04. Januar 2008 Der seit Monaten andauernder Sorgerechtsstreit um die gemeinsamen Kinder von Britney Spears und Kevin Federline hat zu einem fast dreistündigen Polizeieinsatz im Haus der Popsängerin geführt. Erst danach übergab der frühere Popstar den einjährigen Jayden James und den zwei Jahre alten Sean Preston ihrem früheren Ehemann Federline, wie ein Polizeisprecher erklärte.
Fernsehbilder zeigten, wie die 26 Jahre alte Sängerin auf einer Trage in einen Krankenwagen gehoben wurde. Sie habe unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol oder einer anderen, nicht bekannten Substanz gestanden, sagte Polizeisprecher Jason Lee. Die Polizisten trafen am Donnerstagabend im Haus der Popsängerin in Los Angeles ein. Laut den Beobachtungen eines Fotografen der Nachrichtenagentur AP waren sechs Polizeiautos, ein Rettungswagen und ein Fahrzeug der Feuerwehr zu sehen.
Spears Anwälte legen Mandat nieder
Auch der kleine Jayden James wurde im Krankenwagen weggefahren. Die Polizei sei nach einem Anruf wegen des Sorgerechtsstreits um ihre Söhne zum Haus der 26-Jährigen gefahren, zitierte die US-Zeitschrift People auf ihrer Internetseite einen Polizeisprecher. Dem Bericht zufolge hatte Spears sich geweigert, ihre Söhne, die gerade bei ihr zu Besuch waren, zur vereinbarten Zeit dem Leibwächter Kevin Federlines zu übergeben. Erst nach dreistündiger Diskussion mit der Polizei habe sie die Kinder gehen lassen. Laut People war Spears zuvor zudem mit anderthalbstündiger Verspätung zu einem Termin mit Federlines Anwalt Mark Vincent Kaplan erschienen.
Spears bisherige Rechtsvertreter beantragten am Mittwoch vor Gericht, von ihrer Aufgabe im seit langem schwelenden Sorgerechtsstreit entbunden zu werden. Wegen mangelnder Kommunikation mit Spears sei es unmöglich, die Popsängerin weiter zu vertreten, hieß es zur Begründung. Zu einer gerichtlich angeordneten Aussage in dem Sorgerechtsstreit erschien Spears am Mittwoch nicht, eine weitere am Donnerstag konnte nur mit fast zweistündiger Verspätung begonnen werden, sagte Federlines Anwalt Mark Vincent Kaplan. Die auf zwei Stunden angesetzte Befragung dauerte dann nur 14 Minuten.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP, REUTERS