Devisenmarkt

Der Euro steigt erstmals über 1,60 Dollar

Der Euro ist am Dienstag erstmals vorübergehend über die symbolträchtige Marke von 1,60 Dollar geklettert. Die europäische Währung kostete damit so viel wie noch nie seit ihrer Einführung. Auch der Ölpreis erreichte zuvor mit mehr als 118 Dollar pro Barrel ein neues Rekordniveau. Von Daniel Mohr und Benedikt Fehr

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23. April 2008 02:15

Preisanstieg im Zeitraffer

Engelbert Kühlwetter (wallibelli)

Am 3.1. 2008 veröffentlichte FAZ-online einen Artikel mit der Headline "Mehr Spekulation als Knappheit". Dort war zu lesen: "In fünf Jahren kostet Öl 150 Dollar je Barrel in 10 Jahren wahrscheinlich 200 Dollar". Wo Spekulanten am Werk sind, helfen keine Prognosen. Es ist wie Lesen im Kaffeesatz. Mit Platzen der Immo-Blase haben sich Anzahl und Beträge spekulativer Anlagen in Basis-Resourcen deutlich erhöht. Bildlich gesprochen hat der Ölpreis den "Biturbo" eingelegt. 150 Dollar werden noch dieses Jahr erreicht (schreiben wir den Anstieg seit 3.1.2008 ohne Progression fort, landen wir Ende 2008 bei 170 Dollar). 200 Dollar sind dann schon in Sichtweite. Der steigende Euro kann das nur z. T. abfedern. Haben sich die Ölproduzenten erst an das Niveau gewöhnt, gibt es auch bei fallendem Euro bzw. Rezession keine Entlastung. Dann verknappt man das Angebot. Wir kennen das Problem seit 35 Jahren. Und haben so gut wie nichts unternommen. Die Geschichte lehrt uns: Menchen sind schon immer wissentlich in ihr Verderben gerannt. Das war so, das ist so und das wird so bleiben.

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