
Das "Kruzifix-Urteil" vom 16.5.1995 war ein Orakel. Deutlicher ist folgendes:
In der Verlautbarung der Pressestelle des Bundesverfassungsgerichts Nr. 35/95 vom 22.08.1995 heißt es:
"Der Vorsitzende des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts, Vizepräsident Prof. Dr. Johann Friedrich Henschel, hat zum Beschluss vom 16. Mai 1995 (Kruzifix) gegenüber Medien den Leitsatz 1 sprachlich dahin präzisiert, dass die staatlich angeordnete Anbringung eines Kreuzes oder Kruzifixes in den Unterrichtsräumen einer staatlichen Pflichtschule, die keine Bekenntnisschule ist, gegen Art. 4 Abs. 1 GG verstößt. Nur darüber ist mit dem Beschluss vom 16. Mai 1995 entschieden worden. Karlsruhe, 22. August 1995".
Artikel 7 Abs. 3 BayEUG ("Angesichts der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns wird in jedem Klassenraum ein Kreuz angebracht...") ist laut Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 01.08.1997 konform mit der Bayerischen Verfassung.
Artikel 7 Abs. 3 BayEUG verstößt laut Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Berlin vom 21.04.1999 "nicht gegen Bundesverfassungs-recht, insbesondere nicht gegen das Neutralitätsgebot und die negative Glaubensfreiheit."
Dies zur Versachlichung der Debatte.
Hans Schnitzlbaumer

Laut Bundesverfassungsgericht (BVG) sind Kruzifixe ein „Symbol einer spezifischen Religion“- und eben nicht ein kulturelles Symbol, wie Stoiber auch sehr zum Ärger der Kirchen dem BVG weiß machen wollte. Daher verfügte das BVG in seinem berühmten so genannten „Kruzifix“-Urteil, dass die Anordnung, Kruzifixe in staatlichen Schulen aufzuhängen, verfassungswidrig ist. Das Grundgesetz und die Menschenrechte verbieten die Bevorzugung z.B. der christlichen Weltanschauung gegenüber allen anderen religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen (insgesamt gibt es ca. 4000).
Aber selbst die christliche Nächstenliebe (ohne die sicher niemand zu Recht sich Christ nennen darf) verbietet solch eine dominante und andere Weltanschauungen massiv diskriminierende Zurschaustellung ihres Symbols. Denn diese Nächstenliebe wird so definiert:
„Liebe deinen Nächsten; denn was dir unlieb ist, tue ihm nicht!“(Lev. 19,18).
Sicher ist es Christen sogar höchst „unlieb“, wenn statt Kruzifixe z.B. (völlig gleichberechtigte) Koranverse oder Buddhastatuen in allen staatlichen Schulen angebracht würden. Folglich sollten jene CDU-Politiker solch ein höchst unchristliches Begehren (Kruzifixe in allen Schulen) sofort beschämt zurückziehen.

Das Bundesverfassungsgericht stützt seine Entscheidung im wesentlichen auf folgende Erwägungen: Art. 4 Abs. 1 GG garantiere die Freiheit, nach eigenen Glaubensüberzeugungen zu leben und zu handeln, an kultischen Handlungen teilzunehmen oder solchen fernzubleiben. Ebenso überlasse es Art. 4 Abs. 1 GG dem Einzelnen zu entscheiden, welche religiösen Symbole er anerkenne und verehre oder welche er ablehne. Aus der Glaubensfreiheit folge der Grundsatz staatlicher Neutralität gegenüber den unterschiedlichen Religionen und Bekenntnissen. Die Privilegierung bestimmter Bekenntnisse sei dem Staat untersagt; auch dort, wo er mit ihnen zusammenarbeite oder sie fördere, dürfe dies nicht zu einer Identifikation mit bestimmten Religionsgemeinschaften führen.

