15. März 2008 Die Chancen auf eine Wiederwahl Bundespräsident Horst Köhlers wachsen. Köhler muss nicht damit rechnen, dass die SPD versucht, mit aller Kraft eine knappe Mehrheit in der Bundesversammlung gegen ihn zu organisieren.
Das sagte der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Struck lobte die Arbeit Köhlers ausführlich und stellte fest: Ich werde ganz sicher nicht die Stimmen der SPD, der Grünen, der Linken, der Republikaner, der DVU und der NPD in der Bundesversammlung zusammenrechnen, um auf eine Mehrheit zu kommen. Struck setzte hinzu: Eine Kampfabstimmung mit Hilfe rechtsextremistischer Parteien zu gewinnen, schließe ich aus.
Köhler soll über zweite Amtszeit selber entscheiden
Das erste Wort hinsichtlich einer Kandidatur solle der Bundespräsident selber haben: Wir warten ab, ob Horst Köhler für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stehen wird. Dann wird die SPD ihren Beschluss fassen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende äußerte sich positiv über die Arbeit des Bundespräsidenten, dessen erste Amtsperiode im kommenden Jahr endet: Ich habe an der Arbeit von Horst Köhler nichts auszusetzen. Er hat hohes Ansehen in der Bevölkerung. Struck fügte hinzu, besonders imponiere ihm Köhlers Engagement für Afrika: Horst Köhler leistet da Beachtliches.
Das vollständige Interview lesen Sie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 15. März 2008
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Bildmaterial: AP