
Was wurde alles - nicht zuletzt auch in dieser Zeitung - gepredigt, daß es notwendig wäre, möglichst große "BIG PLAYER" zusammenzufusionieren, die alleine durch ihre Marktkapitalisierung alle Konkurrenz an die Wand drücken könnten. Die Daseinsberechtigung kleinerer Institute mit stringentem Gechäftsmodell wurde schlichtweg bestritten. Selbst die deutsche Bank mit ihren über zwei BILLIONEN Bilanzsumme galt noch als zu klein. Da mußte natürlich die CoBa mitziehen - mitten in der Krise. Ich erinnere mich noch sehr genau an die wütenden Kommentare des langjährigen Vorstands und jetzigen Aufsichtsrats - diese Praxis, die bisherigen Verantwortlichen als Aufseher zu übernehmen, MUSS VERBOTEN WERDEN!!! - Klaus-Peter Müller anläßlich der Äußerung Dr. Josef Ackermanns, er würde sich schämen, wenn sein Institut Steuergelder in Anspruch nehmen müßte. Er wußte ganz genau, warum. Insofern sollte auch genau untersucht werden, ob die jetzige Lage "nur" das Ergebnis unfaßbarer Fahrlässigkeit oder von mehr ist. Der Staat sollte im globalen Verbund deutlich das Kartellrecht - wichtiger Bestandteil einer neoliberalen (SIC!) Wirtschaftsordnung - stärken, damit uns die roten Riesen - too big to fail! - nicht (weiter) ins Verderben reißen.

Ihr Kommentar stellt die Situation falsch dar. Der Bund hat keine 18,2 Milliarden fuer 25% der Aktien ausgegeben, sondern 1,8 Milliarden: 6Euro pro Aktie * 295Millionen Aktien. Die 2 mal 8,2 Milliarden sind als Kredite an die Bank geflossen. Das veraendert die Verhaeltnisse gewaltig. Zudem beschweren sie sich, dass niemand die Krise im Griff zu haben scheint. Jedoch ist es doch deshalb erst zu einer Krise geworden. Wenn alle alles im Griff haetten... Jedenfalls muss in einer solchen Situation Krisenmanagement betrieben werden, um die Verluste so gering wie moeglich zu halten; die Vergangenheit kann nunmal nicht rueckgaengig gemacht werden - Sunk Cost. Dieses Krisenmanagement beeinhaltet auf der einen Seite sicherlich Unsicherheiten, da niemand die Zukunft vorraussagen kann. Auf der anderen Seite allerdings kann man so moeglicherweise ein Worst-Case-Scenario abwenden, dass naemlich ein Bankenriese bei Nichthandeln der Politik zusammenbricht und moeglicherweise eine Kettenreaktion ausloest, indem er andere Banken und Firmen mit in den Abgrund reisst. Die Kredite sollen dann zurueckgezahlt werden, wenn sich die gesamtwirtschaftliche Situation und damit die Umsaetze der Firmen wieder normalisiert haben. Mfg FT

Solche Triumphe - mit Kampfbegriffen - sind muessig. Politik und Wirtschaft ueberall werden sich maechtig umstellen muessen. Wir, die Buerger, muessen dies kritisch begleiten und es einfordern.

Diese Regierung, die uns in den Sozialismus = Katastrophe führt, gehört ABGEWÄHLT!!!! Anstatt das Geld in das marode Finanzsystem zu investieren, soll lieber die Forschung im Bereich alternative Energien (Kernfusion etc.) unterstützt werden, aber zt einer solchen patriotischen Tat sind die Herrschenden dieses Landes nicht fähig. Wenn es weiter so läuft, werden wir noch eine Sowjetrepublik!!!!! den Sozialismus der übelsten Sorte bekommen wir gerade, und unsere völlige Energieabhängigkeit für Rußland bringt uns sicher in die Hände von Vladimir und Dmitri :-((((((((

