Gegenwind für das “Eva-Prinzip“

„Das Eva-Prinzip“

Lebenslüge Selbstverwirklichung

„Zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz“ siedelt Alice Schwarzer die emanzipationskritischen Thesen Eva Hermans an. Die „Tagesschau“-Sprecherin hat ihr Buch „Das Eva-Prinzip“ vorgestellt und wehrt sich gegen Vorwürfe.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. September 2006 15:06

Prüfung?

Peter Luther (HAHOHE)

Liebe Frau Lotz,
Prüfung wäre ja ok. Aber diese vielfachen z.T. fundamentalistischen Ausführungen müssen einfach Anlass für Kritik und Sarkasmus sein. Sie haben doch vollkommen Recht mit dem, was Sie schreiben - sehe ich doch ebenso. Aber ich frage: Warum regen sich so viele oder eine Sache auf, die EINE EINZELNE PERSON meint? Wenn ich das anders sehe werde ich mich eben auch anders verhalten und BASTA. Und Frau herman wird dies ebenso tun. Vollkommen unerheblich ist doch, was der/ die Einzelne ansonsten über das Thema denkt. Diese Diskussion fliesst hier viel zu stark mit ein - leider. Sie wäre es wert, an anderer Stelle separat erörtert zu werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
14. September 2006 21:51

Schwarz-weiß?!

Annette Lotz (Anlo)

Jetzt muß ich lachen. Wer wie ich Freiheit für einen entscheidenden Grundwert hält, und meint, daß jeder Mensch, egal ob Mann, ob Frau, ob schwarz, ob weiß, in einer freien Gesellschaft das Recht hat, für sich allein, ohne große Einmischung der Gesellschaft oder gar des Staates, seinen Lebensentwurf selbst zu bestimmen, der ist in der Konsequenz für Buntheit. Wo ist eigentlich die Grundlage für Ihre Argumente, Herr Luther?

Wer ein Leben voller sozialer Pflichten leben will, soll es tun. Wer ein Leben als Hausfrau oder Hausmann, als Ernäher oder Ernäherin leben will, der soll es einfach tun. Wer allerdings propagiert, daß nur für Frauen die Selbstverwirklichung eine Lebenslüge sei (für so manchen Mann wird sie das auch sein), der wird ruhig damit rechnen müssen, daß seine Meinung auf Konsequenzen und Prämissen von manch anderem und manch anderer geprüft wird.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. September 2006 16:31

Danke Frau Wenk!

Peter Luther (HAHOHE)

Ich möchte mich zwar an der Beurteilung der Ausführungen von Frau Herman nicht beteiligen, da ich sie (noch) nicht gelesen habe, aber ansonsten entsprechen Ihre Ausführungen genau meiner Einschätzung. Aber es gibt in diesem Lande offenbar so wahnsinnig viele aufgeklärte und selbstbewusste Menschen, die sofort einen Rückfall sonstwohin befürchten. Nicht zu fassen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. September 2006 14:54

Lebenslüge

Peter Luther (HAHOHE)

@ Herr HerdenLeider muss ich Ihnen hier schreiben, dass Sie mit Ihrem sarkastischen und populistischen Geschreibsel eher noch zur Fehlbeurteilung beitragen. Würden wir es in "Lobbypunkten" ausdrücken würde festzustellen sein, dass Sie - da ein Mann - offenbar viele solche Punkte (Bonuspunkte?) von der Lobby der Frauen erhalten haben müssen, um all das niederzuschreiben. Aber - nicht wahr Herr Herden - so sind wir ja nicht!!! Niemand verbietet irgendjemandem irgendwas! Es sei denn vielleicht in gesellschaftlichen Gruppen, von denen man ggf. entfernt hört, die man aber wohl eher nicht wirklich kennt. Sicher ist es - wie seit Menschenbestehen schon immer - im übrigen vor allem eine Entscheidung der Frau, ob sie ein Kind zur Welt bringen möchte oder nicht! Oder haben Sie andere wissenschaftliche Erkenntnisse? Wenn es aber Kinder zum Zweck der (dann oft relativ späten) Selbstverwirklichung geben soll und "frau" (und Mann selbstverständlich auch!!!) diese dann alsbald in einer öffentlichen Anstalt abzugeben gedenkt, dann sind wir den Verhältnissen in der ehemaligen DDR diesbezüglich nicht mehr fern. Kinder als Staatszweck, sehr schön. Politische Erziehung inklusive, bitte sehr! Und die "Pflicht" auch noch erfüllt, na klasse!
Ohjeohje#

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. September 2006 14:03

Lebenslüge

Peter Luther (HAHOHE)

Lieber Herr Altmann,
sorry, aber diese Diskussion ist schon deutlich weiter! Sie sind mit Ihren "Argumenten", Phrasen und Fragen deutlich hinter der Kurve.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. September 2006 13:21

die Herren Paproth und Pütz: Ihr Grundrecht auf ungestörte Karriere

Richard Herden (richardherdenqwert)

Ihr Grundrecht auf ungestörte Karriere

in allen Ehren, unter diesen Umständen darf sich
aber niemand wundern, dass in Deutschland immer
weniger Kinder geboren werden bzw. vorwiegend
von Frauen, die beruflich wenig zu verlieren haben.

Während es in allen europäischen Nachbarländern
lange selbstverständlich ist, dass Frauen einen
Beruf erlernen und damit eigenes Geld verdienen
dürfen, wird das in Deutschland regelmäßig als
der Untergang des Abendlandes ausgemalt.

(gerne untermauert von kaffeehauspsychologischen
Theorien, wonach alle anderen Europäer verhaltens-
gestört seien, weil ihre Mütter berufstätig waren)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. September 2006 12:25

Herr Steffens, Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Franz Altmann (elviejo_136)

Während der erste Teil Ihres Beitrages vollen Respekt
verdient, frage ich mich bei der Lektüre des Restes,
ob der von derselben Person geschrieben wurde.

Erstens, Ihr Lobbyverband hat offenbar diesen konditionierten Reflex, bei jeder beliebigen Gelegenheit eines seiner vorgedruckten Anspruchskärtchen zu zücken,
wonach der Staat ihm mehr Geld geben soll.

Woher das Geld kommen soll (ohne noch mehr
Schulden zu Lasten zukünftiger Generationen
zu machen) und ob die bisherigen Subventionen
überhaupt sinnvoll eingesetzt werden, bleibt offen.

Zweitens, wie bitte soll ich verstehen, dass "Emanzen"
unfähig sind, "einen Mann so zu behandeln, dass er sie
erträglich behandelt" ???

Sind Spanierinnen, Italienerinnen oder Französinnen
allesamt "zickige Emanzen", weil es in diesen Ländern
als normal gilt, dass Frauen berufstätig sind ?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. September 2006 10:31

Danke, Herr Bayerl!

