Dr. Barbara Meyer-Bukow, deutscher Mineralölverband

Interview

„Vor allem die Finanzmärkte treiben den Ölpreis“

Spezial Der Preis für Öl lief in den vergangenen Wochen so nach oben, als ob morgen das Öl ausgehen würde. Barbara Meyer-Bukow vom deutschen Mineralölwirtschaftsverband hält dagegen. Der Markt habe sich von der fundamentalen Entwicklung abgekoppelt. Ein Interview.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Mai 2008 16:16

Brasiliens gigantische Vorkommen an Erdöl und Erdgas

Wolf Doleys (Karneades)

"Ölfeld gefunden.Ölfunde stärken Brasilien. FAZ 15. April 2008 Die Informationen über einen möglicherweise riesigen Ölfund vor der Atlantikküste Brasiliens sind mit Vorsicht zu genießen. Es muss noch viel geforscht werden, um das tatsächliche Volumen der Vorkommen genauer beziffern zu können. Dass vor der Küste Brasiliens gigantische Vorkommen an Erdöl und Erdgas lagern, vermuten Geologen seit langem. Diese Vermutungen werden nun tröpfchenweise bestätigt. Im November wurde ein Fund bekannt, der die Ölreserven Brasiliens um 50 Prozent erhöhen würde, der jetzt vermutete würde sie fast verdreifachen. Auch ein riesiges Gasfeld wurde kürzlich entdeckt. ..." FAZ 5.5.07: Der größte chinesische Ölkonzern Petro China hat das möglicherweise größte Erdölvorkommen in Ostasien seit rund 50 Jahren entdeckt ...") " Norwegen . Auf Hochtouren . Das Ende des Energiereichtums ist nicht absehbar / Neue Reserven in der Arktis / Noch vor kurzem dachten die Norweger, dass ihre Quellen des Reichtums - Öl und Gas - allmählich versiegen werden. Neue riesige Gasreserven im Norden künden aber vom Gegenteil ..." 21.05.07 FAZ "Vereinigten Staaten vermuten bis zu 4,3 Milliarden Barrel Öl in Ölschiefer." 11.4.08 AP

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24. Mai 2008 18:51

OEL. Spekulativer Handel seit 1997

Fionn Huber (fionn)

Es gibt, imo, zwei Weltwirtschaften heute: die reale und die virtuelle. Re Oel : Weltölnachfrage . Entwicklung seit 2006 1. Qtl 2006 Mio. Fass pro Tag 85,4 1. Qtl 2008 Mio. Fass pro Tag 86,6 (Veränderung in % : + 1,2) (Sparer: Europa, Nordamerika Anheizer: Asien (ohne China), China, Naher u. Mittlerer Osten) Quelle: IEA Spekulativer Handel (in der virtuellen Welt) ------------------------------------------------------- 1997 Handelsvolumen von Future-Kontrakten : 4 x Globale physische Erdölnachfrage 2002 Handelsvolumen von Future-Kontrakten : 6 x Globale physische Erdölnachfrage 2007 Handelsvolumen von Future-Kontrakten: 16 x Globale physische Erdölnachfrage 2008 übersteigt das Volumen der gehandelten Oel-Kontrakte die physische Nachfrage um das 17-Fache. Quelle: Chevron Corporation (Aus der NZZ am Sonntag / Zürich 18. Mai) Spekulativer Handel lohnt sich, vorausgesetzt man sich aus dem Markt verabschiedet - before the party is over?

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24. Mai 2008 17:55

Technologischer Fortschritt verkürzt die Reichweite der Ölreserven

Christian Schantz (walsein)

Ich finde es immer wieder erstaunlich mit welcher Naivität und Selbstverständlichkeit Vertreter der Mineralölindustrie die Lage bei den Ölreserven schön reden. Ich finde es auch von der FAZ-Redaktion unverantwortlich die Meinung der Mineralölindustrie so einseitig wiederzugeben, wie das im Schaukasten "Technologischer Fortschritt verlängert die Reichweite der Ölreserven" im unteren Teil dieses Artikel der Fall ist. 181 Milliarden Tonnen Ölreserven klingen im ersten Moment sehr beruhigend. Man muss aber wissen, daß die Welt 2005 einen jährlichen Verbrauch von 4,8 Milliarden Tonnen Öl hat. D.h. geht man von einem gleichbleibenden Weltverbrauch aus reicht das noch für 38 Jahre. Der technologische Fortschritt hat in den letzten Jahrzehnten lediglich dazu geführt, daß vorhandene Ölfelder durch neue Techniken in der Ölgewinnung viel schneller ausgebeutet werden können. Seit den Sechziger Jahren wird trotz immer besserer Techniken jährlich immer weniger Öl gefunden. 1962 waren es 6,5 Milliarden Tonnen, 2005 0,9 Milliarden Tonnen. D.h. man kann zwar vorhandene Felder schneller ausbeuten, aber trotz bester Technik findet man immer weniger Öl - die Reichweite der Ölreserven sinkt. Ich stütze mich auf die Zahlen der EnergyWatchGroup

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