANO)

Ihre Darstellung weist leider den ein oder anderen Fehler auf. Zum einen gibt es keine der von Ihnen genannten Studien die ein gewalttätige Auswirkung von Computerspielen auf deren Konsumenten belegen kann (bitte Quellen und Beispiele nennen). Des weiteren sind, geht man von diesem Stand aus, die Argumentationen mehr als richtig.

Ich unterstelle auch ihnen einfach mal einen fehlenden Überblick und mangelnde Kenntnis von Computerspielen, da Sie sich lediglich auf Vermutungen stützen. Ich denke Sie können wenig bis keine Erfahrung mit solchen Spielen aufweisen.

Dementsprechend weisen auch Sie die viel naheliegenderen Probleme und Ursachen für eine solche Tragödie zurück, die da wären: Hohe Arbeitslosigkeit, sehr geringe Löhne, steigende Unterhaltskosten und damit verbunden längere Arbeitszeiten oder Nebenjobs sowie mangelnde Bildung und Integration nähren den Willen sich mit solchen Taten Gehör zu verschaffen. Sie fördern Gewalt und Gegengewalt, Jugendkriminalität und Missbrauch von Drogen und Alkohol in frühen Jahren. Doch diese Probleme bestehen ja nicht erst seit Gestern, sondern wachsen seit Jahren in unserer Gesellschaft. Hier ist die Wurzel für den Amoklauf in Emsdetten und anderen Schulen zu suchen!

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21. November 2006 20:47

Geschmacklos!

N M (N.Meyer)

Egoshooter zu spielen ist Euer gutes Recht!!!
Doch findet Ihr es nicht geschmacklos das virtuell zu inszenieren, was für viele Kinder dieser Welt bittere Realität ist?

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21. November 2006 20:45

Schuldige finden leicht gemacht

Michael Elbert (iCeFrEsH)

Einige Jahre nach Erfurt ist exakt die gleiche Diskussion erneut entbrannt. Und auch nun stellt sich wieder die Frage, ob gewisse Spiele verboten werden sollen. Schnell wird die Suche nach einem Schuldigen in die digitale Welt verschoben. Aber kann ein Spiel wirklich solch eine Tat auslösen? Sollte man nicht nach realen Schuldigen suchen, zum Beispiel nach einem Grund wie und warum der Amokläufer an die Waffen kam? Wie es um ihn und sein Elternhaus stand? Ob man nun mit der Maus auf sich-bewegende Pixel klickt oder ob man an einer Waffe den Abzug betätigt, sind zwei verschiedene Welten. Sollen Sie auch sein. Und wenn wir über ein Verbot für gewisse Computerspiele nachdenken, sollten wir nicht auch zahlreiche Fernsehserien, Filme oder ganz und gar Meldungen über Terrorismus in den Nachrichten verbieten? Aber Hauptsache wir haben erstmal einen Schuldigen, sonst würde man es ja vielleicht noch dem Richtigen in die Schuhe schieben. Meiner Ansicht nach liegt bzw. lag das Problem viel tiefgründiger in der Psyche dieses jungen Menschen – aber die Medien und die Politik benötigen ja einen lebendigen Schuldigen, und wenn es nur Bits und Bytes sind.

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21. November 2006 20:25

welches Computerspiel war 1933 schuld???

Fabian Mueller (Sebastian1982)

Wenn von 100.000 Computerspielern 2 durchdrehen, dann kann das wohl kaum an den Spielen liegen
-----
aus der aktuellen P.M.:
Welche Computerspiele hat es 1933 gegeben als die NS-Diktatur an die Macht kam? Keine. Es war die Perpeltivlosigkeit und Arbeitslosiglkeit.


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21. November 2006 20:05

Politiker haben Recht ...

Alexander Degitz (ADegitz)

... prüft endlich, welche Spiele in der realen Welt die meisten Opfer verursachen und handelt!
Ganz oben auf der Liste steht da ohne Frage der Microsoft Flugsimulator: Mit ihm übten die Attentäter vom 11. September. Also weg damit - viel zu gewalttätig. Und Microsoft gleich auf Beihilfe verklagen.
Danach schaffen wir das Fernsehen ab - der Zugang ist nicht kontrollierbar. Und die Presse - immer diese reale Gewaltdarstellung in den Zeitungen kann für die Jugend nicht gut sein. Und dann das Internet: Wir schließen uns am besten am chinesischen Internet an; sicher ist sicher.
Auf keinen Fall sollten wir jedoch die Abgabe von Waffen jeder Art an jugendliche verbieten. Schützenvereine sind auch OK. Und Leute die wegen Waffendelikte vorgeladen sind, sollten diese auch bis zum Urteil behalten dürfen. Armes Deutschland.

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21. November 2006 20:03

Symptom und Menschenbild

Holger Sonntag (Sonntag11)

Vielleicht sind die Killerspiele nicht direkt als Ursache für Amokläufe auszumachen. Sind sie aber nicht doch ein Symptom, ein Hilferuf, besonders wenn sie von machtlosen, marginalisierten Männern gespielt werden? MaW., werden hier Allmachtsphantasien ausgelebt, die auch real werden können?

Man muß Leute immer wieder fragen, was für ein Menschenbild eigentlich ihrer "Unterhaltung" zugrunde liegt. Wenn es ein menschenverachtendes ist, wie es offensichtlich in den Killerspielen der Fall ist, dann sollte dies nicht unter dem Schutz der Meinungsfreiheit stehen, selbst wenn sich nicht immer ein Kausalnexus erstellen läßt und auch nicht immer "wirkliche Menschen" (außer dem, der sich unterhält!) betroffen sind. Soll man zB. Kinderpornographie freigeben, wenn sie in Comic-Form daherkommt?

Ein demokratischer Staat steht und fällt mit einem Menschenbild der Würde und des Respekts. Gewalttätige Spiele sind hier nicht das einzige Problem. Aber sie sind doch wohl ein Symptom für das, was in den Tiefen des Menschen brodelt. Aber Gewaltphantasien und Menschenhaß muß man nicht ausleben (virtuell oder real). Man muß sich von ihnen befreien. Das ist nicht nur eine Aufgabe für die Gesellschaft; hier ist jeder einzelne Bürger gefordert.

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21. November 2006 19:48

...was sich jeder Egoshooter mal fragen sollte!

N M (N.Meyer)

...ein Verbot von Egoshootern ist wahrscheinlich weder hilfreich noch lässt es sich mit den Grundnormen unserer liberalen Gesellschaft besonders gut vereinen.
Doch was ist 'gut' am virtuellen Töten im Computerspiel? Wie kann ich das moralisch begründen?
Das Argument, dass es Spaß macht und dies meißtens auch bleibt, überzeugt mich leider nur wenig. Findet ihr es nicht geschmacklos das ihr im Spiel inszeniert was für viele Kinder dieser Welt bittere Realität ist?

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21. November 2006 19:31

Wer spielt, und wer nicht?

Martin Steinwand (Steinwand1)

Ich teile die Einschaetzung, dass ein Verbot von gewalttaetigen Computerspielen lediglich ein Behandeln von Symptomen darstellt. Es ist bemerkenswert, dass eine klare Mehrheit der Kommentatoren in diesem Forum zu einer aehnlichen Beurteilung kommt. Offensichtlich haben Leser der FAZ-Onlineausgabe keine Beruehrungsaegste mit Computern. Die populistische Forderung nach einem Spielverbot zielt wohl auf die Aengste von Menschen ab, die sich vom Internetzeitalter insgesamt ueberfordert fuehlen.

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21. November 2006 19:16

Politischer Symbolismus

Peter Bellinghausen (pbellinghausen)

Das ist typischer politischer Symbolismus. Es besteht Handlungsbedarf, um zu zeigen, dass die Politik "was dagegen tut". Also Sündenbock finden und Computerspiele verbieten. Leider funktioniert das nicht. Dann müßte man auch die Gewalt aus der Tagesschau verbannen...

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21. November 2006 19:13

Politiker fordern...

Jonas Kuhnle (Jonas94)

"Politiker fordern Verbot von „Killerspielen“" tja und da wundern sich die typen noch warum so viele Leute aus unserer Generation den Herren und Damen Politker nichts mehr zutrauen.
Mit dieser forderung zeigt sich nur die Inkopetenz dieser Damen und Herren.
Was sollte denn ein Verbot bringen, glauben die wirklich es würde sich durch ein Verbot irgendwas ändern.
Klar als Politiker muss man nicht wissen das ein Torrent ist und man braucht auch nicht zu wissen das ein Esel nicht nur ein bissweilen Störiches Tier ist...


Man hört ja immer wieder von den grausam zwischenfällen auf Lan-Party wo sich die "Killerspiele" Spieler in völligem Realitätsverlust gegenseit die Köpfe einschlagen... ja das ist echt grausam das Zeug.
Und am besten man verbietet es, und wenn man schon dabei st kann man auch gleich noch alle Autorennspiele verbieten -> Verkehrsunfälle, Strategie Spiele -> Pfui Krieg, am besten einfach alle Computerspiele. Und weil das doch nichts ändert muss noch das Fernsehn Zensiert werden.
Hauptsache nicht die frage aufkommen lassen warum sich die Leute in virtuelle Realtiäten flüchten. Ne ne lieber verbieten.

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21. November 2006 19:06

Schuld

Stefan Bernhardt (robber84)

Habe nahezu alle vorangegangenen Kommentare gelesen. Dass die Schuld nicht oder nur zu sehr geringen Anteilen den sog. "Killerspielen" zuzuschreiben ist - da war man sich in erstaunlich hohem Maße einig (das sehe ich übrigens auch so). Schnell waren auch die wahren Schuldigen gefunden: Die Eltern, Lehrer, Mitschüler, deren Eltern, die Gesellschaft, die Poliltiker (Sind nicht wir die Gesellschaft? Haben nicht wir die Politiker gewählt?), die Waffenindustrie,... noch Jemanden vergessen? Hitler? Der ewige Jude? Wenn man nicht wüsste, worum es geht - man könnte meinen hier sei von einem gesellschaftspolitischen Märtyrer oder sonstwas ("der arme Kerl") die Rede.
Erinnern wir uns: "... Ein Volljähriger dringt in eine Schule ein und verletzt 27 Menschen teilweise schwer ... Es grenzt an ein Wunder, dass keiner ums Leben kommt ... Danach begeht er Selbstmord ..." ...und erlangt damit alles, was er wollte: Rache, mediale Aufmerksamkeit, teilweise sogar Mitleid und Verständnis. Sicherlich sind viele Schuldige in der zweiten, dritten, x-ten Reihe zu finden. Wenn aber bald jede Tat mit einer schweren Kindheit oder was auch immer gerechtfertigt werden kann... Jeder ist zunächst einmal selbst für sein Handeln verantwortlich.

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21. November 2006 19:04

Was wäre wenn..

Sebastian Böttger (sebastian.boettger)

..einer mal vor dem Amoklauf Goethe zitiert?
Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht.

Passt ja auch. Wer würde dann auf die Idee kommen Goethe zu verbieten?

Abgesehen davon- ich würde Computerspiele vermissen
(zu einem Beitrag vor mir).
Denn Computerspiele bieten oft immer noch intelligentere und aktivere Unterhaltung als beispielsweise Fernsehen.
Sie sind gelegentlich sogar wie Kunst. An wem wäre es zu entscheiden was Kunst ist und was nicht?
Man sieht ja bei dem auch in diesem Zusammenhang oft zitierten GTA, dass gerade die Leute, die nach Verboten schreien, dieses Spiel entweder nicht gespielt oder einfach nicht verstanden haben.

Wer Computerspiele verbieten will würde auch Bücher verbrennen.

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21. November 2006 19:04

Schon immer Killerspiele gespielt

Bernd Franke (zepufra)

Schon vor 65 Jahren spielte ich "Killerspiele", wohl nicht am Computer, sondern auf einem Brett. Symbolisierte Menschen aus Holz waren meine "Gegner". Das Spiel heißte heute noch "Mensch ärgere dich nicht".
Dann habe ich studiert, wurde promoviert, habe gearbeitet, und jetzt als Rentner spiele ich (auch) am PC mit dem größten Vergnügen "Killerspiele". Ich übe meine Reaktionsfähigkeit und mein Gedächtnis, und es macht mir großen Spaß. Deshalb: "Killerspiele" in alle Altenheime!!!


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21. November 2006 18:46

Medienterror und Freiheit?

Bernhard Arnold (subjektiveWahrheit)

Ja, ich bin "Killerspiel"-"Zocker".
Ich mag Counter-Strike, ich mag auch Waffen, dennoch bin ich jemand der das Leben liebt.
Was bei dem Amokläufer zusammenkam war eine Katastrophe: Outsider, Waffennarr und eine unglaubliche Wut und Frustration.
Doch all diese Sachen kommen aus der Gesellschaft und nicht von Spielen.
Schauen sie 5 Minuten VIVA-Werbung und gehen sie einmal auf deren Websites, Sie werden sehen, dass unsere Gesellschaft in gewisserweise krank ist.
Jugendliche definieren sich nicht mehr über sich, sondern über Wertgegenstände, v. a. das Handy.
Und die Medien?
"Der Soldat James Rayne" an Weihnachten? Das Fest der Liebe...
Rüttli-Schule? Geld für das Steinewerfen?
Unsere Medien lechzen nach Provokation und die Politiker lechzen nach den Medien um selbst bekannter zu werden.
Gab es nach Erfurt irgendeinen Ansatz Jugendlichen Zukunft zu geben?
Die Politiker reden viel, sehen aber nicht die Ursachen, sondern wollen sich nur profilieren.
Stoiber (ich bin Bayer) redet von Dingen mit denen er sich nicht auskennt und andere müssen dafür bluten (entschuldigen Sie das Wortspiel).
Soll man das Volk noch mehr bevormunden?
Jugenschutz ja bitte, aber wir haben schon einen der strengsten der Welt.