Peter Luther (HAHOHE)

Vielen Dank, Herr Bayerl. Ideologisch verblendet und im Prinzip schlecht oder fehlinformiert sind leider immer mehr Menschen. Oft sind gerade jene, die laufhals nach Freihiet und Selbstverwirklichung schreien diejenigen, die die Freihiet nur für sich und ihre Ansichten wollen, andere Meinungen aber nicht gelten lassen. Das ist aber nicht demokratisch!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. September 2006 23:48

Herr Braun und das Grundgesetz

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Ja Sie haben Recht im Deutschen Grundgesetz gab es keine Gleichberechtigung, es verbietet die Wehrpflicht für die Frau, da sind andere Länder "weiter" als wir.
Und wenn sie einen Blick ins Familienrecht riskieren, gibt es noch viel weniger Gleichberechtigung, hier wird die Frau massiv bevorzugt, auch hier sind andere Länder weiter (Schweden).
Nun gibt es erste Statisiken über die Qualität der Säuglingsversorgung (Stillen) in Deutschland, (das wurde bisher vermieden) nun, raten sie mal Herr Braun, ja richtig, auch hier sind die Skandinavierinnen besser, obwohl sie mehr arbeiten und von den Männern (per Gesetz) weniger alimentiert werden.
Sie sehen das Problem nicht, Sie leben ausschliesslich in (falschen) ideologischen Vorstellungen von "Gleichheit".
Da ist doch so ein Buch von einer Frau Balsam auf eine männerfeindliche Fehlentwicklung in Deutschland. Da hilft auch kein "Ausländer-Alibi", das trifft nicht unser Thema.
Salve

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. September 2006 20:08

Nix begriffen!

Peter Luther (HAHOHE)

Leider gar nix, Herr Braun!

Die so wichtige Wahlfreiheit haben wir bereits! Jetzt und heute! Mann UND Frau!!!
Welche Bedeutung messen Sie denn den Ausführungen einer einzelnen Person zu? Hallo? Es ist EINE Meinung. Eine, die Ihnen nicht gefällt. Na und, dann ignorieren Sie diese doch. Diese Meinung schränkt in KEINER WEISE Ihre Freiheit ein. Und. Frau Herman hat - wie Sie - das Recht, ihre Meinung zu äußern!
Was mein "Bild" mit Ausländern zu tun hat? Ganz einfach: Es sollte zeigen, dass es eben gar nicht darauf ankommt, ob ein Mensch sog. Ausländer oder sog. Deutscher ist. Denn der Deutsche ist außerhalb Deutschlands eben auch ein Ausländer. Und wenn er sich dort daneben benimmt (Sie bestätigten ja bereits die Kenntnis solcher Fälle) dann wäre es nur richtig, wenn sich die dortigen Einheimischen darüber aufregen. Und: Das angewiderte Landsleute wie Sie und im übrigen auch ich, die Seite wechseln oder - wenn möglich - versuchen, die eigene Herkunft zu verbergen, um nicht mit jenen in Verbindung gebracht zu werden. Wohlgemerkt: Dies wären dann Deutsche gewesen - keine Ausländer (aus unserer Sicht). Dies nur dazu, dass es mir keinesfalls um sog. Ausländer geht. Jetzt verstanden?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. September 2006 16:47

Herr Luther: Schulbildung für Mädchen und Eva H.

Christian Braun (christianbraun)


Für Schlagzeilen sorgen manchmal extreme
Fälle, wo die Schulpflicht gegenüber
"integrationsresistenten Eltern" notfalls
von der Polizei durchgesetzt werden musste.

Gemeint sind meistens Einwandererfamilien
mit streng-islamischem Hintergrund (und
in Einzelfällen auch christliche Sekten).

Wenn nun eine Eva H. öffentlich doziert,
dass Mädchen schon eine gewisse Schul-
und Ausbildung haben sollten, aber nicht
zuviel davon, weil sonst die Gefahr bestünde,
dass sie "ihre ehelichen Pflichten" (?) vernachlässigten,

dann ist das ein Schlag ins Gesicht
für jeden einzelnen Bürger, egal ob
eingewandert oder eingeboren, der sich
bemüht, seine Töchter gleichberechtigt
ins deutsche Bildungssystem zu integrieren,
damit sie später auch wirtschaftlich auf
eigenen Füßen stehen *KÖNNEN anstatt vom
Staat oder Ehemann abzuhängen. (*Voraus-
setzung für jede Wahlfreiheit)

Übrigens: ja, ich habe schon einmal im Urlaub
die Straßenseite gewechselt, als mir mitten in
der Stadt ein Pulk offensichtlich angetrunkener
Landsleute in skurrilen kurzen Hosen entgegenkam.
Was hat das mit Einwanderung und Integration zu tun ?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 22:14

Es ist schon unerträglich,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

wie man sich mittlerweile öffentlich öffentlich beschimpfen lassen muss.
Wenn eine Frau mit ihrer Mutter- und Hausfrauen-Rolle sehr zufrieden und ausgelastet ist und ihre kreativen Lebensvorstellungen vermutlich weitaus eher und nachhaltiger verwirklicht, als sie dies als Bürokauffrau, Friseuse o.ä. tun könnte und gemeinsam mit ihrem Mann liebevoll die Kinder erzieht, u.a. für solche "Steuerzahler"(?) wie sie hier auftreten, um sich dafür von diesen Leuten noch zynisch verhöhnen zu lassen, dann ist dies schon eine Unverschämtheit, die sich die große Zahl der treusorgenden Mütter und Väter nicht mehr lange bieten lassen sollte!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 18:12

Nein Herr Braun,

Peter Luther (HAHOHE)

Sie brauchen mich überhaupt nicht zu belehren. Es bedarf auch des Hinweises nicht, wonach mancher Ausländer besser deutsch spricht als leider immer mehr Inländer. Das ist leider zweifellos richtig! Dass jeder nach seiner Facon glücklich werden solle bezweifle ich im Grunde auch nicht. Aber was ich überhaupt nicht verstehe ist, mit welcher Power hier auf Frau Hermans Lebensphilosophie einge"droschen" wird, obwohl sie genau dies tut. Sie sagt Ihre Meinung. Sie tut dies ebenso wie Sie oder ich. Das ist doch wohl ihr gutes Recht, oder nicht? Haben Sie etwa Angst vor der Meinung einer einzelnen Person? Das glaube ich kaum. Sie müssen sich ja von ihr nicht beeinflussen lassen. Das tun Sie doch sonst sicher auch nicht! Ach übrigens - nur damit Sie gar nicht erst auf falsche Gedanken kommen: Lassen Sie uns gleich klarstellen, was genau hier ggf. mit "Ausländer" gemeint ist. Ich glaube nämlich, dass Sie das von mir angeführte Beispiel sehr genau verstanden haben! Geantwortet haben Sie aber mit der typisch deutschen "Einstellung". Selbstverständlich ist nicht Ausländer = Ausländer! Ebenso wenig wie Inländer = Inländer ist. Sind Sie im Urlaub auch schon mal auf die andere Straßenseite gegangen...weil vorne "Deutsche" waren? Eben!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 17:04

Eva Herman und die Demokratie

Niko Akathari (NikoA)

Die Diskussion um Eva Hermans Eva-Prinzip macht deutlich, wie meilenweit wir in Deutschland von einer freiheitlichen Grunordnung entfernt sind.

Der als Demokratie institutionalisierte Sozialismus machts möglich: Jeder empfindet schon eine andere Meinung als bedrohlich, nicht erst einen anderen Lebensstil. Mit Wortgewalt wird um die Oberherrschaft der eigenen Sichtweise gerungen. Warum? Weil jede Meinung das Potential hat, Gesetz für alle zu werden.

Und das ist das genaue Gegenteil von Freiheit. Kein Mensch ist mehr sicher. Es gibt praktisch keinen Bereich mehr, in dem Individuen als je eigene Persönlichkeiten in Ruhe gelassen werden. Alles muß geregelt sein.

