Genauso wie seine Führung der SPD war sein Abgang: sehr schwach. Es mangelte unter seiner Führung immer an klaren Vorgaben und klarer Haltung. In einem solchen Klima lässt sich doch leicht intrigieren. Anschließend sollte man sich aber nicht selbst bemitleiden, sondern an die alten Lateiner denken:" mea maxima culpa".
.... kommt es abermals ("noch einmal"-deutsches Wörterbuch) zu einem Führungswechsel. Diese Mitteilung ist falsch. Wann war denn der vorangegangene Führungswechsel? Falsch ist auch die Überschrift: Beck gibt nach "Intrigenspiel" auf. Sie stellen es als Tatsache dar, ohne es zu wissen. Sie suggerieren mit ihrer Wortwahl, das es bei der SPD nicht ordnungsgemäss zugeht. Auch das ist falsch. Herr Bannas, sie sollten sich mal entscheiden. Seitdem Beck SPD-Vorsitzender ist, lassen sie nichts unversucht, zu beweisen, dass Beck nicht der richtige Mann ist. Jetzt, wo viele Sozialdemokraten befreit durchatmen, versuchen sie eine "Dolchstosslegende" aufzubauen und äussern fast ihr Beileid mit Herrn Beck. Das ist wenig glaubhaft aus ihrem Mund. Noch niederträchtiger ist allerdings, die relativ kurze Amtszeit von Beck, den Amtszeiten von Schröder, Lafontaine, Ollenhauer und Brandt, gegenüber zu stellen. Auf die gesamte Zeit hatte die SPD alle 5 Jahre einen neuen Vorsitzenden.
Der SonderParteitag wird kaum ein Erfolg werden für die SPD. Der Vorschlag für einen neuen Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten wird wohl bestätigt werden, aber wahrscheinlich mit einem historisch schlechten Ergebnis. Oscar Lafontaine wird es freuen...
Der große Wert einer Volkspartei besteht darin, extreme Strömungen aufzunehmen und in ihren desaströsen Auswirkungen einzufangen. Dies ist der SPD immer wieder gelungen. Das Thema "Linke in der SPD" war bereits 1980 eines, als Eppler, Ehmke und Bahr auf der einen Seite gegen Schmidt und (noch jemand? vielleicht Apel?) auf der anderen standen. Aber die Diskussionen fanden innerhalb der Partei statt. Es gab keinerlei Bestrebungen, mit Kommunisten zusammenzuarbeiten. "Links von uns ist nur die Wand!". Umverteilen - ja, ein bißchen mehr als die CDU vielleicht, aber nicht Wegnehmen als Grundprinzip. - Das große Ziel, die Extrempositionen einzufangen, ist der SPD abhanden gekommen. Der CDU übrigens auch, die die konservativen Anhänger zum Beispiel im Kölner Moscheenstreit aussondert. - TF
das war ein Manoever wie es in der deutschen Politik noch nie vorgekommen ist: da werden die Medien eingespannt, um einen Tipping point herbeizufuehren. Minimaler Aufwand, mueheloser Coup. Das stammt nie im Leben aus der Feder Steinmeiers. Der ist ein einfallsloser, mittelmaessiger Opportunist, der Windschattenfahren kann, aber mehr nicht. Da steckt ein Fuchs wie Muentefering dahinter. Und wer, ausser der SPD-Linken, will ihm boese sein? Der Coup hat den schlechtesten SPD-Vorsitzenden aller Zeiten in die dumpfe Provinz zurueckgeschickt, wo er wohl auf Mitleids- und Solidaritaetsstimmen hoffen darf. Steinmeier ist zwar nicht besonders, aber wenn er ein gutes Team zusammenstellen kann, dann hat die SPD vielleicht wieder eine Chance gegen die Stalinisten um Lafontaine. Schoen waers. Und Wahlen kommen jetzt vielleicht auch schneller als gedacht. Das sieht nach britischen Regierungswechsel aus. Spannend. Danke, Herr Muentefering
Die Intriganten-die Meinungsmacher in der SPD-haben einen Scheinsieg errungen.Beck gab die richtige Antwort. Er ging. Die Macher, die mit ihrer Agenda das Ende der SPD als Volkspartei einläuteten sind auf dem Weg die SPD noch weiter-wenn das möglich ist-runter zu wirtschaften. Nicht Frau Ypsilanti- sondern die-die vorschreiben wollen welche Richtung ein Landesverband nach der Wahl nehmen muß. Die in der SPD für eine soziale Poltik streitenden sollten sich nicht länger demütigen lassen. Der Parteitag sollte in offener, freier Diskussion Klatheit bringen. Ist das S im Namen der Partei noch gültig ? ? Walter Wasilewski
hat sich intrigant an die Spitze gesatzt. Wer nur um an der Macht zu bleiben - anstatt in der Opposition zum Wohle des Volkes zu kämpfen - mit einem basisbezogen ideologisch unvereinbaren Senior-Koalitionspartner zusammenspannt, darf sich nicht wundern, dass eine Partei zerfällt. Opportunismus ist die logische Folge. Windfahnen wie Steinmeier geht es nicht um das Volk sondern allein um Macht für sich selber. Offenbar sind der SPD von ganz links bis rechts alle Mittel recht, um an den Töpfen der Macht zu bleiben - unter dem altbekannten Motto: "Die Töpfe bleiben - nur die Schweine wechseln!" Steinmeier als ehemaliger Bürochef von Schröder ist weder von der "Klasse" noch vom Format her ein ernstzunehmender Gegner von Frau Merkel - ein Mann von dem man nie klare Aussagen erhält und der sich immer dann in die Büsche schlägt, wenn Antworten erforderlich sind. Sicher werden wir von ihm auch keine konkreten Aussagen zum Vorhaben der SPD in Hessen erhalten, wo man aus Machtgier mit den "Linken" gemeinsame Sache machen möchte. Mir scheint, dass sich die Regierungsparteien mehr und mehr vom Wahlvolk entfernen - so wie die EU-Administration es sogar noch im verstärktem Masse tut!
