
Helmut Schmidt in allen Medien und kaum ohne qualmende Zigarette abgelichtet. Auch das gehört zur politischen Verantwortung, dass man ein gutes Beispiel gibt. Aber hier wird suggeriert, seht her, man kann auch bei klarem Verstand 90 werden, wenn man nur ordentlich qualmt. Nicht erwiesen bleibt, wie viele Menschen im Umfeld des Rauchers gesundheitliche Schäden davon trugen oder gar einen früheren Tod fanden. Da sind mir die mutigen PolitikerInnen der Gegenwart lieber, die mit dem Rauchverbot ein Zeichen setzen, was bei diesen Schmidtfotos wieder all jene bekräftigt, die doch lieber ihren Dunst mit Unbeteiligten gemeinsam konsumieren wollen. Ich trinke mein Bier in der Kneipe ja auch nicht zur Hälfte und schütt' den Rest dem Nachbarn ins Gesicht.

werden die Fingernägel geschnitten. Ja es gibt halt immer noch Deutsche, die nicht schweigen wollen. Aber zum Schweigen sollen alle gebrachtwerden - alle, die nicht nach der linken Mundart reden.

...Schmidt spricht nicht von wollen, sondern von können.

Eine grob unfaire Beurteilung der Verdienste Kohls. Was man bei ihm bedauern kann, ist das Unvermoegen, rechtzeitig die Weichenstellungen fuer einen geeigneten Nachfolger getroffen zu haben. Kohl haette den Wahlsieg des damaligen niedersaechsischen Ministerpraesidenten Schroeder als Warnsignal gegen eine nochmalige Kandidatur erkennen muessen. Doch Kohl konnte nicht loslassen. Die Folgen fuer die Union und Deutschland sind bis heute bedrueckend: Erst die beiden Hallodris Schroeder/Fischer, jetzt das 'Maedel' als vollkommene Fehlbesetzung als Kanzlerin. Wie sie loswerden?

Auch wenn er nur halb so lange Kanzler war wie Helmut Kohl, so wird Schmidt seinen Amtsnachfolger für alle Zeiten überragen. Nie gab er die beleidigte Leberwurst oder wurde mit Eiern beworfen. Kohl hat Vieles für sich reklamiert ohne es sich je erarbeitet zu haben.

Er hat natürlich auch Leistungen vollbracht. Aber er war immer und ist auch immer noch abhängig von den linken seiner Partei. Ich habe ihn heut im fernsehen sagen gehört, dass es eine Illusion ist, die Weltwirtschaft ohne China und den Mittleren Osten, lenken zu wollen. Der Mann begreift so wenig wie seine Partei: Mit der größten kommunistisch gelenkten Macht und einem ganzen Rudel Gewaltherrscher, will der eine freie Weltwirtschaft steuern? Das zeigt, dass er sich seiner Partei angeglichen hat: (so ganz nach Becher) wer Hunger hat, braucht keine Pressefreiheit. (ich habe mehr gehungert als Becher und Schmitd zu sammen!) Freiheit ist zweitrangig. Wer sich an einen Tisch setzen will, um mit solchen Leuten auf Augenhöhe verhandeln will, hat nicht nur die Freiheit der Menschen unter den Gewaltherrschern schon verraten, er hat auch die Freiheit des eigenen Volkes aufgegeben!

Helmut Schmidt war ein Mann der Tat und Pragmatiker...sowas würde unserem Lande auch heute gut zu Gesicht stehen..wobei Frau Merkel vielleicht grade im Moment der globalen Krise die Möglichkeit hat ihre Qualität unter Beweis zu stellen. Wenn jemand meint ..die Wirtschaftspolitik unter Schmidt wäre fahrig gewesen..was durchaus so sein mag....so sollte man schon darauf hinweisen in wessen Hände das Wirtschaftsministerium war. Dort tummelten sich die damaligen Spitzenpolitiker der FDP...... Was den Finanzbereich anbetrifft...hält das Kabinett Schmidt jederzeit den Ansturm des Kabinetts Kohl stand...auch hier braucht man eigentlich keine Brille....

Ich bin mit 68 Jahren Zeitzeuge und frage mich, was von Helmut Schmidt in den Geschichtsbüchern übrig bleiben wird: ausser RAF, Mogadischu und Nato-Doppelbeschluss vermutlich wenig. Da war Adenauer mit dem Wiederaufbau der BRD aus Trümmern und Westintegration ein anderes Kaliber! Helmut Kohl, den der Autor noch nicht einmal für erwähnenswert hält, steht sicher in den Geschichtsbüchern mit der Erfüllung des Grundgesetzauftrags der Wieder- vereinigung, der deutsch-französichen Aussöhnung, des Aufbaus der EU und der Erschaffung des Euro. Vor diesem Hintergrund ist mir dieses wochenlange Hochjubeln von Helmut Schmidt in allen Gazetten und auf allen Kanälen unverständlich und trägt zu einem verzerrten Geschichtsbild unserer jüngeren Vergangenheit bei. Detlef Stark

Der beste Bundeskanzler, Staatsmann, Politiker, Hanseat und Intellektuelle der deutschen Politikgeschichte. Immer ein Gentleman! – In allem eine deutsche Eiche. – Nicht nur ein Mann des Wortes, sondern auch der Pragmatiker. Er hat national wie international Deutschlands Gesicht geprägt. - Alles Beste für Helmut Schmidt. Dem Kanzler: Ein Fröhliches Weihnachtsfest wie Gutes Neues Jahr 2009. Mit freundlichen Grüßen im Voraus, Ihr Gerardo Señoráns Barcala Politologe – Economist - Journalist

Eigentlich würde es sich gehören, daß ich mich in die Schar der Gratulanten einreihe, um dem alten Herrn alles Gute und Gesundheit für sein hohes Alter zu wünschen. Und doch kann ich es nicht. Nicht seinetwegen, sondern der Gratulanten wegen, die sich seit Monaten in einer unerträglichen Lobhudelei ergehen. Denn seine Kanzlerschaft war durchaus zwiespältig. Der Wahlsieg 1976 wurde mit einer dreisten Rentenlüge erkauft, was immerhin dazu führte, daß die SPD ein halbes Jahr später bei der hessischen Kommunalwahl die scheinbar uneinnehmbaren roten Trutzburgen reihenweise an die CDU verlor. Dann die uninspirierte Politik, die sich von Haushalt zu Haushalt schleppte, stets um die Mehrheit gegen die Linksaußen in der SPD-Fraktion bangend. Seine Reaktion bei den Angriffen der RAF war konsequent. Aber wann hat er seine Stimme erhoben gegen die Infiltration durch die Sympathisanten, die bis in seine Partei hinein wirkte? Dann vermochte er nicht, den von ihm initiierten NATO-Doppelbeschluß in der SPD durchzusetzen. Seine Finanzpolitik war ruinös, die Wirtschaftspolitik fahrig. Alles endete in einem Kollaps, der die FDP zur Aufkündigung der Koalition brachte. Daraus machte Schmidt eine Verratskampagne, eine demagogische Meisterleistung.