12. Oktober 2008

strategisch

Arbeitszeugnisse



15. Februar 2005 Arbeitnehmer haben das Recht auf ein Zeugnis. Daß die Beurteilung überdies wohlwollend sein muß, ist der Ursprung der berüchtigten Zeugnissprache. Doch was ist eigentlich mit den Codes, hinter denen Arbeitgeber ihre Negativkritik verstecken? Der Hochschulanzeiger gibt Einblicke in die Geheimsprache der Arbeitgeber und zeigt auch, wie man gegen eine negative Beurteilung vorgehen kann.

Bildmaterial: Labor
 
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Arbeitszeugnisse
Wahr, aber wohlwollend

In keinem Land messen Unternehmen dem Arbeitszeugnis solche Bedeutung zu wie in Deutschland. Sogar eine eigene Geheimsprache wurde dafür entwickelt. Der wachsende Druck, möglichst viele und perfekte Zeugnisse vorweisen zu müssen, verführt immer mehr Bewerber dazu, sich einfach selbst welche zu basteln. 


Zeugnissprache
Die Wahrheit liegt meistens zwischen den Zeilen

In den Lücken lesen: Zeugnissprache ist für Laien ein Buch mit sieben Siegeln. Unser Wörterbuch übersetzt die Geheimcodes der Personalchefs in klar verständliche Noten. 


Andere Länder, andere Zeugnisse
Den Empfehlungsbrief auslandstauglich machen

Wer ins Ausland will, um seiner Karriere den entscheidenden Kick zu geben, braucht auch dort Arbeitszeugnisse zur Bewerbung. Doch was nützen die besten Leistungsnachweise, wenn sie keiner versteht? Nicht nur die Sprache ist das Problem. Italiener, Franzosen und gerade Briten oder Amerikaner haben auch andere Gepflogenheiten beim Arbeitszeugnis als Deutsche. 


Streitfälle
Formulierungen auf der Anklagebank


Ob stets zur vollsten oder nur zur vollen Zufriedenheit - wenn im Streit um die angemessene Formulierung die Fronten festgefahren sind, bleibt oft nur der Weg vor das Arbeitsgericht. Meistens mit Erfolg für den Arbeitnehmer. Denn das Gesetz fordert vom Arbeitgeber eine „wohlwollende" Beurteilung. Doch der Aussagewert des Dokuments bleibt dabei immer mehr auf der Strecke. 

Marke „Eigenbau“
Sich selber loben fällt vielen schwer


Wer die Chance bekommt, sein Zeugnis selbst zu schreiben, kann sich endlich einmal über den grünen Klee loben. Merkwürdigerweise nutzen die meisten Arbeitnehmer diese Möglichkeit nicht. 

Arbeitszeugnisquiz
Im Dschungel doppeldeutiger Formulierungen

„Das klingt doch ganz gut“ - denkt der Mitarbeiter, als er einen ersten Blick auf sein Arbeitszeugnis wirft. Doch schon beim zweiten Lesen kommt Unsicherheit auf: „Wie ist denn das zu verstehen?“ Mit diesem kleine Quiz können Sie prüfen, ob sie die wirkliche Bedeutung der Zeugnissprache verstehen.