
Gucken bekanntermaßen mit Skepsis auf den Kurs der Hessen-SPD: Steinmeier und Müntefering, die neue SPD-Doppelspitze
08. September 2008 Aus Sicht der hessischen SPD folgen aus dem Machtwechsel an der Bundesspitze von Kurt Beck zu Franz Müntefering keine Veränderungen für den Kurs der Partei auf Landesebene. Bis zum 4. Oktober bleibt es dabei, dass wir über eine Regierungsbildung mit den Grünen und der Linkspartei mit der Basis diskutieren. Wir sehen keine Veränderungen für die Landespolitik der SPD, sagte ein SPD-Sprecher der F.A.Z.
Während die hessische Linkspartei eine Fortsetzung der Sondierungsgepräche zu den Chancen für eine Duldung einer rot-grünen Koalition durch die Linke fordert, mahnt die Hessen-FDP die neue Bundes-Spitze der Sozialdemokraten, Ypsilanti zu stoppen. Sollten der künftige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier dies nicht schaffen, gehören sie in die Ahnengalerie gleich neben Kurt Beck, tönt es aus den Reihen der Liberalen, die wiederum einer Koalition mit der CDU zuneigen.
Ungeachtet dieser parteipolitisch motivierten Aussagen lehnen fast drei Viertel der Hessen eine von der Linksfraktion geduldete rot-grüne Koalition ab (Drei Viertel der Hessen gegen Ypsilantis Regierungsplan). Und nach einer anderen Umfrage liegt die Hessen-SPD derzeit fast neun Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis bei der Landtagswahl im Januar.
Was meinen Sie: Sollte die neue Bundes-Spitze der SPD dies zum Anlass nehmen, den Kurs der Hessen-SPD zu korrigieren?
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Text: @thwi
Bildmaterial: dpa