Allensbach-Umfrage

Sogar Berlinerisch beliebter als Hessisch

Der legendäre Börsen-Babbler Frank Lehmann sprach zwar für den HR, ist aber gebürtiger Berliner

Der legendäre Börsen-Babbler Frank Lehmann sprach zwar für den HR, ist aber gebürtiger Berliner

18. März 2008 Hessisch wird im Rest von Deutschland nach einer Allensbach-Umfrage nicht besonders geschätzt. Unter den beliebten Dialekten rangiert das Hessische auf Platz sechs. Es kommt nach Bayerisch, Norddeutschem Platt, Berlinerisch, Schwäbisch und Rheinländisch, wie aus der am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage hervorgeht. Auf die Frage: „Welche Dialekte hören Sie besonders gern?“ nannten 13 Prozent das Hessische.

Unter den Dialekten, die regelrechte Aversionen auslösen, schafft es das Hessische, für das unter anderem Heinz Schenk, die Rodgau Monotones, Badesalz und Frank Lehmann stehen, ebenfalls auf den sechsten Platz. Elf Prozent der Bundesbürger bekennen, dass sie diesen Dialekt überhaupt nicht hören mögen. Am größten sind die Aversionen gegen das Sächsische.

Prägten lange Jahre das Image der Hessen: die Frankfurterin Lia Wöhr und Heinz Schenk, der gar kein Hesse ist, sondern Mainzer

Prägten lange Jahre das Image der Hessen: die Frankfurterin Lia Wöhr und Heinz Schenk, der gar kein Hesse ist, sondern Mainzer

Gesprochen allerdings werden Dialekte immer weniger, wie die Demoskopen beobachtet haben. 1991 gaben noch 41 Prozent der Ostdeutschen an, Dialekt sei ihre normale Umgangssprache. Heute sind es nur noch 33 Prozent. Der gleiche Trend ist in Westdeutschland zu beobachten. 1991 war für 28 Prozent der Bevölkerung der Dialekt an der Tagesordnung, gegenwärtig sind es nur noch 24 Prozent.

Allensbach befragte 1814 Deutsche ab 16 Jahren in der Zeit vom 1. bis zum 13. Februar dieses Jahres.

Text: FAZ.NET mit lhe
Bildmaterial: dpa, picture-alliance / dpa, picture-alliance/ dpa

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