Der Wert der Commerzbank betrug in der letzten Woche rund 5 Mrd. Euro. Jetzt erwirbt der Staat eine Beteiligung von 25 % (und einer Aktie) für 10 Mrd. Euro. 8,2 Mrd. Euro gab es bereits als stille Einlage im letzten Jahr. D.h. das der Steuerzahler bislang 18,2 Mrd. Euro aufgewandt hat um letztendlich einen Anteil von 25 % zu erhalten. In den besten Zeiten hat die Commerzbank einen Gewinn von 1,7 Mrd. Euro realisiert. Selbst wenn man unterstellt, dass die Commerzbank irgendwann wieder Gewinne zu erwirtschaften vermag; wird die Zinsbelastung. die letztendlich auf dem Steuerzahler lastet, höher sein als eine denkbare Gewinnbeteiligung. Wenn man hypothetisch mit einbezieht, dass der Kapitalbedarf der Commerzbank zukünftig noch höher sein könnte als die bisherigen 18,2 Mrd. Euro, müsste der Steuerzahler möglicherweise noch mehr Geld in die Commerzbank einbringen!? Wann glaubt man seitens der Regierung Merkel eigentlich, dass der Steuerzahler sein Geld wieder sieht? Irgendwie beschleicht einen zunehmend das Gefühl, dass niemand in diesem Lande das Thema der Finanzkrise wirklich im Griff hat!- Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die handelnden Personen sich der Konsequenzen ihres Handelns nicht mehr bewußt sind?

Zitat: „Ich hätte mir vor acht bis zehn Wochen nicht träumen lassen, dass es so weit kommen wird“, sagte Vorstandssprecher Martin Blessing am Donnerstagabend." In Zeiten, in denen nichts mehr sicher ist, sollte man mit Prognosen, Analysen und Ideen eher vorsichtig sein, sich zurückhalten- und mit wirklich allem rechnen! Island hat mit seiner Zahlungsunfähigkeit ja auch nicht gerechnet. Insofern könnte man ja eigentlich froh sein wenn man selber keine- oder nur wenige Ersparnisse hatte. Wo nix ist- kann nix verpuffen.

Was ich nicht verstehe sind diese fatalistischen Parolen wie "Ende des Kapitalismus", "Sozialismus" usw. Warum??? Wir reden hier von der Beteiligung des Staates an eine Bank in Höhe von 25 % - nicht von 100 %! Wenn ich mich recht erinnere hält der Staat (bzw. i. V. Niedersachsen) 25 % an VW-redet da jemand von Sozialismus? Von Staatsunternehmen? Sicherlich haben die Commerzbank+insbesondere die Dresdner Bank fatale Fehler begangen. Aber diese lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Ende. Aus! Also abhaken und versuchen sich neu aufzustellen und zukunftsfähig zu positionieren. Das geht in den heutigen Zeiten nunmal nicht mehr über den Kapitalmarkt, sondern nur noch über den Staat. Und auch die FDP wird sich als durchaus intelligente Partei davor hüten, gegen diese Staatsbeteiligung zu intervenieren - denn was wäre die Konsequenz? Die Pleite! Und über die Folgen kann man sich momentan an vielen Ecken der USA informieren! Der eigentliche Skandal ist, dass die 18 Milliarden die hier öffentlichkeitswirksam in eine Privatbank gesteckt werden, hintenrum um ein Vielfaches durch die Kapitalspritzen für die diversen schon immer staatlichen Banken übertroffen werden! Das ist für mich der eigentliche Skandal dieser Krise! Also los FDP!

In den 90ern mussten die Steuerzahler des Westens auf Geheiß von Kohl zuviel für die Entsorgung des Restmülls des Sozialismus bezahlen. Nun müssen die Steuerzahler aus West und Ost auf Geheiß von Merkel zuviel für die Entsorgung des Restmülls des Bankenkapitalismus bezahlen. Diese CDU Kanzler werden langsam zu teuer.

Mit verstaatlichten Banken und eingeschränkter Vertragsfreiheit (z. B. Mindestlohn und Managergehälter) saust die ehemalige BRD weiter auf der Achterbahn in Richtung DDR light ...

Werden die Banker von Commerz- und Dresdner Bank jetzt Bundesbeamte?

Weiss nicht wieso dies ein Anlass sein soll den Kapitalismus zu kritisieren. Das ist ja wohl das genaue Gegenteil.

Ich schließe mich (fast) allen Vorkommentatoren an: Die maroden Banken sanieren sich in der Krise mit Staatsbankmitteln, und auch die Allianz kriegt über Umwege unser erarbeitetes Geld für den Fehlkauf der DreBa, die man nicht an Chinesen verhökerte (?!?), sondern an die selbst klamme CoBa abgab. Und was erhalten wir - die MENSCHEN in diesem Land, denen Frau Merkel und der Rest der Gro-Ko-tion immer die Welt erklären muss - im Gegenzug dafür? Ein schlechtes Geschäft! Der Phalanx der "Leistungsträger" wird ohne Eigenleistung ein Netz aufgespannt, um weiter hohe Gehälter und hohe Tantiemen zu erhalten, um weiter vom hohen Ross auf die breite Masse der Low-Performer, die keine Steuerspartricks nutzen können, herunterschauen zu können. Denn die sind einfältig und unorganisiert, lassen sich unentwegt enteignen. Plünderung der Rentenkassen, Erhöhung der Mehrwertsteuer, wen trifft es? Da sind sich die Eliten einig! Jedes Volk hat die Regierung, die ihm zusteht! Frau Merkel garantiert mit Millionen - mit unseren Millionen.

