30. Mai 2008 Die hessische SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger hat ein Angebot ihrer Partei ausgeschlagen, im nächsten Jahr für den Bundestag zu kandidieren und damit Wiesbaden zu verlassen. Sie würde damit theoretisch den Weg frei machen für eine von der Linkspartei unterstützten Wahl der Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin.
Metzger bestätigte am Freitagabend einen entsprechenden Bericht der Süddeutschen Zeitung“ (Samstagsausgabe). Sie sagte der Nachrichtenagentur ddp, der Generalsekretär der Hessen-SPD, Norbert Schmitt, habe ihr vor einigen Tagen eine Kandidatur für den Bundestagswahlkreis Odenwald in Aussicht gestellt. Sie habe jedoch abgelehnt. Sie sei gerade erst im Wiesbadener Landtag angekommen und reiße sich nicht um neue Aufgabe.
Politikerin bekräftigt ihr Nein
Die Darmstädter Politikerin hatte Anfang März bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil sie sich weigerte, SPD-Landeschefin Ypsilanti mit Hilfe der Linksfraktion zur Ministerpräsidentin zu wählen. Angesichts des Widerstands nahm Ypsilanti von ihrem Plan Abstand. Einen neuen Anlauf zu einem späteren Zeitpunkt schloss sie letztlich jedoch nicht aus.
Metzger bekräftigte am Freitag, sie bleibe bei ihrem Nein zu einem Bündnis mit der Linken. Auch würde sie sich abermals um ein Landtagsmandat bewerben, sollte es vorgezogene Neuwahlen geben.
Text: FAZ.NET mit Material von ddp
Bildmaterial: dpa