
Noch zähle ich mich selber eher zu den Kindern denn zu denen, die Kinder kriegen, ich bin 19 Jahre alt. Was meine Kinder mir in 20 Jahren erzählen werden, werde ich zu gegebener Zeit beurteilen. -- Ich hatte noch nicht mit türkischen Jugendgangs zu tun, und lebe so glücklich wie möglich in dieser Welt. Ich würde mich nicht selber als traumtänzerischen Gutmenschen bezeichnen (und habe nach einem Auslandsjahr in Kairo wahrscheinlich auch nicht mehr das Zeug dazu). Sollten meine Kommentare überdurchschnittlich positiv sein: Dann sind es auch meine Erfahrungen. Und ich sehe keinen Grund nicht über sie zu berichten.

... wie sehr man doch unterschiedlicher Meinung sein kann! Kaum erinnere ich mich, in den letzten zwei, drei Jahren einen so naiven "Tatort" gesehen zu haben; ich habe ihn nur nicht ausgeschaltet, weil ich gegen Ende immer verzweifelter hoffte, irgendein besonders ausgebuffter nasty turn könnte den dilettantisch zusammengeflickten Plot und das peinliche Gestammel, das als Dialog daherkam, als vorbereitendes Understatement zur Steigerung eines finalen Knalleffekts erklären. Stattdessen wurde weiter verkrampft locker (sic!) mit kulturellen Vorurteilen jongliert; dabei die Charaktere holzschnittartig bis zur Karikatur; die Dialoge ebenso hölzern; die Wendung völlig unglaubwürdig. Und erst das Friede-Freude-Eierkuchen-Finale: Vorausgegangene Freiheitsberaubung und Widerstand gegen die Staatsgewalt sind vergessen, die eben noch kurz vor der Zwangsverheiratung stehende Schwester soll nach Willen ihres kleinen Macho-Bruders Bürgermeisterin werden, Tiroler und türkische Faschos einträchtig vor den Särgen ihrer Kinder. Auflösung der Gegensätze. Hach, wie schön! Entweder war da etwas zu raffiniert versteckte Ironie im Spiel, oder der Drehbuchautor hat neulich 'mal wieder Jesaja gelesen. Jedenfalls fiel mir der eher ein als Mr. Huntington.

Guten Tag, --was hier geschrieben wird, trifft mich einigermaßen hart. , warum kann man nicht einfach die Vorurteile beiseite schieben? Wenn man an Moscheen die gleichen baurechtlichen Vorschriften anlegt, und sie erlaubt werden: Warum kann man sie dann nicht einfach bauen? Wenn die relativ wenigen "Ehrenmorde" und ähnlicher Schrott mit gleichen Vorschriften wie andere Morde behandelt werden, solls gut sein - schließlich wissen die Mädchen/Frauen ja in was für einer Familie sie leben, sie können sich einfach fügen oder, wenn sie das nicht wollen den Kontakt abbrechen.--Die Türken, die ich kenne, sind in der Mehrheit wesentlich umgänglicher als Deutsche. Was sie täglich hören ist: Dein Vater ist ein "bärtiger Araber", "Türken sind faul", "Türkische Terroristen" und diverse objektiv falsche Sachen mehr. Dabei sind sie überdurchschnittlich erfolgreich und nach jeglichem Maßstab höflich. Sind Sie bei einem Fußballspiel der türkischen Mannschaft mal im türkischen Café gewesen? Ein unvergessliches Erlebnis :) -- @ jutta starke: Warum muss das mit "im Koran befohlenen Vergewaltigungen" geschrieben werden? Muslime verehren den Koran, muss man sie durch solche Falschaussagen beleidigen? Das ist einfach nur unfreundlich und unnötig.

Kürzlich ist ja gerade Kardinal Meisner daran gescheitert, dass der ihm von den türkischen Behörden zugesagte Bau einr katholische Kirche in Tarsus (der Geburtsort des hl. Apostel Paulus) zurückgezogen wurde, mit dem Argument, "der Kardinal hatte uns missverstanden." Tja, die Lage sähe wohl etwas entspannter aus, wenn seitens der Islamisten die Toleranz gezeigt würde, die sie von den Abendländern fordern und Kirchen in Istanbul und in ganz Anatolien errichtet werden dürften.