Zitat:
Frage: Ist die CDU genauso eine Partei für Nichtgläubige oder Andersgläubige wie für Christen?
Antwort:
Wir haben eine steigende Zahl von Mitgliedern, die keiner der beiden großen christlichen Konfessionen in Deutschland angehören. Meine Partei ist offen für jeden, der die Würde und die Freiheit aller Menschen anerkennt. Das ist die verbindende Klammer.
Zitatende
Wenn in öffentlichen und staatlichen Räumen Kruzifixe angebracht werden sollen, obwohl in Deutschland längst eine beachtliche Minderheit keiner christlichen Kirche mehr angehört, warum macht die CDU nicht einen Anfang und verwendet das Kruzifix verbindlich im Rahmen ihrer corporate identity, also auf web-Seiten, Briefbögen, Wahlplakaten.... ?
Mein lieber Herr Generalsekretär, Sie sind sehr weit übers Ziel hinaus geschossen.

"Für eine Leitkultur in Deutschland"
Eine Leitkultur ist von der Regierung diktiertes und kontrolliertes Denken und Handeln.
"Für Patriotismus"
Patriotismus ist immer nur im Kriegsfall gefragt.
"Für den starken Staat in der inneren Sicherheit"
Das klingt nach Geheimer Staatspolizei, die kontrolliert ob auch jeder patriotisch denkt und nach der Leitkultur lebt.
Es sollte zur Gewohnheit werden, sämtliche Parteiprogramm zu lesen. Ich glaube ähnliches Wunschdenken schon einmal gelesen zu haben.

Ich finde es äußerst fragwürdig, dass sich Herr Pofalla als Jurist über das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hinweg setzt und Kruzifixe in Schulen und Behörden einfordert.
Ich werde diese Kruzifixe nicht hinnehmen, denn Glauben sollte Privatsache sein und nicht staatliche Angelegenheit.

Der Beitrag spricht nur von der Würde des Menschen. Die Würde anderer Lebewesen wird nicht erwähnt.
200.000 Tiere werden wegen des Verdachts auf Vogelgrippe systematisch umgebracht. Wer hört noch was von BSE, dem 2 Millionen Rinder durch systematische Tötung zum Opfer fielen?
Ist das christlich? Da nutzen auch Kruzifixe in Schulen nichts.

Wenn die politische Kaste beginnt von Leitkultur
zu schwadronieren, sollten wir sehr aufmerksam werden.
Dahinter steckt nationalistisches Denken und der
hilflose Versuch, sich gegen die Globalisierung abzugrenzen.
Sehr deutlich ist dieser Versuch bereits in Frankreich zu beobachten, der sogar vor der europäischen Integration
nicht halt macht.
Dieser Versuch, über die Leitkultur Barrieren gegen die
Veränderungen der Globalisierung zu errichten, ist zum Scheitern verurteilt.
Die jungen Nationen drücken von außen auf ein demographisch alterndes Europa, das versucht diesem Druck durch Rückwärtsgewandheit auszuweichen.
Dieses Spielchen kann nicht gelingen, da sich die anderen Nationen demographisch verjüngen und damit der Druck
weiter zunehmen wird.
Die Leitkultur des Almödie mit Kruzifix im Stall ist dahin!

Sagen Sie mal Herr Pofalla, was ist denn in Sie gefahren ? Nur weil die CDU/CSU das "C" für "christlich" im Namen trägt und im Supermarkt schon Schokoladenweihnachtsmänner verkauft werden, müssen Sie doch nicht gleich die Weihnachts-Eiapofalla-CD auflegen.
Haben Sie schonmal drüber nachgedacht was SPD eigentlich aufgedröselt heißt ? Genau - die Partei von Münte und Ulla hat ein "sozial" am Anfang. Und ? Hat es was genützt ? Der Verrat an den Werten der Sozialdemokratie ist offensichtlich und die heißen immer noch so.
Na also - dann brauchen Sie sich gleich garnicht für das Christentum in die Hose zu machen, bloß weil mittlerweile jeder weiß, dass ihr Laden nur noch aus Pharisäern besteht.
Liberal, konservativ und christlich...Mensch Pofalla, hören Sie bloß auf solchen Unsinn zu quatschen sonst kommt noch jemand auf die Idee, Sie bei der nächsten Prozession zum Drogenscreening anzumelden.

