Sichtbare Anspannung: der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, EU-Kommissionspräsident José-Manuel Barroso, EZB-Präsident Jean Trichet (v.l.)

Europäischer Finanzgipfel

Sarkozy: Stabilitätspakt flexibel handhaben

Die vier vier größten europäischen Wirtschaftsnationen haben sich in Paris darauf geeinigt, dass jedes Land seine notleidenden Banken weiterhin mit eigenen Mitteln unterstützen wird. Dafür sollen die Regeln des Stabilitätspaktes flexibel angewandt werden. Ein Notrettungsfonds nach dem Vorbild Washingtons wird vorerst nicht angestrebt.

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Oktober 2008 10:45

alles mit Ansage

Matthias Hühn (matthiashuehn)

in mehreren Kommentaren dieses und letztes jahr habe ich genau das vorausgesagt: eine Bankenkrise. Aber das dicke Ende kommt noch, naemlich aus Grossbritannien. Was ich nicht vorausgesagt habe, ist die unendlich dumme Reaktion der Europaeer. Aber wen wunderts? Die Planwirtschaftler haben halt keinen Plan. Und der so schlimme und dumme Herr Bush machts mal wieder richtig. Vielleicht machen es die smarten Europaeer ja auch aus Trotz anders als GWB. Das wird richtig in die Hose gehen. Mit Ansage. Und die vielen Kommentare, die sich ueber die dummen Banker entruesten und fordern, dass man die Banken doch halt Pleite gehen lassen soll, haetten ja recht, wenn denn die Welt so einfach waere wie deren Moral und deren Wirtschaftsverstaendnis. Ist sie aber nicht. Dollar kaufen! Und auf Amerika hoffen. Mehr bleibt uns Europaeern nicht. Semper idem.

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05. Oktober 2008 10:15

Ohje Majeure oder doch mésaventure?

Sven Linscheid (VigarLunaris)

Ja da stehen Sie! Gut Minie zum bösem Spiel und das so kurz vor den Wahlen. "Ohnein" ruft es aus dem Kanzleramt. "Holt mir den Peter herbei und fragt ihn gleich was wir noch tun können?" Ich glaube im laufe dieses Gespräches kam man auf die glorreiche Idee, man könne ja mit den anderen großen in Europa einen Kaffee konsumieren und dabei die Steuergelder für einen Flug nutzen. Nun können wir ja dann sagen, wir haben es ja mit allen anderen auch besprochen. Und am Ende kommt doch heraus: Auch wenn wir uns mit "Bussi" begrüßen und zusammen unter einer EU-Fahne stehen, kümmern wir uns lieber selbst um jede Bank. Dumm dabei ist nur, das Geschäfte nicht mehr wie im Mittelalter geführt werden. Von Haus zu Haus und von Stadt zu Stadt. Was wir von unserer Regierung sehen wollen, ist eigentlich K E I N Rettungspaket, sondern vielmehr das man sich Weltweit auf ein Untersuchungs und vorallem Kontrollorgan einigt, das in Zukunft den Finanzriesen und klein Unternehmungen zum einem zur Seite steht und zum anderen auch einmal auf die Finger haut. Denn Vergesst nie : Währung stammt vom Werunge. Und niemad gibt dir Gewährleistung wenn man dem Werunge keine Wahrheit mehr zutraut.

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05. Oktober 2008 08:08

Ist das nicht ein Wettbewerbsnachteil für Europa,

Peter Müller (teufelstein)

wenn die amerikanische Finanzindustrie mit einen 700 Mrd. $ Rollgriff in die Steuerkassen sich gesundstösst und die europäische Finanzindustrie da nur zuschauen soll, eventuell selber und höchstpersönlich für die eingegangenen Risiken geradestehen soll? Ich kann schon verstehen, dass da in den oberen Etagen der europäischen Bankentürme Unmut aufkommt. Das kann nicht sein, Das darf nicht sein. Das ist unfairer Wettbewerb. Wenn schon, dann sollen alle Bankmanager, Börsenanalysten und Finazjongleure sich auf Kosten der Steuerzahler bereichern dürfen. Fairer Wettbewerb eben.

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05. Oktober 2008 06:05

Sarkozy...

Markus Leibold (MSL)

...hat doch nur erfolgreich versucht, sich über die Angsttaktik vor den Strafen wegen der Überschreitung der Defizitgrenzen zu drücken. Der Rest war nur Säbelrasseln und Beiwerk, damit er diesen im Vergleich kleinen Punkt durchdrücken konnte.

