15. August 2006 Hat der chinesische Yuan nach dem ersten Aufwertungsschritt seit Jahren einen Aufwertungstrend relativ stetigen Aufwertungstrend gegen den Dollar etabliert, so scheint er immer volatiler zu werden. Inzwischen gibt es immer wieder Tage, an denen die Währung im relativen Verhältnis sogar deutlich an Wert verliert.
Der Dienstag ist beispielsweise so ein Tag. Immerhin ist die Währung von 7,9790 auf acht Juan je Dollar, also um 0,26 Prozent zurückgefallen. Für eine normale Währung mag das nicht viel sein. Allerdings ist der Yuan keine normale Währung, da sie von der chinesischen Zentralbank verwaltet wird und es bisher keinen freien Markt gibt.
Chinesische Zentralbank will mehr Flexibilität
Damit läßt sich fragen, was es mit solchen Gegenbewegungen auf sich hat, obwohl die Währung gemessen an traditionellen Ansätzen deutlich unterbewertet zu sein und damit zur Aufwertung verdammt zu sein scheint. Auf der anderen Seite hat die chinesische Zentralbank in den vergangenen Tagen angekündigt, die Flexibilität der Währung erhöhen zu wollen.
Unter Flexibilität versteht man normalerweise Schwankungen auf beide Seiten. Und genau das soll offensichtlich demonstriert werden. Und nicht nur das. Denn Währungsanalyst Mansoor Mohi-uddin von der Schweizer Bank UBS argumentiert beispielsweise, solche Bewegungen hätten die Absicht, Spekulanten aus dem Markt zu treiben, die auf eine Aufwertung gesetzt hätten. Statt aber ein Signal für eine langsamere Aufwertungsbewegung zu geben, seien sie eher als ein Anzeichen für eine raschere Aufwertung zu nehmen.
Solche Kursfristbewegungen seien unkorreliert zur generellen Entwicklung des Dollars und ließen nicht auf den mittel- und längerfristigen Trend schließen, erklärt er weiter. In den vergangenen Monaten habe es an einzelnen Tagen immer wieder überraschend starke Abwertungsbewegungen des Yuans gegen den Dollar gegeben. Allerdings seien sie beinahe regelmäßig zeitlich abgelöst worden durch um so deutlichere Aufwertungen.
Soll die Währung bei Spekulanten unbeliebt gemacht werden?
Mansoor Mohi-uddin geht davon aus, daß sich dieses Prozedere in der Zukunft fortsetzen wird. Denn auf diese Weise ließen sich Volatilitäten erzielen, die die Währung unbeliebt machten, obwohl die generelle Richtung klar sei. Damit scheint grundsätzlich klar zu sein, daß die chinesische Währung weiter und möglicherweise sogar rascher als bisher aufwerten wird. Immerhin scheint auch in China die Einsicht zu wachsen, daß eine stärkere Währung dazu beitragen kann, das überhitzte Wachstum im Lande zu dämpfen.
Insgesamt scheint damit die Wette auf einen aufwertenden Yuan reizvoll zu sein. Allerdings raten Experten, aufgrund der schwierigen Handelbarkeit und auch der Störmanöver der chinesischen Zentralbank auf andere Währungen zu setzen, die sich ebenfalls in dieselbe Richtung bewegen dürften. Zum Beispiel auf den koreanischen Won oder auch den malaysischen Ringgit.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
Text: @cri
Bildmaterial: AP, FAZ.NET
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.084,00 $ | 0,00% |
| Silber | 16,93 $ | −1,86% |
| Platin | 1.421,00 $ | −0,63% |
| Palladium | 362,00 $ | −1,09% |
| Rohöl Brent Crude | 74,92 $ | +2,00% |
| Gas | 0,33 £ | +1,40% |
| Kaffee | 1,42 $ | −2,00% |
| Zucker | 0,27 $ | --% |
| Orangensaft | 1,33 $ | −1,88% |
| AMEX GOLD BUGS | 439,29 | +3,84% |
| AMEX OIL | 1.072,81 | +0,69% |
| Rogers International | 22,19 | +1,65% |
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309,39 | 298,41 | 284,02 |
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