Mitten im Frankfurter Bankenviertel

Ärger um Gehälter

Dicke Luft zwischen Dresdner und Commerzbank

Vor der Übernahme durch die Commerzbank sollen Investmentbanker der Dresdner Bank 400 Millionen Euro an Boni erhalten. Das dürfte die Gräben zwischen den beiden Banken vertiefen. Zumal die neuesten Dresdner-Zahlen alles andere als gut ausgefallen sind. Von Hanno Mußler

Lesermeinungen zum Beitrag

11. November 2008 22:05

Dekadent bis zum Abwinken

Tobias Abendroth (tobiasabendroth)

Jeder Mittelständler muß - wenn er etwas falsch macht - bis zur eigenen Insolvenz hinhalten. Es ist das amikanische Modell der ewigen Vergleiche, daß sich bei den Bankern einer am anderen orientiert. Wohin das geführt hat, haben wir ja gesehen. Diese Vorstandsgehälter sind und bleiben ein Skandal, dekadent und ich sage einfach Pfui Teufel, die sollen sich schämen - aber sie meinen womöglich auch noch, das würde ihnen zustehen. Das tut es nicht. Es ist der Auswuchs einer kapitalistischen Denke. Um so bitterer im Fall Dresdner für die Mitarbeiter, da pflichte ich voll bei. Unvorstellbare Verluste und dann noch das. Die GEHÄLTER MÜSSEN UNBEDINGT ERFOLGSABHÄNGIG GEMACHT WERDEN UND ZWAR DYNAMISCH denn ein Gewinn von 4 Mrd. in einem Jahr und ein Verlust von 4 Mrd. im anderen Jahr als Beispiel sind 0.- und damit müssen die Boni zurückgezahlt werden. Wenn dann noch weiter eine private Haftung dieser Banker bestehen würde, dann würde es solche Blasen am Kapitalmarkt vermutlich garnicht geben. Es ist wirklich sehr bitter für die Mitarbeiter, ich fühle da voll mit. WEG MIT DEM GANZEN AMERIKANISCHEN MISTDENKEN zurück zur sozialen ausgewogenen Marktwirtschaft ohne gieriges Profitdenken und Verantwortung für Betrieb und Mitarbeiter.

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11. November 2008 10:03

Dicke Luft zwischen Dresdner und Commerzbank

Rosmarie Kelbch (Rosetta)

Bernd Siegmann spricht mir aus der Seele. Ich füge hinzu, diejenigen anzuklagen, die keine politischen Maßnahmen ergreifen, um diese Bonus-Zahlungen zu verhindern. Auf einen freiwilligen Verzicht der Banker können wir uns nicht verlassen. Gewiss werden Merkel & Co. wieder die Ausrede gebrauchen, daß sie nicht in das Vertragsrecht eingreifen können. Ich wiederspreche, denn wo ein Wille zum korrekten politischen Eingreifen da ist, da gibt es auch einen Weg. Wir sollten die Abgeordneten mit E-Mails überschütten, die unseren Protest ausdrücken und Maßnahmen fordern. Wir haben als Wähler auch zwischen den Wahlen das Recht, unserem berechtigten Unmut Ausdruck zu verleihen und erwarten eine öffentliche Stellungnahme. Rosetta

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10. November 2008 23:42

400 Millionen €

Andreas Kirsch (A.Kirsch)

Bonuszahlungen für 2,3 Mrd. € Quartalsverlust. Wenn die Allianz 400 Mio. € dafür ausgibt, dass sie die DREBA los wird, dann kann es für die CoBa ziemlich dicke kommen. Denn 4 weitere ähnliche Quartale, der neuen Tochter DREBA, wird die CoBa wohl nicht vertragen. Und diese Quartale sind nicht unwahrscheinlich. Denn das dicke Ende an den Finanzmärkten kommt noch.

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10. November 2008 15:32

Top Banker

Kristian Hartmann (Harti.Held)

Ich verstehe die Logik hinter den Bonuszahlungn. Top Banker wollen halt auch ein Top gehalt. Allerdings wissen wir ja seit der Finanzkrise, dass ein Grossteil derjenigen die strukturierte Produkte erstellen/handeln/pruefen/risikoanalysieren restlos ueberfordert waren und sind. Wer das Produkt nicht kennt das er erstellt oder handelt, der ist, meines Erachtens, auch kein Top Banker. Ich denke allerdings auch dass es viele Banker gibt, die tatsaechlich Top sind und auch in der Krise das bestmoegliche getan haben und Gewinn erwirtschaftet oder Verlust minimiert haben. So sollte also der DREBA Vorstand die Spreu vom Weizen trennen. Das aber koennte schwer werden.

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10. November 2008 13:50

@ Thomas Braun

Thomas Mirbach (lurkius)

Na, dann bin ich mal auf die Antwort gespannt! Sie halten uns auf dem Laufenden Herr Braun? (Ich habe gerade den Artikel über die Piraterie am Horn von Afrika gelesen und dann auf den Dreba Artikel weitergeklickt, merkte erst spät, dass es sich wohl um unterschiedliche Protagonisten handelt)

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10. November 2008 12:42

Irgendwann reicht es

Thomas Braun (thchb)

Als Aktionär der AZ SE gehe ich damit nötigenfalls zur Staatsanwaltschaft, die AZ SE hat untenstehendes schreiben heute erhalten. ////////////////////////// Sehr geehrte Damen und Herren, die FAZ von heute berichtet über 400 Millionen Euro Bonus, die die Investmentbanker von Dresdner Kleinwort Anfang kommenden Jahres erhalten sollen. Die Commerzbank erklärt zudem, hieran mangels Zuständigkeit nichts ändern zu können. Als Aktionär der Allianz SE verlange ich von Ihnen, dass Sie unverzüglich alles nötige unternehmen um diese Zahlungen zu stoppen. Ich sehe mich in Anbetracht des Erfolges der DREBA und insbesondere des dort betriebenen Investmentbankings ohnehin als Geschädigter. Sollte nun auch noch bei dem am Freitag Abend verkündeten Verlust -und hier ist das Investmentbanking wieder besondere Ursache- diesen "Leistungsträgern" ein Bonus zugestanden werden, so erfüllt dies meines Erachtens den Straftatbestand der Untreue. Sollte ich nicht binnen zweier Wochen schriftlich über einen kompletten Bonusstopp unterrichtet werden wende ich mich an die Staatsanwaltschaft.

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08. November 2008 19:06

Die Übernahme platzt

Manfred Krüger (manfredkrg)

Die Dresdner Bank ist ein Milliarden-Grab, wie anläßlich des Quartalsberichts der Allianz wieder einmal deutlich wurde. Meine Prognose: die Commerzbank läßt die Übernahme platzen. Sie hat an ihren eigenen Problemen schon schwer genug zu tragen, wie ihr nicht gerade mickriger Anspruch auf 8,2 Milliarden Euro aus dem "Rettungs"-Paket der Bundesregierung zeigt. Übrigens, das Eigenkapital der Commerzbank betrug per 30.9. 15,3 Milliarden Euro und die Börsenkapitalisierung 7,5 Milliarden Euro.

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