Alternativer Nobelpreis

Was haben Bianca Jagger und indische Religionsgelehrte gemein?

09. Dezember 2004 Es war eine Feierstunden wie bei den „richtigen“ Nobelpreisen. Im Parlament von Stockholm überreichte der schwedische König Carl XVI. Gustav am Donnerstag abend unter anderem Bianca Jagger den sogenannten Alternativen Nobelpreis. Doch das frühere Model war nicht die einzige Preisträgerin. Den offiziell „Right Livelihood Award“ betitelten Preis erhielten auch argentinische Wissenschaftler Raul Montenegro, die russische Menschenrechtsorganisation Memorials und die beiden indischen Religionsgelehrten Swami Agnivesh und Asghar Ali Engineer.

Die ehemalige Frau von Rockstar Mick Jagger wurde nach Angaben der Jury als Preisträgerin ausgewählt, weil sie demonstriert habe, wie eine Prominente den Ausgebeuteten und Benachteiligten helfen könne. „Alles, was ich tue, hat den Zweck, der Gerechtigkeit zu dienen - der sozialen und wirtschaftlichen Gerechtigkeit“, sagte Jagger bei der Verleihungszeremonie. Das Preisgeld werde ihr dabei helfen, eine Stiftung für die Fortsetzung ihrer Arbeit zu gründen.

1980 ins Leben gerufen

Raul Montenegro erhält den Preis für sein Engagement für den Umweltschutz, die Organisation Memorials für ihre Arbeit zum Schutz der Menschenrechte in Rußland und den Nachbarländern. Agnivesh und Engineer wurden wegen ihres Einsatzes für Toleranz und Verständnis innerhalb Indiens sowie zwischen den südostasiatischen Staaten geehrt.

Die indischen Preisträger: Swami Agnivesh, ein führender hinduistischer Sozia... Elena Zhemkova nimmt den Preis für die russische Menschenrechts-Organisation ... Raul Montenegro, argentinischer Umweltschützer Die Preisträger: Raul Montenegro, Bianca Jagger, der Stifter des Preises Jako...

Die „Right Livelihood Awards“ wurden 1980 vom deutsch-schwedischen Journalisten Jakob von Üxkull ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Leistungen, die die klassischen Nobelpreise in der Regel nicht berücksichtigen. Eine Preisträgerin des Jahres 1984 war die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai, die diesjährige Gewinnerin des Friedensnobelpreises.

Die Verleihung der Alternativen Nobelpreise findet traditionell am 9. Dezember im Stockholmer Parlament statt - einen Tag vor der Übergabe der eigentlichen Nobelpreise. Mit insgesamt zwei Millionen Kronen (223.000 Euro) dotiert, werden die Preise von Üxkulls Stiftung finanziert, für die der Philanthrop seine wertvolle Briefmarkensammlung verkaufte.



Text: FAZ.NET mit Material von AP
Bildmaterial: AP, dpa/dpaweb

 

Wer ist der schönste Fußballer Europas?

Ergebnis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche