1.Der Text von "ljepa li si" im Artikel stimmt nicht, und gehört zum Lied "Reci brate moj" (Sag mein Bruder).Der Text der "Hymne" hat nichts fremdenfeindliches an sich nicht mal 1%
2.Thompson ist alles andere als Turbo-Folk! Es ist Rock-Pop ;-)
Diese paar Fehler zeigen das man sich nicht wirklich die Mühe gemacht hat die Songtexte und Lieder anzuhören...Der Grossteil seiner Lieder haben nichts schlimmes an sich im Gegenteil.
Sicher hat Thompson viele Rechtsradikale Fans und ein paar Songs sind auch sehr daneben und machen traurig das es Leute gibt die sich damit identifizieren..aber man muss auch bedenken das sie in einer sehr schweren Zeit entstanden wo die Leute durchhalten und kämpfen mussten. Ich kenne viele Kroaten die diese speziellen thompson-songs noch heute hören..sie sind alles andere als fremdenfeindlich sondern diese Lieder werfen sie in eben diese Zeit zurück..es ist komisch und schwer diesen Gegensatz zu beschreiben.
Es gibt auch viele Serben die ihn anhören (bis auf die wenigen Songs natürlich) Er hat einige Kirchen-Lieder deswegen die Nonnen. Antchirst(en) deswegen weil sich das andere nicht reimen würde. Man muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Sorry für mein schlechtes Deutsch
Verglichen mit Showgrößen wie Muhabbet und Boezemann ist dieser Künstler ja wohl eher harmlos, oder? Vielleicht sollte man mal einen kritischen Blick auf die MySpace-Seiten der Vorgenannten werfen - wäre sicherlich auch journalistisch interessant.
Schade, dass Perkovic so viel Platz im Feuilleton der FAZ eingeraeumt wird, zumal ein Teil Analyse fehlt: Die Zahlen. Perkovic fuellt in Kroatiens Hauptstadt sowie den Oberzentren Stadien nur noch mit Muehe. Deshalb weicht er ins Ausland aus, in dem fast so viele Kroaten leben wie in der Heimat, und die haben ausser ueber die kroatischen katholischen Missionen, ueberalterte Trachten- und Gesangsvereine und die unvermeidliche Auslandsorganisation der HDZ wenig Beruehrungspunkte mit der alten Heimat. Vor allem die Jugend nicht. Weil er mit seinem faschistoiden Ethno-Kitsch-Pop, der sich in Melodie und Instrumentalisierung kaum von serbischem Balkan-Pop unterscheidet, in Kroatien nur noch auf dem Land eine treue Zuhoererschaft hat, geht er gern zu der zweiten und dritten Generation von Gastarbeitern ins Ausland, - denn die haben Geld. Die meisten jungen Zuhörer sprechen oft die Muttersprache nur noch fehlerhaft -was zum Mitgrölen der unsäglichen Texte reicht. Perkovic gibt sich religiös - was den Erziehungsgrundsätzen der Eltern auf den ersten Blick entspricht. Und er hat eben auch gedient. So wie Onkel Ante, der jetzt mit 43 Jahren arbeitslos und beinamputiert in Tomislavgrad sitzt - wo sich ein Thompson-Konzert nicht rechnet.
Die verbrämten Ustascha-Hymnen sowie die Heimat- und Gottesduselei stehen durchaus in jener Tradition, die da will, dass jede Bewegung ihr Liedgut benötigt. Serbische Punkbands taten sich zur Zeit der Belagerung Vukovars mit dem Hit "Pengpeng, Vukovar" hervor. 20-jährige kroatrische Milizsoldaten stürmten - die Filmmusik von "Apocalypse Now im Walkman - "feindliche" Behausungen. Auf beiden Seiten stammte ein Großteil der Kämpfer aus den jeweiligen Fankurven von Dynamo Zagreb und Roter Stern Belgrad. Das ist vorerst Geschichte, wenn auch jüngste.
Marko Perkovic als Antwort auf den musikalischen Triumphzug von Goran Begovic & Co das ist das Heute...
Das sogar Nonnen zu seinen Konzerten kommen. Das Kinder seine Lieder Singen.
Warum wohl? Eine Antwort passt in den (etwas einseitigen) Artikel nicht.
Es muss beachtet werden das Thompson, wie Herr Schwarz schreibt, dem "Volk" nur ein Gesicht und seine Stimme gibt. Der Krieg ist erst 12 Jahre her. Noch immer ist der groeste Teil vermint und noch immer gibt es ausgebrannte Häuser, welche nicht abgerissen wurden. Es ist die Unzufriedenheit welche im Osten Herrscht, die Sie nicht sehen wenn Sie in den Süden, ans Meer, fahren .
Ein Blick auf seine Alben verrät eine gewisse Wandlung. Natürlich kann jemand aus Deutschland, der nicht kroatisch kann, seine Titel und Liedtexte nicht lesen. Dafür wird er von ausländischen Reportern "gelyncht" und vor dem Volke als Antisemit und Rassist, Faschist und weiß Gott was präsentiert.
Mir gefallen sein Hasslieder auch nicht, vor allem nicht "Jasenovac und Gradiška stara" . Diese hat er selbst zwar nicht geschrieben, aber gesungen.
Der Balkan bleibt und ist ein Pulverfass. Nicht nur wegen Thompson, sondern auch wegen dem Gegenpol der Serben. Welche natürlich auch solche Lieder wie "Jasenovac i Gradiška stara" haben.
Übrigens ist Turbo-Folk nicht sein Genre. Das ist definitiv falsch.
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