Beckmann übt Denksport

Fußball ist zwar im Laufe der Jahre immer schneller geworden, doch das Spiel bleibt in seiner schlichten Schönheit erzählbar. Außer von unseren Fernseh-Kommentatoren, die einen neuen Trick entdeckt haben, um sich um vollständige, wesentliche Sätze zu drücken. Von Tobias Rüther

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Juni 2008 16:21
Und wieder "mit" dabei  
Klaus Rösch (klbr)

Ein erfreulicher Artikel, ich dachte schon es geht nur mir so mit diesen "Kommentatoren". Wenn das wieder Reporter wären, die über das Geschehen auf dem Rasen berichten dann wäre das in Ordnung, aber so muss man sich anhören was die gerne sähen und pfiffen, meist bar jeglicher Regelkenntnis. Ein Glück wenn man ORF empfangen kann, Sachkenntnis und Neutralität sind da viel besser, und ein bisschen Chauvinismus kann man schon akzeptieren. Klaus Rösch

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08. Juni 2008 14:16
keine Fachkompetenz  
John Gehlen (spacedrummer)

Fußball-Kommentatoren heutiger Coleur, haben immer das Bestreben, "ihr" Spiel verkaufen zu müssen. Kritische Anmerkungen unterbleiben ebenso, wie fachliche Analysen. Schlagworte wie: sensationell, Weltklasse, dramatisch oder supercool sind genauso hohl wie ihre Verbreiter. Beckmann, Kerner und Co. sind eine Beleidigung für jeden mündigen Fernsehzuschauer. Es gibt Stereo, Surround und 8.1 Heimkino - leider keine Möglichkeiten, diese Labertaschen auszufiltern - warum wohl ? Mir scheint, die einzige Aufgabe dieser "Schönschwätzer" liegt nur in der subjektiven Stimmungsmache - leider keine Zimmermanns, Brummes, Schott's oder Valeriens mehr.

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08. Juni 2008 12:32
Steffen Simons ganz persönliche Schweigeminute...  
Kim Norman Thiebus (Teuton1c)

Eine herrliche und entspannende Situation war das, als Steffen Simon beim letzten Testspiel der Deutschen gegen die Serben nicht mehr zu hören war und es anscheinend selbst nicht bemerkt hat. Der Fernsehzuschauer hatte dadurch eine extended version der Schweigeminute vor diesem Spiel, die so bis kurz nach dem Anpfiff reichte. Die Konzentration lag vollkommen auf der noch hörbaren Stadionatmosphäre. - Im Zeitalter der digitalen Übertragung sollte es doch möglich sein, dem Zuschauer die Wahl zu lassen, ob er sich (ausgesprochen) seicht parallel vom Kommentator unterhalten lassen möchte, oder ob er sich seine eigenen Gedanken machen möchte. Einfach die Audiokanäle switchen und der Abend wäre gerettet. - Aber so bleibt mir nur der Trost, mich nach 25-30min nicht mehr über die unsinnigsten Beiträge ärgern zu müssen, sondern einfach lachen zu können. Und noch der Fairness halber: Ich könnte 15mio Zuschauer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, auch nicht zielgruppengerechter unterhalten. Vielleicht ist es doch ganz gut, dass jemand seine Reputation für diesen Job opfert - bewusst oder unbewusst.

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08. Juni 2008 11:23
Überflüssige Spezies.  
Marco Zeino (Zeini)

Der Fußballkommentator ist das Rudiment des Fernsehens. Wer braucht den denn, außer Blinden, die das Spiel selbst nicht sehen können. Jeder der das Spiel visuell sieht, sieht doch auch was passiert. Und mit Verlaub, es gibt in Deutschland Millionen Menschen, die mehr Ahnung vom Fußball haben als unsere Kommentatoren"elite". Diese selbstgefällige Spezies, bei denen man sich fragt, wie die überhaupt den Job bekommen haben, gehört eiskalt abgeschafft.

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08. Juni 2008 11:21
Wenn es nur die fehlende sprachliche Kompetenz wäre ....  
Claus Behrens (chipin)

