Der einzige Mut dieses Mannes scheint in seiner Offenheit zu liegen (immerhin). Mich wundert allerdings nicht, daß er in Depressionen gerät, wenn er über sich zu lange nachdenkt. Er zeichnet da einen fürchterlichen Charakterausschnitt von sich:
1) "Nun, zuallererst, indem ich mich und meine Arbeit nicht zu ernst nehme, ..."
Kommentar: Wer etwas Bedeutendes schaffen will, sollte es schon auch ein wenig Ernst nehmen.
2) "Ich finde, die richtige Besetzung ist schon die halbe Miete für einen Film, ..."
Kommentar: Werden sicher tolle Filme, die nicht viel mehr zu bieten haben, als ihre Schauspieler!
3) "Ja, ich bin ein riesengroßer Feigling! Insofern kann ich Herrn Emmerich nur zustimmen. Ich beneide Helden – ich wäre gern wie sie. Aber mir fehlt die Courage. Nie habe es gewagt zu rebellieren, stets habe mich irgendwie durchlaviert und versucht, mich mit allen gut zu stellen ..."
No comment.
4) Dann auf einmal: "Meine Arbeit war mir wichtig – und die wollte ich nicht mit meinem Mundwerk gefährden."
Kommentar: Ich dachte, man sollte sich und seine Arbeit nicht so Ernst nehmen, Herr Forman?
etc. etc.
P.S. Vielleicht habe ich nun den Grund dafür gefunden, daß mir gerade seine Filme nie besonders gefallen haben ...
R. Salva
Deshalb: Leni Riefenstahls Triumpf des Willens den Schulkindern zeigen. Schlechte Musik, laecherliche Phrasen. Wie dumm sind die Deutschen? Aber Lenis Film ist im Giftschrank. Warum? An dem Film ist absolut nichts magisches, das die Schueler verzaubern koennte.
