Nachdem hohe Geldmengen und tiefe Zinsen lange Zeit als positiv betrachtet wurden, hat sich die Einschätzung sowohl bei den Zentralbanken als auch bei immer mehr Marktteilnehmern ins Gegenteil verkehrt. Auch in Chile und Kanada.
Die skandinavischen Währungen wertenten in den vergangenen Jahren gegen den Dollar auf und liefen gegen den Euro mehr oder weniger stark schwankend seitwärts. Im Moment scheint der Preisauftrieb etwas stärker zu sein als in der Eurozone.
Die amerikanischen Autofahrer müssen erstmals im Landesdurchschnitt 4 Dollar für eine Gallone (3,8 Liter) Benzin bezahlen. Die Preise für Rohöl bewegen sich nahe den historischen Höchstständen. Wie soll das weitergehen? Saudi-Arabien will jetzt eine Sondersitzung der OPEC mit ihren Abnehmern einberufen. Von Gerald Braunberger, Claus Tigges und Christian Schubert
Die unkoordiniert erscheinende Zinspolitik in den Vereinigten Staaten und Europa verunsichert die Marktteilnehmer und bringt den Dollar gegen den Euro und die Rohstoffe neu unter Druck. Das führt zum Preisauftrieb in vielen Regionen.
Europäische Aktien sind stark eingebrochen. Grund sind schlechte Arbeitsmarktzahlen in den Vereinigten Staaten. Dies hat einen Automatismus ausgelöst, nach dem Rohstoffpreise nach oben gehen, wenn die amerikanische Währung an Wert verliert. Von Bettina Schulz, London