Die stickige Luft in Deutschland kommt nicht von links und nicht von rechts, nicht von vermeintlich Konservativen oder Progressiven. Die stickige Luft in Deutschland: Sie kommt aus der Mitte. Sie kommt von dem Glauben, daß alles normal sein muß.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 17:03

Herr Luther: die eigene Freiheit und die der Anderen

Christian Braun (christianbraun)

Muss ich Sie extra daran erinnern, dass ein Unterschied
zwischen persönlichen Weltanschauungen (denn jeder
soll nach seiner Façon glücklich werden) und öffentlich
gepredigten Heilslehren, die, wie hier schon mehrfach
dargelegt, dem Gleichbehandlungsgrundsatz unserer
Verfassung widersprechen, besteht ?

Wie würden Sie den Einbürgerungsantrag eines Arabers
bewerten, der solche Thesen von sich gibt ?

Ohne jetzt diese Diskussion zu sehr vom ursprünglichen
Artikel zu entfernen: Ihre Bemerkung, dass die meisten
Einwanderer "kaum Deutsch" könnten, ist ebenfalls im
Ton völlig daneben. Das mag ja für die Leute zutreffen,
die Sie kennen. Meine Frau ist in Düsseldorf geborene
Tochter türkischer Einwanderer und spricht besser
Deutsch als manche germanischen Halbanalphabeten.
(und obwohl ihre Eltern einfache Arbeiter waren,
haben sie dafür gesorgt, dass Sohn und zwei Töchter
bis zum Universitätsdiplom studierten)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 15:49

Stichwort Verfassung

Simon Friederich (sfriede1)

Es ist schön, wenn manche hier die Frage vertiefen, inwiefern Hermans Thesen möglicherweise in Konflikt mit unseren Grundwerten stehen. Da bietet sich die Frage "Wie würden wir solche Ansichten aus dem Munde einer/s Integrationswilligen bewerten?" zur Schärfung unserer Intuitionen hervorragend an.
Der "Einbürgerungstest Badem-Württemberg", sicher eher ein Kind konservativer Strömungen, fragt etwa
"Sind Sie der Meinung, dass bestimmte Berufe nur Männern oder nur Frauen vorbehalten sein sollten?"
und ein "ja" wird hier gewiss nicht als plus beim Einbürgerunsantrag gewertet. Herman fordert zwar nicht, dass Frauen von bestimmten Berufen juristisch ausgeschlossen werden sollen, sie sollten ihr zufolge aber freiwillig auf (aus Sicht der Männer attraktive) Jobs verzichten. Damit stärkt sie ohne Zweifel reaktionären und grundrechtswidrigen Bestrebungen den Rücken, gerade aufgrund ihrer exponierten und einflussreichen Position in unserer Gesellschaft.
Stimmen im Stile von "Warum diese Aufregung um Herman?" sind daher verfehlt. Wenn Errungeschaften der letzten Jahrzehnte auf dem Gebiet der Grundrechte in Frage gestellt werden, muss man protestieren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 15:05

Mit Verlaub, Herr Braun!

Peter Luther (HAHOHE)

Es ist doch nun bitte in keinem Fall eine Verletzung von Grundrechten, wenn ein Mensch seine Meinung äußert! Es ist schon wirklich mehr als verwunderlich, mit welchen Bandagen hier teilweise gearbeitet wird, um eine andere Meinung in Mißkredit zu bringen. Und: Wer sich hier im Ton vergreift wäre in der Tat eine Auswertung wert. Sachlichkeit ist und bleibt gefragt!
Und was das alles mit Einwandererfamilien zu tun haben soll wissen Sie wahrscheinlich allein. Viele von ihnen können doch - wenn man den Veröffentlichungen und dem eigenen wachen Auge und Ohr glauben darf - auch in der übernächsten Generation nicht oder kaum Deutsch. Wie sollen sie sich denn dann mit derart gesellschaftlichen Themen inhaltlich auseinander setzen?
Außerdem: Was hier so inbrünstig diskutiert wird ist die Meinung und Haltung einer Bürgerin. Nicht mehr und nicht weniger! Was das mit der Verfassung zu tun haben soll kann ich nicht nachvollziehen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 14:13

Herr Herden, normalerweise schreibe ich nicht zur Person

Norbert Pütz (4nevergiveup)

sondern zur Sache. Persönliche Angriffe und Unterstellungen nutzen in einer sachlichen Besprechung gar nichts, disqualifizieren höchstens den Urheber.
In einer Familie mit 3 oder mehr Kindern ist der Beruf der Mutter ein Fulltimejob. Außerdem brauchen Kinder die Anwesenheit der Mutter rund um die Uhr. Das läßt erst im Laufe des Teenageralters langsam nach, aber gebildete Eltern sind auch danach noch als Ratgeber und Helfer begehrt.
Wohin das von Christa Meves bekannte Wort "Postpaketdasein" führt, wissen wir: Drogenrekorde unter der Jugend, Selbstmordrekorde und vieles andere. Morgens sind Erzieherinnen, nachmittags Babysitter und abends wieder andere die ständig wechselnden Bezugspersonen. Kinder können das nicht vertragen, auch wenn sie es nicht kapieren. Aber später sieht die Beziehung zu den Eltern eben nicht so gut aus.....
und bereitet vielen Eltern mehr Kummer als Freude. Das kann man sich sparen. Man braucht nicht jeden Luxus, um in und mit der Familie glücklich zu sein.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 14:12

verfassungsfeindlich ?

Christian Braun (christianbraun)

Einige vergreifen sich hier verbal im Ton,
trotzdem teile ich die Einschätzung, dass
Fr. Herrman mit ihren Thesen die ethische
Basis unseres Grundgesetzes verletzt: ein
Prinzip unserer Verfassung ist nämlich,
dass alle Bürger unabhängig von Religion,
Hautfarbe oder Geschlecht grundsätzlich
dieselben bürgerlichen Grundrechte haben.

Dieses Prinzip der bürgerlichen Grundrechte
auch für Frauen war in Deutschland zuerst
höchst umstritten und konnte 1946 nur gegen
erbitterten Widerstand der Konservativen
durchgesetzt werden, sollte mittlerweile
aber gesellschaftlich etabliert sein.

Was für Deutsche gilt, trifft in stärkerem
Maße für Frauen und Mädchen aus Einwanderer-
familien zu: sie sehen sich oft erheblichem
Gruppenzwang ausgesetzt und brauchen sichere
Gesetze als Argumentationsgrundlage, z.B. in
Frankreich das Kopftuchverbot an Schulen.

Ein Schlag ins Gesicht aller Integrations-
bemühungen ist es daher, wenn medienwirksam
die Unterordnung der Frau gerade von einer
Deutschen gefordert wird.

