
Die SPD ist doch selber schuld. Alles begann damit, daß Schröders Agenda 2010 und Hartz IV nach dem Motto "Führer, befiehl, wir folgen!" eingeführt wurde. Anstatt den Mut zu finden, die eigene Führung auszuwechseln, flüchten viele Mitglieder zur Linkspartei. Dort sind sicherlich noch viele, die auch die Schießbefehle an der Mauer zu verantworten hatten. Sind das Demokraten?
Was die CDU und Merkel angeht, kann ich die Einschätzung weniger teilen. Auch die CDU verliert viele Mitglieder. Ich weiß nur nicht, wohin. Gilt anlalog SPD -> Linkspartei CDU -> NPD? - Was ich so mitbekomme, sind vor allem ältere Menschen von Merkel enttäuscht. Kann natürlich sein, daß die CDU denkt, dieses Problem löst sich mit der Zeit.
Aber die sich zunehmend weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich bei uns hilft den Radikalen auf beiden Seiten - das sollte auch der CDU klar sein. Da muß sie sich darauf besinnen, daß Christen auch immer den Armen helfen sollten - oder sie streicht das "C". Um es mit den Worten meiner Oma zu sagen: "Da ist nicht mehr das drin, was drauf steht." (Gilt auch für die SPD).

Die SPD hat sich von den Linken die Aufschrift auf ihrem Banner nehmen lassen. Erst noch milde belächelt, zeigt sich nun die enttäuschende Wirklichkeit!
Fr. Merkel an der Spitze Deutschlands schreibt sich einen politischen Erfolg nach dem anderen auf die ihre Fahne. Der bisher leichte wirtschaftliche Aufschwung und geänderte Verfahren zur bestimmung der Arbeitslosigkeit, lassen Deutschland ja nahazu in einem rosigem Licht erscheinen.
Schröder und Müntefering sind nicht mehr im Spiel, und es fehlt der SPD an wählbaren Kanidaten mit Charakter die deutschlandweit Anerkennung und Beliebtheit genießen. Die nächste Bundestagswahl wird für die SPD eine Hürde sein, die es zu nehmen gilt, oder die Partei wird sich nicht all zu schnell wieder als große Volkspartei betrachten können.
Tja, so kann das kommen, wenn man von links wie von rechts nur Gegenwind erntet und auf dem Meer der Politik seinen eigenen Kurs neu setzen muss, ohne dass auf dem Schiff Klarheit darüber besteht, wer eigentlich der Kapitän ist. Dann treibt es einen in eine Profillose Gegend.
Nemo84[GER] HH

Sowohl in der Führungsriege wie auch an der Basis der SPD ist wohl noch nicht verstanden worden, daß die Ära des Sozialismus (auch des Demokratischen Sozialismus) in
Deutschland, in Europa und in der Welt vorüber ist.
Der Sozialismus (auch der Demokratische Sozialismus) ist ein Gesellschaftsmodell, das weltweit gescheitert ist und das aufgrund seiner Verweigerungshaltung gegenüber den Sachzwängen der Ökonomie scheitern musste !
Es sind nun mal in erster Linie die ökonomischen Sachzwänge, die unseren Alltag bestimmen - Kostendeckung bei Produktionsabläufen (wird von Sozialisten gern ignoriert !), Arbeit, Einkommen, Lebensmittelpreise, Miete, Miet-Nebenkosten, ..., die nur in einem ökonomischen Zusammenhang richtig eingeordnet werden können.
Sozialistische Tagträumereien führen zu keinen ökonomisch brauchbaren Ergebnissen.
Sie haben dazu noch nie getaugt.
Eckhardt Kiwitt
Freising

Wenn eine Partei wie die SPD ihre Werte aufgibt, für die sie jahrzehntelang stand und gelegentlich die CDU sogar rechts überholt, dann muss sie sich nicht wundern, wenn nicht mehr so viele diesen Weg mitgehen wollen.
Wie soll eine Partei als Anwalt der kleinen Leute verstanden werden, wenn sie sich permanent querlegt, wenn sogar die CDU mal etwas von zu vielen Steuern zurückgeben will, z. B. über niedrigere Beiträge.
Dazu diese immer mehr um sich greifende Gesichtslosigkeit der führenden Genossen, die teilweise ihr Looseretikett aus der Landespolitik nie ablegen konnten (Gabriel, Steinbrück).
Vorwärts unverdrossen, rosa Genossen! Dann trefft ihr euch in gar nicht so ferner Zeit mit den roten Genossen bei P 18%, und Möllemann grinst von seiner Wolke über den unerwarteten Effekt seines Wahlslogans.

Natürlich ist es eine bittere Erfahrung für die SPD, dass sie kaum noch als treibende Kraft wahrgenommen wird.
Dabei hat sie sowohl in den Jahren von 1969 bis 1982 wie auch von 1998 bis 2005 für wesentliche Umbrüche in Deutschland und der Welt gesorgt, während die CDU nur durch Häme glänzte und ansonsten nur auf eine günstige Gelegenheit zur Rückeroberung der Macht warten musste.
Momentan ist der Verschleiss der SPD nicht zu übersehen. Sie hat sich einfach zu wenig Nachwuchs gezogen und Menschen achten sehr stark auf diese "Reserven" in einer Partei.
Wenn sich viele damit abgefunden haben, dass mehr als ein Auskommen zu einigermassen akzeptablen Bedingungen nicht drin ist, dann bieten sich der SPD kaum Möglichkeiten.
Die Weigerung der Union einen Mindestlohn mitzutragen ist allerdings ein deutliches Indiz dafür, dass sich die CDU einerseits auf eine Fortsetzung des Aufschwung nicht verlassen will und andererseits sicher sogar beabsichtigt Zwänge weiter zu verstärken, sollte sich ihr dazu die gesetzgeberische Gelegenheit bieten.
Wahrscheinlich aber wird die CDU erst einmal stillhalten, und die wichtigen Wahlen in Hessen und Hamburg abwarten wollen.