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21. November 2006 18:04

Zum Beitrag von Rainer Egold (Humanitas)

Mathias Wölfelschneider (shrink01)

Lieber Herr Egold,

ich wäre sehr interessiert an einer Forschungsmethode, die es vermag, die "Kausalität" aufzuzeigen, von der Sie sprechen! Dies kann Wissenschaft - insbesondere psychologisch-psychotherapeutische Forschung - nicht leisten! Die Forschungslange zum Thema "Gewalt und und Computerspiele" ist bisher sehr dünn. Es gibt wenige methodisch hochwertige Studien und von diesen wenigen zeigen einige einen Effekt der Spiele im Sinne einer kurzfristigen Erhöhung der Aggressivität (wie sie im Übrigen bei Brettspielen, Fernehserien u.v.m. entsteht). Es gibt ebenso Studien die keinen Effekt aufzeigen können. Solche Ergebnisse sind aber IMMER statistisch relevante Zusammenhänge - KEINESWEGS haben diese etwas mit Kausalität zu tun.
Zu den wirklich interessanten Zusammenhängen, wie z. Bsp. der Möglichkeit eines "Wertetransfers" und Problemlösungsstrategien von virtuellen Realitäten in die "echte" (denn darüber reden wir hier unausgesprochen - wissen Sie was "radikaler Konstruktivismus" ist?), gibt es kaum Forschung.

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21. November 2006 18:03

Ablenkungsmanöver

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Jetzt sollen also "Killerspiele" für den symptomatischen Vorfall ursächlich sein? Fürwahr ein gelungenes Ablenkungsmanöver der politischen Klasse.

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21. November 2006 18:02

Politiker-Verbot

Lutz Schlecker (Schlecker)

Bin eher dafür, langsam mal Stoiber, Beckstein, Schönbohm & Co. verbieten zu lassen. Die haben schon genug Schaden angerichtet.

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21. November 2006 17:54

Fortsetzung "Korellation und Kausalität" (wegen begrenzter Zeichenzahl).

Mathias Wölfelschneider (shrink01)

Alle vier sind wir begeisterte "Killerspiel"-Spieler. Das sind schon VIER Fälle! Daraus geht eindeutig hervor, dass Killerspiele die kognitiv-emotionale Entwicklung von Jugendlichen fördern! Ich werde eine Bundesratsinitiative veranlassen, die vorsieht diese Spiele aufgrund der bestechenden und wissenschaftlich hoch relevanten Beweiskraft von ganzen vier Fällen zu Bestandteilen des Pflichtunterrichts an deutschen Schulen zu machen!

Wie war das mit der Geburtenrate und den Storchennestern....?

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21. November 2006 17:50

Korellation und Kausalität

Mathias Wölfelschneider (shrink01)

Ich komme aus nicht eben besonders guten oder wohlhabenden Familienverhältnissen. Ich spiele seit spätestens 1992 Egoshooter, sog. "Killerspiele". Als Genregründer darf sicherlich das (zu recht) indizierte "W*********3D" gelten. Aber ich habe auch Doom 1-3 gespielt, Counterstrike in all seinen Versionen, Battlefield, Half-Life, Far Cry - kein Spiel, dass für das Genre relevant war habe ich ausgelassen. Seit langer Zeit spiele ich diese Spiele auch gemeinsam im Internet oder LAN mit und gegen menschliche Spieler. Ich habe Abitur gemacht, Zivildienst geleistet(!), Medizin studiert. Heute bin ich Assistenzarzt in der Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie. Ich veröffentliche Forschungsarbeiten in renommierten Fachzeitschriften.

Drei meiner besten Freunde, die allesamt ebenfalls seit Kindheit oder Jugend Computerspiele spielen, bevorzugt Egoshooter (häufig auch mit mir zusammen).

Der erste schliesst gerade sein Studium der Politikwissenschaften mit dem Magister Artis ab und arbeitet nebenher beim ZDF.

Kandidat Nr. 2 schreibt seine Examensarbeit - er wird Lehrer für Gymnasien.

Der dritte im Bunde ist Diplompsychologe, freiberuflicher Broker und Mitglied in MENSA - dem Club der Hochbegabten mit IQ>98% der Bevölkerung.

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21. November 2006 17:43

Verquerter Umkehrschluss: Alle Spieler Attentäter?

Christian Dietze (chdietze)

Es heißt, viele der Attentäter seien Anwender gewaltverherrlichender Spieler. Im Umkehrschluss behauptet man: Alle Spieler sind potentielle Attentäter. Das kann ich nicht bestätigen! Meiner Ansicht sind gewaltverherrlichende Spiele - häufig wird Counterstrike genannt - vielleicht ein Aspekt (und selbst das bezweifle ich), der vereinsamte und in der Gesellschaft wenig anerkannte Jugendliche zu derartigen Taten bewegen kann. Viele Spieler, die im reellen Leben "erfolgreich" und geachtet von ihrer unmittelbaren, täglichen Umgebung sind, sagen mir immer wieder, dass das Schießen vor einer Wand aus Pixeln nicht mit dem tatsächlichen Führen einer Waffe zu vergleichen ist.

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21. November 2006 17:42

genauso gut könnte man fordern...

Jochen H. (joho21)

...Brot zu verbieten!

ACHTUNG! 99% aller Terroristen verzehren Brot!

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21. November 2006 17:38

zum Glück gibts "Killerspiele"!

Florian Sommer (Flori83)

Wieso hängt es wieder an Computerspielen und "gewalttätiger" Musik! Können Behörden, Lehrer, Politiker und auch Eltern nicht eingestehen das sie Fehler gemacht haben,das nicht alles perfekt in diesem Land läuft!Ich glaube wenn es keine ego-shooter oder "agressive" Musik mehr gebe, würden viel mehr Menschen austicken!In dieser komplexen Welt und sehr gestressten (Ellenbogen-) Gesellschaft ist ein ausgleich,um sich abreagieren zu können,unabdingbar!Der eine macht Kampfsport,der andere geht auf Metalkonzerte oder Spielt ego-shooter.Das Problem steckt in der Bildungspolitik und dem Werteverfall inerhalb der Gesellschaft!Nicht einmal die,die Ihn geärgert/verprügelt haben können etwas dafür,es waren Kinder! Vielmehr muss die Schule und die Eltern den Kindern Werte beibringen.Zeit und Verständniss für Schüler aufbringen und auf Gewalttaten(richtig)reagieren!Da ist aber wieder die Bildungspolitik gefragt,die Lehrer besser ausbilden muss(Sozialkompetenzen),Schulklassen verkleinern (Welcher Lehrer kann schon mit 30 pupatären Kid´s umgehen?!)und mehr Mittel(Finanz- & Sachmittel)zur verfügung stellen!Wichtig ist es aber vorallem Perspektiven zu schaffen,hätte nur einer glaubhaft S.B.sagen können das bald alles vorbei ist & er eine Zukunft hat

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21. November 2006 17:34

Es sollte über gesellschaftliche Werte diskutiert werden...

Ulrich Noah (UlrichNoah)

Derartige gewaltverherrlichende Spiele auf dem PC sind eine vieler "Erscheinungen" im Lebensalltag die wichtige Ziele und Werte des Daseins ins negative verkehren. Das "sich bemühen" um ein positives Ziel zu erreichen, um z.B. einen Beruf zu erlernen wird im Lebensalltag nicht ausreichend gewürdigt. Stattdessen gewinnt, wer andere Menschen und auch den Staat besonders gut ausnutzen kann, wer eben "clever" ist.
Reizschwellen werden immer mehr angehoben,viele einfache Dinge, die an sich großen Wert besitzen, geraten völlig aus dem Blickfeld vieler Menschen bzw. werden bewußt nicht gefördert da auf andere Weise leichtere Geld zu verdienen ist.
Der Staat hat die Aufgabe solche Entwicklungen, die für alle Menschen im Staat in die falsche Richtungen führen zu korregieren.
Es gibt Vorschriften im Straßenverkehr, die werden zwar von manchen Menschen kaum beachtet, aber haben insgesamt eine oft lebensrettende Funktion.
Die Vorschriften für PC- Spiele und so manches andere gewaltverherrlichende sind dringend überarbeitungsbedürftig.

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21. November 2006 17:30

Wer sind denn eigentlich die Schuldigen???

Malcolm Sharp (Sharpy)

... das ist doch eigentlich die wahre Frage!
Wieso werden denn nicht die Öffentlichen Medien stärker betrachtet???
Von allen TV Sendern werden doch mit vergnügen, die grausamsten Bilder gezeigt, die man sich vorstellen kann.
Ob das nun ein Pay-Tv Kanal ist oder ein freier Sender, die Nachrichten berichten besonders, über solche Ereignisse mit einem solchen Elan, so dass es auch auf diese Weise, zu einer
Manipulation eines bereits Metrosozial-psychologisch gestörten Kindes hätte führen können.
Wäre es möglich, dass gerade solche ausführlichen Veröffentlichungen oder Reportagen dazu im Stande wären???

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21. November 2006 17:29

Wer sind denn eigentlich die Schuldigen???

Malcolm Sharp (Sharpy)

... das ist doch eigentlich die wahre Frage!
Wieso werden denn nicht die Öffentlichen Medien stärker betrachtet???
Von allen TV Sendern werden doch mit vergnügen, die grausamsten Bilder gezeigt, die man sich vorstellen kann.
Ob das nun ein Pay-Tv Kanal ist oder ein freier Sender, die Nachrichten berichten besonders, über solche Ereignisse mit einem solchen Elan, so dass es auch auf diese Weise, zu einer
Manipulation eines bereits Metrosozial-psychologisch gestörten Kindes hätte führen können.
Wäre es möglich, dass gerade solche ausführlichen Veröffentlichungen oder Reportagen dazu im Stande wären???

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21. November 2006 17:27

Typisch Politiker!

Roland Pongratz (GrafZahl666)

Jetzt wieder laut nach dem Verbot von Computerspielen zu schreien ist nichts weiter als Augenwischerei und Aktionismus!

Es mag ja sein, daß viele Jugendliche, die in letzter Zeit ähnliche Gewalttaten begangen haben auch brutale Spiele gespielt haben, aber auf keinen Fall gilt der Umkehrschluss, daß nämlich die Mehrzahl derjenigen die solche Spiele spielt auch gewaltbereit ist. Davon aber scheinen die Politiker auszugehen. Unsinn!

Niemand wird wegen einem Computerspiel zum Killer! So ein Spiel ist höchstens ein kleiner Tropfen in dem überlaufenden Fass eines Amokläufers, mehr nicht!

Das Problem ist doch ein ganz anderes! In Deutschland hakt es gewaltig in den Bereichen Sozialpolitik und Erziehung. Im Zuge des langsamen Zusammenbruchs der sozialen Netze und der zunehmenden (nicht unbedingt monetären) Belastung der Familien und vor dem Hintergrund eines allgemeinen Werteverlustes wird hier der schwarze Peter hin und hergeschoben, Hauptsache weg von den Politikern selbst.

Man macht es sich, wie so oft heutzutage, einfach und "kurpfuscht" an den Symptomen herum, anstatt die Ursachen zu bekämpfen!

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21. November 2006 17:15

Gewalt lernen durch Imitation

Rainer Egold (Humanitas)

Manche der Beiträge scheinen von einer beträchtlichen Ignoranz gegenüber der Fülle von Forschungsergebnissen, die eine Kausalität zwischen dem Konsum von Gewaltdarstellungen im Fernsehen, in Videos und erst recht dem aktiven Spielen von Gewaltspielen bei Kindern und Jugendlichen und eine Zunahme von Gewalt und Aggressivität von Kindern und Jugendlichen nachweisen, die bis ins Erwachsenenalter übrigens!
Diese Fakten zu ignorien ist vergleichbar mit dem Glauben, die Erde sei eine Scheibe.
Ein Verbot der Herstellung und des Vertriebs, verbunden mit harten Strafen bei Verstößen, ist mehr als gerechtfertigt. Dagegen zu argumentieren mit Freiheitsrechten erscheint absurd. Ebenso erscheint es wenig problemlösungsführend auf andere Ursachen von Gewalt hinzuweisen. Denn sollte man eine Ursache nicht bekämpfen, nur weil es auch andere, die viel weniger leicht zu eliminieren sind, gibt?
Auf Einsicht von Eltern von Kindern und Jugendlichen und profitgierige Hersteller und Händler solcher Machwerke kann man offenbar nicht vertrauen - auch das ist leider empirisch belegt.

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21. November 2006 17:06

Rolle der Medien

Ralf Herrmann-Bierbaum (vision54)

Ich denke, den Beiträgen der meisten Vorredner/innen gibt es kaum etwas hinzuzufügen. Die stereotypen Äußerungen unserer Volksvertreter können bestenfalls als Hilflosigkeit, schlimmstenfalls als Ablenkungsversuch von eigener Verantwortung gewertet werden. Denn gesellschaftliche Gestaltung findet schon lange nurmehr in Form von Verboten und Geboten statt.

Jedem denkenden Menschen muß klar sein, daß Computerspiele allein niemanden töten können. Mich interessierte allerdings die Herkunft der scharfen Waffen und die Frage nach dem Prozeß der sozialen Isolation des Täters.

Insofern hoffe ich auf die aufgeklärten Medienvertreter, die den Abgeordneten und Funktionsträgern die richtigen Fragen stellen sollten, um deren Konzeptlosigkeit darzulegen und um die Diskussion in Deutschland in andere Richtungen zu lenken.

Denn ich fürchte, daß trotz der sicheren Wirkungslosigkeit der Maßnahme eines gesetzlichen Verbotes von Computerspielen lediglich wieder einmal unsere bürgerliche Freiheit eingeschränkt werden soll. Und davor ist zu warnen.

Das Problem wird dadurch nicht gelöst, in ein paar Monaten oder Jahren kommt das nächste Massaker und dann?

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21. November 2006 16:57

Gewaltverherrlichung u. Waffen: Verbieten!