Das stimmt zwar durchaus. Wirklich erschreckend ist doch - die Lehren dieser Krise beherzigend -, dass offensichtlich die Banker ebenso wenig zum Banker taugen. Solidarisiert sich der Staat nun mit den Nieten in Nadelstreifen, wird das nur dazu führen, dass der Staat deren Weg beschreitet: Auch Staaten können pleite gehen! Nicht in zukunftsträchtige Industrien zu investieren, sondern das letzte Geld bloss in bereits Gescheiterte Kartelle zu drücken, ist der allereinfachste Weg dazu.

Heute ist ein denkwürdiger Tag - in den Geschichtsbüchern wird stehen: Anfang 2009 wurden die Probleme in der Kapitalismusgesellschaft so gravierend, dass der Staat die Kontrolle über den Kapitalismus übernehmen musste. In der Folge wurde dann eine Politik des Merkantilismus wie im 18 HJ praktiziert. Nur 18 Jahre nach den Zusammenbruch des Sozialismus folgt der Kapitalismus. Eine traurige Geschichte.

10 Mrd. in 2009. 8,2 Mrd. in 2008 über weitere 15 Mrd. Garantien und ich mach mir stress wegen meines Dispos....

2 Dinge sehe ich deutlich am Horizont heraufziehen. 1. hinter dem gigantischen Staatsdefizit kommt ein supergigantisches Staatsdefizit die Einnahmen des Staates werden deutlich sinken, die Ausgaben des Staates werden exorbitant wachsen !(werden die Commerzbankmitarbeiter jetzt eigentlich verbeamtet ?) 2. Wir brauchen uns keine Sorgen mehr um Wettbewerb, Leistungsdruck oder ähnliche Dinge zu machen, wenn wir unsere Arbeit nicht mehr schaffen, versagen, Fehler machen, die Regierung rettet uns gewiß. Danke. Fehler haben keine Konsequenzen mehr.

Diese Massenenteigung und die damit unauflöslich verbundene Massenverelendung der breiten Bevölkerung wird erst mit einer zeitlichen Verzögerung von dieser Bevölkerung bemerkt werden. Das ist der genialste Trick, mit dem in der modernen Geschichte eine Mehrheitsbevölkerungen um das Ergebnis ihrer konsensualen und konstruktiven Arbeit beschissen worden ist. Diese historische Unvergleichbarkeit schafft aber eben auch das Phänomen, dass es so unmöglich macht, sich diesen Trick überhaupt vorstellen zu können. Wir stehen heute Dimensionen einer betrügerischen Gesellschaftselite gegenüber, die weit über jene hinausweist, die uns von denen früherer totalitärer Machteliten bekannt sind. Die sich daraus ergebenden grauenvollen und furchtbaren Konsequenzen blindwütiger Massenreaktionen, die uns allen ins Haus stehen werden, wenn unseren Mitbürgern diese Realität erst einmal wirklich klar geworden sein wird, ist den Veranstaltern dieses "großen Clous" allerdings ebenfalls unvorstellbar. Mich deucht, wir sehen hier eine Tragödie heraufziehen, die ebenfalls ihresgleichen in der modernen Geschichte sucht. Womöglich der Thermidor des 21. Jahrhunderts.

zeichnet sich, zugegebenermaßen, durch eine so massive Konzentration an Chuzpe aus, dass man - wäre man ein charakterloser und verantwortungsloser Voyeur - sich bei der Betrachtung dieses Sittenbildes unserer Gesellschaft einer gewissen Schadenfreude nicht enthalten könnte. Dass in der gegenwärtigen Zeit mit dem Argument des "Gesamtstaatsinteresses" effektiv Finanzpolitik zu Gunsten "privater Großinvestoren" betrieben und ein solcher Schindluder mit diesem Argument getrieben wird, dass sich dafür nicht einmal mehr historische Parallelen finden lassen, täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass aufgrund der durch die Zerschlagung der gesamtgesellschaftlichen Interessenwahrungsstrukturen durch die Koalition Kohl-Genscher und Schröder-Fischer die historisch gewaltigste Enteignung der Mehrheitsgesellschaft effektiv umgesetzt wird. Das ist die brutalstmögliche Sozialisierung der elitären Finanzspekulationsverlusten nach dem Platzen der Bankwirtschaftsblase, die überhaupt möglich ist.

