06. November 2008 Fast 80 Prozent der Hessen sind nach einer Umfrage für Neuwahlen. Wie der Hessische Rundfunk (hr) am Donnerstag unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap weiter berichtete, hätten CDU und FDP eine Mehrheit, wenn am Sonntag ein neuer Landtag gewählt würde. In den vergangenen Tagen haben sich die FDP, die Grünen und die Linkspartei für einen Urnengang ausgesprochen, am Donnerstag folgte die Union, während die SPD noch unschlüssig ist (Nach CDU auch SPD für Neuwahl in Hessen).
Das Meinungsforschungsinstitut sieht die CDU in Hessen derzeit bei 41 Prozent, das sind vier Punkte mehr als bei der Landtagswahl im Januar. Die FDP käme auf elf Prozent (+ 1,6). Die SPD würde um zehn Punkte auf 27 Prozent fallen, die Grünen würden 4,5 Punkte hinzugewinnen und zwölf Prozent erreichen. Die Linkspartei verharrt laut Infratest dimap bei fünf Prozent. 79 Prozent der Befragten sprachen sich für Neuwahlen aus.
Ypsilanti verliert massiv an Zustimmung
Bei einer Direktwahl des Regierungschefs käme Koch laut Umfrage auf 43 Prozent - das ist ein Minus von zwei Punkten im Vergleich zum September. SPD-Chefin Andrea Ypsilanti würde zwölf Punkte verlieren und nur noch 24 Prozent der Stimmen erreichen. 27 Prozent der Befragten würden sich für keinen von beiden entscheiden.
Dass vier SPD-Abgeordnete Ypsilanti ihre Stimme verweigern, fand fast jeder zweite der Befragten richtig - allerdings nur jeder vierte Anhänger von SPD und Grünen. 27 Prozent hielten es für falsch. 17 Prozent sagten, die Entscheidung sei richtig, hätte aber früher kommen müssen.
Laut hr befragte Infratest am Dienstag und Mittwoch 1000 hessische Wahlberechtigte. Die Umfrage sei repräsentativ, die Fehlertoleranz betrage 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte.
Text: FAZ.NET mit lhe
Bildmaterial: Wonge Bergmann