Griechenland

Die Fackel brennt - Proteste flammen auf

Funktionär Liu Qi hält seine Rede in Olympia, als ein Demonstrant auf den Ras...Sein Banner zeigt die Olympischen Ringe als HandschellenDer Demonstrant gehört zu den „Reportern ohne Grenzen”Ein kurzer Moment im Blickpunkt der Welt

Bildergalerie Es war das erste Mal in der Geschichte der Entzündung des olympischen Feuers, dass diese Zeremonie auf spektakuläre Art zur Bühne für politische Demonstration wurde. Und die Offiziellen des Olympischen Komitees schweigen. Von Torsten Haselbauer, Olympia

Lesermeinungen zum Beitrag

25. März 2008 19:01

Olympia

Klaus Mohrhoff (Mohrhoff)

Hier gehts eh nur noch ums Geld.Es sind mit Sicherheit schon alle Rechte an Werbung,TV Rechte usw.unter Dach und Fach.Was zählt da schon das Selbstbestimmugsrecht der Völker.Ich meinerseits habe mich schon jetzt von Olympia verabschiedet und rufe zum TV Boykott auf.

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25. März 2008 13:27

Kehrtwendung - Ich glaube an die Sportler!

Gabor von Zoltan (Putinras)

Ich vollführe hiermit eine Kehrtwendung und bin nicht mehr weiter für einen Boykott: Er scheint angesichts von Big Business schlicht und einfach nicht durchführbar.

Okay.

Aber umso mehr appelliere ich an die teilnehmenden Sportler Gesicht zu zeigen: DIE wird das Regime während der Spiele schlecht wegblenden können. DIE geniessen Narrenfreiheit. DIE dürften dann als Feigenblatt gerade auch die Grosssponsoren erfreuen.

Umso mehr sollten ihre Narrenfreiheit vernünftig nutzen. Und sei es nur mit einem T-Shirt bei Siegerzeremonien, dass die Fernsehzuschauer daran erinnert, was in und um Tibet passiert.

Kein Chinese muss sich vor den Kopf gestossen fühlen, wenn darauf hingewiesen wird, dass das Vorgehen in Tibet nur als Fortsetzung dessen zu sehen ist, was sich auf dem Platz des himmlischen Friedens ebenso gegen chinesische Bürger gerichtet hat.

Es lebe die Olympische Idee. Go for it!

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25. März 2008 12:58

Peking will hart zuschlagen

Hans-Peter Mueller (hpmueller)

Von einem Generaldirektor (im Sportbund) sollte der Leser etwas klarere Töne hören.Herr Vesper ist gegen einen Boykott der Spiele, weil er weder den Menschen in Tibet noch den Menschenrechtsaktivisten helfen würde.Er trat statt dessen dafür ein, Zitat: "daß Funktionäre und Sportler offen Kritik an der Menschenrechtspolitik Chinas üben sollten"
Herr Vesper hat leider nicht die Regeln der Olympischen Gesellschaft gelesen. Darin heisst es u.a. ,daß Sportler von den Spielen sofort ausgeschlossen werden können, wenn sie im Rahmen der Spiele sich politisch äußern würden. Außerdem verkennt er, daß China ganz eindeutig die Welt wissen ließ, daß man bereit sei, mit aller Härte gegen Demonstranten vorzugehen.
Mein Fazit: Herrn Vesper geht es meines Erachtens doch nicht um die Sportler ,auch nicht um die Spiele, sondern nur um den Kommerz und um seine eigenen Interessen.

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25. März 2008 12:54

Tibet-Frage hin oder her...

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

... bei der Kritik an China geht es nicht nur um Tibet, wobei der Völkermord und die Unterdrückung der Tibeter sicher das bekannteste und meist diskutierte Problem ist Aber was ist mit Sklaverei, Menschenhandel und Kinderarbeit, Presse- und Meinungsfreiheit, Folter und Korruption? In China verschwinden tausende wenn nicht zehntausende Menschen um dann in Steinbrüchen, Ziegelfabriken oder Großbaustellen usw. unter unmenschlichen Bedingungen als ZwangsarbeiterInnen ihr leben fristen und allzu oft auch beenden zu müssen. Zwar werden diese Praktiken von Peking nicht gebilligt und verfolgt sofern sie aufgedeckt werden, die derartige Missstände begünstigenden Gesetze die Millionen von Wanderarbeitern zu rechtlosen machen wurden aber, trotz Ankündigung, bisher nicht geändert. Eine freie Berichterstattung wird durch die Zensur für In- und Ausländische Journalisten be- oder sogar verhindert, die Information der Bürger durch das Internet wird nicht zuletzt mit Hilfe von Firmen wie Google oder Micro$oft verhindert.
Die Olympischen Spiele könnten für die Medien und auch die Athleten und Politiker eine Möglichkeit bieten auf diese und andere Misstände in China hinzuweisen. Die Frage ist, Nutzen wir sie?

