1 Kommentar in 1 Woche, das Thema scheint niemanden zu interessieren. Wenn mans positiv sieht könnte man wohl sagen, die Mediziner seien mit der 2. Runde des Tarifstreits der kommunalen Krankenhäuser in der Normalität angekommen. Negativ bewertet: siehe Überschrift.
Die Forderung nach 10% mehr Gehalt seitens des Marburger Bundes ist genauso legitim, wie die der Arbeitgebervertreter nach Einführung der 40h Woche. Lediglich der Verweis auf eine stattgehabte Gehaltssteigerung im zweistelligen Bereich in der eltzten Verhandlungsrunde ist falsch. Hier wurde lediglich (durchschnittlich) eine Gehaltssteigerung von 3% erreicht. Alles andere bezieht sich auf nicht realisierte Einsparungen der Arbeigeber und Neueinstellungen aufgrund von gesetzlichen Vorgaben (EuGH Urteil zur Berücksichtigung des Bereitschaftsdienst, Schaffung von Controllinabteilungen, ectr.)
Was würde denn ein Redakteur schreiben, dem der Arbeitgeber 10% Gehalt kürzt und dann nach einem mehrmonatigen Arbeitskampf knirschend wieder zugesteht. Er freue sich 10% mehr Gehalt erstritten zu haben. Wohl eher er freue sich die Gehaltskürzung abgewehrt zu haben.
Zudem kann von konsequenten Streiks kaum gesprochen werden. 2006 wurde tageweise die Arbeit niedergelegt oder Überstunden abgebummelt. Und das bei einem selbstorganisierten Notdienst. Als ob die Lokführer ihre Streikmaßnahmen selbst hintertrieben hätten.