Sechs deutsche Tornados sollen an den Hindukusch

Bundeswehr

Tornado-Mission „keine Kaffeefahrt“

In Berlin verwirren Politiker mit Äußerungen über den Charakter des Tornado-Einsatzes in Afghanistan. Der SPD-Fraktionschef spricht von einem „Kampfeinsatz“, der Verteidigungsminister nennt das eine „Falschmeldung“. Nur eines scheint klar: Die Mission ist „keine Kaffeefahrt“.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Februar 2007 13:34

Sicherlich nicht...

Peter Szameitat (MAKSAS)

... aber dieser unnoetige-, wie der gesamte Afghanistan-einsatz, nur um der NATO und USA gefaellig zu sein, hat mehr und mehr weltkriegsaehnliche Ambitionen. Bush braucht Entlastung an dieser Front, um seinen Krieg mit dem Iran beginnen zu koennen. Die USA verteidigt ja ihre Freiheit und Zukunft fuer die nachfolgeden Generationen nur auf dem eurasischen Kontinent und in Vorderasien, ganz der Vorgabe nach der Woodrod-Wilson-Doktrin (1918) in 150 Jahren der Hegemon der Welt zu sein. Hierzu dient der "Vorwand" den Terror auf der Welt zu bekaempfen und deshalb auch die exzessive Stationierung von US-Raketensysteme vornehmlich in Europa. Nach dem Anschlag in NewYork (2001) sind durch die "Terroristenbekaempfung ca. DREI MILLIONEN Menschen auf diesem Kontinent, meistens unbeteiligte Zivilisten, davon hauptsaechlich Kinder, Frauen, alte Menschen; schuldlose Opfer fuer das Machtstreben der USA mit ihrem Praesidenten! Wer wird Bush, die beteiligten der Nato, die EU-Komission, die dies willig akzeptiert, aber auch Herrn Min. Jung einmal zur Verantwortung ziehen? Durch widerrechtliche Besetzung und milit. Willkuer kann man, wie sich immer wieder gezeigt hat, keine Demokratie im Land aufbauen! Wer stoppt diesen Wahnsinn?
MAKSAS

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08. Februar 2007 12:08

"Kaffeefahrt" der Bw..?

heike haubrichs (roselheike)

Einätze der Bw als "keine Kaffeefahrt" zu bezeichnen würde bedeuten, daß die üblichen Aufgaben der Bw den "Kaffeefahrten" zugerechnet werden können.
Auch der Streit über den tatsächlichen Charakter dieses Einsatzes zeugt nicht von Souveränität und dem offenen Umgang mit dieser Frage. Diese unterschiedlichen Deutungen können eher einem "Kaffeesatzlesen" auf hohem Niveau zugerechnet werden.
Aufklärungsflüge dienen sowohl der Überwachung als auch der Vorbereitung und Durchführung von Kampfmaßnahmen. Sie bedingen sich ergo gegenseitig, weil der Erfolg von Kampfeinsätzen wesentlich von einer guten Aufklärung abhängt. Man kennt das doch bereits aus dem Balkaneinsatz der Lw von IT (Piazensa) aus.
Was soll also die Spiegelfechterei?
Wer einem Bündnis angehört wird sich schwerlich einem solchen Einsatz i.R. der NATO verweigern können.
Nik.Haubrichs

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08. Februar 2007 11:42

Schlimm!

hartmut stroth (hartmut_stroth)

Natürlich ist die Tornado-Mission ein Kampfeinsatz, nicht zuletzt weil er von den Taliban als solcher eingestuft wird - mit allen Konsequenzen für die deutschen Soldaten dort und den potentiellen Terror in unserem Lande.
Dabei ist die Lage in Afghanistan genauso hoffnungslos wie im Irak. Letztlich profitieren doch nur die Drogenbarone und die Taliban.
Irgendwann resigniert der Westen, spätestens nach dem Ende der Bush-Herrschaft, aber die Toten werden davon nicht lebendig.
Hartmut Stroth

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08. Februar 2007 11:19

Tornado Mission

Dirk R Bode (Patou)

Scheinheiligkeit und Heuchelei bestimmen die Politik der Regierung um die Tornado Einsätze wie um BW Einsätze generell. Wie wäre es endlich mit einer offenen Realpolitik, die selbstverständlich auch Interessen geleitet Machtpolitik ist? Es wird Zeit, ehrlich zu sein! Auch die Soldaten haben darauf einen Anspruch. Es ist keine Schande sich für die Interessen seines Landes einzusetzen. Begründete, vertretbare politische, ökonomische und soziale Interessen. Demokratisch geprüft und gebilligt. Was ist daran falsch? Was ist daran unmoralisch?
Unmoralisch ist die ewige Heuchelei! So, als wenn Macht- und Sicherheitsinteressen per se amoralisch wären.
Diese ewige Drückebergerei, offen für unsere Interessen einzustehen, zerstört die politische Kultur unseres Landes und leistet jeglichem rechten und linken Sektierertum Vorschub. Es gibt deutsche Machtinteressen - na und? Darf man das sechzig Jahre nach Kriegsende nicht offen diskutieren. Muss man sich die pseudodemokratische Verlogenheit zu eigen machen, um "glaubwürdig" zu sein? Grotesk. Lachhaft!

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