Thomas Schmitt (redfish)

Schon mal etwas aufgefallen? Gewaltverherrlichung, die einen rechtsradikalen Hintergrund hat, wird - und das ist auch absolut gut und richtig so! - verboten. Bei Strafe. Da ist die Politik sehr wachsam.

Blind scheint die Politik bei allen anderen Arten der Gewaltverherrlichung zu sein. EIN Gipfel davon ist der boomende Markt von Computerspielen, die nicht nur widerlich, sondern schon pervers sind in ihrer Verherrlichung rohester Gewalt. Meine Meinung: Durchgreifen! Weg mit diesem Dreck, der mit "Spielen" und "Freizeitbeschäftigung" nichts zu tun hat, sondern nur "lehrt", dass das Leben anderer Menschen nichts wert ist. Wie gesagt - pervers.

Ein anderes Thema: Privater Waffenbesitz. Meiner Ansicht nach gehört KEINEM Menschen im Privatbereich eine Waffe in die Hand. Wir brauchen ein rigoroses Verbot von privatem Waffenbesitz, ohne Ausnahme. Wer beruflich eine Waffe trägt, hat sie nach Dienstschluß in der Dienststelle abzugeben. Und Waffen in Schützenvereinen müssen nach Training oder Wettkampf im Panzerschrank des Clubhauses verschwinden, aber keinesfalls in den Privatwohnungen der Sportschützen.

Manchem mag das zu hart, zu konservativ oder sonstwie vorkommen - egal. Dann bin ich bei diesem Thema eben hart und konservativ.

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21. November 2006 16:45

Einfach nur abstoßend

Henning Lehmacher (HeLemmy)

Nein, ich meine damit nicht die sogenannten "Killerspiele", sondern den vor Zynismus triefenden Aktionismus der Mitglieder der Law-and-Order-Fraktion. Der genaue Tathergang war noch überhaupt nicht geklärt, die Polizei hatte ihre Untersuchungen gerade erst begonnen, zum sozialen Hintergrund des Täters gab es noch keine verläßlichen Informationen, da drängten sich schon die ersten Scharfmacher um die Zustimmung der Stammtische heischend vor die Mikrofone. Diese Reflexartigkeit, mit der diese Damen und Herren solche Tragödien ausnutzen, um ihre "Liberal war gestern"-Parolen rauszuposaunen, ist nur noch widerlich. Da wird in den Kreisen der Wählerschaft, die moderne Technologien allgemein als Bedrohung ansehen, ein Zustimmungspotential gewittert - und schon kann es sich der "gutbürgerliche" Politiker anscheinend nicht verkneifen, in diese Kerbe reinzuhauen.
Denn wie naiv muß man sein, um wirklich zu glauben, dass "Killerspiele" das wichtigste zu diskutierende Thema nach so einem Vorfall ist? Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass die Vorliebe des Täters für nicht jugendfreie Computerspiele - welche millionenfach an im Durchschnitt über 20-jährige Kunden verkauft werden - wirklich einer der Hauptauslöser für diese Tat ist.

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21. November 2006 16:30

Killerspiele oder die Wurzel allen Übels...

Kei Müller (keimue)

Abgesehen davon, dass in Zeiten des Internets und der Onlinetauschbörsen das Verbot einer computergestützten Unterhaltungsform der Gipfel der Lächerlichkeit ist, verdient folgendes meiner Meinung nach eine nähere Betrachtung.

Quintessenz der Reaktionen mancher Politiker:

Jugendlicher spielt Ballerspiel. Es ist der Hauptgrund für dessen gesellschaftliche und moralische Entfremdung. Er kauft sich problemlos ein Schusswaffenarsenal im Internet und läuft Amok. Verbiete doch bitte einer endlich diese Computerspiele!!!

Vorangegangenes lässt zwei Schlüsse zu. Entweder sind betreffende Politiker populistische Zyniker oder Ihnen muss jegliche Intelligenz abgesprochen werden. Letztere wäre wohl noch die weniger erschreckende gedankliche Konsequenz.

Ich meine, die Ursachen der Tat sind an anderen, weniger bequemen Stellen zu suchen.

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21. November 2006 16:29

Es tut gut...

Thomas Strenger (jeffstaine)

...zu sehen dass es doch noch vernünftig denkende Menschen in diesem Land gibt, die nicht glauben können was die Politik Ihnen zu suggerieren versucht.

Dank´Euch! Ich habe wieder Hoffnung !

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21. November 2006 16:23

Zu Dr. Ergun....

Thomas Strenger (jeffstaine)

Ich stimme Herrn Ergun in weiten Teilen zu, er übersieht jedoch, das Kriege nicht dadurch entstehen, dass Menschen nichts besseres zu tun haben, sondern im Falle von Irak/ Afghanistan handfeste wirtschaftliche Interessen dahinterstehen.
Und eine Frage sei erlaubt:
Wann würden Sie eher spenden ?
1: Bei den Bildern von hungernden Kindern in Afrika
oder:
2: Wenn in der Zeit geschrieben steht das Kinder in Afrika hunger leiden.
Bilder haben nun einmal mehr Wirkung und bei allem Greul bin ich froh das wir Sie sehen können. Wer Sie nicht sehen will soll umschalten oder weiterblättern.
Aber zurück zum Thema. N-TV hat den Abschiedsbrief abgedruckt und daraus geht hervor das er ein Mobbingopfer seiner Klassenkameraden ist. Das hat mit Counterstrike nun wirklich wenig zu tun. Und zeigen Sie mir den Jugendlichen der noch keinen Shooter gespielt hat, ob er nun Counterstrike, Medal of Honor, Battlefield oder sonstwie heist. Es ist schon traurig zu sehen wie kurzsichtig Politiker Sachverhalte bewerten, weil sie nicht die Chuzpe haben, nach so einer Tat, die vermeintlichen Opfer (Mobber) infrage zu stellen. Heuchlerich so was !

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21. November 2006 16:23

Politiker...

Christian Knoche (christian.knoche)

....insbesondere die mit besonderer Intelligenz gesegneten (man sieht es am aufgeweckten Gesichtsausdruck und merkt es an der flüssigen Sprache) Herren STOIBER und BECKSTEIN, sollten sich mit Ihrem unsäglich blödsinnigen Gerede einfach mit einigen Maß bayrischen Biers für immer im Keller einschließen. Deren Realitätsfremdheit ist wohl kaum noch zu überbieten. Ich will an dieser Stelle gar nicht weiter darauf rumreiten das sich die Downloadmöglichkeiten im Internet einen feuchten Kehricht um bayrische Verbote scheren. Aber nur zu, wenn es (ihnen) denn hilft. Bayern hat ja noch Steuergelder übrig zum verschwenden. Und dann sind sie sicher. Ganz getreu dem Motto: Bayern ist BSE - frei!

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21. November 2006 16:19

Stoiber

Fridolin Hanf (frihan)

Das sich Stoiber, dieser lächerliche Lokalpatriot aus dieser scheinheiligen Diskussion nicht raushalten kann war so sicher wie das Amen in einer seiner katholischen Kirchen in Bayern.
Er hätte auch gar nichts sagen können, seine indifferenzierte Meinung ist hinlänglich bekannt und wird als Geschwätz sogar von Führungspositionen der eigenen Partei abgetan.

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21. November 2006 15:49

Vorsicht Amok

Alexander Pruß (A.Pruss)

verbietet Killerspiele. heißt es. Das ist die Wurzel allen Übels. Heißt es. Vernichtet diese verdammten Spiele. Heißt es. Da gegen muss was gemacht werden. Heißt es. Wo wir grade beim was "degegen machen sind". Man sollte auhc was gegen Mobbing an Schulen, soziale Vernachlässigung und Lehrer machen, die derartig mit Arbeit überhäuft sind, dass diese nicht mehr oder nur noch ungenügend auf ihre Schüler eingehen können. Man sollte sich acuhmal überlegen, wer dieser Amokläufer eigentlich war. Er war ein Einzelgänger, er hatte nicht mal einen Schulabschluss. Ich sehe da parallelen zu Steinhäuser....
Anstatt Verbote zu erlassen, wie es der deutsche Politiker am liebsten macht, sollten sich diese lieber überlegen was einen Menschen zu solch einer Tat treibt und wie man dem entgegenwirken kann. Aber das wäre ja kein blinder Aktionismus und käme nicht gut in der Wählergunst an.
Und die Tatsache, dass alle erschüttert sind, dass der Amokläufer ein "Killerspielspieler" war, zeigt nur, wie wenig Eltern eigentlich darüber bescheid wissen, was ihre Sprösslinge da eigentlich den ganzen Tag so treiben.

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21. November 2006 15:48

Schule auch noch verbieten

Ulrike Freunscht (riekeulrike)

Wenn ich richtig gelesen habe, beklagte sich der Amokläufer doch auch darüber, dass er auf der Schule gelernt hat, dass er nichts wert ist. Also sollten wir schnell auch noch die Schule verbieten.

Ich mag Egoshooter-Spiele nicht (ob sie nun Killerspiele heißen oder nicht), ich mag auch Gewaltfilme nicht - und ich verabscheue unlegitimierte und willkürliche Gewalt. Aber letztere ist bereits verboten und ansonsten möchte ich weiter in einer liberalen Gesellschaft leben und selbst entscheiden, was ich mir ansehe oder nicht - und dort gehören Verbote solcher Spiele nicht hin! Ich will keine Zensur! Wer das spielen mag, bitte sehr. Kann ich zwar nicht verstehen, muss ich aber nicht. Meine Kinder haben so etwas auch nicht gespielt, als sie minderjährig waren.

Abgesehen von solchen grundsätzlichen Überlegungen, gibt es ja auch noch die praktische Seite des Problems: Niemand glaubt doch ernsthaft, dass es nicht möglich ist, sich über das Netz oder andere Kanäle alles, aber auch alles zu besorgen, was man sich wünscht.

Wann kapieren Menschen endlich, dass es keine monokausalen Erklärungen gibt für solch entsetzliche Taten?

Ulrike Freunscht

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21. November 2006 15:41

Hexenjagd

Jan Heusel (Vater75)

Wie schon im Mittelalter ist unsere aktuelle Regierung nicht darum Verlegen auf schnellstem Wege einen Sündenbock zu finden, den man sofort und faktenfrei für jüngste tragische vorfälle verantwortlich macht. Diese Vorgehensweise ist deutschen Regierungen ja nicht fremd. Eben ein solides Ruhekissen.
Sollten gewaltverherrl. Medien in Deutschland verboten werden, wird es den interessierten Nutzern ein Leichtes sein, sich selbiges aus dem Ausland zu beschaffen. Was übrigens bereits schon jetzt z.T. der Fall ist, da dt. Versionen von Computerspielen im Vergleich zu ausländischen Vers. meist deutlich zensiert/entschärft sind.
Dank der Pisa-Studie wurde den Schülern dieses Landes klar und deutlich vermittelt wie dumm sie eigentlich sind und wie wenig sie damit international wert sind.
Dazu kommen noch die sich zurecht beklagenden Eltern, denen es nicht möglich ist genügend Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, da diese Zeit benötigt wird um zu arbeiten oder Arbeit zu suchen.
Lehrer der heutigen Zeit werden meiner Meinung nach zu sehr in ihrer Arbeit vom Staat beschnitten um auf die Jugendlichen als Autoritätspersonen zu wirken.
Daher erziehen sich die meisten Jugendlichen gegenseitig und Kinder können nun mal grausam sein...

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21. November 2006 15:13

Die Politik ist absolut hilflos!

Markus Müller-Dott (mmd1965)

Das Niveau der Kommentare zu diesem Thema hier hat mich angenehm überrascht. Eigentlich ist wirklich Alles bereits gesagt, jedoch zeigt der große Kommunikationsangriff auf die angeblichen "Killerspiele" die gesammelte Hilflosigkeit der Politiker. An diesem Beispiel kann man wieder wunderbar die Top Ten runterbeten:

1. Politiker haben überhaupt keinen Zugang zu diesem Thema, sondern arbeiten mit realitätsfernen Vorurteilen.

2. Politiker blenden die wahren Ursachen für diese menschliche Tragödie einfach aus.

3. Wirklich drängende gesellschaftspolitische Problemen werden nicht gelöst.

4. Gewaltursachen sind vor allem die ständige Präsenz von Gewalt in den Nachrichten und Filmen im frei empfangbaren Fernsehen.

5. Eltern und staatliche Institutionen kapitulieren und kommen ihrem Erziehungsauftrag nicht mehr nach.

6. Früher selbstverständliche Werte werden heute nicht mehr vermittelt.

7. Die staatliche Kontrolle zum Erwerb von Waffen wird nicht konsequent durchgeführt.

8. Der Markt für Computerspiele ist global und kann nicht national reglementiert werden.

9. Kinder und Jugendliche haben wie Familien keine Lobby.

10. Welche Erklärung haben die Politiker für Gewalt nach einem Verbot von sog. Killerspielen?

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21. November 2006 15:08

Schule in Deutschland versaut das Leben

norbert doerre (ndoerre)

Eltern und Schule sind die prägendsten Elemente der Kindheit und Jugend. Eltern sind leider nicht immer so qualifiziert, wie sie eigentlich sein müßten. Wenn Eltern versagen, dann ist immer noch die Schule da, oder es wird jedenfalls so erwartet. Nun ist Schule in Deutschland ein administratives Monstrum geworden, das im wesentlichen einem Selbstzweck dient, während motivierten Lehrern weitestgehend die individuelle Kompetenz und somit auch der pädagogische Rückhalt genommen wurde. Die Folge sind PISA Ergebnisse mit Note 5 und zu einem nicht geringen Prozentsatz auch seelische Krüppel auf der Seite der Lehrer und der Schüler.
Lehrer sind zu dummen Verwaltungsdienern degradiert mit schweren Paragraphenkugeln an Armen, Beinen und im Denken. Das Ziel der Schule ist seit den 70er Jahren die Gleichheit im sozialistischen Sinn, ergänzt durch Elemente aus der DDR. Schüler sind junge Menschen, die sehr viel mehr Individuen sind als Erwachsene. Wenn man ihnen die Individualität aberzieht, werden sie im Extremfall zu seelischen Krüppeln wie im vorliegenden Fall. Sie fallen durch den sozialistischen Raster.
Computerspiele versauen viele Chancen, sich zu kreativ zu entwickeln, doch Schule in Deutschland versaut das Leben.