Für die Sportmoderatoren kommt dieser Artikel natürlich zur Unzeit. Wochen, in denen sie sich vor den zahlenden Zuschauern beweisen müssen. Nicht nur die Abwesenheit der rudimentären Grundzüge der deutschen Sprache schlagen hier voll durch, sondern auch noch die Unlust das Spiel zu kommetieren, sondern den Zuschauer - gezwungen, die nächsten ca. 2 Std. vor der Glotze zu verbringen - mit seinem Selbstdarstellungstrieb zu verärgern. Wer kommentiert denn heute noch das Spiel? Als ernsthafte Vorbereitung scheinen der Blick in den Sportteil der Bild und einschlägiger Internetadressen auszureichen. Manchmal möchte man den Kommentar ausblenden und nur die Stadionatmosphäre genießen wollen, wenn dies nur ginge. Beispiel Thomas Wark (POR:TUR); ein Portugiese (Ronaldo) spielt gegen die Türkei (mit denen Wark scheinbar ein Problem hat), spielt vorne wie hinten, ersetzt selbst den Torwart und den Platzwart, bereitet alle Tore vor und schließt sie dann doch nicht ab, unterzeichnet dabei noch den neuen Vertrag mit Real Madrid - 5 EUR für jede Erwähnung und die Ablöse wäre auf jeden Fall zusammen gekommen. Schade, dass nur ARD und ZDF übertragen!

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08. Juni 2008 10:46
Und wer muss das alles wieder bezahlen???  
Alexander Kunow (kleiner-elch)

Genau der GEZ-Beitragszahler. Wieso kommt überhaut soviel Fussball im Fernsehen??? Ich denke der öffentliche Rundfunk soll eine Grundversorgung gewährleisten. Für mich gehört bei leibe nicht jedes Fussballspiel dazu. Ich sehe ja ein wenn Spiele der deutschen Mannschaft übertragen werden. Aber das reicht dann auch. Wer mehr will soll sich bitte Premiere oder Arena kaufen es dort schauen. Ich will behaupten die Mehrheit in Deutschland braucht nicht jedes Fussballspiele in ÖR. Es gibt ja auch noch die Privaten.

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08. Juni 2008 10:18
abschalten  
Simon R. (Saimouun)

Kann nur zustimmen. Wie es jemand mit der Wortgewandtheit, Bildung und Intelligenz von Kerner soweit bringen konnte, sagt schon einiges über unsere Fernsehlandschaft im Allgemeinen aus. Ganz zu schweigen von den Zuständen bei den großen Privatsendern. Man sollte daher öfters einfach mal ab- oder gar nicht erst anschalten!

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08. Juni 2008 09:57
... unendliche Geschichte ...  
Sergeant Hartman (GunnerySergeantHartman)

Obgleich ich schon gehofft hatte, dass die "Glanzzeiten" Ihrer "Spitzenkräfte" RRRubenbauerrr und "Guten-Abend-allerseits"-Fasssbender endlich überwunden seien, muss ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass die ARD es doch tatsächlich mühelos schafft, selbst deren Niveau noch spielend zu unterbieten! Mögen die inszenierten Peinlichkeiten der Herren Netzer und Delling noch als amüsant deklariert werden, die kläglichen Ergüsse des Herrn Beckmann sind der Beweis dafür, dass völlig fehlende Fachkompetenz, fragwürdige Objektivität und mangelnde Vorbereitung scheinbar keinen Anlass bieten, Ihre Zuschauer vor solchen verbalen Absonderungen der erbärmlichsten Art zu schützen - zur besten Fußball-Sendezeit!

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08. Juni 2008 07:29
mitnichten vollständig  
Urs Zimmermann (Turducken)

Das waren leider mitnichten alle Möglichkeiten, die die Herren Reporter finden, um uns mit ihrem "mit" zu beglücken. Mein Mitfavorit: "XY ist mit der beste Kopfballspieler/Freistoßschütze/Abräumer vor der Abwehr ..." Aber all' das ist wesentlich erträglicher als die drei Werbeblöcke, mit denen uns das ZDF in der Halbzeitpause des Eröffnungsspiels genervt hat!

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08. Juni 2008 04:21
Früher war schon einiges besser  
Klaus Heger (K.Heger)

Der Kommentar von Herbert Zimmermann ist unnereicht und Legende, da kann auch der genannte Ausrutscher nichts dran ändern. Wo gibt es heute auch noch Charaktere wie Ernst Huberty, man erinnere sich unter anderem an seinen Kommentar zum Jahrhundertspiel bei der WM 1970 in Mexiko gegen Italien. Auch damals gab es sicher seltsame Reporter, allen voran Werner Schneider, der häufig Mannschaften oder sogar Sportarten miteinander verwechselte "wir befinden uns in der zweiten Halbzeit ...äh... im dritten Drittel", der war aber eher amüsant als ärgerlich.

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07. Juni 2008 22:49
Verschont uns vor Kerner  
Rudolf Neuber (r.neuber)

Kerner tanzt auf allen Hochzeiten - da kann man nur noch abschalten. Vielleicht sollte man wenigstens die Sportübertragungen den Sportjournalisten überlassen. Fehlt nur noch, daß man Kerner das Wort zum Sonntag überträgt!

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