Die Frage der Woche

Wie sinnvoll ist eine Umweltzone in der Stadt?

Die ersten Schilder hängen schon: Vom ersten Oktober an werden weite Teile der Frankfurter Innenstadt zur Umweltzone

Die ersten Schilder hängen schon: Vom ersten Oktober an werden weite Teile der Frankfurter Innenstadt zur Umweltzone

20. September 2008 In knapp zwei Wochen wird der größte Teil Frankfurts zur Umweltzone erklärt. Vom ersten Oktober an dürfen Fahrzeuge nur noch mit Plakette in der Stadt unterwegs sein, was letztlich ein Fahrverbot für ungefilterte Dieselfahrzeuge und Autos ohne Kat zur Folge hat. Ziel soll es sein, den Feinstaubgehalt in der Luft deutlich zu senken. Feinstaubpartikel können Erkrankungen der Atemwege auslösen und im schlimmsten Fall sogar Krebs verursachen.

Der ADAC kritisiert die Einführung einer solchen Umweltzone. Der Verkehr sei nur zu einem kleinen Teil für die Belastung durch Feinstaub verantwortlich. Handwerksbetriebe fürchten sich vor hohen Kosten, weil sie ihren Fuhrpark umrüsten müssen. Wissenschaftler hingegen halten Umweltplaketten für einen Schritt in die richtige Richtung. Diese allein seien aber nicht ausreichend. Der Feinstaub in Frankfurt und anderen Großstädten stamme zu 50 bis 70 Prozent aus der Umgebung. Vor allem von den Autobahnen im Rhein-Main-Gebiet werde der Staub vom Wind in die Innenstädte getragen. Wer wirklich etwas gegen die Belastung in der Luft unternehmen wolle, so viele Experten, müsse ein Tempolimit auf den Autobahnen durchsetzen oder aber eine City-Maut wie in London einführen. In der Innenstadt der britischen Metropole seien heute deutlich weniger Autos unterwegs als früher.

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Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

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