20. Juni 2007 Die SPD sinkt weiter in der Wählergunst: In der wöchentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa verloren die Sozialdemokraten gegenüber der Vorwoche abermals zwei Prozentpunkte und fielen auf 25 Prozent.
Auch die CDU büßt einen Prozentpunkt ein, kommt aber noch auf 37 Prozent. Die seit dem Wochenende vereinigte Linke gewann einen Prozentpunkt hinzu und liegt mit zwölf Prozent nunmehr vor der FDP und den Grünen, die beide zehn Prozent erreichten. Die Grünen verloren einen Prozentpunkt, während die FDP zwei Prozentpunkte hinzugewinnen konnte. Union und FDP kämen damit gemeinsam auf 47 Prozent und lägen gleichauf mit SPD, Grünen und Linkspartei.
Verlierer Beck
Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz konnte Angela Merkel den Abstand zum SPD-Vorsitzenden Kurt Beck weiter ausbauen. 54 Prozent der Bundesbürger würden laut der Umfrage Merkel direkt wählen, während Beck nochmals einen Prozentpunkt verlor und nur noch auf 16 Prozent kommt. Wahrscheinlich der schwächste Wert, den jemals ein Kanzlerkandidat beziehungsweise potenzieller Kandidat der SPD erhalten hat, sagte Manfred Güllner, der Chef des Forsa-Instituts. Sogar bei den SPD-Wählern schwindet Becks Rückhalt der Umfrage zufolge: Nur noch 29 Prozent würden sich für ihn als Kanzlerkandidat entscheiden. Merkel liegt auch unter SPD-Anhängern mit 40 Prozent elf Prozentpunkte vor Beck.
Merkel punktet vor allem mit ihrer Außenpolitik bei den Wählern. Das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G-8-Gipfel und bei der deutschen EU-Ratspräsidentschaft findet anscheinend den Beifall der Bundesbürger. 73 Prozent bewerten demnach Merkels Wirken auf dem internationalen Parkett als sehr gut (16 Prozent) oder gut (57 Prozent). Anders stellt sich die innenpolitische Beurteilung der Bundeskanzlerin dar: Hier sind nur 46 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass die Bundeskanzlerin eine sehr gute (drei Prozent) oder gute (43 Prozent) Leistung zeigt.
Text: AP
Bildmaterial: ddp