Blickpunkt Währung

04. Februar 2005 Die russische Zentralbank hat am Freitag mitgeteilt, mit Wirkung vom 1. Februar an den Wechselkurs des Rubel an einen Dollar-Euro-Währungskorb zu binden. Anfangs solle der Währungskorb zu 90 Prozent aus Dollar und zu 10 Prozent aus Euro bestehen, doch solle der Anteil des Euro im Zeitablauf erhöht werden. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde mitgeteilt, man wolle den Rubel in diesem Jahr auf inflationsbereinigter Basis um bis zu 8 Prozent gegenüber dem Währungskorb aufwerten lassen. Ein Euro kostete am Freitag wenig verändert 36,30 Rubel und ein Dollar 27,99 Rubel. Um den Rubel-Kurs zu steuern, kauft die Zentralbank in großem Stil Dollar an, die Rußland durch den Ölexport verdient. Das hat die Währungsreserven allein in der Woche zum 28. Januar um fast 10 auf 128 Milliarden Dollar anschwellen lassen. Den Geldsegen nutzend, hat Rußland unlängst seine Schulden beim IWF in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar vorzeitig getilgt. (bf.)

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2005, Nr. 30 / Seite 23

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