Also genau jener Gurus, die schon die Flut des Geldes in den Markt hinein immer als weise Grosstat von Greenspan zu würdigen wussten... Welche die heutige Krise erst ermöglicht hat. Dass nun dieses gescheiterte Prinzip als Reaktion auf die negativen Folgen nur noch intensiviert wird, macht unserer Zukunftsaussichten keineswegs rosiger. Es ist auch im Falle der Commerzbank nicht einzusehen, wieso es nun plötzlich unglaublich clever sein sollte, schlechtem Geld Gutes nachzuwerfen. Too big to fail? Wieso eigentlich? Warum dann nicht auch den Tante Emma-Laden um die Ecke retten? Auch da hängen Arbeitsplätze dran. Das Geld, das nun immer öfter vom Staat an Pleitiers vergeben wird, ist doch nicht einfach Manna, das vom Himmel fällt. Und was passiert, wenn die Geldpresse nach Belieben druckt, müsste doch gerade denjenigen klar sein, die dies nun als stabilisierende Massnahme begrüssen. Die nächste Blase ist vorgegeben und wird soeben kräftig aufgeblasen. Die Bond-Blase. Anleihen von Staaten, die Geld derart bedenken- und konzeptlos in sinkende Schiffe hineinpumpen, werden bald keinen Pfifferling mehr wert sein, weil es diese Staaten nicht mehr sein werden.

Die KfW, IKB und die LB beweisen, daß der Staat nicht zum Banker taugt. Die Commerzbank besteht nur noch aus faulen Krediten und wertlosen Wertpapieren. Laßt sie Pleite gehen! Warum fordert dies nicht einmal die FDP?

Das ist unglaublich - im Wochentakt werden hier neue Riskiken ans Licht gebracht. Nur Dummköpfe können den Bankvorständen noch Glauben schenken. Hier ist ein gigantisches Lügengebäude in der Finanzindustrie aufgebaut worden. Vermutlich sind alle Großbanken längst pleite - jetzt bekommt der Ruf von H. Ackermann vor einigen Monaten nach dem Staat noch einen Sinn. Nur der Staat kann die Großbanken noch retten. In England und USA sind bereits weitgehend alle Großbanken verstaatlicht. Deutschland wird nun folgen. So bekommt Herr Lafontaine doch noch seinen Willen. Man kann sich nur noch für unser Land schämen.

Wer hat diese verantwortungslose Entscheidung getroffen? Wer verschleudert meine Steuergelder? Die Beamten und Politiker, die unser Volksvermögen verschleudern, gehören vor ein Gericht gestellt und müssen mit ihrem privatem Vermögen haften. Ich bin empört.______Wo bleibt der Protest der FDP gegen diesen sozialistische Klamotte?____Es gibt zuviele staatliche und genügend private Banken in Deutschland! Wo bleibt das Bekenntnis zum Markt und seiner reinigenden Kraft? Wo ist die Debatte im Bundestag über diese Entscheidung größter Tragweite? Ich bin fassungslos.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Da wird grade einer der Ikonen des bundesdeutschen Kapitalismus verstaatlicht. Deren Vorstände und Aufsichtsräte wurden in der Vergangenheit nicht müde über die Vorteile des total freien Marktes zu fabulieren und (im Verbund mit ihrer Haus- und Hofpartei FDP) war man stets dabei zu betonen, daß der Staat zurück gedrängt werden muss. Man wollte den Staat möglichst viele Mittel entziehen und diesen klein schrumpfen sehen. Und jetzt ?? Nicht etwa ein sozialistischer Putsch hat da grade in Hessen stattgefunden, nicht Oscar Lafontaine hat da Hammer und Sichel gehisst. Nein ! die Jünger des Neoliberalismus suchen SELBER(!!) Schutz unter dem Rock von Mama Staat. Die wollen SELBER verstaatlicht werden ! Ein ziemlich armseliger und peinlicher Offenbarungseid der Neoliberalen ist das. Hoffentlich lernt man daraus und tönt nicht gleich wieder von den liberalen Heilslehren sobald der Staat geholfen hat und es allen wieder gut geht...

seltsam ist, daß fast die staatlichen Unternehmen von irgendeiner Krise betroffen sind, von dem die Bevölkerung noch keine Ahnung hat. Diese Krise ist für normaldenkende Steuerzahler-Menschen nicht faßbar. Es werden in großem Stil die "Kacke", die durch die Behörden und Politiker verursacht wurden über diese normaldenkenden Steuerzahler=Steuerzahler zwangs-saubergemacht. Die Politiker brauchten Geld für all ihr Versagen und wollten Postbank egal an wem verkaufen. Das gefiel einigen Intellektuellen nicht und über Nacht wurden diese aus irgendwelchen Vorwänden, wie Steuerhinterziehung quasi für immer aus dem Verkehr gezogen. Folglich wurde ein politisch-wirres Zeug angefangen zu spinnen, damit keiner dahinter kommen kann... So konnte die Postbankverkauf stattfinden, wo BRD immer noch 60% beteiligt war. Wer hat denn vor kurzem knapp 30% Beteiligung von der Postbank übernommen? Na, die Commerzbank natürlich... Wieso gehts es denn der Commerzbank wohl auf einmal schlecht? und seltsamerweise um den Betrag der Postbank-Übernahme-Anteil?