Die Moderne kommt nicht aus dem Christentum. Wie könnte man auf so eine Idee kommen? Die christliche Kirche hat Ihre Lehre oft so hingedreht wie es gerade passte. Und genauso machen es Muslime, Hindus etc. Religionen bieten oft keine Antwort auf Freiheitsdrang und die Frage nach dem guten Leben, weil Sie nicht diesseitig sind und von aussen Verbote auferlegen anstatt auf die innere Einsicht zu setzen.
Die Moderne wurzelt in der griechischen Philosophie Epikurs und Giordano Brunos um nur einige zu nennen. Warum stellt man nicht deren Statuen in Schulen auf?
Die Trennung von Staat und Kirche in Europa ist ein Meilenstein der Freiheit und Selbstbestimmung. Wir sollten daran festhalten. Herr Pofalla geht nur auf Stimmenfang und ist eine Gefahr für alle die freiheitlich und selbstbestimmt leben wollen, anstatt in Wolkenkucksheimen zu schwelgen. Dies muss erkannt werden.

den "christlichen Werten" (was immer das im Einzelnen sein mag) wird also durch Zurschaustellung Rechnung getragen. Ein gekreuzigter Jesus also als Sinnbild unserer barmherzigen, selbstlosen christlichen Lebensart und Tradition. Wir brauchen kein solches "Bekenntnis" zum Christentum im öffentlichen Raum. Tatsache ist, dass eine der drei größten Glaubensbekenntnisse in Deutschland nunmal mittlerweile der Islam ist und war da nicht was mit Kopftuchverbot, weil es als Zeichen von (der falschen?)Religion dient, was nicht mit öffentlichen Institutionen vereinbar ist? Wenn schon eine Trennung von Staat und Kirche, dann mit Sicherheit auch für unser "tradionelles und urspüngliches" Christentum. Verhalten Sie sich in Bezug auf z.B. Abschiebepraxis und Asylrecht lieber erstmal christlich mit Ihrer CDU, Herr Pofalla, und lamentieren Sie nicht über sinnentleerte religiöse Symbolik an deutschen Schulen. Die hat dort nichts zu suchen.

Das ist das Ergebnis einer rechtswissenschaftlichen Studie des Hamburger Professors für Öffentliches Recht und seines wissenschaftlichen Mitarbeiters Ino Augsberg. Die Autoren wollen die religiöse Neutralität des Staates nicht aufheben, sondern richtig zur Geltung bringen. Nach ihrer Ansicht muss der Staat darauf achten, welche Leistungen eine Religion für das Funktionieren einer toleranten Gesellschaft erbringt. Die kulturelle Leistung einer Religion erlaube deren Bevorzugung. Darum schlage sich zu Recht die kulturelle Leistung des Christentums im Deutschunterricht der Schulen nieder. Eine Religion, die mit den hier geltenden Prinzipien der Religionsfreiheit erkennbare Schwierigkeiten habe, könne keine Gleichstellung mit dem Christentum erwarten. Die Juristen sprechen von einer „gewichteten Gleichbehandlung“. Dieses Prinzip gilt zum Beispiel auch bei der Vergabe von Sendezeiten für die Wahlwerbung der Parteien. Sie werden entsprechend dem Gewicht der Parteien zugeteilt, wie es sich in ihren Parlamentsmandaten zeigt. Die Arbeit ist im Tübinger Verlag Mohr Siebeck unter dem Titel „Toleranz – Religion – Recht“ erschienen. Sie gibt den Aussagen von Herrn Pofalla somit recht!

unsachlich. Wenn eine christliche Partei das Christentum hoch hält, ist sie im Recht! Unsere Demokratie wäre ohne das Christentum nicht vorstellbar. Nächstenliebe, so wie Jesus sie lehrte, ist das Fundament aller Grundrechte. Im Koran gelten Juden und Christen nichts. Von Toleranz ist dort wenig zu finden! Es zeugt von einem Mangel an Kenntnis, Toleranz oder an Moral, wenn man sich darüber aufregt, dass eine christliche Partei christliche Politik einfordert! Die Neutralität unseres Staates darf nicht so weit gehen, dass D zum Niemandsland wird! Das GG ist von Christen entworfen und beschlossen worden. Wer selbst keinen Standpunkt hat, sollte schweigen, wenn andere ihren Standpunkt vertreten. Toleranz ist nur möglich für den, der einen eigenen Standpunkt hat.

