15. März 2007 Mit der Schweizerischen und der norwegischen haben am Donnerstag gleich zwei Zentralbanken den Leitzins um jeweils 25 Basis- oder einen Viertelprozentpunkt nach oben genommen. Beide Währungen reagieren darauf allerdings nur bedingt.
Der Schweizer Franken kann zwar leicht gegen den Euro zulegen, nachdem der Leitzins auf 2,25 Prozent erhöht wurde und nachdem Äußerungen, die schwache Währung könnte über die Importschiene die Inflationsentwicklung anregen, auf weitere Zinserhöhungen hindeuten.
Zinserhöhungen in Norwegen und in der Schweiz
Ob diese Erwartung nun der Schweizer Währung auf die Sprünge hilft, nachdem sie seit dem Jahr 2002 bis zu 13 Prozent gegen den Euro abgewertet hatte, oder ob sie von der wieder aufgekommenen Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten profitiert und wie lange, wird im Moment niemand so richtig sagen können.
Ähnliches gilt für die norwegische Krone. Die norwegische Zentralbank hat den Leitzins ebenfalls um einen Viertel-Prozentpunkt allerdings auf inzwischen vier Prozent angehoben. Das war die vierte Zinserhöhung in einer Reihe, die die Intention hat, die Inflationsrate unter Kontrolle zu halten. Sie liegt gegenwärtig zwar noch sehr tief, allerdings boomt die Wirtschaft. Das führt zu einer Verknappung der volkswirtschaftlichen Ressourcen, die wiederum Preis steigernd wirkt.
So geht die Zentralbank im laufenden Jahr von einer Inflationsrate von 1,5 Prozent aus, im kommenden von zwei Prozent und in den Jahren 2009 und 2010 von 2,5 Prozent. Um diese Ziele zu erreichen, hat sie den angekündigten Zinserhöhungspfad am Donnerstag leicht nach oben revidiert und angekündigt, den Leitzins bis zum Ende des laufenden Jahres auf bis zu fünf Prozent anzuheben.
Die norwegische Krone reagiert darauf mit leichten Kursverlusten gegen den Euro von 0,12 Prozent auf 8,12 Kronen je Euro. Gegen den Dollar liegt die nordische Währung kaum verändert bei 6,13 Kronen. Mittelfristig befindet sich die Währung sowohl gegen den Euro als auch gegen den Dollar in einem etwas volatilen Aufwertungstrend. Sie hat auf Sicht von einem halben Jahr besonders gegen den kanadischen Dollar, den mexikanischen Peso, gegen den Dollar, den Taiwan-Dollar, den südkoreanischen Won und auch gegen den Yen zugelegt.
Solide volkswirtschaftliche Kennzahlen in Norwegen
Das dürfte kaum verwundern, zeichnet sich das nordische Land ebenso wie die Schweiz durch überaus solide volkswirtschaftliche Kennzahlen aus. Wieso sollte dann die Währung abwerten, es sei denn, es käme zu kontraproduktiven Kapitalströmen, wie sie in der Schweiz durch die tiefen Zinsen induziert wurden und zeitweise noch werden?
Grundsätzlich wird der Währungsmarkt gegenwärtig durch den Blick auf den Fortbestand oder die Veränderung der so genannten Carry Trades bestimmt beziehungsweise verunsichert. Die Zinserhöhung in der Schweiz und eher verhaltenen Wirtschaftsaussichten in den Vereinigten Staaten - die Erzeuger- und Produzentenpreise zeigen sich unerwartet dynamisch, während die vorlaufenden Indikatoren eher enttäuschen - können solchen Strategien zunehmend die Grundlage entziehen. In diesem Rahmen würden die niedrig verzinslichen Währungen aufwerten, während hoch verzinsliche und wenig liquide Randwährungen wie etwa die norwegische Krone unter Druck geraten könnten.
Allerdings werden die Carry Trades bisher kurzfristig immer wieder dann belebt, wenn sich an den Börsen Bewegungen nach oben abzeichnen. Möglicherweise leben sie sogar wieder ausgeprägter auf, sobald das Fiskaljahr in Japan beendet worden ist und sobald die dortigen Anleger aufgrund des anhaltend tiefen Zins- und Renditeniveaus dazu neigen, Kapitel auf der Suche nach interessanten Renditen ins Ausland zu schicken. In diesem Sinne scheinen die Kursentwicklung am Devisenmarkt in den kommenden Wochen und Monaten relativ volatil zu bleiben.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
Text: @cri
Bildmaterial: FAZ.NET, Norges Bank/Statistics Norway, Norges Bank/Statistics Norway and Norwegian Labour and Welfare Organisation
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.104,50 $ | +1,77% |
| Silber | 17,30 $ | +2,37% |
| Platin | 1.456,00 $ | +4,22% |
| Palladium | 377,00 $ | +6,20% |
| Rohöl Brent Crude | 76,10 $ | +0,86% |
| Gas | 0,33 £ | 0,00% |
| Kaffee | 1,39 $ | −2,76% |
| Zucker | 0,27 $ | --% |
| Orangensaft | 1,32 $ | −0,26% |
| AMEX GOLD BUGS | 438,37 | +0,39% |
| AMEX OIL | 1.077,20 | +0,60% |
| Rogers International | 22,37 | 0,00% |
|
|
||||||||
|
Berechnen
|
|||||||||
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
|
|---|---|---|---|
Aktien-Index23.12.2009 13:00 |
1405,08 | 1350,70 | 1296,93 |
Performance-Index23.12.2009 17:35 |
309,39 | 298,41 | 284,02 |
Euro-Aktien-Index23.12.2009 17:35 |
145,73 | 141,42 | 130,49 |
Einige Aktien sind noch günstig zu haben
Schwierige Bedingungen für die Staatsfinanzierung
Aktien 2010: Berg- und Talfahrten
Aktive oder passive Fonds?