Wenn ich die Stellungnahme bewerte, so hat der Bund in den vergangenen Wochen insgesamt 18 Milliarden Barmittel und 30 Milliarden an Garantien in die Commerzbank gepumpt. Dafür erhalten hat sie 25% am Grundkapital der Commerzbank einschließlich Dresdner Bank. Als kritischer Bürger bin ich geneigt zu sagen, dem Staat (und damit der deutschen Allgemeinheit) könnten mit diesen Beträgen zu 100% die Commerzbank inklusive Dresdner Bank - Marktkapitalisierung 4 Milliarden Euro, die Deutsche Bank - Marktkapitalisierung 14,7 Milliarden Euro -, die britische Großbank Royal Bank of Scotland inklusive der von ihr (gemeinsam mit der belgischen Fortis) im vergangenen Jahr für 70 Milliarden Euro übernommenen ABN-Amro, der größten niederländischen Bank - Marktkapitalisierung zusammen 5,4 Milliarden Euro - sowie die größte italiensche Bank Unicredit inklusive der von ihr übernommenen Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank - Marktkapitalisierung 25,7 Milliarden - gehören. Um wirklich große Dinge richtig zu gewichten, muß man aber wohl entweder Politiker oder Großbanker oder Journalist sein.

Die Krise armseligen privaten Bankmanagements mit noch unüberschaubaren Folgen holt die an einem mittlerweile banalen Wortbruch-Syndrom laborierende SPD mit voller Wucht zurück auf die politische Bühne. Das Versteckspiel der Banken verliert abrupt die mühsam vorgehaltenen Masken. Politisch übersetzt, ist dies das Ende altbewährter marktliberaler Ethik. Eine FDP kann sich in dieser Zeit nur noch durch Platitüden - wenn überhaupt - über Wasser halten. Forderungen nach Steuersenkungen sind nur noch Parodie, die bittere Realität hat sie längst ad absurdum geführt, entzieht sie doch dem Staat auch die Hilfsmittel, die nun überall - zu Recht - gefordert werden. (Die Zwangsheirat mit der FDP wird der CSU massive Stimmenverluste bescheren, da die Grundsubstanz bayerischer, dabei ökonomisch aufgefrischter Emotionalität in Gefahr gerät, wenn gebetsmühlenartig nur noch Steuersenkungen postuliert werden. Horst Seehofer kann einem Leid tun.) Marktliberalismus klassischer Prägung - Eigenverantwortung, Anspruch auf Risiko, wie es Roland Koch jüngst artig mit gelblichem Augenzwinkern formulierte, ungezügelter globaler Rendite-Aktionismus - stecken in einer fundamentalen Krise, die nur unser Staat, Partner der Freiheit, legitim lösen kann.

Den Bürgern dieses Landes sind heute wieder neue Details aus der Rubrik "Unglaubliches" präsentiert worden. Wenn ich mal über den konkreten Fall hinausdenke, dann muss ich einige Wahrheiten anerkennen, die mir, als ehemaligem "Neoliberalen", weh tun. Das "internationale Finanzsystem" ist in den vergangenen Jahren Amok gelaufen und ist wirtschaftlich und moralisch ruiniert. Ohne massivste Eingriffe der Regierungen und der Notenbanken wäre es im vergangenen Oktober zum Systemcrash und einem zweiten 1929 gekommen. Die volkswirtschaftlichen Schäden gehen weltweit auch so in die hunderte Milliarden, eher wohl in die Billionen. Die "einfachen Menschen" dürfen in ihrer Eigenschaft als Steuerzahler die smarten Manager jetzt raushauen. Und danach? Wenn alles vorbei ist? Gehts dann damit von vorne los, dass eine abgehobene Jet-Set-Elite Werte wie Nation, Solidargemeinschaft, Ökologie und Schöpfungsbewahrung oder allgemein NACHHALTIGKEIT im Wirtschaften und Leben für den schnellen Profit opfern darf und sich über alle lustig macht, die da nicht mithalten können oder wollen? Es ist Zeit, dass die Völker aufstehen und sagen: "So nicht wieder!" Wir sollten eine vielleicht weniger smarte, aber dafür ehrlichere und nachhaltige Welt erzwingen!