Muslimische Mädchen in Deutschland
werden es dank Eva H. etwas schwerer
haben, zu argumentieren, warum sie
traditionelle Rollen und Strukturen
in Frage stellen wollen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 13:12

Auch Sie Herr Altmann,

Peter Luther (HAHOHE)

können offenbar - wie schon etliche SchreiberInnen vor Ihnen - nicht demokratisch akzeptieren, dass es eben doch auch anders geht.
Und dann hat plötzlich auch noch (wie ungewöhnlich im aktuellen Mainstream der sog. Selbstverwirklichung) ausgerechnet eine Frau eine andere Meinung. Also DAS geht ja nun gar nicht, oder? Am besten, man macht diese Person irgendwie mundtot oder befördert sie zur Unperson. Die "passt" nicht!
Aber: Was äußern Sie in Ihren Worten für ein Grundverständnis genau von dem, was Sie eigentlich vehement einfordern? Freiheit ja, aber offenbar nur jene, die SIE meinen? Nein nein, so läuft das NICHT!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 12:56

Lieber Herr Pörschke,

Peter Luther (HAHOHE)

es ist ein schlichtes UNDING, manche Mitbürger als "Paschas" zu bezeichnen - und dann auch noch zu unterstellen, diese würden prügeln. Wo leben wir eigentlich? Oder besser, wo leben SIE eigentlich? Ich verbitte mir jedenfalls diese Art der Unterstellung! Bei Ihnen geht - ebenso wie bei Frau Lotz übrigens - offenbar nur schwarz oder weiß, nicht wahr?
Aufgepasst: Es gibt IMMER NOCH Menschen in Deutschland, die schaffen es vernünftig miteinander auszukommen ohne unnötig Zeit und Aufwand für SELBSTVERSTÄNDLICHES zu verplempern. Bei Ihnen scheint es ohne Rustikales in Sprache und Schrift gar nicht mehr zu funktionieren. Sehr bedauerlich, wirklich!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 12:51

freier Wille und gesellschaftlicher Druck

Franz Altmann (elviejo_136)

Jedes Paar sollte in freier, eigener Verantwortung
einen Konsens über die Verteilung der Aufgaben
zwischen Haushalt, Kindererziehung und Beruf finden.

Traurig, dass man sowas in Deutschland im Jahr 2006
noch extra betonen muss.

Drängen allerdings die äußeren Bedingungen einseitig
in eine bestimmte Richtung, kann man nur noch bedingt
von freier Entscheidung sprechen.

Manches ist in den letzten zehn Jahren zwar freier
geworden: es ist inzwischen auch in Deutschland
(nachdem es in allen anderen europäischen Ländern
längst selbstverständlich war) akzeptiert, dass
eine Frau einen Beruf erlernen und ausüben und
damit eigenes Geld verdienen darf.

Mehr oder weniger akzeptiert jedenfalls. Konservative
Feuilletonisten jammern immer noch bzw. schon wieder,
dass "frei herumlaufende" Frauen ein Indiz für den
bevorstehenden Zerfall unserer Gesellschaft seien.

Würde ein muslimischer Einwanderer derartige Ansichten
äußern, bekäme er mit Recht verbale Prügel. Äußert sie
ein "echter" Deutscher, sind sie salonfähig und wert,
in Buchform unters bedrohte Volk gebracht zu werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 12:39

Herr Pütz, damit Sie ungestört Karriere machen können,

Richard Herden (richardherdenqwert)

brauchen Sie offenbar jemanden, der Ihnen

- morgens Kaffee und Hemden zurechtlegt
- mittags die Bude putzt
- abends Schnitzel und Bier auf den Tisch stellt

und das alles noch vom Steuerzahler finanziert.

Ist es Ihnen schon mal durch den Kopf gegangen,
wie es wäre, wenn Sie sich selbst um ihre Kinder
kümmerten ? Oder graust Ihnen zu sehr davor ?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. September 2006 12:29

prügelnde Paschas

Michael Pörschke (michaelpoerschke)

durften letzte Woche doppelt frohlocken:

Die türkischstämmige Rechtsanwältin Serap Çileli
hat ihre Zulassung zurückgegeben und wird fortan
keine Opfer von Verschleppungen und Zwangsheiraten
mehr vor Gericht verteidigen.

Gleichzeitig schwärmt die deutsche Eva Herman
vom stillen Glück der Unterwerfung und fordert
andere Frauen auf, dem Mann zu dienen und
untertan zu sein.

Menschenverachtende Ideologie solcher Machart,
gegen die sich inzwischen selbst junge Iranerinnen
zunehmend erfolgreich zur Wehr setzen, würde mit
Recht jedem einwanderungswilligen Moslem als
verfassungsfeindlich angekreidet.

Sind damit aber deutsche Frauen gemeint, jubeln
unsere eingeborenen selbstzufriedenen Paschas.

Das europaweit einzigartig rückständige deutsche
Frauenbild vom unmündigen Heimchen am Herd
wird immer einzelne Anhänger finden. Ebenso
gibt es Frauen, die freiwillig einen Burka tragen.

Daraus aber eine Ideologie abzuleiten, die den
deutschen Frauen die mühsam vor gerade mal
30 Jahren erstrittenen bürgerlichen Grundrechte
wieder aberkennen sollte, ist unter allem Niveau.

Liebe Paschas: geht doch nach Afghanistan und
werdet dort glücklich (solange es die Frauen sich
dort noch gefallen lassen).

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. September 2006 18:05

unbequem

Kai Klinge (kaaa)

Ich danke Frau Herman für ihren Mut und ihre Unbequemlichkeit, sich vom Zeitgeist des "gender mainsteaming" (Artikel dazu in dieser Zeitung) abzuheben und zu widersprechen!
Männer könnten dies ja glaubhaft gar nicht mehr tun. So weit sind wir schon.
Die meisten Beiträge hier sind Balsam gegen das, was man fast täglich in dieser Gesellschaft an Unnatürlichkeit ertragen muss.
Ich bin ein Mann und ich möchte einfach nur meinen mir möglichen Teil beitragen ohne mich dafür entschuldigen zu müssen und ohne jeder Belohnung dafür beraubt zu werden.
Genau das gleich gilt für die Frauen.
Packen wir das Leben doch endlich wieder gemeinsam an!


Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. September 2006 02:01

Wäre der Mensch geschlechtslos, gäbe es nicht Mann und Weib

Daniel Rossmann (Danielrossmann)

Wäre der Mensch geschlechtslos, gäbe es nicht Mann und Weib, dann könnte man träumen, daß die Völker der Erde zu Freiheit und Gleichheit berufen seien. Indem aber Gott der Herr M. und W. schuf, hat er die Ungleichheit und die Abhängigkeit als eine Grundbedingung aller menschlichen Entwicklung gesetzt. Es ist der verwegenste Gedanke des mod. Radikalismus, daß das Verhältnis der Ungleichheit und Abhängigkeit auch zw. M. und W., wie es die Natur gegeben, wie es die Sitte von Jahrtausenden weitergebildet u. in die ehernen Tafeln aller Gesetzgebungen eingeschrieben hat, ein Ausfluß barbarischer Tyrannei ein bloßes Siegeszeichen der rohen physischen Gewalt sei. Die älteste Satzung des widerrechtlichen sozialen Despotismus steht diesen freien Geistern in den Eingangskap. der Genesis wo zum Weibe gesagt ist: „Dein Wille soll deinem Manne unterworfen sein und er soll dein Herrn sein.“ In dem Gegensatz von M. und W. ist die Ungleichartigkeit der menschl. Berufe und damit auch die soziale Ungleichheit und Abhängigkeit als ein Naturgesetz aufgestellt. Wer M. und W. nicht wieder zur Geschlechtseinheit zurückführen kann, der vermesse sich auch nicht, das Menschengeschl. zur sozialen und pol. Einheit und Gleichheit zu führen.

