China lockert Regeln für Wertpapierkredite

01. August 2006 SCHANGHAI, 1. August (Bloomberg). Die größten chinesischen Wertpapierhändler können seit Dienstag bei der Aufsichtsbehörde beantragen, Geld und Aktien an ihre Kunden zu verleihen. Damit ist für diese Broker der Weg frei, Wertpapierkredite zu vergeben und ihren Kunden erstmals Leerverkäufe an den chinesischen Börsen anzubieten. Um einen Antrag zu stellen, muß ein Wertpapierhändler über Eigenmittel in Höhe von mindestens 1,2 Milliarden Yuan (118 Millionen Euro) verfügen, geht aus den Vorschriften der Wertpapieraufsicht China Securities Regulatory Commission hervor. Zunächst sollen fünf bis sechs Händler die Genehmigung erhalten, diese neuen Finanzierungsformen für Fonds, Anleihen und mehr als 300 Aktien anzubieten. Ein Investor, der Wertpapiere auf Kredit kauft, zahlt nur einen Teil des Preises, während der Rest über einen Kredit abgedeckt wird. Bei Leerverkäufen leihen Anleger sich Aktien und verkaufen diese Titel in der Hoffnung, sie später zu einem niedrigeren Kurs zurückkaufen zu können.

Text: F.A.Z., 02.08.2006, Nr. 177 / Seite 17

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