Dieser Tatort hat die teilweise dümmliche Angst zweier Parteien voreinander aufgezeigt, die eigentlich gar keine Parteien sein müssten. Bevor irgendwelche Wahnsinnigen das WTC zerstört und daraufhin andere Wahnsinnige dasselbe mit dem Irak gemacht haben, hat kaum jemand auf den Unterschied zwischen "westlicher Welt" und Muslimen geachtet - weshalb auch. Es waren Radikale auf beiden Seiten (traurigerweise muss man heutzutage von zwei Seiten sprechen), die unsinnige Vorbehalte, Vorurteile und Gewalt forciert haben. Ich lebe seit vier Jahren in einem Stadtteil mit geschätzten 20 % muslimischer Bevölkerung - ich habe mich nirgends wohler gefühlt. Mein muslimischer Schwiegervater in spe, mit dessen muslimischer Tochter ich vorehelichen Geschlechtsverkehr habe, mag mich ebenso wie ich ihn mag. Und überhaupt sollten alle, die sich auf ihr "Christentum" und die Bibel oder auch auf den Islam und den Koran berufen, sich mit beiden Büchern und Religionen intensiv auseinandergesetzt haben. Denn erst dann gehen einem die Augen auf, welche Idioten - und das sind nicht nur Bush und Al Qaida - hier im Namen großer Religionen und ihrer durchweg wertvollen Botschaften Abscheuliches treiben. Und dumm sind die, die sich davon infizieren lassen.

Das tut weh, so richtig weh der Freiheitlichen Demokratie und ihren Verfechtern! Hier wird Alles auf den Kopf gestellt. Während in Skandinavien und auch bei uns die per Koran verordneten Vergewaltigungen an nicht Verkopftuchten irre Zahlen in der Statistik aufweisen, und wahrscheinlich die Imame, wie in Australien dokumentiert, dazu aufrufen, diese Taten auszuüben, setzt sich ein Kommissar für Moscheen und Minarette ein, von denen aus verbal eingeladen und per Koran dazu aufgerufen wird. Oh, Krasnitzer!!! Oh, ARD!!! Ich habe abgeschaltet und werde nie wieder Krasnitzer schauen!

Und was genau moechten Sie uns damit sagen? Dass die Realitaet eher die vom faulen Immigranten ist? Tut mir leid, das kann ich zum einen nicht bestaetigen wenn ich mich in unserer Stadt und anderswo so umschaue und zum anderen finde ich den Kommentar an sich etwas grenzwertig, da er genau die Vorurteile, die dieser Tatort behandelt, propagiert.

Na, da wird der neue Freund von Komissar´s Töchterchen wohl aus den Bergen kommen oder nicht?! Spaß beiseite: Die Realität bildet auch dieser Tatort nicht ab. Denn vergessen wird immer noch das Streben der türkischen Verbände und der Islam als Religion an sich - zu mehr Einfluss und Macht innerhalb fremder Gesellschaften. Umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus: Warum sollen sich Türken nicht einfach anpassen? Die rethorische Frage "warum nicht ein 20m-hohes Minarett in einem tiroler Bergdorf..." kann man nur beantworten mit "ja, warum dann nicht auch eine schöne Beton-Tiefgarage oder ein schöner Neumodischer Beton-Bürobau in einem Tiroler Bergdorf..." Die Mehrheit hat ein Recht auf Erhaltung auch Ihrer baulichen Traditionen. Jedenfalls ist das die Argumentation der Grünen wenn es zum Beispiel um den Bau von Garagen oder Bürohüsern geht. Warum soll das nicht auch für eine fremdländisch und orientalisch anmutende Moschee gelten?

Zitat: "Die bornierte Angst vor der Überfremdung übersieht, dass die Zugewanderten vor allem deshalb als so bedrohlich erscheinen, weil sie sich durch Eigenschaften auszeichnen, die man normalerweise hochhält: Fleiß, Tüchtigkeit." Dieser Tatort scheint nicht die Realität in Westeuropa wiederspiegeln zu wollen? Vielleicht muss man aber schon dankbar sein, dass das Thema überhaupt aufgegriffen wird?