...zu bauen macht wohl Spass. Das haben wir ca. die letzten 40 Jahre gemacht. Es wird wieder Zeit realistischer zu werden. Das Luftschloss Wohlstand mit Vater Kapitalismus und Produkt Geldvermehrung löst sich glücklicherweise bald auf. Die Sonne kommt hinter den Wolken hervor, jedoch wissen einige Menschen leider nicht mehr, wie sie damit umgehen sollen. Es ist eine Frage der Zeit, bis echte, reele Werte, wie z.B. gutes, gesundes Gemüse, Obst und Fleisch-/Fischprodukte wieder ganz oben stehen. Die Finanzkrise ist der Anfang vom Ende und ein Neubeginn mit ein bisschen mehr Realitätssinn.

Da die Gewaltigen Summen ja kein Geschenk sind, wird man irgendwann die Summen auch zurückzahlen müssen. Die fetten Jahre scheinen aber nun ersteinmal vorbei zu sein, und wie wird dann woll das ganze gestemmt? Ist doch klar oder? Die Bank muss profitabler werden und wie erreicht man das am schnellsten? Personal abbauen. Es werden woll in den nächsten Jahren viele Filialen der Dresdner und Commerzbank dran glauben müssen. Die Leute werden natürlich nicht Entlassen, nein man steckt Sie erst in eine Auffang oder Qualifizierungsgesellschaft und meist nach einem Jahr stehen diese dann dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Hört sich gut an, man hat ja keinen Entlassen. Wenn ich als Privatperson einen Kauf tätige obwohl ich kein Geld besitze nennt man das Betrug und ich werde zur Rechenschafft gezogen. Hoffe das der Staat bei meinem nächsten Kauf auch bürgt, werde mal das Finanzministerium fragen.

Als ich hier vor einigen Monaten schrieb ".... so entsteht Volkseigentum" bekam ich natürlich die rote Karte. Nach dem Staatssozialismus ist auch der moderne Marktkapitalismus gescheitert. Merckle ist leider ein unheimlich starkes Symbol (der Mann war schließlich weder Gutmensch noch Weich-Ei). Wie es weitergeht? Alles wird schrumpfen. Die Zivilisation muß sich neu = überlebensfähiger erfinden. Und das ist auch gut so.

Lassen wir mal allen Kinderglauben an den alles richtenden, liebevollen Staat weg und schauen uns an, was hier geschieht: Bank A schluckt Bank B, beide haben miserable Bilanzen und stecken in der Krise. Jetzt kommt der Fiskus, im Wirtschaftsleben ist das der Staat, der einfach als drittes Unternehmen, ein Konglomerat, zu sehen ist, und schluckt das gemergte Gebilde. Das Dumme ist, daß jeder übersieht, daß dieser Staat eine Bilanz hat, die nach den allgmeinen Vorstellungen im Wirtschaftsleben bereits ein Konkursfall wäre: eine Nettoverschuldung, die beim mehr als 3-fachen des Jahresumsatzes (Steuer- und Gebühreneinnahmen) liegt. Aber man kann ja Geld drucken und es gibt keine höhere Aufsichtsbehörde - und man hat etwas, was den meisten Firmen fehlt: eine Monopolstellung (bei Steuereinnahmen), die das Ganze angeblich absichert. Wir werden noch viel Spass haben. Vorsichtige Anleger betrachten inzwischen auch europäische Staatsanleihen mit wachsender Skepsis.

Na Gott sei Dank haben insbesondere die Staatlichen Landesbanken und die KfW so eine positive Rolle bei der Finanzmarktkrise gespielt. Am Besten, es werden solche absoluten Finanzprofis wie der Ex-Superfinanzminister Lafotaine Mitglieder des Aufsichtsrates oder noch besser, des Vorstandes. Aber das mit der Verstaatlichung haben wir ja immerhin in einer Hälfte unseres Landes jahrzehntelang sehr erfolgreich und zukunftsträchtig praktiziert. Es werden auch die negativen Erfahrungen aus der jüngeren Vergangeheit eine Rolle gespielt haben, als die Telekom privatisiert wurde und wir innerhalb kürzester Zeit solch liebgewonnenen Dinge wie ein Kabeltelefon mit Wählscheibe losgeworden sind. Solche Enttäuschungen sitzen beim Staat tief und es ist verständlich, dass ihm die unkontrollierte Wirtschaft zutiefst suspekt ist. Ich finde auch, dass die gaze Wirtschaftsprüfer und Ratingagenturen verstaatlicht werden sollten, die haben die Krise nicht abwenden können, bzw. haben die Risiken nicht gesehen.

Die Dresdner Bank hätte man liquidieren müssen. Als ehemaliger Kunde dieser Bank habe ich mich schon gewundert, daß die schlaue Allianz dieses "Institut" übernommen hat. Nun hat sie es clever an die Coba zur Entsorgung verscherbelt. Eigentlich egal, aber als Steuerzahler habe ich einen mächtigen Zorn, wenn hier zu den bereits im Überfluß vorhandenen staatlichen maroden Banken noch eine weitere halbstaatliche geschaffen wird.

Mitten in der Finanzkrise übernahm der neue Commerzbankchef Blessing die völlig marode Dresdner Bank, die von der Allianz seit Jahren wie eine heisse Kartoffel im Markt herumgereicht wird. Wäre die Commerzbank eine grundsolide kapitalstarke Bank, wäre der Kaufpreis für die Dresdner Bank weit unter dem Buchwert gelegen und wäre Blessing ein erfahrener Banker, hätte die Übernahme gelingen können. Die Commerzbank aber ist kapitalschwach, weil sie in den letzten 20 Jahren selbt zweimal kurz vor dem Zusammenbruch stand, und der Kaufpreis war vollkommen überhöht, weil sich der unerfahrene Blessing in seinem Bestreben, einen Konkurrenten zur Deutschen Bank zu zimmern, von der Allianz über den Tisch ziehen liess. Die Übernahme der maroden Dresdner Bank durch die kapitalschwache Commerzbank mitten in der Finanzkrise war vor vorneherein zum Scheitern verurteilt. Die Zeche dafür zahlen die Commerzbank- Aktionäre: Der Kurs der Commerzbank- Aktie ist seit Bekanntgabe der Übernahme der Dresdner um 80 % eingebrochen. Für den Steuerzahler dagegen ist die Stützung der Commerz- bank dagegen mit ziemlicher Sicherheit ein gutes Geschäft. Zum Glück des Steuer- zahlers ist der Soffin- Chef Merl ein Banker, der der Welt nichts mehr beweisen muss.

Einige Marktbeobachter hatten sich unmmissverständlich dafür ausgesprochen, die Dresdner Bank an die China Development Bank für - das stand damals aus Kaufpreis zur Debatte - ca €11 Milliarden in bar zu verkaufen. Wesentliche Mitarbeiter und Führungsmitglieder sowohl der Allianz als auch der Dresdner Bank hätten den Verkauf an die CDB zur Fortführung sowohl des Commercial Banking als auch des Investment Banking begrüßt, versucht doch die derzeitige chinesische Führung, Sachkunde im Bankgeschäft verstärkt in Europa einzukaufen und sich nicht länger auf die teilweisen maroden US-Praktiken zu beschränken, die uns im Wege des gezielten Nichteingreifens bei der Lehman-Kalamität erst die Vertrauenskrise und damit die volle Wucht der US Finanzkrise als Exportprodukt beschert hatten. Der chinesische Ministerpräsident hatte sowohl der Bundeskanzlerin als auch dem Vorstand der Allianz unmissverständlich am Vorabend des Auktionsstichtags am 31. August 2008 signalisiert, dass die noch ausstehende Zustimmung des People's Council für den 3. September zu erwarten sei. Anscheinend war weder der Politik noch der Frankfurter Elite diese Lösung mit London und Shanghai als mit Frankfurt konkurrierenden Geschäftsmittelpunkten der Neuformation geheuer.

Gemäß der Erkenntnis, daß Vitamin B (alias Beziehungen) dem schadet, der es nicht bekommt, kann man nur in Analogie sagen, daß hier der Staat mit Vitamin S (alias Subventionen) nur so um sich schmeißt. Ist das der endgültige Abschied von der Marktwirtschaft? Auch hier kommt das Vertrauen unter die Räder. Die Kollateral-Schäden werden immens sein.

