Daten aus der Schweiz?

Hinterziehungs-Affäre

Schweizer Steuerdaten im Angebot

In nur wenigen Wochen ist inzwischen der dritte Fall bekannt geworden, in dem der Finanzverwaltung gestohlene Daten über geheime Bankkonten angedient wurden: Diesmal ist die Schweiz betroffen. Steuerfahnder rechnen damit, dass Informanten systematisch ein lukratives Geschäftsmodell entwickeln. Von Corinna Budras

Lesermeinungen zum Beitrag

19. März 2008 13:53

Das Märchen vom "Großen Unbekannten"

Michael Menzel (Galenos)

Im Abstand weniger Tage tauchen jetzt seit fast 2 Monaten immer neue ominöse Datenträger und geheimnisvolle Denunzianten auf. Das zwingt zu dem Verdacht, daß in dieser Form und Menge Daten und Verkäufer derselben möglicherweise aus einer reinen Legende kreiert vom Finanzministerium und Deutschen Geheimdiensten bestehen.

Die "Ur-DVD" hat wohl so befriedigend die deutschen Geldanleger in den, aus Sicht des Fiskus, problematischen "Steueroasen" verunsichert, daß die erfolgreiche Provokation zur Selbstanzeige und auffälligen Transaktionen, begeistert fortgesetzt wird. Es klappt ja so gut nach Jahrzehnten fehlender Daseinsberechtigung für Steuerfahnder, Abteilungen von Finanzbehörden und sonstiger staatlicher Verfolger.
Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die haben einen Popanz aufgebaut, - auf einen möglicherweise kleinen, unbedeutenden Verrat längst veralteter Daten - oder
Deutsche Behörden haben die Zielländer und deren Geldinstitute mit eigenen Leuten infiltriert und arbeiten "under cover" und mit Duldung der jeweiligen Länder - auf welchen Druck auch immer.
Daß sich sowohl die Quellen als auch das Prinzip zeitlich ad libitum bewähren wird ist sehr unwahrscheinlich. So dumm ist Geld und deren Besitzer nicht.

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19. März 2008 12:13

Die Geiser, die ich rief, werd ich nicht los

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Das jetzt ohne Ende Trittbrettfahrer, mehr oder weniger kriminell sich jetzt bereichern wollen an Datenmaterial zu vermeintlichen Steuersündern ist doch klar.

Ich wünsche den Behörden viel Spass beim Geldausgeben.

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19. März 2008 11:04

„Man weiß aber nicht, ob die Sache seriös ist“

Silke Helbing (SHelbing)

Natürlich ist die Sache nicht seriös. Wo soll eine Person diese Datensätze herhaben? Die können ja nur gestohlen sein - und das sicher nicht seriös.
Wohingegen die Deutschen, die ihr Geld in FL und CH angelegt haben, dieses in Deutschland schon einmal versteuert haben, als Einkommen, Schenkung, Erbschaft oder wie auch immer.
"Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los." Ausschnüffeln scheint nun ein neuer, lukrativer Volkssport zu werden. Haben die Herrschaften von BND und Bundesregierung da mal dran gedacht?

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