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04. Oktober 2008 21:27

Fazit

Chi Tamago (tamago)

Sie, unsere Regierungschefs, sind einfach ratlos.

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04. Oktober 2008 21:22

Das Ganze ist doch ein Schaustück aus Absurdistan -

Alphonse Diable (lediable)

die Bundesregierung hatte doch bereits schon zugesagt, die HRE aus der selbstverschuldeten Patsche zu ziehen - die Bank hatte jahrelang prächtig daran verdient, langfristige Verbindlichkeiten kurzfristig zu günstigem Zinssatz zu refinanzieren. Dieses Geschäftsmodell entpuppt sich nun als deftige Fehleinschätzung. Ich verstehe aber immer noch nicht, warum ich als Steurzahler für diese Fehleinschätzung und letztlich Unfähigkeit von hochdotierten Spitzenbankern in Regress genommen werde!!! Soll man den Laden doch Bankrott gehen lassen und sich gegebenenfalls an die Verantwortlichen halten! Notfalls mit deftigen Haftstrafen und persönlicher Haftung für allzuleichtfertige Risikoübernahmen (Schadensersatz) Dann dieses dubiose Rettungspaket - eine Parallelele zur IKB -Story zwingt sich auf , Letzlich wird alles immer viel viel teurer als gedacht. Haben die Politiker in ihrer latenten Unfähigkeit aus dem für die Steuerzahler so teuren Schwachsinn der IKB Geschichte nichts gelernt? Oder diesmal doch? dann sollten sie von einer HRE Rettung Abstand nehmen - oder hat HRE doch schon so viele Lobbyisten im Sold, dass der Steuerzahler am Ende wieder der Dumme sein wird?

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04. Oktober 2008 20:52

Welche Einigung?

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Man hat sich also in Paris darauf "geeinigt", dass man sich NICHT einigen wird, um gemeinsam die Krise zu bekämpfen. Wie immer ist es das alte Problem der EU, die abwechselnd eine vereinte "Nation" und ein loser Bund völlig selbständiger Nationen sein will. Es gibt zwar eine gemeinsame "Regierung" und eine Zentralbank, aber nach 50 Jahren gibt es noch immer keinen gemeinsamen Fiskus, keine gemeinsamen Steuer- und Sozialgesetze. Daran wird auch in Zukunft jede gemeinsame finanzielle Entscheidung ebenso scheitern wie dieser läppische Versuch, einen gemeinsamen Rettungsfonds zu etablieren.

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04. Oktober 2008 18:08

Wir haben in Deutschland doch aus so einen Länderfinanzausgleich

Robert Schrey (etiterum)

Ist doch logisch, dass die Starken den Schwachen helfen müssen. Die Deutschen vekaufen ja auch viel in die Eurozone hinein, da wäre es doch im Sinne des Erfinders, wenn dann auch, wenn Not am Mann ist, geholfen wird. Ich meine, wofür haben wir denn die EU eigentlich ?

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04. Oktober 2008 17:14

"Finanzminister Peer Steinbrück schloss eine Beteiligung Deutschlands

Dieter Spethmann (dspeth)

an einem europäischen Rettungsfonds für in Not geratene Banken klar aus. Im Vorfeld des Gipfels in Paris am heutigen Samstag sagte Steinbrück der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Es ist schon schwer verkraftbar, dass die deutschen Steuerzahler nun für Kapriolen von Banken in Dublin Docks einstehen sollen, die sich dort vor der deutschen Steuer gedrückt haben.“ Gut so. Herr Steinbrück weiss, wo den Euro der Schuh drückt: In der Jahr für Jahr fortschreitenden Entfremdung der internationaoen Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Mitglierdsstaaten. Natürlich brauchen wir ein neues Bretton Woods (vermutlich mit mehreren Ankerwährungen), und natürlich ist das wichtiger als der Euro.

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04. Oktober 2008 17:01

Die Halbwertzeit Steibrück`scher Vermeldungen entspricht

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

in etwa der seiner saloppen Formulierungen. Wenn jemand von der SPD etwas sagt außerhalb der Grenzen von Histomat und Diamat, kann man getrost weghören. Schaden richten sie ohnehin an, ob man nun zuhört oder nicht. Das jedenfalls ist sicher.

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04. Oktober 2008 16:12

Showveranstaltung

Owe Jessen (owe.jessen)

Da kommen also im wesentlichen die Regierungschefs zusammen, um sich 1. fotografieren zu lassen und (vielleicht) 2. vom EZB-Chef informiert zu werden. Lösungen können heute jedenfalls mangels Komepetenz kaum erreicht werden.

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