20. Mai 2008 Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin ist tot. Der CDU-Politiker erlag in der Nacht zum Dienstag im Alter von 58 Jahren einem schweren Krebsleiden, wie die Stadt mitteilte. Erwin war seit 1999 Oberbürgermeister der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und zudem seit 2005 stellvertretender Präsident des Deutschen Städtetages.
Die Stadt erklärte, bis zuletzt habe Erwins ganzer Einsatz seinem Amt gegolten. Mit seinem Namen untrennbar verbunden sei die Entschuldung Düsseldorfs. Auch Stadtdirektor Helmut Rattenhuber würdigte den Einsatz Erwins, der viel für Düsseldorf geleistet habe. Trotz seiner schweren Krankheit hat er sich aufopferungsvoll für unsere Stadt engagiert, sagte Rattenhuber. Er bleibt damit für uns ein großes Vorbild.
Der 1949 in Thüringen geborene Erwin war 1952 mit seiner Familie zunächst nach Wuppertal und 1960 weiter nach Düsseldorf gezogen. Er studierte Jura, Sport und Hispanistik. Nach dem Referendardienst, einem Lehrauftrag an der Bochumer Ruhr-Universität und bestandenen Examen arbeitete er als Anwalt in Düsseldorf.
Seine politische Laufbahn begann Erwin 1967 mit dem Eintritt in die CDU. Von 1975 bis 1988 war er Mitglied des Düsseldorfer Stadtrats, wechselte bis 1990 in den Landtag und wurde 1994 abermals in den Stadtrat gewählt. 1999 setzte sich Erwin gegen die SPD-Amtsinhaberin Marlies Smeets als Oberbürgermeister der Rheinmetropole durch - fünf Jahre später wurde er schon im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit wiedergewählt.
Seit 2003 in Behandlung
Erwin war 2003 an Darmkrebs erkrankt und unterzog sich einer jahrelangen leichten Chemotherapie, ohne jedoch seine Arbeit an der Spitze der Stadt zu unterbrechen. Bis zur Beerdigung des Statdtoberhaupts sei an allen städtischen Gebäuden Trauerbeflaggung angeordnet, erklärte die Stadt. Stadtdirektor Rattenhuber soll bis zum Amtsantritt eines neuen Oberbürgermeisters die Amtsgeschäfte führen.
Text: FAZ.NET mit Material von AP, AFP
Bildmaterial: AP, ddp, dpa
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