
Ich bin KEIN Befürworter von Folter, Entführung u.ä. Mittel der US-Regierung! Die Fragen an die ehemaligen Regierungsmitglieder Schily u.a. halte ich für richtig und legitim.
Aber eine andere Frage wurde nicht ernsthaft gestellt - auch nicht von der FAZ: "Was hat Khaled el Masri in Mazedonien gemacht?!"
Wieso überquerte er diese Grenze?
Es ist zu bedenken: Masri hat eine Frau und vier Kinder, als er sich auf den Weg ins/durchs ehemalige Kriegsgebiet Makedonien aufmacht, in dem die orthodoxen Mazedonier mit einer vorwiegend muslimischen albanischen Miderheit kämpf(t)en.
Es hieß, es sei im Urlaub gewesen und während eben dieser aus dem Reisebus entführt worden. Makedonien ist nicht gerade ein typisches Urlaubsland. Was also macht ein deutscher Staatsbürger mit nicht-balkanischen Familienhintergrund wie z.B. Bosnier, Kroaten o. Serben auf dem Balkan?
Herr Masri hat seinen Fall - zurecht- in die Öffentlichkeit getragen. Die Opferrolle befreit Herr el-Masri aber nicht davon über die Hintergründe seiner Reise Auskunft zu geben.

Sehr geehrte Damen und Herren,
es wird höchste Zeit, den Sumpf um die Geheimdienste auszutrocknen, besonders den in den USA.
Man stelle sich vor: Wenn die Sache um Masri nicht public geworden wäre, hätte er keinerlei Aussicht auf Entschädigung gehabt.
Übrigens ist es bei uns nicht viel besser: Man denke an die Soldaten in Afghanistan, die unter umständen auch keinen Anspruch auf entschädigung haben, wen ihnen irgen etwas passiert. Mir liegt ein Urteil des Verfassungsgerichtes in eigener Sache vor.
Das tragische ist, daß die jungen Leute keine INFO über Ihre Situation haben.
MfG. Knut Strebe