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25. März 2008 10:50

Boykottnostalgie

Andreas Seidl (ASeidl)

Der letzte Boykott der olymischen Spiele dürfte für immer Moskau gewesen sein. Seit dem hat sich einiges verändert. Moskau zu Zeiten des kalten Krieges eins auszuwischen war allen Recht.

Seit Atlanta haben sich die olympischen Spiele in eine reine Kommerzveranstaltung mit Milliardenumsätzen verwandelt. Das macht einen Boykott unmöglich. Die Rechte und Ausstatterverträge sind längst für Milliardenbeträge verkauft, vom IOC genauso wie von den nationalen Verbänden. Was passiert nach einem Bokott? Wer muß was zurückzahlen, wer für den Schaden aufkommen? Sport und olympische Idee sind letztendlich völlig nebensächlich geworden, illustriert auch an der "Weltreise" der Olympiafackel.



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25. März 2008 10:41

Olympia in China

Franz Blum (FranzBlum)

Dr. Bach hat doch recht. Wie die Geschichte lehrt, fördern die Siele im Austragungsland Toleranz, Pressefreiheit, Menschenrechte und Demokratie. Das wissen wir seit 1936.

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25. März 2008 08:47

Boykott - und dann?

Jürgen Hoffmann (ephkjuergen)

Was wäre mit einem Boykott gewonnen? Was würde sich ändern? Glaubt tatsächlich jemand, dass China sich durch einen Boykott zu mehr Menschenrechten bewegen lassen würde? Nein, diese Isolation würde keine Verbesserung bringen. D.h. doch: wir hätten unser Gewissen beruhigt (Na, denen haben wir's aber gezeigt).

Veränderungen kann ich nur erreichen, wenn ich die Verfehlungen öffentlich mache, und zwar vor Ort. Ob das natürlich auch genutzt wird, ist ein anderes Thema. Aber mit dem Boykott nehme ich mir auch diese Möglichkeit.

Und dann wäre da ja noch eine Möglichkeit der Einflussnahme auf China: die Wirtschaft. Aber das dürfte dann wohl doch zu utopisch sein, da müssten wir uns ja vielleicht etwas einschränken und die Großen auf satte Gewinne verzichten...
Die Demokratie braucht die Öffentlichkeit.

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25. März 2008 06:59

Die Welt zu Gast bei ...............

Ralf Schneider (ralf61)

Das der DOSB selbstverständlich den Diktatoren die Stange hält verwundert nicht, die Mitgliedschaft in diesem Verein wie bei den Olympiern in der großen weiten Welt fußt nicht auf ein wie auch immer geartetes Demokratieverständnis. In so fern macht ein staatlicher verordneter Boykott dieser Veranstaltung wahrscheinlich keinen Sinn.
Es sollte jeder Funktionär und jeder Athlet wissen zu welchen "Gastgebern" er fährt.
Die öffentlichen Medienanstalten werden wie immer ihre Jubelberichte aus Olympia senden, da Mord und Totschlag offensichtlich weniger schlimm ist als Doping ist. Man wird hier bestimmt keine Boykottberichterstattung a la Tour de France erwägen.
Ach ja gedopt wird übrigens in und für Peking auch im großen Stil.
Abschalten......................

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25. März 2008 05:43

Recht auf Teilnahmeverweigerung

Konstantin Richter (kiloromeo)

Auch wenn das hier niemanden interessieren wird - ich werde meine persöhnliche Olympiaverweigerung durchziehen. Unabhängig von der aktuellen politischen Situation in Tibet, von der ich keinerlei historisches Wissen habe, ist mir dieser olympische Funktionärs-, Kommerz- und Dopingzirkus inzwischen nichtig geworden. Und solange in der Bananenrepublik D. Konsumverweigerung noch nicht strafbar ist, werde ich von meinem Recht auf Teilnahmeverweigerung Gebrauch machen.

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25. März 2008 00:14

Es ist denkbar, daß sich nun Massaker in Tibet abspielen.

Michael Menzel (Galenos)


Man braucht keine Armee mit Panzern um ein paar "tibetische Raudis und Unruhestifter" unter Kontrolle zu bringen.

Und die Borniertheit der Olympischen Funktionäre ist grenzenlos, um nicht zu sagen deren Geldgier.

"Der Deutsche Olympische Sportbund bekräftigte aber sein Nein zu einem Olympia-Boykott".

NA TOLL!

1936 wiederholt sich, nur hatte Hitler wenigstens seine Gräueltaten für die Zeit vor und während der Spiele auf ein Minimum zurückgeschraubt.

Das ist den Chinesen egal. Hauptsache die Journalisten der Welt sind entfernt und keiner weiß Genaues. Die haben auch noch die Chuzpe die "Berichterstattung" in westlichen Medien zu kritisieren und das auf der Basis von ein paar Fotos, die längst nicht mehr dem aktuellen Zustand in Tibet entsprechen.