W. H. Riehl

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. September 2006 01:58

Wäre der Mensch geschlechtslos, gäbe es nicht Mann und Weib

Daniel Rossmann (Danielrossmann)

Wäre der Mensch geschlechtslos, gäbe es nicht Mann und Weib, dann könnte man träumen, daß die Völker der Erde zu Freiheit und Gleichheit berufen seien. Indem aber Gott der Herr M. und W. schuf, hat er die Ungleichheit und die Abhängigkeit als eine Grundbedingung aller menschlichen Entwicklung gesetzt. Es ist der verwegenste Gedanke des mod. Radikalismus, daß das Verhältnis der Ungleichheit und Abhängigkeit auch zw. M. und W., wie es die Natur gegeben, wie es die Sitte von Jahrtausenden weitergebildet u. in die ehernen Tafeln aller Gesetzgebungen eingeschrieben hat, ein Ausfluß barbarischer Tyrannei ein bloßes Siegeszeichen der rohen physischen Gewalt sei. Die älteste Satzung des widerrechtlichen sozialen Despotismus steht diesen freien Geistern in den Eingangskap. der Genesis wo zum Weibe gesagt ist: „Dein Wille soll deinem Manne unterworfen sein und er soll dein Herrn sein.“ In dem Gegensatz von M. und W. ist die Ungleichartigkeit der menschl. Berufe und damit auch die soziale Ungleichheit und Abhängigkeit als ein Naturgesetz aufgestellt. Wer M. und W. nicht wieder zur Geschlechtseinheit zurückführen kann, der vermesse sich auch nicht, das Menschengeschl. zur sozialen und pol. Einheit und Gleichheit zu führen.

W. H. Riehl

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. September 2006 00:06

Beruf "Mutter"

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Ich (Arzt und Vater) beneide meine Frau um ihren Hauptberuf "Mutter" und erkenne ihn im Gegensatz zu unserer professionalisierten medialen Meinungsmaschinerie selbstverständlich an. Wo und wann immer möglich widme ich mich meiner Vater- und Hausmann-Rolle, und ich tue dies sehr gerne.
-
Warum wird ein solches Familienmodell nur bei jeder sich bietenden Gelegenheit und in teilweise unverschämter Art und Weise niedergemacht?
Der Grund wird fast immer schnell klar, wenn man einmal bei diesen "Modernitätsinquisitoren" nachfragt: Es handelt sich nämlich fast durchweg um "echte" Singles oder DINKies (Double Income - no Kids)...

Noch Fragen???

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 17:46

Danke für den Zuspruch

Martina Lange (scoutgermany)


Vielen Dank für die angenehme Reaktion. Ich halte das von den Feministinnen forcierte Frauenbild tatsächlich für frauenfeindlich, weil es unglücklich macht durch Überforderung. Gleichberechtigung sollte nicht heißen ich verdiene das Geld und den Rest mache ich auch noch, das aber ist der Alltag in deutschen Familien. Der Klassiker: Mein Mann treibt Sport während ich einkaufen gehe Zitat " Es ist doch alles da " Schon mal gehört ?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 17:05

Aber Frau Lotz,

Peter Luther (HAHOHE)

und all die anderen "Kritisierer(innen): Warum lassen Sie denn Frau Herman nicht einfach ihre Meinung in diesem von Ihnen selbst herbeigerufenen Freiheitsaufruf? Gilt Ihr Aufruf denn nur für den zeitaktuellen "Mainstream"? DAS kann es ja wohl nicht sein, oder?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 16:53

bravo Claudia

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)


"Niemand hat soviel Zeit für die persönliche Sebstverwirklichung wie die Vollzeit-Hausfrau, - auch ihre Kinder sind nicht ewig schreiende und quengelde Babys."

das heißt bei unserer heutigen Lebenserwartung besonders der Frauen ist die "Kinderzeit" eine eher kleine überschaubare Periode des Lebens einer Frau geworden, wenn auch eine wichtige, vielleicht die wichtigste. Eine Periode, die von allen Männern aller Zeiten unbestritten auch eine Leistung anerkannt wird.
Es gibt also heute nicht nur das entweder oder, weil diese Phase so kurz ist, sondern ein sowohl als auch, nur nicht zur gleichen Zeit.
Ohne Kinder kann man durchaus die "nur-Hausfrau" als Luxus bezeichnen,
Luxus immer nur gemessen an den gestiegenen Konsumwünschen (Wohnung, Auto, Urlaub und sonstige Freizeit.), vom eigenen Haus ganz zu schweigen.
Und Frau A. Schwarzer beschimmpft diese Frauen noch, nur weil sie ein total gestörtes Verhältnis zu Männern hat, die das nicht ungern sehen.
Gruss

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 14:36

Was für eine Selbstverwirklichung?

claudia otlo (claudiao)

Für die meisten Frauen (und Männer) ist der Beruf nicht Selbstverwirklichung oder gar "natürliche Veranlagung", sondern dient dem Geldverdienen, dem Erreichen und dann der Gewährleistung eines bestimmten Lebensstandard. Ohne Bezahlung würde kaum jemand seine Tage und Jahre im Büro verbringen.

Da die wenigsten vollzeit-berufstätigen Frauen und Mütter ihre Freizeit voller Elan mit Putzen, Bügeln, Waschen ausfüllen, glaube ich, das dies für die allerwenigsten Frauen Selbstverwirklichung oder gar natürliche Veranlagung ist.

Damit bleibt nur noch die Freizeit zur persönlichen Selbstverwirklichung. Und davon haben die Vollzeitberufstätigen (die ja auch einen Haushalt und auch Kindern haben) relativ wenig.

Niemand hat soviel Zeit für die persönliche Sebstverwirklichung wie die Vollzeit-Hausfrau, - auch ihre Kinder sind nicht ewig schreiende und quengelde Babys.

Berufstätigkeit als "der Weg zur Selbstverwirklichung" für Frauen ist eine Lüge. Nur - das Gleiche gilt auch für Männer.

Zum Glück erwarten die Männer jedoch nicht, dass wir Frauen ihnen ihre Selbstverwirklichungstrips finanzieren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 14:30

Herman und das GG

Simon Friederich (sfriede1)

Kein Wunder, wenn Hermans Thesen viele von uns provozieren. Wir, insbesondere meine Geschlechtsgenossen, sollten uns klar machen, dass ihre Ansichten mit einiger Berechtigung als extremistisch bezeichnet werden können, und zwar aufgrund des Spannungsverhältnisses, in dem sie zu unserer Verfassung stehen: Artikel 3.3 GG verbietet Benachteiligung aufgrund von u.a. Geschlecht, Rasse und Religionszugehörigkeit, Art. 3.2 nochmals verstärkt bez. Geschlecht.
Betrachten wir etwa eine Aussage aus dem "Cicero"-Artikel (Cicero, Nr.97): "Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen." (wobei diese "Maße" offenbar deutlich enger gedacht sind als die entsprechenden für Männer) Einen Menschen, der eine analoge Aussage bezügl. Menschen anderer Hautfarbe oder anderer Religion trifft, würden wir zurecht als in Konflikt mit dem GG ansehen.
Warum nicht auch Herman? "Extremistisch" sind ihre Thesen also, genau wie die der begeisterten Herren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 13:15

Aufregung der Feministinnen

Randolf Treutler (Randolf1958)

Sollte Frau Hermans nicht doch einen wunden Punkt getroffen haben, denn wie erklärt sich sonst die hitzige Diskussion und Aufregung über ihre Aussagen?
Ich glaube, der Grundgedanke, der dem Feminismus zu Grunde lag, hatte seine Berechtigung, das heutige Resultat aber ist die Zerstörung unserer Kultur!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 13:14

EVA - Prinzip

Christian Knoche (christian.knoche)

