Gerne glauben die Märkte die Geschichte von der starken chinesischen Wirtschaft.
Zum Beweis werden die Währungsreserven Chinas herangezogen. Sie werden als Handelsüberschüsse gedeutet. Spekulativ werden daraufhin westliche Währungen gegen Renmimbi gegeben, allerdings ohne unterlegtes Handelsgeschäft. Immer weiter wachsen dadurch die Währunsreserven Chinas. Und bestätigen scheinbar die Wirtschaftsleistung. Läßt China nun die Notenpresse laufen, kommt selbst Amerika mit dem Dollardrucken kaum hinterher. In China startet eine Asset-Inflation, in den Staaten verabschieden sich weite Bevölkerungsteile ins Schuldenmoratorium. China:USA 1:0.
Die Chinesen sitzen auf ihrem Dollarberg und beobachten gelassen die europäischen Bittsteller, die einer nach dem anderen darum ersuchen, den festgeschriebenen Yuan-Dollarkurs etwas zu lockern, um chinesische Exporte nach Europa zu verteuern. Anders ausgedrückt, sie verlangen, dass die Chinesen eigenhändig den Wert ihrer Dollarhorde reduzieren und ihr eigenes Exportgeschäft verschlechtern sollen. Dass die Chinesen von diesem EU-Ansinnen kaum begeistert sind, kann man ihnen abnehmen.