18. Mai 2006 Kann es sein, daß ein Dosenöffner vom fliegenden Händler etwas taugt? Und hier auch noch wohlwollend beschrieben wird? In diesem Falle schon.
Denn dieser Dosenöffner funktioniert erstens ausgezeichnet und ist zweitens - etwas gefälliger gestaltet - auch unter dem Markennamen WMF Tin Up zu haben. Aber wir sind auf ihn gestoßen beim Babenhäuser Maimarkt, und es war die klassische Form von Überzeugungsarbeit. Einmal rundherum gedreht, und die Dose war offen, der Deckel so sauber abgedreht, der Rand so gebördelt, daß man sich Deckel und Dose unbesorgt über die Wange streichen lassen durfte: überhaupt nicht scharfkantig.
Dose wieder abschließbar
Dafür passen Deckel und Dose so sauber auf- und ineinander, daß man die Dose wieder abgeschlossen in den Kühlschrank stellen kann. Dies erlaubt auch Tricks wie das Öffnen von Tomatenmark an beiden Enden der Dose, um den pastosen Inhalt komplett herauszubekommen. Auch wer Weißblech getrennt und gern gepreßt entsorgt, wird diesen Öffner schätzen. Das Allerschönste: Dieser Öffner läßt sich von zerbeulten Dosen nicht außer Gefecht setzen, er marschiert auch den eingedrückten Rand entlang und tut sein Werk.
Text: F.A.Z., 16.05.2006, Nr. 113 / Seite T2
Bildmaterial: Hersteller