Es ist mir damit offensichtlich geworden, dass die Führung der SPD nicht nach dem demokratischen Mehrheitsspiel bestimmt wird, sondern nach geheimen Plänen. Es soll um jeden Preis verhindert werden, dass die Agenda ausser Kraft gesetzt werde. Auf die gefahr hin, dass ein Teil der SPD-Wähler zur Union aun dein Teil zu den Linken abwandere. Da die Hemmschwelle, zu den Linken zu gehen, höher ist, als die, zum jetzigen Regierungspartner Union rüberzulaufen, ist den Drahtziehern lieber, auf einen Unionsnahen Kandidaten zu setzten. Was die Union in Zukunft zu tun gedenkt, ist von Frau Merkel wirkungsvoll in den letzten Tagen veranschaulicht worden: ein Bündnis mit der ultraliberalen FDP. Mir diesem Schachzug der geheimen Drahtziehern ist die SPD zum Untergang verdammt worden: Thank you, buddies, Uncle Sam will be thankful!
"Beck wirft Medien gezielte Falschinformationen vor" Sach an, sowas gibts? neiiiin... Und das hat der noch nieee verwendet um einen Gegner kaltzustellen? Welch edler Verwaltungsvertreter...
Es ist doch falsch und verlogen, was Kurt Beck hier äußert: gerade für ihn, als amtierenden Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz kommt es doch äußerst günstig, dem erfahrenen und führungsstarken Müntefering das Feld überlassen zu dürfen. Gerade er dürfte doch auch in seinem Bundesland am meisten unter der negativen Publicity gelitten haben, die er über den Bund bekommen hat. Sicherlich klingt es jetzt lauter, sich auch noch als das Bauernopfer übler Machenschaften und das Unschuldslamm darzustellen. Wenn man drüber nachdenkt, ist aber genau das doch seine größte Niederlage: als Parteichef, der sowieso nichts handfestes für die SPD auf die Reihe bekommen hat, ist nun auch noch das Opfer interner Intrigen??? Das glaubt doch kein Mensch! Das war Kurt Beck doch sicherlich ganz recht! Da fragt man sich doch aber trotzdem: was hat der gute Mann denn dann überhaupt die letzten Jahre gemacht? Weder das eine, noch das andere - super Beck; vielleicht wäre es jetzt mal wirklich an der Zeit, dass er sich selbst - eingedenk seiner arroganten Sprüche - rasiere, und wenigstens in seinem Bundesland reinen Tisch macht, damit der notwendige Politikwechsel erfolgen kann: solch führungsschwache Persönlichkeiten kann kein Bundesland gebrauchen!
Das war's, SPD, als große Volks- und ehemalige Arbeiterpartei. Manche meiner Unternehmerkollegen und die ihnen verbundenen Medien glauben, jetzt herrschte größere politische Klarheit und eine gewisse Sicherheit über die Fortsetzung des Schröderkurses. Ein gewaltiger Irrtum. Das Resultat dieses Putsches wird eine gewaltige Stärkung der Linken sein, eine strategische Stärkung, auch wenn die CDU die nächste Regierung stellen sollte. Die eitlen Bonzen der SPD haben im deutschen checksandbalance endgültig die Orientierung verloren. Die Hybris eines Steinmeier, vielleicht auch aufgrund seiner bisherigen Umfragewerte, ist völlig unbegründet: jeder Außenminister hat die besten Umfragewerte. Ab jetzt wird der Herr ganz anders beurteilt. Zwischen Merkel und Westerwelle ist für ihn kein Plätzchen mehr frei. Aber vielleicht hat Herr Putin ja noch ein paar Pöstchen.
