Knapp sechs Meter beträgt die Spannweite der Spiegelreceiver des Kraftwerks Andasol I

Energie

Dampfstrom aus dem sonnigen Spanien

Solarrinnenkraftwerke ähneln konventionellen Wärmekraftwerken - mit den Vorteilen, dass der Brennstoff kostenlos ist und die solare Wärme gespeichert werden kann. Die Technik ist nicht neu, wurde aber nach der ersten Energiekrise wiederentdeckt. Von Georg Küffner

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Juni 2008 19:58

hohe Kosten

Sepp Ludwig Gramann (S.L.Gramann)

Die Technologie ist faszinierend und ihre grundlegende Entwicklung und Erforschung sollte gewiss gefördert werden. Doch die Betreiber und Anlagenbauer müssen sich die Frage nach den Kosten gefallen lassen. Allein die Baukosten betragen laut Artikel 6 Euro pro Watt Peak-Leistung. Das ist wirklich extrem viel. Man baut heute schon Photovoltaikkraftwerke für 4 Euro pro Watt und diese Technik bietet eine klare Kostensenkungsperspektive von mindestens 50% in den nächsten 3 bis 4 Jahren (und darüber hinaus noch mehr). Hinzu kommt, dass der laufende Betrieb eines solarthermischen Kraftwerks wohl kostenträchtiger sein dürfte, als der einer Photovoltaikanlage. Kurz: 6 Euro pro Watt sind einfach zu viel, um massenhaft Strom zu erzeugen. Die Frage ist also, ob es signifikante Kostensenkungspotentiale gibt und wie und wann diese realisiert werden können. Gibt es sie nämlich nicht, wird die Solarthermie keine große Zukunft haben können.

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