Nur einen Tag nach der fixierten Zerlegung (KPMG) der Adolf Merckle Gruppe teilt die Commerzbank - als eine der Hauptgläubigerin - ihre Teilverstaatlichung mit. Ein Armutszeugnis für sämtliche Coba Vorstände. Der Bund sollte nunmehr unverzüglich im Rahmen seiner Beteiligung (25,1%) entsprechende personelle Konsequenzen ziehen. Abenteuerlich, erst Unternehmen geißeln und dann unter dem rettenden Schirm Staatsschutz suchen. MfG

wieso waren diese Risiken bei der Buchprüfung der Dresdner Bank nicht erkennbar? Statt mit "kaufmännischer Vorsicht" wurde wohl mitten in der Finanzkrise eine "wohlwollende Prüfung" vorgenommen. Nun braucht die Coba innerhalb von nur 6 Wochen 18 Milliarden zusätzliches Eigenkapital und ist mit weitern 15 Milliarden unter den Rettungsschirm geschlüpft! Statt diese Fakten zu bewerten, lässt aber ein Kommentator ein Pamphlet gegen die Deutsche Bank und Dr. Ackermann los, aber vielleicht ist es ja in den Augen dieses Betrachters die Schuld der Deutschen Bank, dass nun die Coba zu diesen Kapitalmassnahmen greifen muss. Schließlich wollte diie DB ja 2002 selbst die Dresdner Bank kaufen! Die Aktionäre der Commerzbank haben jedoch schon auf der letzten HV ihr Votum abgegeben, als sie dem Vorstand teilweise die Gefolgschaft verweigerten. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich die Coba stabilisiert, doch das wird wohl noch Jahre dauern!

... zuvor wohl deswegen nur mangelnde Kontrollen durchführte, um diese Institutionen der angeblich freien Marktwirtschaft zu inkorporieren? Fakt ist, daß diese Aktion dazu führen wird, daß diese Gruppen nicht lernen werden, selbständiger zu agieren. Die Gruppe Staat handelt somit entwicklungshemmend. Weswegen? Da sie möchte, daß andere von ihr abhängig sind. Denn sind diese es nicht, wird die Gruppe Staat als abhängiger von den anderen entlarvt, was sie ohnehin schon ist, denn sie erbringt kaum positive Leistungen, sondern erhäkt nur positive Leistungen (in Form von (ästhetischen und funktionalen) Waren, Dienstleistungen und Geldern) vom Rest der Bürger. Wann lernen es die Teilnehmer der Gruppe Staat, Probleme nicht nur zu verschieben, sondern sie zu lösen, indem sie sich auf bestimmte Probleme beschränken, diese zerlegen und erst daraufhin zusammenfassen?

Das gute Geld seiner Bürger darf der Staat nun wirklich nicht so einfach zuschiesssen, ohne wenigstens Teilhaber zu werden. Gerade jetzt, wo sich viele Menschen immer weniger materielle Wünsche erfüllen, muss es oberstes Ziel sein, den Leichtsinn in der Bankenbranche durch Regeln zu begrenzen. Statt einer "Bad Bank", die nur die faulen Kredite aufkauft, sollten alle Banken, die Rettungsgeld benötigen teilverstaatlicht werden.

dann kommen sie alle, ob Commerzbank, die Deutsche Bank und viele, viele andere Banken. Bald müssen sie die Hose runterlassen und dann wird man sehen, daß die bisherigen Beträge, die angefordert wurden nur Peanuts waren. Vor allem die Deutsche Bank wird noch Forderungen stellen, daß uns Hören und Sehen vergehen. Dort - in London, dem Sitz der Geldmaschine, saß und sitzt ein Mann, der das Mehrfache von Ackermann verdiente. Warum? Na, durch seine Derivatengeschäfte und wenn diese Leichen präsentiert werden, dann ist Deutschland nicht mehr in der Lage, zu zahlen, dann kommt der große Gau. Der einfältige Ackermann hat dort einen Mann ein Rad drehen lassen, das wird noch zu unvorstellbaren Forderungen führen. Ackermann hat sich verführen lassen vom Rausch des Geldes, von 25% Renditeaussichten. Er glaubte es, er hat nie begriffen, daß das Risiko unkalkulierbar war und daß er mit seiner Bank auf einer Lawine saß, die in London angeschoben wurde. Ich glaube, das wahre Ausmaß hat er bis heute noch nicht voll erfaßt. Die Lawine ist auf dem Weg und keiner kann sie mehr aufhalten.

.... da soll der Steuerzahler die völlig unsinnige Übernahme der Dresdner durch die Commerzbank finanzieren. Überhaupt wundert man sich, daß das Management der Comba die Chuzpe besitzt mit einer Bank, welche selbst scheinbar fast pleite ist, eine andere (noch schwachbrüstigere) übernehmen zu wollen. Irgendwie scheint hier der Sinn für die Realitäten abhanden gekommen zu sein. Ob die tatsächlich noch begreifen, daß 2 Krücken zusammen noch keinen Rollstuhl ergeben? Eigentlich könnte es einem ja egal sein, wenn nicht die Mitarbeiter und die Steuerzahler die Zeche zahlen müssten.