16. Februar 2006 Die Newcomer-Band Kaiser Chiefs hat bei der Vergabe der Brit Awards gleich drei Preise abgeräumt. Die Rockgruppe wurde am Mittwoch abend in London als beste britische Gruppe, bester Live-Act und beste Rock-Darbietung ausgezeichnet. Die Kaiser Chiefs gaben bei der Preisverleihung im Earls-Court-Zentrum ihren Song I Predict A Riot zum besten. Frontmann Ricky Wilson zeigte sich in seinem Dankeskommentar gerührt, aber wortkarg: Das bedeutet die Welt für uns.
Als bester britischer Künstler sowie bester Pop-Act wurde der Newcomer James Blunt ausgezeichnet, der mit seinem Hit You're Beautiful auch die deutschen Charts gestürmt hatte. Der 28 Jahre alte Softie ulkte in seiner Dankesrede: Ich kann ja nun in Rente gehen. Blunt setzte sich mit der Auszeichnung gegen die äußerst starke Konkurrenz von Superstar Robbie Williams durch.
Entgegen der allgemeinen Erwartung wurde allerdings nicht You're Beautiful zur besten britischen Single des Jahres gekürt, sondern Speed of Sound der Gruppe Coldplay. Als beste britische Solokünstlerin bekam die 30 Jahre alte Schottin KT Tunstall einen Brit Award.
Als beste internationale Künstlerin erhielt die große alte Dame der Pop-Musik, Madonna, einen Preis. Bester internationaler Künstler wurde der amerikanische Rapper Kanye West, dessen Sangesauftritt bei der Preisverleihung von 77 Models flankiert wurde. Sie trugen goldene Farbe auf dem Körper, waren ansonsten aber nur spärlich bekleidet.
Als beste internationale Gruppe wurden die amerikanischen Rocker von Green Day gewürdigt, die auch den Preis für das beste internationale Album erhielten. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an den britischen Pop-Veteranen Paul Weller.
Die Preisträger in der Übersicht:
Bester britischer Künstler: James Blunt
Beste britische Künstlerin: KT Tunstall
Beste britische Gruppe: Kaiser Chiefs
Bestes britisches Album: Coldplay (X&Y)
Beste britische Single: Coldplay (Speed of Sound)
Bester britischer Newcomer: Arctic Monkeys
Bester britischer Urban Act: Lemar
Bester britischer Rock Act: Kaiser Chiefs
Bester britischer Live Act: Kaiser Chiefs
Bester Pop Act: James Blunt
Bester internationaler Künstler: Kanye West
Beste internationale Künstlerin: Madonna
Beste internationale Gruppe: Green Day
Bestes internationales Album: Green Day (American Idiot)
Bester internationaler Newcomer: Jack Johnson
Besondere Verdienste um die Musik: Paul Weller
Text: FAZ.NET mit Material von AF, AP
Bildmaterial: AP, REUTERS