
Der Artikel zeigt in hervorragender Weise, dass die Menschheit mit Ideen für die zukünftige Energieversorgung noch lange nicht am Ende ist.
Eine kleiner Kritikpunkt sind die gewählten Grafik- und Bildbezeichnungen. Die Abbildungen beziehen sich ausschließlich auf Aufwindkraftwerke. Diese sind als „Wasserkraftwerke der Wüste“ in Errichtung und Betrieb einem Wasserkraftwerk sehr ähnlich. Der Bau an sich ist heutzutage sehr gut beherrschbar, aber sehr material- und damit kostenintensiv. Hingegen ist der laufende Betrieb einfach und billig.
Die sich in Spanien im Bau befindlichen Parabolrinnenkraftwerke mit ihren Solarrecievern sind dagegen schon wesentlich mehr Hightech.

Grundsätzlich fehlt bei Beschreibungen der Einbindung von Sonnen- (aber auch Wind-) Energie in die Netze der Stromversorgung der Hinweis, daß das gesamte Stromversorgungssystem vom System bedingt (ein anderes System würde überhaupt nicht brauchbar sein) hochgradig empfindlich, weil schwingungsfähig, auf Leistungsschwankungen reagiert. Besonders Erzeugungsanlagen mit Leistungsschwankungen von bis zu 100% innerhalb einiger Sekunden (PV-Anlage bei Vordringen von Bewölkung, Windkraftwerke bei Böen) können Netzzusammenbrüche verursachen (haben dies schon bewirkt), ausreichende ausgleichende Regelenergie gibt es nicht, kann es nicht geben. In dieser Hinsicht ist die Solarthermie wegen der wesentlich langsamer ablaufenden Leistungsschwankungen unvergleichlich besser zur Einbindung in die Stromversorgung nutzbar als die hierzulande mit Milliardenbeträgen geförderten PV- und Windkraft-Anlagen. Aber der Standort D braucht, wenn man nicht die De-Industrialisierung und Verarmung der Massen als Ziel hat, eine preisgünstige und sichere Stromversorgung. Aber auch mit Subventionen ist aber eine solche nicht zu erreichen. Und Für Solarthermie ist und bleibt der Standort D geografisch schlecht positioniert.

Natürlich ist es keine echte Utopie! Man stelle sich eine Landschaft vor, in der all 2 Kilometer ein gewalltiger Betonturm in die Höhe ragt. unter dem Glasdach entstehen sehr hohe Temperaturen, bis zu 80 Grad. Nur am Rand ist noch planzliches und tierisches Leben möglich. Dabei würde man alles zerstören was man schützen will. Die "Kleine Utopie" war eine Provokation.
@Menzel:
Sie kennen offensichtlich nur die, in der Öffentlichkeit verbreitete, stark vereinfachte Erklärung für den Treibhauseffekt. Es gibt keine Treibhausgasschicht oder ähnliches. Der Treibhauseffekt findet in der ganzen Bereich unter 20km statt. Die Treibhausgase sind in der Troposphäre und der Tropopause relativ gleichmäßig verteilt. Treibhausgase reflektieren auch nicht, sondern absorbieren. Sie absorbieren sogar so stark, dass schon nach wenigen hundert Metern sämmtliche Stahlung in den betreffenden Wellenlängen absorbiert wurde. Nach der vereinfachten Erklärung dürfte also garkein zusätzlicher Treibhauseffekt mehr möglich sein.
"die warme Luft steigt dann eben gleichmäßig ... auf. " das stimmt so nicht. Der Kamin verhindert den direkten Wärmetausch auf dem Weg nach oben und simuliert so quasi einen Wirbelsturm, wo sonst keiner entstehen würde.

