Ist doch irgendwie witzig: Andorra, Liechtenstein, Monaco, alles Fürstentümer. Als ob der Adel demonstrieren möchte, daß es mit ihm nicht nur schöner, sondern auch billiger wäre. Immerhin muß man dem Adel auch zugestehen, daß es unter seiner Herrschaft gelegentlich auch dem untreuen Verwalter an den Kragen geht...
Deutschland ist längst dabei, den (Steuer-)wettbewerb der Staaten zu verlieren. Folgende Möglichkeiten bestehen: 1. Man stellt sich dem Wettbewerb durch Innovation, Konsolidierung usw.. 2. Man schottet sich vom Wettbewerb durch Protektionismus, Drohungen und Regulierung ab. Deutschland hat sich für Letzteres entschieden.... und das als das Land mit einer selbst zugeschriebenen Vorreiterrolle in Europa.... "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" heißt es da. Warum? Weil wir wissen, dass wir den Wettbewerb nicht gewinnen können? Weil wir der Meinung sind, dass unsere Gesetze besser sind als die der Nachbarn? Weil wir kein Konzept haben? Man kann nur vermuten....
<br>Im Kampf gegen die "Steuersünder" werden sogar alle möglichen Kriminellen reaktiviert, weil es mit unverfänglichen Methoden nicht klappt. Spätestens an der Grenze zu anderen souveränen Staaten muss man die Beschränktheit eigener Möglichkeiten und andere Werturteile akzeptieren. Auch wenn es gegen eigene Interessen geht. Ich würde mir auch nicht von meinem Nachbarn aufzwingen lassen, wie ich mein Leben gestalten soll.
Erstaunt und erschrocken bin ich, wie oft hier die Meinung vorgebracht wird, Steuerhinterziehung sei legitim, weil der Staat den Bürger geradezu "ausziehe" usw. - ein sehr gestörtes Rechtsverständnis macht sich da kund, das Recht nur dort achtet, wo es uns nicht schmerzt.
(Kann ich z.B. in den Zügen der deutschen Bundesbahn erklären, daß ich deshalb schwarzfahre, weil die Preise insbesondere für einen beruflich kurzfristig Reisenden überzogen sind - kann ich das und dann für mein Verhalten von Ihnen Beifall erhalten? Nein ? Dann verstehe ich nicht, wie es möglich ist, Steuerhinterziehung, bei der der Gesellschaft ein ungleich höherer Schaden erwächst, zu verteidigen)
Wer in einem gut funktionierenden Gemeinschaftswesen lebt und von seinen Leistungen profitiert, sollte auch dessen Spielregeln akzeptieren. Ich pflichte dem Kommentar von Leser P. Fischer voll und ganz zu. Danke für diesen Kommentar, der einiges ausspricht, was hier zu oft aus den Augen verloren wird.
Es ist schamlos, wenn ein Fürst, ein deutscher Fürst, sich den historischen Zufall, der ihm die Herrschaft über ein paar Bauern und Handwerker geschenkt hat, zunutze macht, um auf schein-legale Weise abzustauben, worauf die Steuerbehörden anderer Staaten einen Anspruch haben. Der deutsche Hochadel hat keinen Anstand mehr: der eine schafft heimlich Kulturgüter ins Ausland, um sie versteigern zu lassen, der andere erpresst eine Landesregierung mit ungerechtfertigten Ansprüchen, wieder ein anderer umgeht die Gesetze und verkauft, was ideeller Besitz der Nation ist. Und am geschicktesten ist der, der eine Bank gründet, um allen Schlaumeiern die Möglichkeit zu geben, sich über die ehrlichen Steuerbürger lustig zu machen. Es ist schamlos, wenn sich der Herr über den Landkreis Liechtenstein so trickreich bereichert.
Wieso können nicht Steuersysteme genauso im Wettkampf auf dem Markt antreten, wie es die Unternehmen tun? Meines Erachtens nach ist das ein Eingriff in die Souveränität Lichtensteins von Deutschland aus - Geld ist in Zeiten der Globalisierung flexibel, und um es zu halten, muss man sich schon ein wenig anstrengen. Wie wäre es mit einer Reform unseres Steuersystems als Antwort auf den massiven Geldtransfer? Reine evolutionäre Selektion: Das bessere Steuersystem setzt sich durch, nicht das, was lauter schreien kann.
Ja, richtig gelesen. Ich zahle meine Steuern GERNE. Das betrifft übrigens auch ausdrücklich meine Kirchensteuer.
Weshalb? Ich lebe sehr gerne in diesem, unseren Staate und ziehe hier vier Kinder groß.
