Ziercke will die dunkle Geschichte seiner Behörde durchleuchten

BKA-Chef Jörg Ziercke

Aufklärer im eigenen Haus

Das BKA stand in seinen ersten Jahren auf braunen Füßen: Männer mit Verstrickung in NS-Verbrechen hatten lange Zeit die Führung inne. Jörg Ziercke gilt als zielstrebiger Chefermittler - jetzt wagt er es, die dunkle Vergangenheit seiner Behörde aufzuarbeiten.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. September 2007 11:00

BEDEUTUNGSLOS

Clemens Merkel (Merkel.Cl)

Wenn Herr Ziercke keine anderen Probleme hat, dann frage ich mich, was soll der Unfug.

Aufklärung sollte immer zeitnah stattfinden.

Die Welt wird wieder mit Angriffskriegen überzogen. Massenmord und Kriegsverbrechen sind wieder an der Tagesordnung (s. z.B. im Irak). Das sind die dinge, um die wir uns kümmern müssen, schon wegen der eigenen Sicherheit.

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23. September 2007 00:35

Paradigmenwechsel?

André Mengel (andre-m)

Wenngleich Herr Ziercke sich hier auf die Seite der Aufklärung stellt, so ist er doch jemand, der das BKA eher in die rechte, konservative Ecke drängt.

Erkennbar wird dies an seinen Aussagen auf der Sommerakademie der Gesellschaft für Datenschutz Deutschland (GDD). Er spricht darüber, wie das Verfassungsgericht in Zukunft zu Vorratsdatenspeicherung und ähnlichen Maßnahmen urteilen wird.

Ziercke: "Der Paradigmenwechsel wird sich auch im Bundesverfassungsgericht vollziehen, davon bin ich überzeugt. Wir werden die nächsten fünf Jahre abwarten, mit Personenwechseln ist das auch verbunden."

Wenn man dies liest oder hört, kann einem angst und bange werden, in welche Richtung unser Land von bestimmten Personenkreisen gedrängt wird.

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