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21. November 2006 14:57

Richtige Erziehung der Jugend...

Hayri Ergun (DrErgun)

Richtige Erziehung der Jugend gewinnt immer an Bedeutung;

d.h.Vorbereitung der Jugend für die Aufgaben von morgen und eine verantwortungsbewusste Ausbildung sind mehr wichtig.

Die Kinder müssem lernen, mit den Problemen dieser Welt fertig zu werden. Was wir den Kindern im Fernsehen in der Tagesschau aber zeigen, sind tatsaechlich schlimmer als die Killerspiele. Es sind Bilder aus dem Irak, Bilder aus dem Afghanistan.

Im Irak sterben taeglich 40 - 50 Leute durch Attentate und Bomben und Afghanistan sind es nicht weniger.. Im Libanon, wo auch junge deutsche Soldaten Wehrdienst absolvieren, kann jeden Augenblick eşne Bombe aufgehen.

M.E. müssen wir die Weltgeschehnisse in unserer Umgebung unter Kontrolle bringen und zunaechst mal das Töten von unschuldigen Menschen im Irak, ın Afghanistan, im Libanon unterbinden.

Das ist eine grössere Aufgabe, als das Verbot der Kinderspiele; natürlich müssen dann auch die Kinderspiele durch mehr erzieherische Spiele ersetzt werden.

Dr.-Ing. Hayri Ergun
Privatdozent

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21. November 2006 14:46

Alle Jahre wieder...

Marko Hilzendegen (marko.hilzendegen)

Als ich den ersten Artikel zum Thema gestern gelesen hatte, dachte ich mir schon, dass diese endlose Debatte wieder angefacht werden würde. Ich habe den Artikel also ein weiteres Mal gelesen, und achtete auf all die anderen Dinge, die endlich verboten werden sollten.

- Internet
- Fernsehen
- Telefon
- Computer (nein, nicht nur Spiele)
etc

Es ist einfach traurig, dass in Deutschland an Stelle von sinnvollen Maßnahmen immer zuerst Verbote ausgesprochen werden. Statt besseren Maßnahmen, um Abgaben von Medien für Erwachsene an Kinder zu verhindern, wird einfach ein Verbot ausgesprochen. Was kommt als Nächstes, nachdem die Erzkonservativen endlich mit den Spielen aufgeräumt haben? Klar, der junge Mann hatte eine eigene Website. Also verbieten wir doch einfach persönliche Websites. Oder gleich den Computer.

Es ist traurig, wie sehr die heutige Politik in Deutschland nur noch von Polemik und Bauernweisheiten geprägt ist.

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21. November 2006 14:42

Ein bißchen mehr Verständnis ...

Jürgen Schnurr (JuergenSchnurr)

... für unsere überforderten "Volksvertreter".

Wenn sie sich nur noch zu Dingen äußern würden von denen sie Ahnung haben oder verstehen, herrschte das große Schweigen.

Es ist doch viel einfacher Betroffenheit zu heucheln und populistische Sprüche von sich zu geben als die wirkliche Ursachen anzugehen.

Wenn ein Mensch, der von der Schulgemeinschaft ausgegrenzt wurde ausrastet und für sein Leben keine Perspektive sieht, dann kann es doch nur an Computerspielen liegen, oder?

An die wahren Ursachen herangehen ist ein bißchen schmerzhafter. Das schlechte Abschneiden der deutschen Schulen im PISA-Vergleich ist nur eine Seite der Medallie. Schule soll nicht nur Fachwissen sondern auch sozialkompetenz vermitteln.

Wenn man Parallelen zum Amoklauf in Erfurt zieht dann fällt folgendes auf es ging gescheiterte Schüler und Waffen in den falschen Händen.

Haben die Häftlinge, die ihren Mitgefangenen totgeqäult haben auf ihrer Zelle auch vorher Computerspiele gespielt.

Er innert sich noch jemand an die Zeit als das Brettspiel Risiko auf den Index kam? Als man Verteidiger in Besatzer und Angreifer in Befreier umbenannte kam das Spiel vom Index.

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21. November 2006 14:36

Warum sind solche Spiele so beliebt?

Thomas Wenzel (Coloneltw)

Vielleicht solte man hier ansetzen?!?
Verbieten bringt nichts, aber warum spielen Menschen Spiele wo sie andere töten müssen? Ich spiele auch gern mal Computerspiel i.d.R. Wirtschaftsimulationen aber ab und an auch Call of Duty, Blitzkrieg usw. Amok laufe ich deswegen noch lange nicht aber manchmal braucht man einfach ein wenig hirnlosen Sch.... Hier muss man nicht nachdenken, einfach nur rumrennen und losballern. Ich glaube es ist jeden klar, dass dies teilweise Druck nimmt. Ich kann mir auch vorstellen, dass das bei manchen Persönlichkeiten dazu führt den Sinn für die Realität zu verlieren. Aber das sind Einzelfälle und die Spiele sind nicht Ursache - nicht mal Auslöser. Viele Menschen fahren Auto. Manche begehen Selbstmord als Geisterfahrer. Also verbieten wir das Autofahren. Aber gut wenn man nichts gelernt hat wird man Politiker, wie immer. Wenn ich an die Denke sollte man noch ganz andere Sachen verbieten. Stoiber hat sich bestimmt auch öfter mal "Hitler - der Aufstieg" angesehen. Soll man die Filmreihe verbieten?

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21. November 2006 14:17

Die Computerspiele sind schuld?

Oliver Klee (oklee)

Ein generelles Verbot solcher Computerspiele ist m.E. auch keine Lösung. Mit Ausnahme ein paar weniger Spiele entstehen diese im Ausland und finden, wenn nicht käuflich, dann halt über das Internet den Weg auf die Rechner der Kinder.

Ein Verbot ist immer der einfachste Weg. Was ist, wenn diese spiele verboten sind und der erste Amoklauf erfolgt? Was verbieten Sie dann?

Ich bin mittlerweile über 30 Jahre und spiele aktiv seit über 15 Jahren. Auch solche sog. Killerspiele. Aber bis heute bin ich noch jeder Gewalt aus dem Weg gegangen.

Statt einem Verbot sollte mal der sinnvolle Umgang mit diesen Medien in Augenschein genommen werden. Verbote sind einfach nur Zeichen von Ohnmacht. Wenn die Jugend von heute so VON ALLEN SEITEN emotional verarmt, dann ist dies nur ein sehr kleiner Baustein, der das Gebäude des Gesamtproblems nicht in geringster Weise zum Einsturz bringt.

Aber solange ein 17-jähriger sich einfach so Waffen und Sprengstoff besorgen kann. Solange brauch man sich nicht mit Computerspielen beschäftigen. Denn am Ende töten die Waffen und nicht die Spiele.

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21. November 2006 13:56

Wenn man keine Ahnung hat...

Mark Zeller (matula101)

Egoshooter als vordergründig alleinige Begründung für unstreitbar schreckliche Vorkommnisse wie jetzt in Niedersachsen verantwortlich zu machen ist m. E. reichlich absurd. Das es Jugendschutz für solche Spiele geben muss und meiner Meinung nach auch schon im richtigen Maße gibt ist ebenso unzweifelhaft. Jedoch schon alleine der Begriff "Killerspiele" macht jedem, der Egoshooter spielt mehr als deutlich, dass sich viele profilierungsüchtige Politiker offenbar kaum bis gar nicht mit der Thematik auseinandersetzt hat bzw. wissen, dass Ihr ebenso unwissendes Wählerklientel ausreichend empfänglich für den klischeehaften Umgang mit der Problematik ist. Frei nach dem Motto: Böse Egoshooter verbieten, Problem gelöst. Wird mit aber damit der Gesamtproblematik gerecht oder löst man diese damit? Nein. Und das man Spieler von Shootern in die Ecke Einzelgänger = potentielle Gefahr einstuft ist gleichfalls viel zu einfach.
Die eigentliche Frage im Fall Emsdetten lautet: Was haben eigentlich Eltern, Lehrer, Schüler und Freunde beigetragen, um dem Jungen präventiv zu helfen? Wie kommen solche Leute zu Waffen oder Sprengstoff? Ich hoffe, dass man sich irgendwann einmal auch mit den Ursachen für solche Gräueltaten auseinander setzt.

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21. November 2006 13:51

Mobbing verbieten!!!

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

Verbieten, verbieten, verbieten: typisch deutsch!

Dann sollte man auch Mobbing verbieten (Fernsehen fehlt auch noch).

Seit der neueren Aggressionsforschung sollte jedem klar sein, dass emotionaler Missbrauch durch Verbalattacken die Opfer stärker schädigen kann als eine Platzwunde.

Warum wird jemand gehänselt, nur weil er nicht immer alles mitmacht? Ohne Gleichschaltung werden die Deutschen eben einfach nicht glücklich, ohne Gleichschaltung fühlen die Deutschen sich unwohl.

Warum die Lehrer nicht genügend Mumm zum Einschreiten haben? Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Lehrer Frauen sind. Vielleicht haben Frauen auch einen stärkeren Drang zum harmonischen Beisammensein und werden gleich aggressiv, wenn jemand nicht alles mitmacht.
Frauen sehen Verbalattacken häufig als „normales“ Konfliktverhalten. Vielleicht sollte man auch noch Frauen verbieten ;-)

Es werden mal wieder keine Ursachen eruiert, sondern Sündenböcke gesucht (hier die Killerspiele). Beim PISA-Test würden die Politiker bei Problemlösung und logischem Denken klar durchfallen (unbedingt mal testen!!). Wenn in der Öffentlichkeit dieses schräge Denken vorgelebt wird, dann darf man sich über eine Anhäufung von Problemen nicht mehr wundern.

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21. November 2006 13:39

Wo sind die Werte der Gesellschaft geblieben ?

Marc Bobü (schlubbi)


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21. November 2006 13:39

Langsam wird es peinlich!!!

Bernd Almstedt (Almstedt)

In einer Zeit, in der unsere Bundeswehr aktiv nach "Killerspielen" zu Ausbildungszwecken sucht, um eben unnötiges Blutvergießen durch unangemessenes taktisches Vorgehen und unreflektierte Handlungen zu vermeiden erscheinen unsere üblichen populistisch orientierten Politik-Egoisten mal wieder als entweder total verlogene oder komplett inkompetente Heulsusen in den Medien, was wohl beides in unterschiedlichen Ausprägungen zutrifft. Hier ist die Gesellschaft gefordert, nicht die Politik. Vor allem Eltern sollten sich ihre Verantwortung gegenüber der nachwachsenden Generation mal wieder ins Gedächtnis rufen. Gesetze sind so wirkungsvoll wie sie sinnvoll und praxisgerecht sind - alleine aus diesem Grunde schon sind die geforderten Maßnahmen zum Scheitern verurteilt. Wer von unserer Gesellschaft aktiv in eine Außenseiterrolle abgeschoben wird wie dieser kranke und übrigens volljährige(!!!) junge Mann, wird zwangsläufig irgendwann explodieren, mit oder ohne "Killerspiele". Die Lösung dieser Probleme ist altbekannt: lasse immer einen Ausweg offen. Erst und nur wenn man auf den "Totalen Krieg" setzt, wird man solche Reaktionen (die übrigens auch den Terrorismus im Speziellen mit einschließen) erhalten.

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21. November 2006 13:38

Alte Kamellen des Establishment, die Ursache und Wirkung verwechseln

thomas schulz (peanutbutter)

Nicht Egoshooter haben ihn zum Amokläufer gemacht, sondern der inzwischen unbarmherzige Wettlauf um den immer mehr schrumpfenden Platz an der Sonne. Mobbing und high profile Besessenheit gehört inzwischen zum Allgemeingut unserer Gesellschaft und das nicht nur bei Jugendlichen. Computerspiele, egal welches Genre, sind als Kompensation nicht mehr wegzudenken und viele wären überrascht, wenn sie wüssten, dass es Millionen von Spielern gibt, die ihre besten Jahre schon hinter sich haben.
Die Rufe besorgter Eltern, Lehrer und Politikern nach mehr Gesetzen und Verboten ist ein Eingeständnis ihrer Ohnmacht. Wo waren denn die, die jetzt Entsetzen öffentlich zur Schau stellen und nach Law and Order rufen, als es noch möglich war, korrigierend einzugreifen ?
Kinder/Jugendliche haben keine Lobby, sind keine Wähler, kosten nur Geld und behindern die eigene Karriere (ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut als die Familienministerin ihren Elterngeldplan mit dem Argument "Schaffung von Arbeitsplätzen im privaten Bereich" zu verkaufen versuchte, oder der beliebte Slogan "die Kinder von heute sind die Betragszahler von morgen").
Klingt irgenwie nach "Kinder müssen einen volkswirtschaftlichen Zweck erfüllen, ansonsten sind sie überflüssig".

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21. November 2006 13:36

Verbotene Killerspiele = Frieden auf Erden

Tobias Kullnig (tobiaskullnig)

Ich muss mich der Mehrmeinung der Leserkommentare anschliessen und kann die These, dass verbotene Killerspiele für einen Frieden auf Deutschlands Schülhofen/Kinderzimmern sorgen, nicht unterstützen.
Zwar ist die Absicht sehr löblich und da schliesst sich sicher jeder an, das ein Verbot solcher Spiele ein geringer Preis wäre um eine nationale Harmonie unter unseren Heranwachsenden wiederherzustellen. Auch ist es naiv eine Reaktion solchen Ausmaßes allein auf eine einzige Ursache zurück zu führen.

