Links und optimnistisch: Fraktionschef Willi van Ooyen und Gregor Gysi

Linkspartei

„An uns scheitert das Ganze nicht“

Gregor Gysi schwört Hessens Linke auf ein Bündnis mit Rot-Grün ein. Doch die Zusammenarbeit soll Grenzen haben, im Zweifelsfall wollen die Abgeordneten sogar gegen Beschlüsse der rot-grünen Minderheitsregierung ankämpfen. Von Ralf Euler

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Oktober 2008 15:35

@Herrn Koch: Gesetze beschließt in einer Demokratie das Parlament

Paul Rabe (heidelpaul)

Herr Koch, Gesetze beschließt in einer Demokratie das Parlament, nicht die Regierung. Wenn Frau Ypsilanti ein Gesetz einbringt welches nicht die Zustimmung der Linkspartei findet (z.B. weil zur Haushaltssanierung Sozialausgaben gekürzt werden oder Leistungsträger steuerlich entlastet werden) dann stehen die Chancen ja nicht schlecht, daß dieses inhaltlich einigen FDP oder CDU Abgeordneten zusagen könnte. Evtl. würde der Gesetzesvorschlag vom Parlament noch modifiziert...Ja und ? Genau das ist ja die Aufgabe vom Parlament, Aufgabe der Regierung ist es nur Gesetze umzusetzen, als 'Exekutive' also zu 'exekutieren'. Mehr nicht. Wenn die SPD also Steuern oder Sozialausgaben massiv senken wollte (mal nur angenommen...), so würde das wahrscheinlich Wiederspruch und Ablehung bei der Linkspartei provozieren, aber man kann sich kaum vorstellen, daß sich CDU/ FDP dagegen grundsätzlich sperren würden. Das könnten CDU/FDP wohl kaum ihren Anhängern vermitteln. Es gibt ja auch keine Koalitionen in der Opposition, da ist jeder Abgeordneter frei in seinen Entscheidungen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Oktober 2008 15:00

@ Herr Rabe

Felix Koch (FJVK)

Mir scheint, dass Sie einen wichtigen Aspekt vergessen. Fr Ypsilanti wir zwar MP bleiben, hat aber keine Reigierungsmehrheit um Vorlagen im Landtag zu verabschieden. Hierzu braucht Sie die "Linke" und macht sich dadurch erpressbar. Dann haben wir eine Regierung, die sich von 6 Abgeordneten einer "Duldungs-Partei" abhängig macht, um zu regieren. Das sind ja klasse Aussichten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Oktober 2008 13:53

@Haberzettl: 'die Linke' kann Ypsilanti ziemlich egal sein

Paul Rabe (heidelpaul)

Sobald Ypsilanti mal Ministerpräsidentin ist kann ihr 'die Linke' ziemlich egal sein. Denn was sollte die Linke auch tun ? Sie könnten Ypsilanti nur wieder abwählen indem sie GLEICHZEITIG(!) Roland Koch zum MP wählen, anders kann man eine Ministerpräsidentin in Hessen nämlich nicht mehr los werden. Aber egal was Frau Ypsilanti auch macht, eine aktive Wahl von Roland Koch wird die Linkspartei vor ihren Anhängern nicht rechtfertigen können oder wollen. Ypsilanti muss sich als MP um die Meinung der Linken also überhaupt nicht kümmern....

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 15:05

Ypsilanti und die LINKE

Bernd Haberzettl (banano_de)

So wie Ypsilanti die Wähler verarscht hat, so wird sie jetzt von den Linken verarscht. Die Linken wollen erstmal geschmeidig an die Regierung in Hessen und dann packen sie fünf Jahre lang die Keule aus. Frau Ypsilanti, bei ihrer blinden und unstillbaren Machtgier auf den Posten des Ministerpräsidenten, ist einfach zu dumm zu merken, dass sie von einem Radiosender veräppelt wird und zu blind zu merken, dass sie von den Linken nur benutzt wird. Wir Hessen wollen jetzt schon Roland Koch zurück.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 12:20

Schmuddelkinder

Werner Grunewald (perplexo)

Die SPD hat bei der Hessenwahl 7,6 Prozent hinzugewonnen, die Linke hat es nach großen Erfolgen in anderen Bundesländern in Hessen mit 5,1 Prozent locker beim ersten Anlauf über die 5-Prozent-Hürde geschafft. Insofern sehe ich keinen Grund dafür, warum die "Schmuddelkinder" in der Ecke sitzen und brav den Mund halten sollten. Selbstverständlich möchte jeder irgendwie mitbestimmen und seine Positionen durchsetzen. Das ist bei der Linken auch nicht anders als bei der CDU, FDP und den Grünen. Klar ist jedoch, daß sie einen Preis dafür zahlen müssen, wenn sie die Politikwende wollen. Das ist ihnen sehr wohl bewußt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 09:34

linker Bedingungsdurchsatz ausgeschlossen?

TILMAN KLUGE (TILMAN_KLUGE)

Wenn LINKE-Landesvorstandsmitglied Stefanie Haenisch meint, „Wer Bedingungen stellen will, muss auch die Möglichkeit haben, Bedingungen durchzusetzen, und das haben wir nicht“ irrt sie ganz gewaltig. Die Machtgier von Frau Ypsilanti wird es der Partei DIE LINKE ganz im gegenteil sehr wohl ermöglichen, erfolgversprechend Bedingungen an die SPD zu stellen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Oktober 2008 22:15

Wie erwartet,

Chi Tamago (tamago)

die Linke will und wird SPD und Grüne vorführen. Die hier berichtete Haltung bietet sicherlich keine Basis für eine gesunde Entwicklung in Hessen. Da bleibt wirklich nur zu hoffen, daß Frau Y nicht gewählt wird.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Oktober 2008 21:38

Biegsame Gruene

Ralf Kowollik (InterNETkobold)

Das muss man den Gruenen erst einmal nachmachen: In Hamburg mit der CDU zu koalieren und sich in Hessen von der Linkspartei tolerieren zu lassen. Wie nennt man so etwas: Pragmatismus? Oder ganz einfach nur grenzenlose Machtgeilheit?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 8 von 8 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche