Alles schön und gut. Hier geht es aber nicht um die Wiedervereinigung und nicht um Helmut Kohls Verdienste.
Im Ausgangsartikel ging es leicht glossenartig um die private Wiedervereinigung des Altkanzlers. Und, artikelimmanent, ein klein wenig auch darum, dass solcherlei früher nicht so ohne weiteres Eingang in diese Zeitung gefunden hätte. Jetzt vielleicht gerade, um diesen Umstand zu betonen. Vielleicht, weil das Objekt der Berichterstattung längst nicht mehr den Schutz durch die einstmaligen Verdienste genießt, sondern ihn leichtfertig ausgedünnt hat.
Ich persönlich kenne niemand anderen, der wie Helmut Kohl diese unglaublich hohe Anzahl an nationalen und internationalen Preisen und Ehrentitel bekommen hat.
Die wirtschaftliche und soziale Wiedervereinigung Deutschlands war und ist eine Meiserleistung der Regierung Kohl, die keine andere deutsche Regierung oder kein anderer Staat so bewältigen hätte können.
Jeder Mensch hat Fehler, auch Helmut Kohl. Aber am Ende zählt die Summe und nicht die einzelnen Zwischenergebnisse.
So, bitte an alle Nörgler und Kritiker, schimpfen Sie weiter über Helmut Kohl und die Wiedervereinigung und bedauern Sie sich weiter selber, dass Sie nur einmal im Jahr in die Karibik fliegen können, nur ein Auto haben, nur einen PC haben, natürlich mit Flatrate usw.
Helmut Kohl ist neben Adenauer wohl der bedeutenste deutsche Nachkriegspolitiker. Diese Einschätzung Helmut Kohls wird so weltweit geteilt. Nur leider in Deutschland nicht.
Warum? Weil es jedem Einzelnen ans Portemonnaie ging / geht und sie einen geringen Teil ihres eigenen Luxus abgeben mussten.
Wofür? Nicht um Kriege zu führen, sondern für eine wunderbare Sache: Der Wiedervereinigung Deutschlands.
Ohne Helmut Kohl hätte es diese Wiedervereinigung wohl nicht gegeben. Dann hätte der Westen wohl trotzdem Milliarden Euro an einen ostdeutschen Staat transferiert, um diesen Staat nicht vollkommen untergehen zu lassen. Ob dieser Staat dann frei und demokratisch gewesen wäre, ist äußert fraglich.
Nochmal: einige grundlegende Dinge wurden falsch entschieden:
1.Umstellungskurse war zu definitv zu niedrig. der "echte" kurs von ca. 1zu 20 bis 30 hätte zwar politisch nicht funktioniert, aber mehr als nur 1 zu 2 bei "grösseren Vermögen(ich meine mich zu erinnern ab 10.000Mark o. so ähnlich) hätte es schon sein können, zumal ja oft nicht sicher war wo das Geld herkommt.
2. Bei der Rentenversicherung/Berechnung hätte auch ein gewisser Faktor eingebaut werden müssen, z.B. "Westrente Minus progressivem Abschlag bis zu 20% auf die Maximal Rente (Minimalrenten aussen vor), allein schon um zu berücksichtigen, dass in der DDR ja per Definition keine Arbeitslosenzeiten vorlagen. Ferner gewisse Abschläge wenn Eheleute beide relativ" hohe Renten beziehen.(DDR Rentner dürfen nicht vergessen, dass sie ohne Wiedervereinigung heutzutage ein Renterdasein wie in Rumänien oder Kasachstan pflegen dürften,sie kommen also noch gut weg!)
3. "Wirtschaftsförderung" nach dem Gieskannenprinzip und ohne Erfolgskontrolle war falsch und ist falsch, sieht sehr gut an den Ländern Sachsen-Anhalt und Meckvorpommern. Dort regiert die SPD/PDS!! Handeln die nach Friedmans Ökonomietheorien?
Ich glaube hier vermengen Sie aber nun ein wenig viel...
Helmut Kohl war nie "Volkswirt" oder ähnliches, das ist richtig. Und das bei weitem nicht alles 100%astrein gelaufen ist bzw. entschieden wurde (im Nachhinein kann übrigens jeder, auch Sie) weiss auch jeder objektive Beobachter und ich bin der letzte der das behaupten oder in Schutz nehmen würde. Abder die Fragen, was z.b. mit den 15 Millionen Menschen passieren soll(te) haben Sie noch nicht beantwortet, die einzige wirklich wirtschaftliche Lösung wäre "einsperren", oder besser "aussperren" und wohl "verrecken lassen" gewesen. Man hätte ja immer zu Weihnachten sammeln können "Brot für Dresden". Tolle Lösung Frau Orti...
Und übrigens, wenn schon denn schon, Bei der Wirtschaftsploilitk die zu 90% umgesetzt wurde, handelte es sich um nicht um Friedman'sche Wirtschaftspolitik, sondern um Keynes in defakto Reinkultur und wo der hinführt sieht man an so erfolgreichen Bundesländern wie dem Saarland oder NRW (wollen sie die eigentlich auch einzäunen? Wirtschaftlich , da haben Sie recht wäre das zu empfehlen.Für das Saarland wäre auch eine Zwangsübereignung an Frankreich eine Alternative,denn "freiwillig" will es Frankreich nicht mehr haben....
Herr G, das Resultat der Kohlsschen Wiedervereinigung war eine der größten Währungskatastrophen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das Gebiet der ehemaligen DDR kannte seit 1931 nur die Devisenbewirtschaftung und Kontrolle des Außenhandels, die tollen Friedmanisten dachten aber, das über Nacht ändern zu können, genauso wie der wirtschaftlich ahnungslose Erhard es im Westen unmittelbar nach dem Krieg auf Druck der Amerikaner tat. Der Unterschied: damals, unmittelbar nach den Kriegszerstörungen, hatten die Menschen viel weniger zu verlieren.
Die Lehre dieser Währungskatastrophe: Finanzminister und Finanzministerien sollten sich nicht in Währungssachen einmischen. Leute aus Finanzministerien sind als Nachwuchs für die Notenbank nicht geeignet.
Wie gesagt, es wurden auch viele Fehler gemacht (und werden leider immer noch, sieht man ja vor allem in Sachsen-Anhalt und in Mecklemburg Vorpommern!!)Und ich bin kein "Ossi"...
aber:
Frau Orti, wem geht es denn im "Westen" wirklich nur wegen der Wiedervereinigung definitiv schlechter (von bedauernswerten Einzelschicksalen mal abgesehen?Die finden Sie auch, weil in China mal ein Sack Reis umviel... )die "Globalisierung" wäre trotzdem gekommen! und wem geht es im Osten a) schlechter als 1989 ? Und vor allem wie würde es Menschen HEUTE in der DDR gehen?Die Entwicklung in die Katastrophe (rein wirtschaftlich reicht ja wohl)war doch absehbar. heute wären da Zustände a la Simbabwe etc.)Und Ich kann natürlich verstehen, dass Sie gewollt hätten, dass man auf ca.15 Millionen Menschen schiessen lässt, die sich definitiv auf die Reise in den Westen gemacht hätten (schon vergessen,im Sommer 1989 ging die Reisewelle bereits los!) nur damit Sie eine um vielleicht 50€ höhere Rente bekommen...Wer sagt mir eigentlich, dass nicht ich und meine Familie nicht auch Sie (und Ihren Anhang mit Transferzahlungen unterstützen?Und falls das zutrifft,welche Begründung/Anspruch haben Sie dafür?weil sie auf der richtigen "Seite geboren/grossgeworden sind?
Es wäre den Menschen in beiden Seiten besser gegangen, die blühenden Landschaften wären doch möglich gewesen, es ist aber in beiden Seiten schlechter geworden, und bis heute erholt sich Deutschland noch nicht, vielleicht nie wieder wegen der veränderten Strukturen. Es ist wie mit der Geschichte der Globalisierung. Fallende Grenzen, freier Handel, sollte ein Vorteil für alle sein, aber wirkt umgekehrt, und es wird sogar von Volkswirten erzählt, daß es so sein muß, daß wir wegen der Globalisierung für den Pfennig arbeiten müssen, wenn wir überhaupt Arbeit haben.
Im Laufe der Wiedervereinigung ist viel falsch gemacht worden, aber wer ausser Helmut kohl hätte denn überhaupt die Chance ergriffen bzw. es auch durchgesetzt?
Lafontaine? Leute Ihr habt ein kurzes Gedächtnis:... der sprach von einem Staatenbündnis um den sozialistischen Traum aufrecht z uerhalten, und genauso die anderen SPD Sozialisten, die gerne mal mit Honnie Tee getrunken haben und sich den "Erfolg" der DDR anschauten...
