Michael Jackson

Wo ist sein Sarg? Und wo sein Grab?

Von Katja Gelinsky

Jackson 1984 bei einem Auftritt in L.A.

Jackson 1984 bei einem Auftritt in L.A.

09. Juli 2009 Wo ist Michael Jackson? Nachdem der Sarg mit dem Leichnam des Popsängers bei der Trauerfeier in Los Angeles am Dienstag öffentlich präsentiert worden war, hüllte sich der Jackson-Clan zunächst in Schweigen darüber, wohin der vergoldete Sarg anschließend gebracht wurde. Auch das Rätselraten über Jacksons letzte Ruhestätte ging weiter. Zunächst hatte es Gerüchte gegeben, der Popstar werde auf seiner Neverland-Ranch beerdigt. Dann war von dem Prominenten-Friedhof „Forest Lawn“ in Hollywood Hills die Rede. Von dort war Jacksons Sarg nach der privaten Trauerfeier der Familie ins Staples Center zu der öffentlichen Gedenkfeier gebracht worden.

Angeblich gibt es unter den Jacksons Meinungsverschiedenheiten darüber, wo der „King of Pop“ beerdigt werden soll. Einige seiner Brüder wollen nach einem Bericht des amerikanischen Fernsehsenders ABC Genehmigungen für ein Begräbnis auf der Neverland-Ranch einholen. Aber Mutter Katherine habe widersprochen, weil Michael gesagt habe, dass er niemals mehr auf „Neverland“ leben wolle. Das war nach dem Freispruch im Kindesmissbrauchsprozess 2005. Jackson hatte bis zu seinem Tode ein sehr enges Verhältnis zu seiner Mutter. In seinem Testament hat er sie zum Vormund seiner Kinder bestimmt. Außerdem ist sie neben den Kindern als Begünstigte des Treuhandfonds genannt, in den Jacksons Vermögen fließen soll.

Hautarzt: „Ich bin nicht der Vater seiner Kinder“

Michael Jackson als Figur im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds in London

Michael Jackson als Figur im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds in London

Unterdessen wurde bekannt, dass sich zumindest noch Teile von Jacksons Gehirn bei der Gerichtsmedizin in Los Angeles befinden. Der stellvertretende Leiter der Gerichtsmedizin Ed Winter teilte dazu mit, sobald die Untersuchungen zur Feststellung der Todesursache beendet seien, werde das Material über den Leichenbestatter an die Familie zurückgegeben. Untersuchungen von Hirngewebe können unter anderem Aufschluss über Medikamenteneinnahme des Verstorbenen geben.

Jacksons langjähriger Hautarzt Arnold Klein wies in einem Fernsehinterview Spekulationen zurück, er habe Jackson womöglich übermäßig viele Medikamente verschrieben. „Ich war nicht einer der Ärzte, die daran mitgewirkt haben, ihm Überdosen von Medikamenten oder von sonst irgendetwas zu geben“, sagte Klein. Zu Gerüchten, dass die beiden älteren Kinder Jacksons mit seinem Samen gezeugt worden seien, sagte Klein: „Nach bestem Wissen bin ich nicht der Vater dieser Kinder.“ Jackson sei drei Tage vor seinem Tod bei ihm in der Praxis gewesen. Er habe agil ausgesehen. „Er hat für meine Patienten getanzt.“

Am Mysterium des verstorbenen Popsängers arbeiten jetzt auch immer mehr Internet-Nutzer. Immer mehr Menschen geben vor, Jackson nach seinem Tod lebend gesehen zu haben. Einer will ihn am Flughafen von Manchester entdeckt haben, ein anderer an der Grenze zu Mexiko. Auch in Neuseeland, Dubai und Las Vegas wurde Jackson nach seinem Tod angeblich schon gesehen.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AP, dpa

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