Und im übrigen scheint Herr Pofalla als einer der wenigen das C im Parteinamen noch zu bemerken.

... begründeten auch die Werte, die so viele aufgeklärte Besserwisser hier anscheinend für Wissenschaft verbuchen wollen. Keine Lanze für die Idee von Herrn Pofalla, wirklich nicht, aber einige Kommentatoren sollten vielleicht mal in sich gehen und darüber nachdenken, warum sie eigentlich beim Anflug jedweder Religiösität peinliche Beklemmungsgefühle bekommen. Ist Religion ein blinder Fleck der Moderne geworden?

Die christlichen Werte unserer Gesellschaft haben Napoleon überlebt, sie werden auch die Kritiker Pofallas überleben.

Wir sind nicht entmündigt. Sie sind nicht Erziehungsberechtigter. Sie sind Verterter –derer die sie gewählt haben. Nicht „Interessenvertreter“ Vertreter der Bewohner eines Wahlkreises.
Wir sind nicht im Altenheim. Es mag in ihrer Partei üblich sein- EINER - gibt den Ton an alle stimmen ein.
Nein wir-das Volk- bestimmt. Das zu respektieren und zu verwirklichen, dafür werden Sie und die Abgeordneten bezahlt. Vom Steuerzahler-dem Volk.
Wenn Ihnen das nicht paßt geben Sie bitte ihr Mandat ab.Wir wollen nicht zurück in die Vergangenheit, wir wollen Demokratie verwirklichen.
Walter Wasilewski

Ein Kruzifix besteht aus einem Kreuz und einer Darstellung des gekreuzigten Jesus. Diese Symbol ist in vielen evangelischen Kirchen nicht zu finden. Es bleibt abzuwarten, wie der Vorschlag Kruzifixe in den Schulen aufzuhängen, in evangelischen Gegenden aufgenommen wird. R.Müller

Gerade weil Deutschland säkular ist, kommt man um eine Rückbesinnung auf das, was die Werte unserer Gesellschaft geprägt hat, nicht umhin. Im Abendland sind dies nun einmal die Werte, die - durch die Säkularisaton geläutert - unser Menschenbild prägen. Werte sind dem Menschen immanent gegeben. Das Individuum, das sich frei von allen Zwängen, Werte beliebig zulegt, gibt es nicht. Fragt man nach dem Woher der Werte, so findet man sich im Ringen nach der Bestimmung und der Herkunft der Moral und des Menschen wieder. Das ist nun aber genau der Bereich in dem jede bessere Religion verwurzelt ist.
Ein rein rationaler Diskurs führt hier in die Irre. Erwähnt seien nur die Vielzahl der Ersatzreligionen, der Ideologien des 19. und 20 Jahrhunderts, die Wert für sich reklamierten und Tod und Verderben für Abermillionen mit sich brachten. All diesen Ideologien war der Bezug auf eine rationale Zweckbestimmung des Menschen zu eigen.
Der religiös denkende Mensch weiss, dass all seinem Streben nach Erkenntnis, nach Wahrheit und Sinn im Leben immer mit Zweifel und Irren verbunden ist. Religion bietet hier mehr Freiraum als der alltägliche Diskurs über Werte in unseren Medien, der in den Moden der Zeit versackt.

Was hat Religion in öffentlichen Gebäuden, die für Anhänger von allen weltanschaulichen Vorstellungen eingerichtet worden sind, eigentlich zu suchen?
Die Religionen sind aus dem Zeitgeist längst vergangener Epochen hervorgegangen, wovon heutzutage doch nicht allzu viel Inhalt befürwortet werden kann, ohne dass es sehr, sehr peinlich wird.
Unser Staat muss in religiösen und weltanschaulichen Fragen neutral sein. Wenn dies nicht sichergestellt wird, ist die Lunte für schwere Konflikte gelegt.
Die Geschichte der christlichen Religion(en) ist doch voll von Ungeheuerlichkeiten: Kreuzzüge, Inquisition, 30-jähriger und etliche weitere Kriege ...
Dies weiß doch auch der Herr Profalla. Wenn er den christlichen Teil der Bevölkerung so massiv bevorzugen will, hat er keine Kompetenz für politische Arbeit in Deutschland.