Und glauben Sie denn, die Menschen wären freiwillig in so einem Satellitenstaat geblieben?Nein die wären weiterhin abgehauen, also hätte man eine Mauer umdrehen müssne, um die einreise zu verhinden. Wer das will/wollte hätte es nur sagen müssen!
Und das einigen Ostdeutschen die unbezahlbaren Vorteile (trotz teilw. hoher Arbeitslosigkeit) in Ihrer Einfältigkeit und Ostalgiesehnsucht nicht einleuchten, weil sie bei Freiheit nur an "Reisefreiheit = Billigurlaub auf "Malle" und Türkei oder jederzeit Bnananen denken, tja so ist eben der Mensch (und nicht nur mancher "Ossi"). Wer hier ohne "Subventionen" ist werfe den 1. Stein... Kritiker aus dem Saarland und NRW (Stichwort nutzloser Bergbau) mit ca. 100 Milliarden € (inkl. Zins u.Zinseszins von ca. 1970 bis 2011=41 Jahre !!!. haben schon mal nichts zu mäkeln
Genau Herr Soppe, über wen wird man reden und warum, das ist hier die Frage. Wenn alle unbestrittenen historischen Verdienste (wollen wir mal jetzt nicht kleinlich sein) durch abstoßende Vetternwirtschaft, "Bimbes"-Kultur und maßlose fast raffgierige Selbstüberhebung und besonders die fast schon bestellt wirkende Claque in den Dreck gezogen werden, dann haben wir den kuriosen Fall, dass das Denkmal, trunken und voll des süßen Weines der Erotik des vermeindlich alleinigen Erfolges sich selber auf den Sockel pullert. Das hingegen ist doch nun wirklich auch mal erwähnenswert und geschichtsbildformend.
Woran man sich in späteren Jahrhunderten erinnern wird, ist, daß nach der Übernahme der DDR, von Herrn Kohl "blühende Landschaften" versprochen wurden. Leider blühte danach nur das Unkraut im Osten. Erinnern wird man sich auch daran, daß noch nach Jahrzehnten Milliarden nach Osten umverteilt wurden und bei der Normalbevölkerung trotzdem nichts hängen blieb. Desweiteren wird man sich später an die Billionen-Altlast erinnern, welche in der Kohl-Zeit an Schulden im Staathaushalt aufgenommen wurde und welche die folgenden Generationen abzahlen müssen. Von dem Tragen schwarzen Koffer mal ganz abgesehen.
Helmut Kohl hat die Wiedervereinigung Deutschlands erreicht durch sein gutes persönliches Verhältnis zu Gorbatschow und Busch sen., er wird in die Geschichte als der große deutsche Politiker und der große Europäer eingehen. Von wem auf der ganzen Welt, der heute noch lebt, wird in 500 Jahren noch die Geschichte berichten? Oder in Tausend Jahren? Von Helmut Kohl sicher noch, von Bill Gates auch noch aber von wem dann noch? Denken Sie mal darüber nach und schreiben Sie es, ich bin da mal gespannt, von welchem großen Lebenden, der heute noch lebt, Sie meinen, von wem dann noch berichtet wird.
Jetzt muß ich im Internet untersuchen, ob sie mit Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zu tun hatte.
Na ja, wenn das stimmt, was hier berichtet wird, dann hat das weniger mit Liebe sondern fast etwas mit Hörigkeit zu tun - zumal bei diesem Altersunterschied. Alles andere ist wohl deren Privatsache.
Sei´s den beiden privat gesehen zu gönnen. Widerwärtig wird es nur, wenn man zusehen darf, wie da hin und her beurlaubt wird und die Kohle aus der Steckdose vulgo Staatskasse kommt, damit die "glühende Bewundererin" ganz ungestört stundenlang mit dem Altkanzler über Bücher reden kann. Schön auch, dass Madame wie es gerade belieben in den Stattsdinest wechselt oder auch nicht. Is ja auch egal, Steckdose halt. So einer Frau kann man ja unmöglich blablabla..., am Ende ist sie wieder offenkundig betrübt, nee Du, lass man stecken.
Die anheischige Nähe zum Altkanzler hat schon manche(n) die Leiter hoch und per Anhalter in die Galaxis derer, die aber auch gar nichts mehr stört, katapultiert. Besucher des Restaurants "zur Lese" in Bonn z.B. wissen das.
