
Die allgemeine Wehrpflicht zur Verkopplung von Armee und Gesellschaft - das ist doch nur noch hohle politische Phrase. Jeder Eingeweihte muss sich eingestehen, dass ohne Notwendigkeit der Landesverteidigung die allgemeine Wehrpflicht keine Legitimität mehr hat. Stirbt jedoch die Wehrpflicht, stirbt auch der zivile Ersatzdienst - und dann haben Krankenhäuser und Pflegedienste ein ernstes, weil finanzielles Problem. "Landesverteidigung" am Hindukusch ist doch eine Perversion des Grundgesetzes, über die sich in Deutschland kaum noch einer aufregt. In Afghanistan z.B. werden viele Interessen, aber kaum Recht und Freiheit des deutschen Volkes "verteidigt". In relativ kurzer Zeit werden wir bei der Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr dieselben Probleme haben, wie z.B. England, U.S.A. und andere. Dann werden wir uns wieder Wehrpflichtige wünschen, um den Durchschitts-IQ der Bewerber zu heben...
Aber vielleicht ist das ja auch Absicht? In einer alten Weisung zur politischen Bildung heißt es: "Der Soldat soll wissen und verstehen..., ...dass sein Einsatz politisch notwendig, militärisch sinnvoll und moralisch legitimiert ist..."
Kongo ? - Libanon ? - Afghanistan ?
Da wäre doch eine gewisse Begriffsstutzigkeit nicht von Nachteil ...?!

Wenn Änderungen in der Struktur der Bw angedacht werden, muss ein Konzept vorhanden sein, das die Überlegenheit eines neuen Systems aufzeigt.
Eine solche kann ich jedoch nicht erkennen.
Ich habe den Eindruck, dass die Bw-hier die erprobte und anerkannte Wehrpflicht- politisch missbraucht werden soll.
Eine Freiwiligen- oder Berufsarmee, wie in der NATO fast Usus, ist im Ergebnis und im Vergleich unter Wettbewerbsbedingungen nicht besser.
Das spricht doch für eine gute und sinnvolle Ausbildung unserer Wehrpflichtigen.
Gerade einen gesunden Anteil von wehrpflichtigen Soldaten braucht die Bw, um Erstarrungen zu vermeiden und um den notwendigen Kontakt zur Gesellschaft allgemein nicht zu verlieren.
Hier sind die Whrpflichtigen ein unverzichtbares Bindeglied, das viele Vorteile geboten hat und weiter bietet.
Um mehr Wehrgerechtigkeit zu gewährleisten, sollte die Anzahl der wehrpflichtigen Soldaten erhöht werden.
Dabei könnte die Wehrdienstzeit von 9 bis 18 Monate oder auch bis 24 Monate individuell festgesetzt werden.
Das Geld dafür wäre gut investiert.

Man könnte schon genügend Nachwuchs in einer Freiwilligen-Armee finden, wenn man den Soldatenberuf gesellschaftlich aufwerten und den Soldaten erhebliche Vorteile einräumen würde. So denke ich an freien Eintritt in Kinos, Theatern, Opernhäusern, im Zirkus und an freie Fahrt im Nahverkehr für Soldaten in Uniform.
Das aber würden die linken Parteien in Deutschland nicht zulassen. Also wird es bei der Wehrpflicht bleiben.

Merkel will eine Europaarmee einführen und EU-Recht steht über Nationalrecht.
Also muß nur die EU eine allgemeine Wehrpflicht wieder einführen und das ganze Gezanke war für die KATZ!
Manchmal ist Politik so einfach, aber effektiv für den Wählerfang!

Wie der Artikel richtig beschreibt finden sich mehr als genug Bewerber für die Bundeswehr und das ist auch gut so, damit eine kompakte aber höchsteffektive Berufsarmee neu gestaltet werden kann.
Und "Wer wird morgen Deutschland am Hindukusch verteidigen?": Das ist schon jetzt der größte Quatsch und eine gigantische Geldverbrennung. Dieser Einsatz kostet gigantische Steuergelder, wird weiter Menschenleben kosten und alle werden eher früher als später abziehen, weil dort nichts zu gewinnen und nichts zu verteidigen ist.
Daß sich einstmals die Russen dort eine blutige Nase geholt haben und abgezogen sind, dann sollte man daraus lernen.
Man kann nur hoffen, daß eine Berufsarmee und deren professionelle Führungskräfte solche idiotischen Parolen sich nicht zu eigen machen und sich nicht weiter Spielball von närrischen Politikern machen lassen.
Parlamentarische Kontrolle -JA, unbedingt. Aber nicht auf der Basis innenpolitischen Dilettantismus.