Ich akzeptiere den Glauben jedes Menschen, stehe selbst aber sehr kritisch jeder Religion gegenüber. Jeder der glaubt, er hätte einen Gott - egal welchen - an seiner Seite, bringt nichts Gutes hervor, siehe George W. Bush oder Al-Kaida. Ich gebe jedoch zu, dass dies nicht direkt hierher gehört.
Zum Thema: Ein Kruzifix in öffentlichen Gebäuden, die nun einmal Einrichtungen des Staates sind, können wohl kaum den Laizismus repräsentieren, der in Deutschland nunmal existiert. Hinge morgen ein Kruzifix in meinem Klassenzimmer, so würde ich es sofort abhängen und bekäme dazu mit Sicherheit auch die Zustimmung seitens der Lehrer und Schüler.
Ansonsten kann ich Herrn Oberdieck und vor allem seinem Verweis auf das Grundgesetz, nur beipflichten.

Und der nächste Schritt ist die Abschaffung der Demokratie, Deutschland wird wieder zu einem christlichen Kaiserreich ausgerufen und Papst Benedikt wird deutscher Kaiser!

Ich glaube in Deutschland gibt es irgendetwas, wie Trennung von Kirche und Staat und außerdem würden Kruzifixe in Schulen zu einer Staatskirche führen. Angenommen, es würden wirklich überall gekreuzigte Jesuse und Kreuze von den Wänden der Schulen baumeln, müssten dann nur noch christliche Schüler in die Schule, was ist mit Atheisten, Juden, Moslems, Buddhisten und Hinduisten, dürfen die dann nicht mehr in die Schule. Ich als Atheist, könnte es mit meinen Gewissen nicht mehr vereinbaren, in die Schule zu gehen oder meine Kinder dort hinzuschicken!

Inhaltlich kann ich Herrn Pofalla durchaus zustimmen. Europa steht auf einem christlichen Fundament und auch unser Mütter und Väter des Grundgesetzes hatten mit Sicherheit die christlichen Werte im Hinterkopf. Also wäre auch ein offenes Bekenntnis zu diesen Wurzeln richtig.
Eine andere Sache fällt mir aber sehr unangenehm auf. Der Kern des Interviews ist doch eine Mehr an öffentlichem Raum für die christliche Religion. Auf die Gretchenfrage antwortet Herr Pofalla aber sehr ausweichend. Das passt doch hinten und vorne nicht. Entweder soll über Religion in der Öffentlichkeit wieder mehr gesprochen werden oder nicht. Da hat Herr Pofalla kolossal versäumt, politische Statur zu zeigen. Authentisch für das einzustehen, was er gerade proklamiert!
Im Moment sind die Parteien voll von solchen Gestalten. Seit die beiden rot-grünen Machos abgetreten sind, gibt es keine Typen mehr. Schade.

Die Äußerungen von Herrn Pofalla ist beängstigend. Er hört sich wie ein deutscher Taliban Führer. Als ob die Religionen nicht genug Leid über die Meschheit gebracht hätte.

ist noch viel zu milde.
Wer´s mit dem Denken nicht so hat, der wird eben konservativ (mit Ausnahmen).

"Wir werden uns im neuen Grundsatzprogramm für eine Leitkultur in Deutschland, für Patriotismus, für den starken Staat in der inneren Sicherheit aussprechen."
Nationalismus und der starke Staat klingt für mich überhaupt nicht gut und vor allem auch wenig christlich. Das kann so nur eine Politik der Ausgrenzung werden und das brauchen wir hier nicht. In diesem Land begegnet man überall dem latenten Rassismus und Sexismus . Der ideale Nährboden für rechtsradikales Gedankengut. Der Islam wird schon jetzt jeden Tag als Feind dargestellt. Länder werden wirtschaftlich ausgeschlachtet und unsere Regierung beteiligt sich aktiv an Kriegen. Daher brauchen wir mehr innere Sicherheit und Überwachung und höhere Mauern die uns vor den Flüchtlingen schützen. Außer der Elite, die gerne einwandern darf, da es hierzulande keine mehr gibt. Und dann redet Herr Pofalla von christlichen Werten....
Aber zu den Kruzifixen:
Ich denke mal jedem Schüler ist das relativ egal, ob irgendwo ein Kreuz an der Wand hängt. Im übrigen braucht man nicht religiös zu sein um menschlich und sozial zu denken.