Es ist zu befürchten, daß, wie das Regime angekündigt hat, es um "Leben und Tod und Blut geht". Wohl in erster Linie um Tod!

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25. März 2008 00:14

Schwachsinn

Marco Zeino (Zeini)

Zu den selbsternannten Tibet-Experten.

Ihrer Ansicht nach haben sich die Tibeter wohl gegenseitig ausgerottet oder sind zumindest selbst daran Schuld. Dass die tibetische Gesellschaftsform als archaisch von der unsrigen weit abweicht und fern jeglicher aufklärerischen Entwicklung ist und war, rechtfertigt doch nicht das, was die Chinesen angerichtet haben. Das behaupten sie nämlich unterschwellig. Nach dem Motto, die Tibeter sollten doch froh sein, dass die altruistischen Chinesen kamen und sie und ihre Kultur ins 20. Jahrhundert gerottet haben. Unglaublich sowas....

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24. März 2008 22:44

Kinderüberraschung: In China gibt es wenig Demokratie!

Horst Steffen (bso)

Als die Olympischen Spiele an China vergeben wurden, wußten Medien, Politiker, Funktionäre, Sportler und Entscheider, daß in China wenig Demokratie geübt wird.
Die Sportler nahmen das Votum für China zur Kenntnis, vielleicht wunderten sich manche. Der Lebensinhalt dieser Sportler wurde die Vorbereitung für die Spiele.
Nun stolpern Medien und andere darüber, daß tatsächlich wenig Demokratie herrscht und rufen auf zum Boykott der Veranstaltung, die sie selbst nach China gebracht haben.
Das zu verstehen setzt wohl voraus, Politiker oder Journalist zu sein.
Horst Steffen

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24. März 2008 22:35

Merkwürdig

Rud Haller (rodolfissimo)

Sollte also ein theokratisches Regime, zu dem auch die Leibeigenschaft gehört, so wie es vor der Wiederetablierung der Zugehörigkeit zum Chinesischen Reich bestand, in Tibet wieder errichtet werden?
Und wer genau möchte das unterstützen?

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24. März 2008 21:26

Zu Martin Gelland

Peter Graf (Peter_Graf)

Es gab nie eine tibetische Unabhängigkeitserklärung von 1912. Es gibt die Simla-Verträge von 1912, in denen das Prinzip der "Suzeränität" entwickelt wurde, d.h. interne tibetische Autonomie aber formal unter Chinesischer Herrschaft. Das ist wohl kaum eine Unabhängigkeitserklärung. Im Gegenteil, Tibet hatte die einmalige Chance in der Periode bis 1949 sich als souveräner Staat zu etablieren, z.b. durch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen oder dem Beitritt zum Völkerbund (es gab ein entsprechendes Angebot). Tibet aber unternahm nichts dergleichen, auch weil man glaubte die Engländer in Indien würden auf absehbare Zeit die Chinesen aus Tibet fernhalten. Sicherlich ist Chinas Einmarsch und Anspruch auf Tibet fragwürdig, die Schuld an der gegenwärtigen Situation liegt aber zu einem beträchtlichen Teil bei den Tibetern und dem Dalai Lama selbst.
Das China seit 1912 kaum noch in Tibet Macht ausgeübt hat liegt auch wohl eher an den massiven inneren Problemen mit denen China nach dem Fall der Qing bis 1949 zu kämpfen hatte, als an einer tibetischen Unabhängigkeit.

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24. März 2008 21:12

Musterdemokratie Taiwan?

Peter Graf (Peter_Graf)

Also ich muss schon sagen, dass das was einige Leute sich hier zusammenreimen wirklich am Rande der Erträglichkeit ist. Hier stellen sich Leute hin, ausgerüstet mit bestem Wikipedia.org Faktenwissen und bilden sich ein, über ein so komplexes und vielschichtiges Land wie China ein fundiertes Urteil treffen. Das Ergebnis ist dann häufig ein absolut grobschlächtiges, oberflächliches Urteil welches fern von jeder Realität ist. Der Grund ist wohl das "wir im Westen" uns allzu häufig einbilden wir wüssten wie andere Länder, deren Kultur wir nicht kennen und Sprache wir nicht sprechen, zu funktionieren haben.
Natürlich, Menschenrechte und Demokratie--Hurra! Wer einfach auf alles was einem daherkommt mit diesen zwei Schlagworten eindrischt, dem fehlt offensichtlich die Schärfe eines historischen, vergleichenden Blickes. Schließlich ist unsere eigene Geschichte durchzogen von Vertreibung, Verfolgung, Vlkmord und Krieg.
Musterdemokratie Taiwan ist wohl leicht übertrieben. Bis in die späten 1980er war Taiwan ein autoritäres, diktatorisches System wie die VR. Und vom Erhalt der eigenen Kultur kann wohl auch kaum die Rede sein, schaut man sich die Geschichte der Verfolgung und Unterdrückung der Taiwaner durch die Chinesen an!

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