Ich finde das Aufhebens um Eva Hermans Buch überflüssig und durchschaubar als Verkaufstaktik.
Fakt ist doch, das jeder tun und lassen kann was er will, und zwar unabhängig vom Geschlecht. Das dies so ist in unserer Gesellschaft hat lange gedauert und ist gewiss nicht von Eva Herman zu verdanken. Ob es nun Frau Schwarzers Verdienst ist, die ich nebenbei bemerkt als unangenehm in Ihrem Auftreten empfinde, sei dahingestellt. Auch vertritt sie in Ihren Büchern Thesen, die nicht nur haarsträubend sind sondern auch definitiv wiederlegbar (Siehe FAZ vom 07.09.06 Beitrag "Der kleine Unterschied").
In jedem Falle aber ist es wesentlich eher ihr Verdienst als der von Frau Herman, und ich kann den Zorn Frau Schwarzers durchaus nachvollziehen, wenn sie sich hintergangen fühlt.
Das wirlich wichtige ist jedoch: ob Frau oder Mann, jeder hat heute die Wahl und kann sich frei entscheiden. Und jeder Mensch weiß auch, was ihn glücklich macht. Wozu brauchen wir also Bücher von Frau Schwarzer oder Frau Herman noch?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 11:28

Nicht von der Hand zu weisen !

Markus Teuber (arathorn)

Frau Hermans Analysen sind durchaus nicht ganz unrichtig und mit bloßem "Emanzipations-Getöse" einfach so abzutun.
Was aber sollen in etlichen Kommentaren diese dümmlichen Bemerkungen:
...
Kunsthistorikerinnen
- Philosophinnen
- Psychologinnen
- vergleichende Literaturwissenschaftlerinnen
- Frauenforscherinnen
- Gleichstellungsbeauftragtinnen
- Verwaltungsangestelltinnen
- und alle anderen –innen des öffentlichen Dienstes
?

Es gibt auch PhilosophEN,PsychologEN,LiteraturwissenschaftlER
Frauen(Männer)forschER,GleichstellungsbeauftragtE,Verwaltungs-
angestelltE und andere ER im öffentlichen Dienst.

Was soll also dieser Unfug ?

Leisten solche Berufsgruppen dann bessere Arbeit,wenn sie von Männern besetzt sind ?
Offenbar haben Manche vom Ausgleich zwischen den Geschlechtern immer noch nichts begriffen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 09:31

Das Eva-Prinzip

Friedrich Berger (Friedrich2006)

Wir sollten das alles nicht so ernst nehmen. Frau Herman ist eine gute Provokation gelungen. SIe wird mit dem Buch viel Geld verdienen. Danach wird es ihr materiell noch besser als jetzt schon. So ist die Welt heute. Leider..!!! Wohl dem, der die Chance erkennt. Es stand jedem frei, auch so ein Buch zu schreiben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 09:23

Hausmann

c w (Spyro1)

ja, auch ich war vor Jahren sehr gesund Emanzipiert. Na klar, Kinder wollte ich auch. Aus purer finanzieller Notwendigkeit (ich bin Banker, mein Mann Handwerker) haben wir die Rollen getauscht. Er kümmert sich um die Kinder (das macht er wirkllich gut), ich um das Konto (das klappt auch nicht schlecht), soweit so gut.
Es funktioniert seit 5 Jahren nicht. Mir ist mittlerweile völlig unbegreiflich, wie mein Mann einen kleinen Betreib geleitet hat. Von Organisationstalent und Motivation keine Spur mehr zu entdecken.
Für mich bedeutet das: 10 Stunden Arbeitstag + Anfaht und Pausenzeiten ca. 12 Stunden außer Haus. Feststellen, was wieder mal alles im 4 Personen Haushalt liegen geblieben ist, To-Do-Liste für morgen besprechen, Kinder ins Bett bringen...Wochenende...die unerledigten To-Dos füllen mittlerweile wieder lässig 2 Tage aus, die Wohnung gleicht einem Schlachtfeld, Kochen ist auch meine Sache...Zeit für mich..was ist das?..erst die Kinder und der Haushalt!
Ich habe früher über meine Freundinnen, die "Vollzeit-Hausfrauen" gelacht. Was treiben die den ganzen Tag, he?
Im nächsten Leben werde ich auch Hausfrau, nein Hausmann, das scheint mir noch ruhiger und erstrebenswerter zu sein;o)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. September 2006 01:40

Feierabendmütter

A. Ro-Nori (Steuerzahler)


Das eigentliche Problem der medialen Emanzipation ist, dass sich die Wortführerinnen minderwertig gegenüber den Frauen fühlen, die ganztags ihre Kinder betreuen und deshalb nicht damit aufhören den Status der Hausfrau abzudekradieren.

Auch Hausfrauen denken emanzipiert und erfolgsorientiert, mit dem Unterschied, dass sie auf Teamarbeit (Familie) ausgerichtet sind.

In dieser Hinsicht ist die Emanzipation schon längst vollzogen, nur die Bewegung ist sich noch nicht schlüssig, welches Frauenbild sie in der Öffentlichkeit hochhalten will.

Willkommen im ZICKEN-CLUB!

Mal ehrlich! Die Emanzipation begann mit der Antibabypille und verwirrte beide Geschlechter gleichermaßen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 22:47

Man muss Eva Hermann für ihren Mut bewundern

Siegfried Park (Sigip)

Eva Hermann wird vorgeworfen, selber nicht so gelebt zu haben, wie sie es idealisiert.
Wenn sie aber so gelebt hätte, würde sich keiner für das Buch interessieren.
Es ist eine Tatsache, dass die Meinungs-und-Artikulations-Macht der Frauen alleine in den Händen von einigen wenigen Emanzen liegt deren Wirklichkeitsdarstellung an der Lebenswirklichkeit der meisten Frauen weit vorbeigeht.
Eva Hermann ist Teil dieser Meinungselite. Deshalb die unglaubliche Wut dieser tief Getroffenen, sie wird den Status einer "Landesverräterin" erhalten.
Man muss sie für ihren Mut bewundern.

Sigip

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 22:24

Was ich mit dem Streik-Beispiel sagen will ...

Torsten Klier (TorstenKlier)

... ist, dass Kritik tiefer angesetzt werden muss.
Bevor wir fragen, ob Karriere Frauen gut tut, sollten wir den Charakter dieser angeblichen Karrieren untersuchen.
Wie viele Frauen machen wirklich Karriere, d.h. setzen sich durch auf dem freien Markt, wo nicht Quote sondern Leistung zählt?
Da zeigt sich schnell, dass sich bei wirklichen Karrieren und wirklicher BerufsTÄTIGKEIT seit Zeiten Kaiser Wilhelms selig kaum was geändert hat.
Sobald der Staat pleite ist (d.h. in spätestens 10 Jahren) werden die meisten der angeblichen Frauenkarrieren verschwinden – weil nicht mehr über Steuern finanzierbar.
Dann werden sich all die Karrierefrauen, die tüchtigen
- Kunsthistorikerinnen
- Philosophinnen
- Psychologinnen
- vergleichende Literaturwissenschaftlerinnen
- Frauenforscherinnen
- Gleichstellungsbeauftragtinnen
- Verwaltungsangestelltinnen
- und alle anderen –innen des öffentlichen Dienstes
auf dem freien Markt ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.
Nur, wer gibt freiwillig sein sauer verdientes Geld für deren Null-Leistung?

Den wirklich Tüchtigen wird das nicht schaden. Die werden weiter so viel leisten und viel verdienen wie jetzt. Aber wie viele, wie wenige, sind das schon?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 21:49

an Frau Lange

Stefanie Neubert (contactsteff)

Liebe Frau Lange!