Profalla beweist Mut!
Nachdem der NDR die reife, kluge und sehr schöne Frau Eva Herman wegen des Lobes einiger Bestandteile der Familienpolitik aus dem Dritten Reich, das vor 62 Jahren in Schutt und Asche unterging, in die Wüste geschickt hat, wird klar, das Vergangenes für einige wenige, ewig Gestrigen, nicht wirklich vergangen sein muss.
Und so ist der Herr Profalla davor zu warnen, dies Ansinnen, Kreuze in den Schulklassen aufzuhängen, weiter zu verfolgen. Denn mit dem Christentum verbinden sich immerhin auch die Gräueltaten der Inquisition!
Und um das auszudehnen, denn ein gewisser Zeitrahmen spielt offensichtlich keine Rolle, hängen dem Christentum auch die barbarischen Kreuzzüge an.
Wenn das der NDR liest!!!! Armer Herr Profaller, bleibt einem dann nur noch zu sagen!

das ist ja ein richtiger bildungspolitiker, der pofalla. garnicht glatt, o.ä. ist ihm bekannt, dass ein großteil der deutschen nichts mit dem christentum am hut hat und dass es der mehrheit vollkommen gleich ist, was das C in cds/csu bedeutet? lassen sie die kirche im dorf herr pofalla, oder sie werden von ihrer eigenen partei nicht lange tragbar sein.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn deutscher Patriotismus von der CDU bzw. allen demokratischen Parteien besetzt würde.
Das lange Zeit in Mode befindliche D-Bashing führender Politiker aller Parteien im Bundestag hat den Patriotismus nur rechtsextremen und faschistischen Organisationen überlassen, die heraus Nationalismus machen. Eine Steilvorlage für diese Rattenfänger.

Ja, was möchte der Herr Generalsekretär mit seiner Forderung nach Kreuzen in Klassenzimmern der Öffentlichkeit eigentlich mitteilen?
Vielleicht, dass er sich als Generalsekretär um Urteile des Bundesverfassungsgerichts nicht zu kümmern braucht?!
Vielleicht aber auch, dass man mit solchen Forderungen Debatten um das Kopftuchverbot von Lehrerinnen ad absurdum führen kann?!
Oder vielleicht am wahrscheinlichsten, dass man versuchen kann, sein fehlendes Charisma mit anwägigen Äußerungen zu kaschieren?!
Jedenfalls ist es ein nicht ernst zu nehmender Beitrag, den er sich hätte sparen können!

Recht in Deutschland ist ?
Nur was der der politischen, religiösen Überzeugung der CDU/CSU dient?
Dann Amen
Walter Wasilewski

Nur zur Information:
Ich weiss nicht woher POF herkommt, aber ALLA bdeutet GOTT!
Es kann sein, dass die Vorfahren des Herrn POFALLA aus einem arabischen Kulturkreis herkommen!?
Auf jeden Fall leben 6 meiner Kinder in Deutschland. Sie kennen nichts anders als Deuschland und deutsche Kultur. Was sie nicht wissen, ist, dass das eine "deutsche" Leitkultur ist!