In der selbsternannten Armenküche der Republik toben sich die Köche aus: Schröder, Platzeck, Münterferinf, Beck, Steinmeier dann wieder Münterfering.. Die nächsten Kanditaten garantieren den Abwärtstrend: Ypsilanti und Wowereit.. Willy Brandt dreht sich wohl im Grab um..
...3 - 2 - 1 - Aus Nur im Moment Konfus oder doch in Panik ? Kurt Beck wohlte es Parteiverbunden wohl nicht wirklich an sich heranlassen . Seit Monaten gehetzt von den Medien und nun im Ränkespiel der selbsternannten Selbstherrlichen Erneuerer der Partei auf der Strecke erlegen. Das war Nr. 3 ... Walter Steinmeier so scheint es übernimmt sich mit der Verantwortung für seine Ämter und kann aufgrund seiner Positionierung(en) wohl eher nicht so in die Gänge kommen, wie angedacht. Auszudenken, daß der Hoffnungsträger und Kanzlerkandidat der SPD sich dabei selbst demontiert. Das war Nr. 2 Was bleibt - Franz Müntefering die letzte verbliebene Ikone und der Vorzeigepolitiker der SPD wird es allein nun auch nicht mehr schaffen seiner Partei den schon lange verlorengegangenen Status zurückzuerobern. Nun läuft er, hier als die Nr. 1 im Counter abwärts gesehen, Gefahr - dem Ihm noch vorhanden Glanz als Vollblutpolitiker vollends einzutrüben. Eine Volkspartei die es nicht mehr schafft sich beim Wähler zu etablieren und sich öffentlich nur noch in Selbstzerstörung profiliert sollte auch keinen Regierungsanspruch erheben und somit auch keinen Kanzlerkandidaten stellen.
Nein! Die SPD kommt mit Steinmeier und Müntefering nicht aus der Krise!Übrigens ist es schon öfter vorgekommen, dass ein Parteivorsitzender der SPD auf diese schmierige Art abserviert wurde. Der letzte war Müntefering durch die Attacken von Nahrles. Steinmeier und Müntefering werden die SPD nicht nach vorne bringen! Denn mit Steinmeier und Müntefering stehen Baumeister der Agenda 2010 und Harz IV in Führungspositionen. Die SPD hat kein überzeugendes Führungspersonal. Die SPD verliert immer mehr an Glaubwürdigkeit, da diese SPD seit Schröder die Sozialdemokratischen Grundlinien verlassen hat. Diese ist SPD seit Schröder mehr als nach rechts gerückt. Die SPD führt eine Politik des Kapitalismus in dem sie diese Leute begünstigt. Die SPD hat das Soziale seit Schröder verloren. Davon zureden die Agenda 2010, seit ein Erfolg ist Blödsinn. Seit dem Beschluss die Agenda 2010 mit Harz IV einzuführen hat die SPD bei Ihrem Wählerstamm erheblich verloren, weil sie das Soziale aus dem Parteiprogramm gestrichen hat. Sie hat schlicht gesagt, die sozialschwachen außen vor gelassen. Schröder, Steinmeier, Müntefering, Clemens und der rechte Flügel hat die sozialdemokratischen Grundwerte verraten und verkauft. Diese Kehrtwendung war falsch, da die
Ich bin sicherlich kein Beck Fan.Aber 5 Vorsitzende in 5 Jahren sprechen doch eine deutliche Sprache über das Innenleben einer Partei und den Umgang miteinander. Dabei hat Lafontaine damals Scharping im Handsteich erledigt, so zu sagen kurz und schmerzlos. Dann kamen die beiden, bei denen kein Blatt mehr dazwischen gepasst hat.Lafontaine, der große Meister im schmolenden Rücktritt um dann danach immer den anderen die Schuld zu geben und wie Phönix aus der Asche wieder aufzusteigen.Schröder wurde dann langsam mit kleinen Stichen von der Partei gemeuchelt.Bei Müntefering waren die gleichen Täter wie bei Schröder am Werk, gingen dabei aber schon offener vor.Platzeck hat es nicht so weit kommen lassen und schon vorher das Handtuch geworfen. Beck hat man durch gezielte Informationen aus der Partei im Prinzip öffentlich hingerichtet. Da denke ich schon, wenn man solche Freunde oder Genossen hat, braucht man keine Feinde mehr. Dies zum Thema Parteivorsitzenden der SPD Bei der Demontage ihrer Kanzler (Brand,Schmidt,Schröder)ging die Partei im Prinzip ähnlich vor.Nun sehnt sich die Partei angeblich nach Müntefering, aber keine Sorge auch hier werden die Messer schon wieder gewetzt. Natürlich immer mit einem Lächeln im Gesicht.