Von was für "Treibhausgasen" schreiben Sie denn da wiederholt? UnterTreibhausgasen versteht man bisher gemeinhin CO2, CO, FCKW etc. etc. Eben die Gase die in und über der Stratosphäre also zwischen etwa 10.000-20.000 Metern Höhe sich anreichern und dann eine Filterwirkung bzw. einen Ozon-zerstörenden Effekt haben.
Wir haben es hier zwar mit einem Treibhauseffekt zu tun aber das ganze funktioniert schlicht mit Luft, in der exakt gleichen Zusammensetzung an Gasen ob am Boden oder nach dem Aufstieg in 1000 Meter Höhe. Also die gleiche Bezeichnung, "Treibhaus" aber mit unterschiedlichen Gasen hat das nichts zu tun.
Es ist rechnerisch nicht möglich, daß so viele Thermikkraftewrke gebaut werden, daß es "einen Kurzschluß" zwischen der Bodenluft und läppische 1000 Meter darüber geben könnte, der seinerseits einen Einfluß auf das Klima hätte. Die Sonne scheint auch so auf die bestimmte Fläche Erde und die warme Luft steigt dann eben gleichmäßig und nicht in einem Rohr auf. Die Menge bleibt die gleiche.
Diese Technik ist faszinierend und wäre wesentlich billiger als zig Windräder mit einer sehr aufwendigen Mechanik und Elektronik.

Ein Grund fuer die in Deutschland weit verbreitete Oekoreligioesitaet sind die Medien die in der Regel mit selektiven Fakten und Wertungen den Eindruck erwecken das Sonne und Wind reale Alternativen der Energieerzeugung darstellen. Ich moechte anregen derartige Beitraege zu kommentieren um es dem Leser zu ermoeglichen derartige Artikel einzuordnen ohne Rechnen oder Nachdenken zu muessen.
Sonne und Wind sind zwar umsonst, die Energiedichte ist jedoch viel zu gering um diese sinnvoll zu nutzen. Die im Artikel genannten Preise fuer ernsthafte Energien sind allenfalls Ausnahmewerte. Weltweit ist ein Industriestrompreis von 4 c $/kwh ueblich. Umweltfreundlicher Strom aus abgeschriebenen Kernkraftwerken kostet ca. 2c/Kwh. Der genannte verguetete Strompreis von 40c, hierzu kommt Gewinn, Regelenergie, Netzentgelt, Steuern 60 - 70c. Dieser Strompreis haette enorme Energieeinsparungen zur Folge denn die meisten produzierenden Betriebe muessten den Standort verlassen. Weiterhin deuted dieser 20 - fache Preis gegenueber umweltfreundlicher Energie darauf hin das es warscheinlich mehr Energie bedarf ein derartiges Solarkraftwerk zu errichten und zu betreiben als dieses je zu erzeugen vermag.
Vandale

"...bleibt ein Subventionsbetrag von etwa 23 Milliarden Euro und damit eine Alimentierung der Arbeitsplätze in der Photovoltaikindustrie, die deutlich über der des Steinkohlebergbaus liegt...."
Das Steuergeld ist nicht weg, es ist nur woanders....bei Anlagenbauern und Solardachbetreibern.
Auch so ein Gesetz erfüllt den Tatbestand der Veruntreuung von Volksvermögen

Sehr viele sehr hohe Thermik-kraftwerke könnten einen Einfluss auf das Klima haben. Kurz gefasst ensteht der Treibhauseffekt dadurch, dass Treibhausgase bei Strahlung in bestimmten Wellenlängenbereichen wie Isolatoren wirken und dadurch ein größeren Unterschied zwischen den Temperaturen in großen Höhen und auf dem Boden ermöglichen. Bei Zunahme der Treibhasugase, werden die oberen Luftschichten kälter und strahlen daher weninger stark in den Weltraum, was die durch höhere Temperaturen am Boden erhöhte Strahlung kompensiert (Hierbei muss man zwischen der Strahlung im Treibhausgas-"Fenster" und dem Rest unterscheiden). Insgesammt muss die Abstrahlung im Schnitt gleich hoch sein wie die Einstrahlung von der Sonne.
Wenn nun aber durch Kamine der Wärmetransport der unteren 1000 bis 2000 Meter "kurzgeschlossen" wird führt dies zu einem geringeren Temperaturunterschied zwischen kalter Höhenluft und warmer Bodenluft, wodurch dem Treibhauseffekt entgegengewirkt wird und sich regional ein kühleres Klima einstellen könnte.
In Wüstenstaaten am Meer könnten über Salzwasserbecken gebaute Anlagen auch zur Meerwasserentsalzung benützt werden (was aber die Energieausbeute verringert)