Vielen Aussagen von Herrn Pofalla kann man beipflichten und die Kritik an der Abtreibungspraxis steht im Einklang mit den christlichen Werten, auf die er sich beruft.
Problematisch ist aber die Haltung, Kruzifixe extrem offensiv in den öffentlichen Raum stellen zu wollen und damit einen politischen Weg zu suchen, der abnehmenden Glaubenspraxis und rückläufigen Bedeutung des Christentums in der Gesellschaft, die auch ich bedauern möchte, gleichsam politisch entgegenzuwirken. Hier handelt es sich um Instrumentalisierung eines religiösen Symbols für politische Profilschärfung, wie es zur Zeit sowohl in islamischen Gesellschaften als auch bei manchen Muslimen, die im Westen leben, üblich geworden ist.
Geradezu erschreckend wird die rein politisierende Haltung, wenn man Herrn Pofollas Antwort auf die Frage nach dem Kirchgang hinzuzieht. Nicht einmal ein Minimum an Bereitschaft über den gelebten Glauben zu sprechen findet sich dort nur der übliche Reflex, Glaube sei Privatsache. Das ist in der säkularen Gesellschaft Kosens, wenn es auch bedauerlich ist, dass viele von denen, die einen Glauben haben oder zumindest bekunden, nicht mehr darüber sprechen wollen. Aber wozu dann eine Kruzifixpflicht in der Öffentlichkeit?

Das ist eine Herausforderung der anderen Religionen!
Dann müssen sie den anderen Religionsgemeinschaften ebenfalls das Recht geben ihre Symbole anzuzeigen und das Kopftuchverbot ist passè
Weimarer Verfassung Artikel 137 ist Bestandteil des GG und geltendes Recht!
[Religionsgesellschaften]
(1) Es besteht keine Staatskirche.
(2) Die Freiheit der Vereinigung zu Religionsgesellschaften wird gewährleistet. Der Zusammenschluß von Religionsgesellschaften innerhalb des Reichsgebiets unterliegt keinen Beschränkungen.
(3) Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Sie verleiht ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinde.
(4) Religionsgesellschaften erwerben die Rechtsfähigkeit nach den allgemeinen Vorschriften des bürgerlichen Rechtes.
(5) Die Religionsgesellschaften bleiben Körperschaften des öffentlichen Rechtes, soweit sie solche bisher waren. Anderen Religionsgesellschaften sind auf ihren Antrag gleiche Rechte zu gewähren, wenn sie durch ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder die Gewähr der Dauer bieten. Schließen sich mehrere derartige öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften zu einem Verb

Reicht es nicht das klare Bekenntnis zum Grundgesetz?
Müssen wir alle wie Herrn Pofalla sein (heisst Pof-"alla" in arabisch "Gott" vielleicht auch heisst das ganze Abdalla?!)?
Ich weiss es nicht genau, was Herrn Pof alla will.

Intelligent und dann auch noch Jurist, weiß Profalla, daß er mit dem Kruzifix auch Halbmond und Kopftuch befördert.
Das Bundeverfassungsgericht wird`s erzwingen.
Wenn es so ist, dann doch lieber neutrale öffentliche Gebäude und das Glaubenssymbol unter dem Hemd und nicht drüber - Goldkettchen hin oder her.

Pofallas Vorschläge, in jeder öffentlich-rechtlichen Schule und jedem öffentlichen Raum Kruzifixe ist eindeutig verfassungswidrig! Es gibt unzweifelhaft im GG eine Trennung von Staat und Kirche und ein Ausschluss jeglichen Glaubens- und Bekenntniszwangs.
Wenn Herr Pofalla sich zu seinen christlichen Grundsätzen bekennen und dies nach außen vorzeigen will, ist das seine Angelegenheit. Eine Ausweitung seines fundamentalistischen Bekenntnisdrangs würde mit Sicherheit auf energischen Widerstand stoßen.
Wenn in der Schule meiner Kinder zwangsweise christliche Symbole angebracht würden, dann würde ich dagegen unverzüglich klagen - ebenso natürlich wie das Anbringen anderer weltanschaulicher Abzeichen!