Vielmehr sollte versucht werden den Heranwachsenden Perpektiven zu bieten, damit Sie nicht den ganzen Tag vor dem Rechner verbringen und solche Spiele spielen. Da sollte sich die Politik mit beschäftigen, denn ein Vorschlag wie das Verbot von "Killerspielen" ist leider technisch im Zeitalter des Internets nichtmehr Umsetzbar.

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21. November 2006 13:35

Waffenverbot

Thomas Kopinski (kopinski)

Hat sich eigentlich schonmal jemand zu einem schärferen Waffenverbot geäußert? Wie kann es sein, dass ein Schüler Zugang zu derartigen Dingen hat? Es waren nicht die Computerspiele, die eine Bedrohung für die Mitmenschen darstellten!

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21. November 2006 13:33

Selbstkontrolle wirkungslos?

Jochen Schneider (MasterLuke)

Man will also die USK abschaffen, aha. Wie sinnvoll das doch ist. Und gar ein Produktionsverbot für derartige Spiele will man erreichen. Welche Illusionen machen sich die Herren und Damen Politiker eigentlich?

Wer eine Abschaffung der USK fordert, muss auch über die FSK und andere nachdenken. Ich denke mit Grauen an von Gewalt strotzende Filme, die ab 16 (oder gar 12) Jahren freigegeben wurden, während praktisch harmlose Streifen auch schon mal ab 18 sind. Ein einheitlicher, objektivierter Maßstab fehlt jedenfalls.

Counterstrike und Co sind definitiv keine (alleinigen) Auslöser für Amok-Läufe, das betonen auch Jugendpsychologen immer wieder. Statt also die eSport-Industrie zu beschimpfen oder gar zu bekämpfen, sollte man lieber die sozialen Probleme versuchen, in den Griff zu bekommen. Beispielsweise über Lehrerschulungen oder andere Maßnahmen, die gezielt auf auffällige Schüler eingehen.

Die Verbotslogik jedenfalls ist plump und schlicht dumm, denn bloß weil es Geister- und Amokfahrer gibt, wird auch das Auto nicht verboten. Analog gilt das für die Mordwaffen Küchenmesser, Klopapier und Kopfkissen. Die Technik ist wohl noch zu neu und die Politiker zu alt, als dass sie die Zusammenhänge verstehen werden. Schade.

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21. November 2006 13:24

Politikerspiel: Suche den Schuldigen!

Martin Buchwald (Denken)

Die eigentlich Frage, die man sich stellen sollte, ist doch ob Waffen- und Gewaltnarren grundsätzlich an solchen Spielen gefallen finden oder ob diese durch solche Spiele zu Waffennarren und Gewaltbereit werden. Und letzteres ist eben in der Regel nicht der Fall!

Ich selbst habe früher Egoshooter gespielt, bin dem aber mitlerweile wohl entwachsen. Grundsätzlich kenne ich aber einige Leute, die diese Spiele spielten und spielen und ich kenne nicht einen der jetzt dadurch in irgend einer Form Gewaltbereiter geworden ist.

Das eigentliche Problem ist doch viel mehr, das Jugendliche Zugang zu Spielen haben, welche eigentlich nicht über die entsprechende Altersfreigabe verfügen. Und das hier nicht die Kontrolle durch den Verkauf und die Eltern statt findet.

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21. November 2006 13:23

schade...

Hauke Born (takara)

Ich finde es einfach nur traurig, dass unsere "Volksvertreter" wissentlich unwissend Falsches als belegte Fakten fuer solche Tragoedien vorschieben.

Aber selbst, wenn man den Ansatz des Verbotes in Erwaegung zieht werfen sich viele Fragen auf.
- Wie will man zwischen Killerspiel und Nicht-Killerspiel unterscheiden?
- Wer soll die objektive Einschaetzung durchfuehren?
- Muessen 99.999% geistig gesunde Spieler die Probleme des Restes ausbaden?
- Wie will man die Verbreitung einschraenken, ohne die Freiheit von Kunst (Ein Spiel ist genauso Kunst wie ein Film, meiner Meinung nach) und Presse zu beschneiden (das Spiel kann genauso ueber http heruntergeladen werden wie die Seite der Bundesregierung)?

Auf der Anderen Seite stellen sich Fragen im Umgang des Staates und staatlicher Institutionen mit dem Internet.
- Warum geht man nicht strenger gegen die Anbieter von Webseiten mit verbotenen Inhalten vor? Die Besitzerdaten sind schliesslich frei im Internet einsehbar, die Polizei und Staatsanwaltschaft luegt schlichtweg, wenn sie sagt, sie koenne nicht herausfinden, wer fuer die Webseite verantwortlich sei.

Und ich sehe in der naeheren Zukunft leider keine Aenderung im Umgang des Staates mit neuen Medien.
Armes Deutschland.

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21. November 2006 13:12

Wenn ich sonst keine Ahnung habe.....

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

verbiete ich doch einfach ein paar Computerspiele. Bildung, Steuer, Rente, Gesundheit, Arbeitlosigkeit in diesen Bereichen kann ich nicht Punkten also lasst uns schnell ein Thema suchen von dem wir noch wehniger Ahnung haben und die meisen anderen Erwachsenen und die Presse auch nicht, ich kann nach Herzenslust polemisieren und auf Stimmenfang gehen, dies scheint der Grundgedanke der Herren Politiker zu sein die hier Zitiert werden.

Merkwürdig nur, das von den e-Sportlern die sich weltweit als Hobbyisten oder gar als Profi täglich Stundenlang mit dergleichen Software beschäftigen noch und ich habe noch von keinem gehört der bei einer LAN-Party wild um sich geschossen hätte (ausser virtuell natürlich!), wenn mann den Worten unser Politiker glauben darf (hahaha) müssten die doch mordend und plündernd durch unsere Innenstädte ziehen, haben Sie schon welche gesehen?

Mann kann nur hoffen dass dieses Thema schnell und ohne allzu grossen wirtschaftlichen Schaden für PC-, Software-, Zubehörhersteller und Händler an uns vorübergeht und sich die Politik endlich auf macht unsere wahren Probleme zu lösen. Dann werden auch keine desillisionierten Jugendliche ohne zukunftsperspektive unsere Kinder erschiessen.

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21. November 2006 13:09

Killerspiele als Vorwand für soziales Versagen.

Andre Schweigert (ACEMANO)

Alleine das Wort "Killerspiele" ist schon eine Übertreibung an sich und hat nichts mit dem gemein was auf den Monitoren der Jugendlichen und älteren Computerspieler abläuft. Alleine die einseitige und hetzerische Berichterstattung über Computerspiele und deren Nutzer sollte bei den einigermaßen gebildeten Menschen zumindest schon ein einmal die Alarmglocken klingeln lassen.

Ich kann nur jedem raten, der von dieser Berichterstattung erschrocken ist oder selbst Kinder hat die sich mit PC- und Videospielen befassen, einmal einen genaueren Blick auf die "Szene" zu werfen. Man sollte auch nicht davor zurück schrecken einmal selbst das Steuer in die Hand zu nehmen und sich ein paar Stunden, am besten gemeinsam mit den Jugendlichen, mit den Spielen befassen.

Für den Großteil der Spieler geht es gerade bei den Ego- oder Taktikshootern nicht um das Spiel selbst, sondern um den sportlichen Asspekt und es herrscht hier ein Wettkampfgedanke wie man ihn in allen anderen Sportarten auch findet. Wer gezielt nach Informationen sucht, sollte die Seiten der bekannten Spielemagazine wie Gamestar, PC Action oder PC Games nicht auslassen. Auch die Seiten des Deutschen Esport Bundes (ESB), der Electronic Sports League (ESL) und readmore helfen.

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21. November 2006 13:09

So einfach findet sich ein Schuldiger Teil 2

GC B (gcbroich)

Ebenso wie es einer Sensibilisierung gegenüber Gewalt innerhalb einer Gesellschaft zu zuschreiben ist, dass es zu einem „Anstieg“ von Gewalt kommt – also die stärkere Wahrnehmung und ein gewachsenes Anzeigeverhalten zu steigenden „Gewaltzahlen“ führt (Bsp.: häusliche Gewalt) – muss auch in Bezug auf die Faktoren möglicher Ursachen wissenschaftlich und nicht polemisch/ medienwirksam argumentiert werden. So sind viel bedeutendere Ursächlichkeiten eine allgemeine Entfremdung der Gesellschaft, mit der Folge fehlender Strukturen, Werte und Halt innerhalb eben dieser. Geistige, pädagogische und soziale Armut wiegen schwerer als vermeintliche Gewaltdarstellungen, deren Bedeutung höchstens daran gesehen werden kann, dass sie der Tropfen sind, der letztlich das Fass zum überlaufen bringt.
Wenn es keinen Bewußtseinswandel in Bezug auf diese und ähnliche Mißstände gibt und als Reaktion immer nur Verbote, Überwachung und Kontrolle als Lösungen gewählt werden, erreicht man keinen Fortschritt, sondern fördert den bereits begonnen gesellschaftlichen Rückschritt… wie es Jan Delay doch treffend auf seinem aktuellen Album besingt: „Ihr züchtet Kirchturmkandidaten“
Es lohnt sich ein Blick in ein Buch meines Professors:
Walter – Gewaltdelikte

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21. November 2006 13:08

So einfach findet sich ein Schuldiger Teil 1

GC B (gcbroich)

Immer und immer wieder kommt die Diskussion zu "Killerspielen" auf. Immer und immer wieder sind es eben diese Spiele, die doch angeblich in unserer Gesellschaft für Mord und Totschlag, ach, gleich für den gesamten Umfang an Gewaltverbrechen verantwortlich sind.
Wie undifferenziert und unwissenschaftlich diese Betrachtung ist, scheint in Politik und Medien wenig Aufmerksamkeit zu finden. Dass Gewaltdelikte als kriminologische Phänomene ihren Ursprung nicht allein in Gewaltdarstellungen in Videospielen oder etwa Filmen haben ist wissenschaftlich umfangreich ausgearbeitet. So sind es situative, soziale, mediale sowie zeit- und gesellschaftsbezogene Elemente, die Gewalt als solche entstehen lassen, fördern und sichtbar machen.

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21. November 2006 13:08

Böse Computerspiele

Hans Jensen (gent1)

Immer, wenn soetwas passiert, kommen als erstes die Computerspiele vor die mediale Flinte. Doch ich frage mich, was hat denn der Junge sonst noch so konsumiert, was ihn potentiell zum Killer macht?

Wie ist es mit den gewaltverherrlichenden Filmen, die man jeden Tag, auf jedem Sender sehen kann?
Mit den gewaltverherrlichenden Trickfilserien für unsere Kinder?
Was ist mit gewaltverherrlichender Musik?

Und was ist eigentlich mit der gewalt- und kriegsverherrlichenden Presse in unserem Land?

Wo ist die Debatte über die eigentlichen Probleme, die zu solchen Taten führen?
Was tun wir denn gegen Arbeitslosigkeit, soziale kälte und für unsere Kinder?

"Killerspiele" ist eine Geisterdebatte!

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21. November 2006 13:07

So einfach findet sich ein Schuldiger Teil 1

GC B (gcbroich)

Immer und immer wieder kommt die Diskussion zu "Killerspielen" auf. Immer und immer wieder sind es eben diese Spiele, die doch angeblich in unserer Gesellschaft für Mord und Totschlag, ach, gleich für den gesamten Umfang an Gewaltverbrechen verantwortlich sind.
Wie undifferenziert und unwissenschaftlich diese Betrachtung ist, scheint in Politik und Medien wenig Aufmerksamkeit zu finden. Dass Gewaltdelikte als kriminologische Phänomene ihren Ursprung nicht allein in Gewaltdarstellungen in Videospielen oder etwa Filmen haben ist wissenschaftlich umfangreich ausgearbeitet. So sind es situative, soziale, mediale sowie zeit- und gesellschaftsbezogene Elemente, die Gewalt als solche entstehen lassen, fördern und sichtbar machen.

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21. November 2006 12:57

Polemik

Daniel Tridico (Gaier)

Ich seh das ganz genau so wie meine Vorgänger hier, und besonders wie mein unmittelbarer.
Ich halte die Diskussion über einen Verbot solcher Spiele für reinen Populismus. Was würde das denn bringen? Counterstrike besitzt wohl jeder, dem OnlineGaming kein Fremdwort ist. Was würde denn da ein Verbot bringen? Man bekommt das Spiel trotzdem überall. Die Aussagen des werten her Klaus würde ich voll zustimmen. Das Problem ist meiner Meinung nach ein ganz anderes, und zwar das, dass man, wenn sich ein Schüler in seine eigene Welt zurückzieht, von anderen gemobbt wird, ja sogar verbale Andeutungen zu seinen Verbrechen macht (in den USA gab es einen Fall, wo Schüler vorher ihr Massaker mit Gewehratrappen geprobt haben), wegschaut und der Sache keine Aufmerksamkeit schenkt.
Desweiteren halte ich es für diskussionswürdig, wie solche Leute an Waffen rankommen und was man da machen kann. Wer hier die altbewährte Diskussion über "Killerspiele" anzettelt, die übrigens auch Strategiespiele sind (besonders Counterstrike ist viel mehr ein Strategiespiel als ein "Metzelspiel"), der hat schlicht und einfach keine Ahnung wo die wirklichen Probleme zu finden sind.

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21. November 2006 12:55

Alle Jahre wieder dasselbe Gelaber ...

