26. November 2003 Mit massiven Kursgewinnen reagierte die thailändische Börse am Mittwoch auf die Nachricht, die Ratingagentur Moody's habe die Kreditwürdigkeit des Landes gleich um zwei Schritte auf Baa1 angehoben. Der Bangkok SET Index legte satte 4,26 Prozent auf 630,82 Zähler zu. Das ist der größte Tagesgewinn seit beinahe zwei Jahren. Der Baht hält sich stabil knapp unter 40 Baht je Dollar und auch die Anleihen scheinen sich nach heftigen Kursverlusten den vergangenen fünf Wochen zu stabilisieren. Standard & Poor's und Fitch hatten ihre Votings schon früher angehoben.
Damit werden alle Äußerungen und Einschätzungen geradegerückt, die die massiven Kursgewinne an der thailändischen Börsen in den vergangenen Monaten und Jahren - abgesehen von der Korrektur in den vergangenen 14 Tagen - als Manipulation bezeichnet hatten. Der Index hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt.
Stabile Exporte, fallende Schulden, hohes Wachstum
Moody's begründet seine Entscheidung mit den stabilen Exporten und mit fallenden Schulden des Landes. Experten führen diese Entwicklung auf erfolgreiche Wirtschaftsreformen zurück. Das Land ist nicht nur von den Exporten abhängig, sondern auch der Konsum und Investitionen im Inland boomen, unter anderem auf Grund rekordtiefer Zinsen. Erst am Dienstag hatte Finanzminister Suchart Jaovisidha die Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 6,4 Prozent angehoben.
Premierminister Thaksin Shinawatra begrüßte Moody's Aktion und geht davon aus, daß nun ausländische Investoren noch mehr als bisher dazu bringen werde, einen Blick nach Thailand zu werfen. Die Exporte des Landes legten in den ersten neun Monaten 16 Prozent zu. Die Regierung geht davon aus, einen Budget-Überschuß zu erzielen.
Aufwertung der Währung soll zumindest gebremst werden
Die Verbesserung der Kreditwürdigkeit des Landes führt zu Spekulationen, ausländische Anleger könnten wieder in den Aktienmarkt des Landes einsteigen. Sie waren in den Tagen zuvor als Verkäufer aufgetreten, da die Zentralbank mit neuen Regeln versuchte, die Rally an der Börse und die Aufwertung des Baht zu stoppen oder wenigstens zu mäßigen. Sie untersagte unter anderem die Zahlung von Zinsen auf Bath-Konten, die sich in den Händen ausländischer Anleger befinden und begrenzte ihre Größe auf 300 Millionen Baht oder umgerechnet 6,36 Millionen Euro.
Damit dürfte sie auf der einen Seite aus der Erfahrung der Emerging-Markets-Krise in den Jahren 1997 und 1998 gelernt haben, als ausländische Anleger plötzlich ihre Gelder abzogen und die Währung massiv unter Druck setzen. Nun dürfte sie daran interessiert sein, die Zahlungsströme auf der einen Seite nicht außer Kontrolle geraten zu lassen. Auf der anderen dürfte sie eine zu starke Aufwertung vermeiden wollen, um ihre ambitionierten Wachstumsziele nicht zu gefährden.
Denn sollte die Währung auf Grund der starken Nachfrage nach thailändischen Aktien aus dem Ausland zu stark steigen, wäre das schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Aus diesem Grund dürfte der Baht wohl grundsätzlich zur Stärke neigen. Allerdings wird sie nicht voll ausspielen können, da die Zentralbank einen zu raschen und zu starken Anstieg verhindern dürfte.
Text: @cri
Bildmaterial: Bloomberg
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.104,50 $ | +1,77% |
| Silber | 17,30 $ | +2,37% |
| Platin | 1.456,00 $ | +4,22% |
| Palladium | 377,00 $ | +6,20% |
| Rohöl Brent Crude | 76,10 $ | +0,86% |
| Gas | 0,33 £ | 0,00% |
| Kaffee | 1,39 $ | −2,07% |
| Zucker | 0,27 $ | --% |
| Orangensaft | 1,32 $ | −1,12% |
| AMEX GOLD BUGS | 438,37 | +0,39% |
| AMEX OIL | 1.077,20 | +0,60% |
| Rogers International | 22,37 | +0,63% |
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| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
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|---|---|---|---|
Aktien-Index23.12.2009 13:00 |
1405,08 | 1350,70 | 1296,93 |
Performance-Index23.12.2009 17:35 |
309,39 | 298,41 | 284,02 |
Euro-Aktien-Index23.12.2009 17:35 |
145,73 | 141,42 | 130,49 |
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