Es hat sehr lange gedauert, bis es zu einer Trennung von Staat und Religion kam. Es hat darüber hinaus sehr lange gedauert, bis es zu einer noch viel wichtigeren Trennung von Religion und Bildung kam.
Glücklicherweise hat der erste Senat des BVerfG am 16.5.95 (BVerfGE 93,1) die "Kruzifix-Problematik" (zum. für den Landesgesetzgeber) unter der Berücksichtigung von Art. 4 I, 140 GG i.V.m. Art. 137 I WRV entschieden - und zwar "für" eine multikulturelle, globalisierte Gesellschaft.
Die Neutralitätspflicht der Schulen und Bildungseinrichtungen ist eine unabdingbare, sogar originäre Eigenschaft der Demokratie des 21. Jhrh. Ein Rückfall in eine erneute Debatte über Religionsfreiheit (angetrieben durch die CDU) und über das Machtwort der Karlsruher Richter ist schlicht unnötig - für Deutschland gar bedauerlich!
Pofalla zeigt in seinem Interview schließlich, dass es nicht eine Frage der Deutschen (religiösen) Identität und Leitkultur - auch historisch nicht - ist, sondern vielmehr eine Frage der politischen Positionierung der CDU. Das mag möglicherweise der Fehler sein.

Bravo, Herr Pofalle will eine Leitkultur in Deutschland. Er definiert sie durch das Bekenntnis zum deutschen Grundgesetzt. Das ist hervorragend und beinhaltet auch eine Trennung von Staat und Kirche.
Im nächsten Atemzug will er das Bekenntnis zum Christentum "im öffentlichen Raum".....wie bitte??
Herr Pofalla, ich verstehe nicht. Nein, Entschuldigung, ich verstehe wirklich nicht, was Sie hier sagen.

Das Kreuz in den Schulen? Dann müsste man konesequent sein und das Kreuz in jede öffentliche Einrichtung hängen. Deutschland ist ein Land, in dem Religion und Staat getrennt wurden, und so soll es auch bleiben. Meinungs- und Religionsfreiheit sind hohe Güter und der Staat hat sich bei beiden nicht einzumischen, schon garnicht bei Kindern und Jugendlichen, die selbstsändig ihre Meinungen bilden - wo zu auch Religion gehört. Das Kreuz ist das Symbol einer Religionsgemeinschaft, dann müssten auch Davids Stern, die Mondsichel und andere Zeichen daneben hängen. Religion ist wichtig, aber jeder Mensch muss seinen eigenen Weg zu Gott finden, und auch nur dann, wenn er möchte. Der Ethikunterricht ist übrigends die beste Alternative zu allem anderen, was ein Religionsunterricht sein könnte.
Merkwürdig, dass die das Kreuz in den Schulen haben möchten, die Angst davor haben, dass sich im Mittleren Osten wieder ein muslimischer Religionsstaat bildet. Was wäre denn dann Deutschland?

Ich habe es von Anfang an gewußt: Die Moslems sind für die Kirchen nur die dummen Bauern gewesen, die den Weg für die Rückkehr des Glaubens und damit den Weg zur Rechristianisierung bereiten mußten. Sie haben in den Augen der Kirchen vorgefühlt, wie weit man Religion wieder politisieren kann und die christlichen Kirchen springen jetzt auf den fahrenden Zug auf und führen das Angefangene zur absoluten Vollendung.
Der Islam war wohl nur eine kurze Episode in Deutschland.
Danke ihr Steigbügelhalter des politischen Katholizismus und Protestantismus. Ich freue mich schon, wenn das Christentum wieder mehr zu sagen hat in der Politik.
Religion ist Privatsache und hat in der Politik nichts verloren.
Marc Müller

''Die CDU schlägt vor, in allen öffentlichen Gebäuden Kreuze aufzuhängen.''
Meine Meinung, warum denn nicht?!
Allesdings müssen diejenigen, welche voll hinter diesem Vorschlag stehen, dann auch die Grundsätze der Religion, welche sie unterstützen wollen, beachten (u. a. die ''10 Gebote'' sind gemeint).
Ansonsten wäre es ''Gotteslästerung''.

Kruzifixe gehoeren genausowenig in die Schule wie andere religioese Symbole. Wie kann man die Muslime dafuer kritisieren, die Trennung von Staat und Kirche nicht zu vollziehen und dann so populistische Vorschlaege machen. Auch die CDU scheint sich gesellschaftspolitisch zurueckzuentwickeln.
Ingo Roessler
Amman