03. März 2005 Die rumänische Zentralbank wird bei ihrer Politik bleiben, kein festes Ziel für den Wechselkurs der Landeswährung Leu vorzugeben. Das erklärte Mugur Isarescu, der Chef der Zentralbank, im rumänischen Fernsehen. Denn sollte ein fester Wechselkurs für den Leu bekannt gegeben werden, würde dies augenblicklich dazu führen, daß Spekulanten versuchen daraus Profit zu schlagen, erläuterte der Notenbankchef.
"Wenn wir einen bestimmten Wechselkurs nennen, würde dieses Niveau getestet werden. Und zwar nicht mit 100 Millionen Euro oder 500 Millionen Euro, sondern mit sehr hohen Beträgen", sagte Isarescu. "Aus diesem Grund sind in Asien expandierende Volkswirtschaften zusammengebrochen, und diese Lektion darf nicht vergessen werden."
Liberalisierung hat bereits für einen steigenden Leu gesorgt
Die Äußerungen Isarescus sind auch vor dem Hintergrund zu sehen, daß sich die Zentralbank darauf vorbereitet, ausländischen Investoren noch im ersten Halbjahr Anlagen in Leu zu ermöglichen. Der Zentralbank-Chef bestätigte diese Pläne, nannte jedoch keinen genaueren Termin. Dieser Schritt ist der erste von dreien, bevor der Leu voll konvertierbar wird, was eine der Voraussetzungen für den Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union 2007 ist.
Seit die Zentralbank am 2. November das Wechselkurs-Ziel für den Leu aufhob, hat die Währung zwölf Prozent gegenüber dem Euro und 15 Prozent zum Dollar gewonnen. Damals wurde auch angekündigt, daß das Volumen der Währungsverkäufe eingeschränkt wird. Dadurch sollten nicht zuletzt spekulative Investments verhindert werden.
Zentralbank stellt sich auf einen Kampf mit den Spekulanten ein
"Die Zentralbank von Rumänien hat sich auf mögliche Auseinandersetzungen an dieser Front vorbereitet, auch wenn es nicht unser Wunsch ist, zu kämpfen", führte Isarescu aus. "Die Situation ist nicht leicht. Ich bin davon überzeugt, daß das Parlament und auch die Öffentlichkeit verstanden haben, dass wir uns in einer schwierigen Lage befinden. Die Liberalisierung darf nicht länger aufgeschoben werden, da sich dadurch der gesamte Integrationsprozeß in die EU verzögern würde."
Für etwa 60 Prozent des Leu-Handels sind Investmentfonds verantwortlich, darunter Hedge Fonds und Banken, hatte der Zentralbank-Chef gegenüber Journalisten am 17. Februar in Bukarest erklärt. Der verbleibende Anteil entfällt auf Außenhandelstransaktionen und Order von Privatpersonen.
"Es war Soros möglich das Pfund auf Talfahrt zu schicken, weil es an einen festen Wechselkurs gebunden war", führte Isarescu aus. Er nahm damit Bezug auf 1992 als der Milliardär George Soros eine Milliarde Dollar verdiente, als er gegen die Bank of England auf ein schwächeres britisches Pfund setzte. Die britische Notenbank wurde dazu gezwungen, das Pfund aus dem Europäischen Währungssystem zu nehmen. "Der Leu ist an keinen festen Wechselkurs gebunden", betonte Isarescu.
Text: Bloomberg
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.084,00 $ | −1,94% |
| Silber | 16,93 $ | −1,86% |
| Platin | 1.421,00 $ | −0,63% |
| Palladium | 362,00 $ | −1,09% |
| Rohöl Brent Crude | 73,77 $ | +0,44% |
| Gas | 0,33 £ | +1,87% |
| Kaffee | 1,42 $ | −2,00% |
| Zucker | 0,27 $ | --% |
| Orangensaft | 1,33 $ | −1,88% |
| AMEX GOLD BUGS | 423,04 | +0,31% |
| AMEX OIL | 1.065,43 | +0,52% |
| Rogers International | 21,88 | +0,23% |
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