Ich bin immer wieder dankbar für Menschen, die den Mut haben auch die unbequemen Wahrheiten auszusprechen. Respekt dafür und für Ihre Leistung als Frau in Beruf und Familie.
Wer einigermassen wach durchs Leben geht, weiss doch, dass nicht alles Gold ist was glänzt!!

Freundliche Grüsse,

Stefanie Neubert

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 20:51

Wer streikt ...

Torsten Klier (TorstenKlier)


... wenn der öffentliche Dienst mehr Geld will?
Klar, die die nützliche Arbeit machen, die Arbeit, bei deren Ausfall echt was fehlt.
Und wer macht die nützliche Arbeit?
a)
- Müllfahrer und
- Straßenkehrer
b)
- Kunsthistorikerinnen
- Philosophinnen
- Psychologinnen
- vergleichende Literaturwissenschaftlerinnen
- Frauenforscherinnen
- Gleichstellungsbeauftragtinnen
- Verwaltungsangestelltinnen
- und alle anderen –innen

Sie dürfen raten: a) oder b)

Oder habe ich da was verpasst?
Vielleicht streiken nächstes Jahr nicht mehr die Müllmänner sondern die Gleichstellungsbeauftragtinnen.
Die stehen dann vor´m Rathaus mit Trillerpfeife und Transparent:
GEBT MIR MEHR GELD HER
SONST STELL ICH NICHT GLEICH MEHR

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 19:01

das linke Establishment

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Querdenker, Infragesteller des Mainstreams - sie tun unsrer Gesellschaft gut. Schön, dass das linke Establishment mal ein wenig gekitzelt wird.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 18:24

Warum schreit ihr alle so auf ?

Martina Lange (scoutgermany)

Frau Hermann :ES IST NICHT ALLES FALSCH. Ich bin weiblich , 46 und habe 2 Töchter 21 und 18. Bin seit 22 J.verheiratet war immer im Beruf. Mittlerweile bin ich seit 7 Jahren Chefärztin für Anästhesie. Ich hatte selten eine Haushaltshilfe. Wie war das die letzten 20 Jahre: Hetzerei zwischen Familie und Beruf mit vielen Diensten und Überstunden, Fortbildungen am Wochenende, Hausarbeit, Kinder im Austauschschuljahr, fremde Kinder hier .... DER IDEALISMUS ICH KANN DAS ALLES SCHAFFEN--Sport ??? Kultur ??? Liebe ??? Geborgenheit ??? LEBEN ?????? Mit Mitte 30 hatte ich schwerste Erschöpfungszustände mit Nachtschweiß und Depressionen. Die Arbeit der Frau in der Familie findet kaum gesellschaftliche Anerkennung, schon gar nicht bezogen auf die Statussymbole dieser Gesellschaft. Und es ist doch tatsächlich so, dass man als Frau die Familie zusammenhält. man kocht sorgt und umsorgt macht sauber bügelt und versucht alles zu regeln, man sieht es und man macht es. (M)ein Mann sieht es nicht macht es selten nach Aufforderung. Ich nehme es ihm nicht mehr übel. Es ist einfach so. Ergebnis: ER denkt sie hat alles erreicht kann alles und braucht Niemanden. ER versteht nicht, daß man Geborgenheit braucht- ich habe alles und bin allein.




Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 17:46

hallo Klaus...Augen öffenen!

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

ich würde dir mal empfehlen, an einem sonnigen Wochenende am Rhein (oder sonst wo) spazieren zu gehen und junge Paare mit Kleinkindern zu beobachten.
Du wirst von 10 Paaren maximal eines entdecken, ich habe zuletzt kein einziges mehr gesehen, bei denen das Kind von der Mutter getragen wird, oder der Kinderwagen von der Mutter geschoben wird.
Über dein Schlagwort "Doppelbelastung" gibt es handfeste objektive Statistiken, bei der Hausarbeit der Berufsarbeit gleichgesetzt wird. Rate mal wer in Deutschland (bis zur Pension) mehr arbeitet.
Gruss

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 17:35

Wenn Selbstverwirklichung wiklich selbst......

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

.....geleistet würde, hätte wohl kein Mann etwas dagegen, da müßte man lediglich wie im fortschrittlichen Schweden Unterhaltsppflicht und "Versorgungsausgleich" für die geschiedene Frau komplett streichen.
Für mich gehört(e) das Kinderaufziehen jedenfalls zu einem primären Lebensziel. Mein jüngstes Kind "darf" ich noch alleine versorgen, da sich die Mutter "selbst"-verwirklicht, natürlich mit "Versorgungsausgleich".
Ein Umdenken ist überfällig und kann durchaus einmal mit etwas weniger Emotionen betrachtet werden.
In der Evolution ist nach heutigen Kenntnissen keineswegs nur das Fressen oder gefressen werden angesagt, sondern Zusammenarbeit, wie immer die auch sein mag und zwar Zusammenarbeit (Symbiose, Endosymbiose) von ungleichen Partnern!
Und was hat diese begünstigt? Nahrungsknappheit und äußere Gefahren.
Umgekehrt ist also die Trennung auf Kosten des (männlichen) Partners einfach zu lukrativ geworden, modern ist Schweden, liebe Damen.
Gruss

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 17:28

Einbahnstraße

Klaus Steffen (krs)

Frauen und Männer reiben sich verwundert die Augen: Die blanke Wahrheit hat sie angesprungen.

Viele Männer jubeln, weil sie damit ihren Unwillen und ihre Unfähigkeit verstecken können, innerhalb der Familie und im Haushalt die ihnen im Rahmen der Gleichberechtigung zustehenden 50% der Arbeit zu übernehmen. Warum können Männer nicht auch kochen, die Waschmaschine und den Trockner bedienen, mal die Hemden selbst bügeln und mit dem Staubsauger fachgerecht hantieren? Ganz einfach: Sie wollen es nicht. Und das ist zutiefst unfair.

Viele Frauen haben den Aha-Effekt: Warum soll nur ich eine Doppelbelastung auf mich nehmen? Dann doch lieber die Sphären teilen. So hat dann jeder seinen fest umrissenen Arbeitsbereich.

Männer allein sind es, die Frau Herrman berechtigen, dieses Buch zu schreiben. Männer sind es, die in diesem Lande unverantwortlich und unfähig sind. Frauen haben längst bewiesen, daß sie beides können. Männer fahren immer nur auf Einbahnstraßen. Mit gaaanz langen Ruhepausen beim Bier.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 16:35

Aufregung

Stefanie Neubert (contactsteff)

Ach Kinder, jetzt regt Euch doch wirklich mal nicht so auf.
Wisst ihr, was die wirklich emanzipierte Frau meiner Meinung nach macht? Das was sie will und kann und worin sie ihre Stärken sieht. Ohne viel Aufhebens und Rrumgemosere... dass kann eine Karriere sein, dass kann aber auch das glückliche Dasein als Hausfrau und Mutter sein... und es kann auch sein, ein Buch zu schreiben, in dem man Thesen aufstellt, die mal gerade nicht dem allgemein propagierten Trend entsprechen, weil man vielleicht für sich selbst festgestellt hat, das ein oder andere Mal in seinem Leben die falsche Entscheidung getroffen zu haben.
Die Erfahrung zeigt, je lauter geschrien wird, um so wahrer sind meistens die Anschuldigungen. Also sollten die Damen vielleicht doch einfach mal wirklich emanzipiert reagieren und auch diese Meinung gelten lassen. Oder wie sehe ich das?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 16:33