Darius Müller (c5avant)

Die vermeintlichen ach so bösen „Killerspiele“ zu verbieten ist doch schlicht lächerlich und nur eine Art der Ablenkung von eigenen Fehlern oder dem Versagen der Behörden.
Sind wir doch mal ehrlich: Wie viele spielen diese Spiele? Und wie viele laufen direkt im Anschluss Amok?
Abgesehen davon, ein Verbot in Deutschland würde kaum etwas bewirken. Wer diese Spiele spielen möchte besorgt sie sich im Ausland oder – noch einfacher – über das Internet.
Natürlich setzt – wie alle Jahre wieder – diese schwachsinnige Diskussion um Abschaffung und Verbot wieder ein. Politiker, Kirchen, soziale Verbände etc. haben damit eine wunderbare Gelegenheit und Plattform, an die Öffentlichkeit zu treten und sich zu beklagen.
Leider funktioniert dies bei großen Teilen unserer Bevölkerung auch … Deutschland ist halt ein Land, wo auf jede theoretische wenn auch noch so absurde „Bedrohung“ die irgendjemand öffentlich vor Pressevertretern äußert ein großer Aufschrei mit anschließend „tollen“ Debatten folgt …

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21. November 2006 12:49

Dialog Politik - Spieler

Hendrik Schall (DelTorres)

Anstatt immer gleich die Spiele für alles verantwortlich zu machen, sollte die Politik endlich mal die auf die Spieler zugehen. Ich bin davon überzeugt dass die Spiele-Community stark als Frühwarnsystem eingesetzt werden kann - denn leider sind wir oft diejenigen die noch die einzigen sozialen Kontakte für diese Täter sind.
Nur durch die immer wiederkehrende Profilierung der Politiker wird wohl kaum ein Computer Spieler noch auf die Politik zugehen.

Für mich ist es ein Fakt das die "Killerspiele" nicht aus braven Kindern Amokläufer machen, aber ebenso ist es ein Fakt das die meisten Amokläufer diese Spiele spielen. Hier sollten alle Spieler gefordert werden um solche schrecklichen Taten zu verhindern. Denn wie man gesehen hat, ohne Ankündigung war es in diesem Fall nicht. Aber das wird nicht möglich sein solange man die Computer Spieler und ihre Spiele an den Pranger stellt. Zivilcourage sollte auch in den virtuellen Welten einzug halten.

Grüße,
Hendrik aka Del Torres

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21. November 2006 12:40

Des Problemes Ursache?

David Wolf (derliebewolf)

Schon gestern als ich die erste Meldung dazu hörte und noch nichts über den Umfang der Erieignisse feststand, wusste ich schon wer es am Ende abbekommen wird.

"Counter Strike" heist die große Angst Deutschlands.

Was aber wäre wenn die große Angst Deutschlands eigentlich viel mehr ein "Mangel an Werten" wäre? Wenn sich jemand (mit der entsprechenden Position) eingestehen würde, dass die Ursachen wohl ganz andere sind? Ich würde da zB ganz zuerst die Erzieheung der Eltern nennen. Nicht dass ich den armen Eltern dieses Jungen Vorwürfe machen wöllte, um Himmels Willen, die haben genug zu kämpfen, sicherlich. Aber in unserer Gesellschacht scheint es doch so zu sein, dass die Elterliche Erziehung (und damit Vermittlung von Werten u.a.) einen recht niedrigen Stellenwert zu haben scheint. Tatsache ist jedoch, dass es für die Entwicklung von Kindern und Jugendlich lebensnotwenig ist! Selbst wenn sie das selber wohl nicht zugeben würden. Sich darauf dann auszuruhen ist fast so bequem wie verantwortungslos.
Danach kann man über schärfere Kontrollen von Medieninhalten nachdenken. Aber dann auch mit dem Wissen um die Möglichkeiten diese zu umgehen.

Ich hoffe, dieser arme junge Kerl hat wenigstens das erreicht. Ich hoffe es, für ihn!

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21. November 2006 12:38

Einfachste Lösung: Computerspiele(Killerspiele)

mustafa caylak (magnaka)

Ich habe mir einige Kommentare hier durchgelesen und es kristalliert sich hier zu Recht die Meinung, dass die Politiker oder auch die Medien gerne die Schuld für solch ein Unglück bei Spielen suchen. Warum denn auch nicht? Es ist die einfachste Lösung. Warum sollte man auch die Schuld in der Gesellschaft suchen? Die Antwort liegt auf der Hand:
1. Würde das viel zu viel Zeit kosten und 2. Viel zu viel Geld, als alle "Killerspiele" zu verbieten.

Ich finde es einfach unglaublich wie sie(die Politiker) die Tagebucheinträge und andere schriftliche Hinterlasse des Amokläufers ignorieren. Es steht fest, dass der Junge ausgeschloßen wurde, wenn nicht sogar gemobbt. Schreibt er nicht auch, dass das einzige was er in der Schule gelernt habe, sei ein verlierer zu sein? Ich frage mich, sagt das nicht alles? So wie es mir scheint, sah er keine Zukunft für sich.

Diese Faktoren tragen dazu bei, dass er sich immer mehr zurückzieht und nach einer Beschäftigung sucht, die ihm das Gefühl von Erfolg vermitteln oder die ihm ermöglichen Aggressionen loszuwerden. Das beste Medium, das sich hier bereitstellt ist der Computer und die dazugehörigen Spiele.


MFG
mangaka

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21. November 2006 12:38

Einfachste Lösung: Computerspiele(Killerspiele)

mustafa caylak (magnaka)

Ich habe mir einige Kommentare hier durchgelesen und es kristalliert sich hier zu Recht die Meinung, dass die Politiker oder auch die Medien gerne die Schuld für solch ein Unglück bei Spielen suchen. Warum denn auch nicht? Es ist die einfachste Lösung. Warum sollte man auch die Schuld in der Gesellschaft suchen? Die Antwort liegt auf der Hand:
1. Würde das viel zu viel Zeit kosten und 2. Viel zu viel Geld, als alle "Killerspiele" zu verbieten.

Ich finde es einfach unglaublich wie sie(die Politiker) die Tagebucheinträge und andere schriftliche Hinterlasse des Amokläufers ignorieren. Es steht fest, dass der Junge ausgeschloßen wurde, wenn nicht sogar gemobbt. Schreibt er nicht auch, dass das einzige was er in der Schule gelernt habe, sei ein verlierer zu sein? Ich frage mich, sagt das nicht alles? So wie es mir scheint, sah er keine Zukunft für sich.

Diese Faktoren tragen dazu bei, dass er sich immer mehr zurückzieht und nach einer Beschäftigung sucht, die ihm das Gefühl von Erfolg vermitteln oder die ihm ermöglichen Aggressionen loszuwerden. Das beste Medium, das sich hier bereitstellt ist der Computer und die dazugehörigen Spiele.


MFG
mangaka

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21. November 2006 12:34

Politiker = Realitätsferne Profilierer ?

Jürgen Rieger (Riegerparis)

Meine Güte - die meisten Kommentatoren sind vermutlich intelligenter und umfassender informiert als die Stellung nehmenden Politiker.
Wann wird es den Verantwortlichen (Politikern) endlich klar, daß wir etwa 3-4 Millionen Deutsche haben werden, die wir nie in Arbeit und Brot bekommen, weil heute nicht nur Killerspiele, sondern auch Denkprodukte und Arbeit hochmobil sind? Wann wird die Verantwortung erkannt, diese Menschen von der Schule an trotzdem so zu integrieren, daß sie ein Selbstwertgefühl entwickeln können? Wann gibt es im Zeitalter der Bipolarisierung der "Schichten" endlich Schuluniformen und ein Einschreiten gegen Markenartikeldiktate in Schulen, es wird nicht nur seit der Pisa-Studie klar, daß unser "sozialistisches" Schulsystem + die abgabenlastverursachte Tötung der ehemaligen Mittelschicht- eher soziale Schichten betoniert als Durchlässigkeit fördert? Ein Witz, daß bei vernünftigen Menschen Stress abbauende "Ballerspiele" Schuld am individuellen Irrsinn des sozial ausgegrenzten jungen Mannes sein sollen - Nichts da: Eltern, Schule und Umfeld incusive Polizei haben da versagt. Auch früher gab es Mörder und Kinder, die Barbies aufhängten oder mit Zwillen auf Lego-Häuser und Menschen schossen. Heute ist das Umfeld da.

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21. November 2006 12:34

Killer"spiel"

Jochen Laier (JoLaier)

Besser ein Killer-/Kriegs"spiel" zuviel verboten, als eines zu wenig. Ob ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer Tat und einem "Spiel", bzw. dessen langfristigen Folgen hergestellt werden kann, ist mir im Prinzip egal. Es gibt genügend Wege und Möglichkeiten seinen Geist zu schulen. "Profiballermann" zu sein, oder seinen "Spiel"sucht ausleben zu können, und vielleicht auch in "Echtzeit" zu probieren, scheint mir nicht sehr erstrebenswert. Langwierige Erklärungsversuche und endlose Ursachendiskussion - warum und wieso das oder jenes passieren konnte - kann man sich sparen. Weg mit dem Mist.

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21. November 2006 12:32

Jedes mal das gleiche Lied

Paul Niegel (Armand77)

Bei jeder Tat diesen Schlages wird die Schuld bei Manson, Counterstrike und Co. gesucht. Dagegen waren wohl die Hänseleien seiner Mitschüler einer der ausschlaggebenden Faktoren für sein Verhalten. Und dagegen wettert kein Politiker. Natürlich nicht. Es ist leichter sich mit Dingen zu profilieren die man leichter erreichen kann.
Unreife die mit ihren 14 oder 16 Jahren nichts besseres zu tun haben als Mitschüler zu terrorisieren kann nunmal leider niemand verbieten. Dagegen vorzugehen ist eben auch schwieriger als gegen Counterstrike. Das gerade eine "Christliche" Partei sowas fordert anstatt sich mit dem Thema des Schülerterrors gegen Schüler auseinanderzusetzen lässt mich nur noch den Kopf schütteln.

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21. November 2006 12:31

Noch mehr Verbote?

Thorsten Pattberg (PhillipPaux)

Das Land Niedersachsen ist ein Land ohne Kinder, mit ueber 60% der Bevoelkerung veraltet und durch die Nachkriegszeit impotent und unzureichend gebildet, ohne nennenswerte Erfolge und Zukunftsaussichten, an sich voellig ueberlebensunfaehig, auslaenderfeindlich und obendrein ideenlos.

Ich empfehle daher die Abschaffung des Internets, des Fernsehens und der Videospiele ALLER Art fuer Niedersachsen. Kleine Laender und kleine Leute sollten auch kleine Broetchen backen, kleinere Buecher lesen, und kleinliche Gesetze durchsetzen. Niedersachsen ist nicht London, New York, Shanghai. Niedersachsen ist ein Bauernvolk, da gehoeren weiss Gott keine Meinungsfreiheit, Pressefreiheit hin, sondern starke Zensur und Unterdrueckung aller Arten von Talent, Ausdruckskraft, IT, Bildmaterial etc.

Die Niedersachsen sind so dumm, man sollte diese Staerke nutzen, wie einst Churchill es anriet, sie zu einem Agrarstaat zu ueberreden. Jetzt ist die Gelegenheit gekommen: Wir haben das IT-Zeitalter, das Unterhaltungs-Zeitalter und das Informationszeitalter nebst Service-Zeitalter und die Gentechnologie schon verpasst (voellig kontrolliert von den USA und Japan), daher sollten wir alles zensieren, was dort angeboten wird.

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21. November 2006 12:23

Verbot & Gesetz frisst Hirn

Claus Behrens (chipin)

Wie immer in diesen Situationen fällt dem deutschen Politker nur eine Lösung ein.
Ein Gesetz muß her! Damit ist das Problem für ihn gelöst.

Wo fangen die Gewaltspiele an. Hat sich mal jemand LegoStarWars (frei ab 3 Jahre) angeschaut. Legofiguren, die mit Leuchtschwertern alles und jeden kurz und klein hauen, der ihnen unterkommt.

Wollen wir da anfangen?

Wenn es möglich ist, eine Chronologie zu erstellen, im Nachhinein feststellt, dass das Gesehen vorherzusehen war, aber keiner etwas getan hat, dann brauchen wir einen Internetpolizei!! Die kann dann solche Subjekte gleich rausloaden, aus dem wirklichen Leben.

Ist denn keiner in diesem Land mit dem Auftrag unterwegs, sich einmal um solche ERKENNBAR ausgegrenzten Personen, zumal sie sich noch im schulischen Umfeld bewegen, zu kümmern.

Wer so stolz auf seine föderale Staatsform ist und sich 16 verschiedene Kultusministerien leisten kann, sollte dafür sorgen, dass der erzieherische Auftrag nicht allein auf die Lehrer reduziert wird, sondern ein FUNKTIONIERENDES System drumherumschaffen.

Dann kann damit gerechnet werden, dass auch ohne Verbot das Gemetzele von LegoStarWars und CounterStrike ein virtuelles bleibt.

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21. November 2006 12:15

Was für ein Blödsinn

Thorsten Biermann (biermann8)

Als nächstes will der "deutsche Politiker" auch noch Grimms Märchen verbieten. Da passieren ganz furchtbare Sachen mit Kindern und Tieren. Eine aktuelle Verfilmung der Märchen wäre vermutlich "frei ab 16". Andererseits kommen die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht drumherum in Ihren Nachrichten sekundenlang Opfer von Bombenanschlägen und Waffengewalt zu zeigen. Möglichst blutig. Hier stinkt doch der Fisch vom Kopfe her. Solange die Gesellschaft nicht bereit ist auf Ihre Blutgeilheit zu verzichten macht das ganze telegene Gelaber unserer politischen Klasse einen überaus armseligen Eindruck. Und hier ist die Politik gefordert. Hier geht es auch um Willensbildung und dem Anspruch dieses Wollen der Gesellschaft auch zu ermöglichen. Es bringt doch nichts den Menschen zu erzählen, sie sollen sich mehr um ihre Kinder kümmern, wenn dann die Kohle niht reicht um die Kinder satt zu bekommen und vielleicht noch mal in den Urlaub fahren zu können.

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21. November 2006 12:13

Killerspiele verbieten?

Christian Reichel (Druss)

Wieso verbieten wir nicht die Wurzel des bösen wie z.B. Heckler u. Koch oder Walther...oder einfach die Kriege auf der Welt...

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21. November 2006 12:12

Bin ich ich auch potenziell gewalttätig?

Marta Rublik (Vitruvia)

Ich hab da mal ne Frage:

Ich spiele leidenschaftlich gern und inzwischen seit 5 Jahren "Die Sims" oder "Simcity".

In diesem Spiel geht es darum, Sims (Menschen) zu erschaffen, sie ihr ganzes Leben lang rumzukommandieren bis sie dann am Ende sterben. Man kann sie schuften lassen, verhungern, leiden,... alles, was man sich vorstellen kann (außer erschiessen, aber da bleibt ja genug nach). Das geht im Positiven wie im Negativen.

Wenn ich dieses Computer-Spiel nun spiele, habe ich jeglichen Einfluss auf meine Sims.
Bin ich deswegen machthaberisch und allwissend? Eigentlich könnte ich mich ja als göttlich bezeichnen, da ich virtuelle "Menschen" leben und sterben lasse.

Vielleicht sollte man mich festnehmen, da ich meine Umwelt ja potenziell beherrschen wollen könnte...

Man sollte sich erstmal das Umfeld eines Täters ansehen, bevor man sich Gewaltursachen zurechtsucht.
Manchmal ist es sogar einfacher, die echten Motive zu finden. Dazu wurde der Abschiedsbrief doch schliesslich geschrieben, oder?

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21. November 2006 11:58

Kausalitäten...

Alexander Baur (Haschymoto)

Es ist doch immer wieder faszinierend, wie sich Politiker und Soziologen medienwirksam auf ebensolche Themen stürzen, jeder die Porblematik scheinbar erkennend und das Patentrezept auf der Hand haltend.
Die simple Frage lautet jedoch:
Machen diese Spiele aus ansonsten gut sozialisierten in der Gesellschaft, Schule und Familie gut integrierten Jugendlichen brutale Killer? Sind es diese Spiele, die mit zuckersüßer Stimme unschuldige Kinder verführen, die ansonsten Fußball im Dorfverein spielen oder Briefmarken sammeln würden? Bringen diese "Killerspiele" vom rechten Weg ab?

Oder sind es vielmehr die schon vom rechten Weg Abgekommenen, die sich, wie viele normale Menschen nunmal auch, hier eine Nische besetzen, eine zeitlang noch der Realität entfliehen.

Sprechen wir also vereinfacht von Kausalitäten oder Scheinkausalität, eventuell gar purer Koinzidenz wobei die wahren Ursachen der Probleme viel tiefer liegen?

Interaktives Handeln am Computer(sog. "Spielen") wird DIE Unterhaltungsform der Zukunft darstellen, Deutschland hier als kleine idyllische Insel zu betrachten, deren Bewohner man vor den scheinbar bösen Spielen schützen kann und muß, ist illusorisch...wo bleibt der mündige Bürger...und wie alt muß er dazu sein!

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21. November 2006 11:57

Wie immer...

Torsten Prox (torte79)

Wieder einmal wurde eine schreckliche Tat begangen. Die angeblichen Verantwortlichen aus der Politik haben wieder mal schnell einen angeblichen Schuldigen gefunden. Killergames! Früher waren es Gewaltvideos, jetzt halt die Games! Dass es ein wesentlich vielschichtigeres Problem des Umfeldes, des Elternhauses und der ganzen Gesellschaft ist, dass fragt sich von den angeblichen Verantwortlichen aus der Politik kaum einer. Aber zumindest ist mal schnell eine Lösung aus dem großen Zauberhut gezogen. Zudem, wie hier schon bemerkt wurde, Waffen sind ebenfalls verboten und er hatte trotdem welche. Games lassen sich im Gegenteil vin Waffen auch noch Klasse aus dem Netz ziehen. Wenn das alles ist, was die Politik zu bieten hat, na denn gute Nacht!

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21. November 2006 11:52

Wirkliche Probleme

Lars Rölker (Gibsonman)

Jedes Jahr sterben 3.300 Menschen an Passiv-Rauchen (Quelle wdr http://www.wdr.de/themen/forschung/medizin/studie_passivrauchen/index.jhtml), also durch von außen zugefügte "Gewalt", insgesamt sind es 140.000 Opfer, hinzu kommen 73.000 durch Alkohol (Quelle DGS, http://www.dgsuchtmedizin.de/aktuelles/aktuell.76/index.html).

Wie viele Menschen sind in den letzten Jahren Opfer von Amokläufern geworden, die "gewaltverherrlichende Computerspiele" konsumieren?

Auch wir haben früher in selbst erstellten Schulleveln gespielt, jedoch nur, um das gute alte "Ticken-Spiel" ins virtuelle zu befördern. Ich habe bisher noch keinen Menschen umgebracht. Die Umsetzung meiner Universität in ein entsprechendes Level mangelt jetzt an der Zeit, die ich für meine Diplomarbeit verwenden muss ...

Trotz allem: mein Mitgefühl gilt ALLEN Opfern dieser Tat, also Schüler, Lehrer und Eltern sowie den Eltern des Täters und dem Täter an sich, wo ich mich frage, wie verzweifelt ein Mensch sein muss, um zu sowas fähig zu sein.

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21. November 2006 11:47

Oberflächlichkeit der Politiker

Adrian Reinboth (shansen83)

Ganz klar: "Schafft die Killerspiele ab, dann wird sich so etwas nicht wiederholen." Es ist kaum zu glauben, dass sich Menschen, die so naiv und kurzsichtig genug sind, um dieser hohlen Phrase glauben zu schenken, unsere Volksvertreter schimpfen!
Es ist doch weitaus wichtiger:
1.) Warum ist es dem Täter möglich, sich so "mir-nichts-dir-nichts" im Internet eine MP5 Maschinenpistole bestellen kann? Wo ist da die Kontrolle? Warum ist so etwas in diesem Land möglich?
2.) Wie kann es sein, dass ein Mensch, der in unserer Mitte lebt, dermaßen von der Gesellschaft verstoßen und gedemütigt wird? Warum hat sich niemand einen Dreck um die durchaus vorhandenen Hilferufe und Anzeichen gekümmert? Wie herzlos ist diese Gesellschaft?

An dieser Tat trägt die Gesellschaft und Politik in der wir leben ebenso Schuld, wie der Täter selbst! Natürlich ist es schwer, diese Dinge zu verändern. Wie will man eine Gesellschaft zu mehr Menschlichkeit aufrufen? Unmöglich! Wie kann die Politik das Waffengesetz verschärfen und die Kontrollen erhöhen? Noch viel unmöglicher! Daher machen wir es uns lieber bequem: schafft die Killerspiele ab!

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21. November 2006 11:44

Oberflächlichkeit der Politiker

Adrian Reinboth (shansen83)

Ganz klar: "Schafft die Killerspiele ab, dann wird sich so etwas wiederholen." Es ist kaum zu glauben, dass sich Menschen, die so naiv und kurzsichtig genug sind, um dieser hohlen Phrase glauben zu schenken, unsere Volksvertreter schimpfen!
Es ist doch weitaus wichtiger:
1.) Warum ist es dem Täter möglich, sich so "mir-nichts-dir-nichts" im Internet eine MP5 Maschinenpistole bestellen kann? Wo ist da die Kontrolle? Warum ist so etwas in diesem Land möglich?
2.) Wie kann es sein, dass ein Mensch, der in unserer Mitte lebt, dermaßen von der Gesellschaft verstoßen und gedemütigt wird? Warum hat sich niemand einen Dreck um die durchaus vorhandenen Hilferufe und Anzeichen gekümmert? Wie herzlos ist diese Gesellschaft?

An dieser Tat trägt die Gesellschaft und Politik in der wir leben ebenso Schuld, wie der Täter selbst! Natürlich ist es schwer, diese Dinge zu verändern. Wie will man eine Gesellschaft zu mehr Menschlichkeit aufrufen? Unmöglich! Wie kann die Politik das Waffengesetz verschärfen und die Kontrollen erhöhen? Noch viel unmöglicher! Daher machen wir es uns lieber bequem: schafft die Killerspiele ab!

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21. November 2006 11:42

Fragen ernst nehmen.

Dominik Mayer (dominikator)

Wer täglich Horrorfilme, Gewaltvideos, Gewaltspiele konsumiert, mit dem stimmt was nicht. Dass er damit mit größerer Wahrscheinlichkeit Gewalttäter sein könnte liegt nahe. Ob solche Aussagen richtig sind, wird niemand je eindeutig beweisen können, denn so simple Beweismuster gelten in der Psychologie wohl kaum.

Computerspieler sollten sich aber klarmachen, dass ab einem gewissen Verbreitungsgrad in der Gesellschaft es eben nicht mehr "Privatsache" ist, was an Spielen gespielt bzw. angeboten wird. Denn Bücher, Videos und auch Computerspiele prägen nicht nur den einzelnen, sondern auch die Wahrnehmung der Masse, so denn eine entsprechende Verbreitung gegeben ist. Die Gesellschaft wird sich damit auch die Frage stellen dürfen: Woher kommst Du, wohin gehst Du?

Geradezu naiv finde ich die Ansicht, Gewaltspiele würden, quasi im leeren Raum schwebend, keine Auswirkungen auf Einzelne und die Gesellschaft als ganzes zeitigen. Habe ich früher gern "Doom" gespielt, so mache ich mir heute mehr Gedanken darum, weil inzwischen nicht nur ein paar "Geeks" betroffen sind, sondern breite Schichten. Die genauen Wirkungen und der Umgang mit Gewaltdarstellungen aller Art ist eine gesellschaftliche Diskussion allemal wert.

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21. November 2006 11:36

Ursachenforschung

Franz-Josef Wilde (drfjwilde)

Das Lesen der Aufzeichnungen des verirrten und verwirrten jungen Täters gibt doch alle Antworten auf die Fragen, die sich jetzt ach so plötzlich stellen. Diese gestörten Persönlichkeiten, die in ihrer Ausprägung in diesem Fall eben besonders hervorsticht, werden von unserer Gesellschaft produziert, sie machen sich nicht selber. Sein Verhalten ist ein Abbild der Zustände in unserem Staat. Die Erziehung - zu Hause und sonst - ist ausschließlich diesseitsgerichtet, moralisch ethische Werte werden ersetzt durch Spaßfaktor und Konsum (Wachstum ist gefragt) als eigenlicher Sinn des Lebens. Wer das hinterfragt bleibt orientierungslos zurück vor allem dann, wenn es mal schlecht läuft. Die Konzentration der Diskussion auf "Ballerspiele" und "Gewaltvideos" ist eine Scheindiskussion, weil man auf die eigentlichen Probleme keine Antwort findet. Der Mann bringt es auf den Punkt: Schule - quälende Ausbildung - aufreibendes Berufsleben - Rente - Tod. Was sagen wir denn diesen Menschen, die das so vortragen? Geben Sie doch eimal die Antwort! Übrigens folgt aus Verboten von irgendwas nur der Ersatz anderer Ausprägung.

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21. November 2006 11:30

Keine Ahnung

Frank Morgenstern (Ingenieur49)

Herr Bosbach weiß leider zum wiederholten Male nicht wovon er redet. Ist ihm eigentlichbekannt, daß für einen Jugendlichen vernünftige Eltern, eine Erziehung zu Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme das Entscheidende ist? Er glaubt doch wohl nicht allen Ernstes, daß durch ein Verbot einiger PC-Spiele gewaltbereite Jugendliche plötzlich zu Gutmenschen werden. Wenn ein Mann auf seinem Posten allerdings doch eine solch naive Sicht der Dinge hat, wundere ich mich über die Flut von politischen Fehlentscheidungen wirklich nicht mehr....

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21. November 2006 11:30

Und wer kontrolliert das?

Marco Vogt (MarcoVogt)

Die Spiele werden im Internet heruntergeladen.

Und dann? Wird Schäubles Traum wahr in jede Wohnung eine Überwachungskamera zu installieren?

Wehret den totalitären Anfängen. Demnächst wird alles als Killerspiel definiert was politisch nicht genehm ist und das Gesetz für die Einführung einer Zensur missbraucht.

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21. November 2006 11:19

Wer hat hier den Realitätsverlust?

Philipp Giloy (philly01)

Auf der einen Seite könnte ich nur lachen über die Politik, auf der anderen Seite muss ich leider weinen.
Es ist so sinnlos ein Computerspiel als Auslöser für den Amoklauf zu sehen, denn der Amokläufer selbst hat ja gesagt, dass sein Hass dadurch entstanden ist wie er von seinen Mitmenschen behandelt worden ist.
Somit hat das "Killerspiel" vielleicht sogar einen Zeitpuffer erzeugt, vielleicht wäre es sonst schon viel früher dazu gekommen, wenn der Amokläufer seinen Frust nicht hätte abbauen können. Somit kann man das Spilen solcher Spiele (vielleicht!) als Frühwarnung ansehen. Dennoch sind die Ursachen in der realen Welt zu suchen.
Im Endeffekt würde ein Verbot sowieso ins Leere laufen, da der Amokläufer sogar an Waffen und Sprengstoff heran gekommen ist, wie sollte er da nicht an ein Computerspiel kommen?!
Darüber hinaus würde man mal wieder viele Leute kriminalisieren, z.B. mich(zumindest vor ein paar Jahren), und heute sitzte ich ganz langweilig in der Bank und bin stock konservativ und sicherlich weit davon entfernt eine Gefahr für die Gesellschaft zu sein.

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21. November 2006 11:18

Sündenbockmentalität

C. B. Sturm (CBest)

Wie der Täter an Sprengstoff kam? Soweit ich mich entsinne, zitierten die Nachrichten gerade erst seine Blog-Einträge, in denen von Anleitungen aus dem Internet bzw. von "Freunden" die Rede war. Im Zeitalter des Internet kann offenbar jeder Amateur Bomben basteln, wenn er die entsprechenden Websites kennt. Und Amokläufern ist es, wie man es nicht nur aus den USA weiß, schließlich egal, womit sie möglichst viele Menschen umbringen. Wenn die Ermittler sich jetzt darüber wundern, legen sie eine verblüffende Realitätsferne an den Tag.

Und die Computerspiele? Kein Kind wird ganz von selbst zum Mörder. Es braucht mehr als Counterstrike-Simulationen, um einen Amoklauf zu planen: Hass, Frustration, mangelhafte Erziehung, Drogen, falsche Freunde, fehlendes Selbstwertgefühl ... die Liste kann beliebig ergänzt werden. Brutale Computerspiele sind nicht zuletzt wegen ihres Bemühens um immer größere Realitätsnähe ein beliebtes "Trainingslager" für virtuelle und reale Gewalttäter. Es wäre aber falsch, sie als Sündenbock zu verbannen - Verbotenes ist, wie Herr Beck richtig bemerkt, erst recht attraktiv für Jugendliche - und die wahre Komplexität des Problems zu ignorieren. Nicht nur der Staat ist hier gefordert.

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21. November 2006 11:17

Aktionismus

Fridolin Hanf (frihan)

Peinlich, was unsere Politiker da wieder von sich geben.

Und genau wie anderen hier, war es mir sonnenklar, das wieder das böse CounterStrike als Sündenbock benutzt wird.
Ist ja einfacher, die Schuld einem Spiel zu geben, als selbst in die Verantwortung zu treten und die eigene Unfähigkeit zuzugeben.

Hallo ELTERN! Hallo LEHRER! Hallo POLITIKER!
Es war EURE Schuld, das er durchgedreht ist und keinen Ausweg mehr wusste. IHR seid Schuld. Nicht irgendein Spiel.

Ihr gebt den Symptomen die Schuld, anstatt der Ursache, wie viel unfähiger wollt ihr eigentlich noch erscheinen?

Das ist gerade so, als gäbe man den roten Flecken und dem Fieber die Schuld an den Windpocken, dem Niesen die Schuld an der Erkältung.

Wacht mal endlich auf.

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21. November 2006 11:16

Typisch Politiker...

Peter Bellinghausen (pbellinghausen)

Auch vor "Counterstrike" gab es schon Amokläufe und in Ländern, in denen es keine Computer gibt auch... Die Ursachen liegen hier, wie ja auch bekannt woanders. Nämlich in Selbswertverlusten und Agression usw...Typischer Populismus der Politiker hier Computerspiele als Ursache auszumachen. Auch, wenn ich selbst kein großer Fan solcher Spiele bin. Gewalt ist urmenschlich und wird es immer geben...

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21. November 2006 11:12

Mit der Spiele-CD geschossen

Markus Bitter (M.Bitter)

Erschreckend, wie hier von den wahren Misständen abgelenkt wird: Die Lehrer verschliessen die Augen, obwohl der psychische Niedergang des armen Jungen sicherlich mehrere Jahre gedauert hat. Seine Ankündigungen unter Freunden, auf Websiten und ggü. Padagogen sind nicht ernst genommen worden. Unsere hochgelobte Terrorabwehr (siehe Rhein-Main-Flughafen) hat es nicht geschafft diesen Amoklauf, der ja Terror in Reinkultur ist, zu verhindern. Waffen und Sprengstoff konnte sich der 18-jährige auch scheinbar problemlos, sukzessive besorgen. Vielleicht ist er dann im Tarnanzug und schwer bewaffnet mit dem ÖPNV zur Schule gefahren.

Wenn er nur diese bösen "Killerspiele" nicht gespielt hätte! Schlimmeres hätte verhindert werden können!

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21. November 2006 11:12

Muß ich jetzt Grün wählen?

Jan Bartussek (Nichtvergeben)

Bei den Äusserungen von Bosbach & co muß ich immer an die unaufgekärten Zeiten denken, als die Kühe auf der Weide weniger Milch gaben und man dafür eine Hexe verbrannt hat. Hautsache es gibt einen Sündenbock, eine Erklärung für etwas, was man nicht versteht. Wieviele Menschen in diesem Land spielen Computerspiele? Wieviele "Killerspiele" (warum nicht Kriegsspiele?) ? Wieviele davon begehen Amokläufe? Und durch welche wissenschaftliche Studie kommt Schöhnbohm zu dem Ergebnis: „Killerspiele leisten einen verhängnisvollen Beitrag zur leider wachsenden Gewaltbereitschaft und fördern aggressives Verhalten." ? Und wie verträgt sich die Verbotsforderung eigentlich mit der Wehrpflicht, der Ausbildung an der realen Waffe und zum realen Töten?

Liebe Politiker, wenn man euch wieder ernst nehmen soll, dann denkt erstmal nach(oder laßt euch beraten), bevor ihr den Mund aufmacht; oder, und das empfehle ich, verbringt mal wieder mehr Zeit mit euren Kinder, schaut euch an, was sie spielen und erkennt, das ein modernes Räuber und Gendarm niemanden zum Mörder macht.
PS: Spielzeugpistolen sind auch nicht verboten...

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21. November 2006 11:11

Alle Jahre wieder!

Alex R. (Leandraex)

Endlich! Endlich kann die Politlandschaft wieder aufatmen.
Politker haben wieder ein Thema bei dem sie, ohne jegliches Rückrat oder Ahnung zu haben in der Öffentlichkeit schon für die nächste Wahl prophilieren können.
Es interessiert nicht, das der neuste Amokläufer wohl jahrelanges Mobbingopfer war, oder das er bereits wegen illegalem Waffenbesitz vor Gericht stand und seltsamerweise dennoch über ein Arsenal verfügte das ausreichte um mehr als 30 Menschen, teils schwer, zu verletzen.
Auch ist es egal, das er wohl wie viele andere junge Menschen in Deutschland nach seinem Abschluss nicht viel Grund zur Hoffnung hatte.
Nein, Klein-Bastian hatte Counter-Strike gespielt! Damit ist die Sache von vorne herein klar. Bitte Counter-Strike und andere Killerspiele sofort verbieten. Das können wir unserer Jugend wirklich nicht antun, sie solche grausamen Spiele spielen zu lassen!

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21. November 2006 10:41

Mal etwas Polemik

Mirco Dahl (Vittra)

Im Prinzip war es nur eine Frage der Zeit, bis die Schuld wieder einmal auf sekundäre Ursachen wie "Killerspiele" (wo die Definition allein schon schwerfällt) geschoben wird, anstatt mal zu beleuchten, woraus die Misanthropie wirklich resultiert.

Dem Jugendschutz wird wieder einmal eine zu lasche Handhabung vorgeworfen, was angesichts der Tatsache, dass Deutschland in Europa den wohl schärfsten Jugendschutz pflegt, eine Farce darstellt.

Nun zur Polemik:

Wenn man solche Forderungen einiger "weltfremder" Politiker und Interessengruppen mal weiterspinnt, könnte man erstens mal die komplette Pornoindustrie verbieten, sprich auch große Teile des Internets, wenn man mal bedenkt, wieviele Vergewaltigungen und Kindesmißbrauch heutzutage geschehen...

Außerdem stellt sich die Frage, wann der erste 18-jährige seinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung damit begründet, dass der Staat mittlerweile alles unternehme, um Gewalt von der Jugend fernzuhalten, nun jedoch von ihm erwarte, eine Waffe in die Hand zu nehmen und sogar potentiell auf Menschen zu schießen...

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21. November 2006 10:37

Kausalität?

Heiko Wolf (Wolf46)

100% aller Verbrechen werden von Menschen begangen, die in ihrem Leben schon einmal Brot zu sich genommen haben.
Dennoch wird kein Politiker ernsthaft ein Verbot von Brot fordern.
Von den Tausenden "Killerspiel"-Spielern laufen nur wenige Amok. Eine Kausalität ist ist nicht gegeben.

Die entscheidende Gemeinsamkeit der Amokschützen ist nicht, daß sie "Killerspiele" spielen, sondern daß sie eine psychosoziale Veranlagung zu Gewaltakten aufweisen. Es ist sogar so, daß sich potentielle Amokläufer mit durch die "Killerspiele" abreagieren und sich auf diese Art (Agressionsabbau) selbst therapieren. Im schlimmsten Fall würde ein Verbot von "Killerspielen" sogar das Ansteigen von Amokläufen fördern.

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21. November 2006 10:32

Boaah...ich glaub ich krieg die Krise!!

Tomas Gaspar (TomasGaspar2006)

Natürlich sind mal wieder die Computerspiele schuld...ist doch immer wieder dasselbe. Versteht mich bitte nicht falsch...ich stehe auch nicht so sehr auf diese Spiele, aber haben sich die "Moralwächter" mal überlegt, was an den Schulen und Kindergärten heutzutage so abgeht? Ich war ja auch nicht vor allzulanger Zeit Schüler und ich war einer, der regelmäßig gehänselt und geärgert wurde. (Soll jetzt kein Jammer sein) Auch ich habe solche Spiele sehr oft gespielt damals, auch ich war ein Einzelgänger, auch ich hatte eine Mörderwut auf diese "Klassenkameraden", aber ich habe diese Leute nicht über den Haufen geballert.
Was mich eher stört ist die Tatsache, das ein 12 jähriger in ein Geschäft gehen kann und sich ein Spiel oder DVD kaufen kann, welches eine Freigabe erst ab 18 Jahren hat, aber kein Ausweis verlangt wird bzw. es findet dort überhaupt keine Kontrolle statt! Was nützen einem strengere Gesetze, wenn die am Ende der Kette einfach nicht beachtet werden. Diese Politiker sollen mal in solche Läden gehen und sich in der Nähe der Kasse mal ein par Stunden aufhalten. Genau dort sollte ebenfalls angepackt werden. Dort und nur dort ist die Bruchstelle im Jugendschutz!!!

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21. November 2006 10:31

Killerspiele sind nicht Schuld!!

Jörg Böhlmann (joergboehlmann)

Also ich habe früher jeden Tag sogenannte Ego-Shooter gespielt, um mich abzulenken und meinen Stress abzubauen von der Arbeit.
dabei hatte ich niemals auch nur annähernd das Gefühl nun jemanden real verletzen zu müssen. Ich bin der Meinung nur wenn jemand Probleme mit der Psyche hat, dann kann dieses durchaus sein.

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21. November 2006 10:24

Spiele sind auch Kompensation für Erlebtes !

Thomas Strenger (jeffstaine)

Da wäre Sie wieder die leidige oberflächliche und populistische Diskussion über 3D-Shooter !
Wann begreifen Politiker endlich das sich mit Verboten nichts verändern lässt ? Wenn jemand seine Schule hasst und Rache schwört, dann sollte man sich vielleicht auch mal die Frage stellen woher das rührt ? Die armen "Opfer" waren nämlich vielleicht auch mal "Täter", das übersieht man hierbei ganz gerne!
3D-Shooter können hier kompensatorisch wirken, indem sich solche Personen ihren Frust abreagieren können. Ich habe die Befürchtung, dass, falls man alle Shooter verbietet (Diese richtig üblen stehen eh auf dem Index und dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden! Hallo! Internet!) man nur das Gegenteil erreicht.
Packen wir doch jeden Jugendlichen in eine Schuluniform und verbieten Ihre Status-Symbole ! Das wäre viel sinnvoller. Jugendliche definieren sich über Markenklamotten und Status-Symbole, fällst Du aus dem Raster dann hast Du in der Regel ein gewaltiges Problem.
Der psychologische Druck auf Aussenseiter ist gewaltig!
Schusswaffen o. Waffenschein sind übrigens auch verboten, hat trotzdem nix genutzt wie man sieht.
Aber das kennt man ja in diesem Land, man nähert sich den Wurzeln eines Problems immer nur oberflächlich!

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21. November 2006 10:18

"Killerspiele"

Benjamin Jakobs (f1r3storm)

Jaja, die Killerspiele sind also wieder Schuld. Schon gleich, nachdem ich die Meldung vom Amoklauf hörte, war mir klar, dass Computer- und Videospiele wieder ins Fadenkreuz der Medien geraten.

Hat eigentlich überhaupt jemand den Abschiedsbrief gelesen und sich über die Hintergründe gelesen? Scheint nicht so, sonst würde man nicht einmal mehr alles auf solche ach so bösen Spiele schieben. Komischerweise wusste man ja zuerst, welche Spiele der Täter so gespielt hat und nicht, wieviele Verletzte es bei der Tat gab. Sowas nennt man Hetze.

Und genau sowas widert sicher nicht nur mich, sondern auch einen Großteil der Spieler an. Von seriösem Journalismus ist hier weit und breit keine Spur, wenn im Fernsehen zum Beispiel falsche Angaben zu Spielen gemacht werden von Personen, die davon scheinbar überhaupt keine Ahnung haben.

Aber wie gesagt, es war mir schon fast klar. Traurig, dass man in diesem Land einen Sündenbock braucht und die wahren Probleme (Eltern, Schule) scheinbar lieber ignoriert. Manche Politiker leiden scheinbar unter größerem Realitätsverlust als die von ihnen beschuldigten Spielen.

Für solches Verhalten schäme ich mich, ein Deutscher zu sein.

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21. November 2006 10:12

Wenn wir Spiele verbieten dann auch die Presse

Thomas Wenzel (Coloneltw)

Die Idee mit dem Sprengstoff kann er nur aus der Presse haben mit unseren lieben Terroristen. Die Idee mit dem herumballern vielleicht von Computerspielen. Verbieten wir doch beides - wenn es hilft....
Ich glaube nicht daran, dass Medien vernatwortlich sind, für solche Taten - das spricht ein wenig gegen die Tatsachen oder will man die Amokläufer aus den 60ern auch CounterStriker zuschreiben??? Bei diesem Jungen waren alle Anzeichen bekannt, er hat sich an Behörden gewendet und kiner hat ihn zugehört oder ernst genommen - selbst Schuld.
Man muss eine Art Frühwarnsystem einrichten. Ich glaube das würde mehr bringen als etwas zu verbieten wo jeder trotzdem rankommt. Schusswaffen sind auch illegal und er hat sie gehabt. Ein Verbot der Spiele bringt gar nichts.

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