Ich habe schon in einigen Ländern im Ausland gelebt, darunter die USA und ein aufstrebender Finanzplatz im Mittleren Osten. Und ich komme immer wieder gerne hier her zurück.
Bei uns wird viel Steuergeld verschwendet, ganz bestimmt. Das muss auch angeprangert werden. Aber wir sind trotzdem ein Land, das es schafft, ein soziales Antlitz zu bewahren, eine ordentliche öffentliche Infrastruktur aufzubauen, kurz, das sehr lebenswert ist.
Wer hier seine Steuern nicht mehr bezahlen will, der handelt nur konsequent, wenn es sich komplett hier verabschiedet. Zu glauben, man könne hier leben, sich aber den staatsbürgerlichen Pflichten, einschließlich Steuerzahlung, entziehen, der irrt.
Deshalb begrüße ich die Aktion in Liechtenstein ausdrücklich. Das angewendete Mittel des Staates ist absolut verhältnismäßig. Es gibt wenige Möglichkeiten, gegen einen Staat wie Liechtenstein vorzugehen, der Steuerhinterzieher bewusst anlockt und daraus selbst einen exorbitanten Profit zieht.
Steinbrück sollte hauptsächlich darauf achten , dass die Steuereinnahmen auch
zweckgemäß verwendet werden und nicht unnütz " verplempert " werden . Als Bei-
spiel kann man hier die Ausgaben für die Ausbildung der Piloten des Billigfliegers RYANAIR in Hahn nennen . Fast täglich werden Unsummen leichtfertig in den Sand
gesetzt und kein Politiker hat mit einer Strafe zu rechnen .
Wenn Liechtenstein nach den Worten von Otmar Hasler meint , dass Steuersünder
straffrei bleiben und in L. nicht verfolgt werden , dann ist das für die Steuer-Oase L.
in Ordnung . Warum eine Gleichbehandlung von deutschen und USA - Finanzämtern
nicht möglich ist , hat er nicht begründet . Steueroasen wie Monaco und Liechtenstein müssen in EUROPA geächtet werden .
Seltsame Sichtweise.
Leute wie Steinbrück haben jegliche Bodenhaftung verloren, sie führen sich auf wie irgendein größenwahnsinniger Landvogt. Sie pfeifen auf Recht und Gesetz, fordern aber von anderen alles ein. Oder wie soll man es nennen, wenn für den Steuerzahler günstige höchstrichterliche Urteile mit einem Nichtanwendungserlass belegt werden; oder wenn andere, für den Steuerzahler ebenfalls günste Urteile, bewußt nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht werden, weil sie sonst angewendet werden müssten? Und die verfassungswidrige Streichung der Pendlerpauschale?Beispiele dieser Art gibt es viele - und hier eines zu dem Steuerwahnsinn:
10 Liter Benzin kosten 14,-- Euro, dafür muss ich brutto (vor Steuern) ca. 25,-- Euro verdienen und bekomme dann einen Warenwert von 4,00 Euro. Die Differenz zwischen 4,00 Euro und 25,00 Euro sind ausschließlich Steuern - muss zu diesem Thema noch mehr gesagt werden? Das ist nicht nur Raubrittertum, sondern eine nahezu vollständige Enteignung. Von Ministern unter einer Kanzlerin, welche Brutto und Netto nicht auseinander halten kann und Wirtschaft nur aus sozialistischen Kinderbüchern kennt, kann man natürlich nichts anderes erwarten.
Die bisherigen Kommentare treffen voll meine Auffassungen. Auch die Liechtensteinische Regierung hat die völlig richtige Auffassung. Steuerhinterziehung kann und darf prinzipiell kein Straftatbestand sein. Nur die deutsche Bundesregierung in ihrer unersättlichen Gier nach allem Geld des Bürgers, das er ja schon einmal versteuert hat, scheint völlig ihre Aufgaben vergessen zu haben - oder sie ist intellektuell noch nie auf der Höhe gewesen. Wer vorsätzlich zu wenig zahlt, muß eben später doppelt soviel zahlen - ganz einfach und viel nützlicher.
Alle deutschen Bürger, besonders die Journalisten, sind aufgerufen, dem steuerpolitischen Amoklauf Herrn Steinbrücks und seiner Finanzbürokratie ein Ende zu setzen. Für einen weise verwalteten Staat, oder besser, Gemeinwesen, zahlt man gerne Steuern, aber nicht, wenn mit dem Geld auf der einen Seite verschwenderisch umgegangen wird, den Bedürftigen aber nichts gegeben wird.
In der Zwischenzeit benötigen wir dringend ein Gesetz, das die Steuerverschwendung der Steuerhinterziehung gleichstellt. Beide Lager in eine Zelle im Gefängnis - herrlicher Gedanke...
Steuern und Beiträge zahlen macht eben keinen Spaß, wenn im offenen Gegensatz zum Grundgesetz, welches dem Staat die Wahrung deutscher Interessen zur Pflicht macht, mit öffentlichen Milliarden totalitäre, anti-nationale und anti-christliche Monstrositäten finanziert werden. Dem Nichtjuristen fällt am ehesten der Begriff "Veruntreuung von Staats wegen" dafür ein.
Wollte nicht auch Charles de Gaulle seinerzeit mit Gewalt das Steuerparadies Monaco auflösen, hat´s dann aber auf den Rat seiner Fachleute hin sein lassen?
Dann doch lieber die Staatsquote deutlich absenken, wie im alten Preußen, wo sie zeitweise nur unter 5 % betragen haben soll.
Ich beziehe mich u.a. auf einen Bericht in der FAZ, wo Steuerbeamte zitiert werden. Ich selbst habe einen solchen Fall erlebt, wo das Finanzamt einen Prozeß beim Finanzgericht verloren hat und mir gedroht hatte, wenn ich nicht trotzdem die Forderung der Finanzbehörde bezahlen würde, würde man meinen Fall "verbösen". Damit ist und war gemeint, daß man, da der Fall logischerweise noch nicht abgeschlossen war, solange suchen werde, bis man etwas verwertbares finden würde. Unter normalen Menschen nennt man so etwas eine Nötigung und das ist ein Straftatbestand. Wohlgemerkt in meinem Fall handelt es sich nicht um Steuerhinterziehung, sondern um einen Fall, der auch für Fachkundige einschl. Finanzamt unklar war - bis zum Finanzgerichtsurteil. Ein anderer, gleichwertiger Fall ist der Tatbestand, daß legale Steuervermeidung unwirksam wird, wenn sie nur zur Steuervermeidung beschritten wird. All die schlauen Kommentatoren hören bitte auf von "Raubrittern" und "Kriminellem" zu faseln. Ich habe Kriminelle auf der Seite der Steuerhöden erlebt. Daß die Gesetzgebung schon lange den Boden des Rechts verlassen hat, ist offensichtlich. Übrigens, für Lohnempfänger ist es gleichgültig welchen Namen Abzüge haben: Steuern, Sozialabgaben, Gebühren etc.
Ausweislich der jaehrlichen Berichte von Bund der Steuerzahler sowie des Bundesrechnungshofes werden Milliarden unsinnig, zweckentfremdet, etc. ausgegeben. Doch dies ist nicht strafbar. Die Verantwortlichen werden nicht zur Rechenschaft gezogen, bleiben in jeder Hinsicht unbehelligt.
Deshalb stinkt die doppelte Moral des Bundesfinanzministers zum Himmel.
... um mehr Rückendeckung gegen die zunehmend militanten Nötigungsversuche von seiten der 'Internationale der Steuereintreiber' zu erhalten.
Unbedingt notwendig ist es aber auch, dass im Fürstentum konsequenter als bisher und vor allem präventiv gegen die schwarzen Erpresserschafe vorgegangen wird. Wenn diese 'Fünfte Kolonne' der internationalen Einkreisungs-Allianz nicht beseitigt werden kann, ist das Fürstentum in Null-Komma-Nix am Ende !
Steinbrück et al. ist die CD des Bankengauners von Liechtenstein zu Kopfe gestiegen. Beck und Steinbrück werden größenwahnsinnig. Einige kluge Köpfe haben schon befremdet zum Ausdruck gebracht, daß die Deutschen Fiskaten sich wohl anheischig machen, nach Raubritterart - nein, wir brauchen in der Geschichte nur 70 Jahre zurückgehen - im "Blitzkrieg" die Burg von Vaduz einzunehmen.
Die ganze Sache stinkt ohnehin nach einem Riesen-Bluff der tausende Deutsche verunsichern soll und dann eine Handvoll erwischen wird.
Wie hat auch ein kluger Liechtensteiner gesagt: Wenn wir eine Steueroase sind, dann kann um uns nur eine Steuerwüste - besser Wüstenei - bestehen. Das eine bedingt das andere.
Und in dieser Wüste versuchen ein paar Leistungsträger unserer Gesellschaft zu überleben. Was sie machen - fliehen oder standhalten - das ist hier die Frage. Wenn sie standhalten dann mit dem Mut der Verzweiflung und in Form reiner Notwehr gegen einen außer Kontrolle geratenen Staat der den Kleinen nicht mehr genug Geld zum Leben läßt und die paar Reichen als Alibi ihres Verhaltens ausrauben will.
Kein Steuerbetrug, - Notwehr!