Ich mag Eva

Ullrich Buss (ullbus)

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Jeder sollte nach seinem eigenen Entwurf das Leben gestalten können. Mir fällt in der Debatte vor allem auf das beide immer das Wir gebrauchen Wir frauen, unsere usw. Toleranz wäre hier angebracht. Ich persönlich wünsche mir eine Frau wie Eva, die aus Überzeugung den Haushalt führt und auf die vielen Kinder aufpasst. Mit einer Karrierefrau könnte ich nichts anfangen, aber das ist wohl Geschmackssache.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 16:23

Shiva und Shakti

Ingo Hertrich (hertrich)

Konkrete Rollenteilung varriiert über Raum und Zeit. Eine gute Mutter kann die Mutter vieler Kinder sein, aber ihre Fähigkeiten auch als Vorstandsvorsitzende eines Grosskonzerns fruchtbar machen. Und ein prototypischer Shiva kann sowohl Haus-Manager und Freizeitleiter seiner eigenen Familie sein als sich extern als Jäger, Krieger, Abzocker oder Casanova herumtreiben. Die optimale Arbeitsteilung in einer Gesellschaft muss ständig neu an die jeweiligen sozioökonomischen Gegebenheiten angepasst werden. Was aber bleibt, das ist das allgemeine Prinzip von Shakti und Shiva, von Yin und Yang, von Madonna und mehr oder weniger tragischem Held. Wenn Evas Buch zur Diskussion um diese Erkenntnis beiträgt, dann ist es eine Bereicherung für uns alle.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 16:22

Mutti-Ideologie

Thomas Seifert (Thomas_Seifert)

Das Stichwort Mutterkreuz scheint zu sitzen - die Reaktionen verraten historisch tief verwurzelte Reflexe.

Es ist eigentlich sehr einfach. Schon ein kurzer Blick über unsere Grenzen - nach Frankreich oder Skandinavien - zeigt ja: Die Behauptung, für die gesunde Entwicklung der Kinder sei die hauptamtliche Ganztags-Mutti unverzichtbar, ist nichts anderes als (bestenfalls gedankenloses) Gefasel. Denn stimmte die Behauptung, müssten wir im Ergebnis von ganzen Nationen Verhaltensgestörter umgeben sein...

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Mehr und mehr erweist sich die deutsche Mutti-Ideologie als Isolationsmerkmal in Europa. Sie verursacht einen Modernisierungsrückstand, denn sie verhindert zeitgemäße Antworten auf Geburtenrückgang und Bevölkerungsschwund. Andere Länder sind da erheblich weiter.
Arbeitsteilung wird es immer geben (müssen), aber warum nicht auch wir Männer z.B. kochen oder waschen können sollten, muss mir erst mal jemand erklären. Weil wir den Frauen nicht ihre wahre Bestimmung verwehren wollen?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 16:22

E.Hermann vs. Kritikerinnen

Lothar Hollstein (Toni20)

Meine Damen,
frei nach Otto Waalkes : " Gehirn an Adrenalinproduktion :
auf Null fahren ! "
Etwas mehr Lockerheit und vor allem Toleranz wäre wirklich angebracht.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 16:07

Entlarvend

Jürgen Deimel (jotd)

Mir gefällt der Trubel um Frau Hermans Buch, ist er doch so wunderbar entlarvend für alle Beteiligten. Der Boulevard (und die Autorin) machen Auflage (und somit Kasse) und die Frauenbewegung zeigt die mittlerweile überholten Reflexe (wo große Gelassenheit angebracht wäre).

Der informierte Beobachter schmunzelt und bedauert, dass das ganze Palawer nur eines nicht erreichen wird: Respekt und Wertschätzung für Frauen, die sich für die Familie entscheiden und der Diskriminierung durch Feministinnen trotzen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 15:41

Das Eva Prinzip

Rainer Thesen (RainerThesen)

Frau Herman mag vielleicht manchmal überzeichnen. Das ist üblich, wenn eine Meinung prononciert verteten wird. Ihr Anliegen ist grundsätzlich berechtigt. Wer davor die Augen verschließt, ist hoffnungslos der 68er Ideologie aufgesessen. Nichts gegen Frau Schwarzer persönlich. Manchmal sagt sie ja auch was gescheites. Aber grundsätzlich liegt sie falsch. Vielleicht liegt das auch an ihrer persönlichen Situation. Hat man je etwas von einem erfüllten Familienleben dieser Dame gehört? So mit Mann und Kind(ern)? Wenn es das tatsächlich nicht gibt, dann erklärt das vieles. Wie war das noch: Das Sein bestimmt das Bewußtsein!?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 15:10

Wo bleibt die Toleranz, Frau Schwarzer?

Norbert Pütz (4nevergiveup)

Frau Schwarzer sollte den schönsten und wichtigsten Beruf "Mutter" nicht in den Dreck ziehen. Schon die Natur lehrt, dass nicht alle Menschen gleich sind, sonst müßten auch die Männer Kinder gebären. Das doofe Gefasel von Emanzipation ist ganz verfehlt, wenn es die natürlichen Gegebenheiten nicht beachtet, so wie Frau Schwarzer es tut. Jeder Mann sollte eine Frau hoch ansehen und ehren, die sich um die Kindererziehung und den Bau eines harmonischen Nestes zuhause kümmert. Sind beide Eltern berufstätig, leiden meist die Kinder darunter, deshalb sollte dieses Familienmodell die Ausnahme bleiben und nur dort zu finden sein, wo wirklich unüberwindbare Notlagen nichts anders zulassen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 14:55

Aber aber

boris grab (dBo2)

"„Feminismus, das bedeutet uneingeschränkt gleiche Chancen und Rechte - inklusive Pflichten! - für Frauen wie Männer.“
(Alice Schwarzer zu Eva Hermans Thesen)"

Nur schade, dass das bei Pflichten leider nicht der Fall ist. Wo ist da das käpferische Verhalten der Damen? Wo sind die Proteste? Oder ist Gleichberechtigung nicht überall erwünscht?
Dadurch geht die ganze Glaubwürdigkeit verloren.

Mehr als ein Interessenskapf ("rent seeking") ist es dann doch nicht

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. September 2006 14:42

Warum nicht?

Thomas Reimers (astrovoyager)

Warum wird darüber gestritten, ob die Selbstverwirklichung einer Frau in der Familie oder in einer Karriere liegen sollte? Jede Frau hat das Selbstbestimmungsrecht gerade diese Frage für sie selbst zu entscheiden. Die Thesen von Frau Schwarzer führen zu einer Verunsicherung der Frauen und setzen ein Bild der Frau in die Welt, dass nur eine Karrieremachende Frau die ultima ratio darstellt. Natürlich muss gelten, dass für gleiche Arbeit das gleiche Geld zu zahlen ist. Aber sehr häufig wird ein Leben als Hausfrau und Mutter als Leben zweiter Klasse diffamiert und herab gewürdigt.
In keinem Betrieb kann jeder alles. Hier wird schon immer Arbeitsteilung praktiziert. Warum auch nicht in der Familie? Wer jetzt welche Aufgabe übernimmt, sollte der Familie überlassen bleiben - bei gleicher gesellschaftlicher Wertschätzung und Toleranz.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 58 Lesermeinungen
1 | 2 | 3 | 4 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche