
"Spätmoderne Beziehungsbiographien" : Warum spätmodern? Was heißt spätmodern? Warum nicht modern? Was sollen solche "geisteswissenschaftliche" Nullworte, die keinerlei Aussagekraft haben, weil sie wissenschaftlich gar nicht scharf definiert sind?

Zur Aussage: Er hat ja nur ein Bild von mir. Er kannte ja mich nicht. So wurde es nichts.
In Bildern steckt ein Grafikumriss einer Person und dann noch Eigengefühl, das man auf die andere Person per Glaube überträgt, also letztlich ein figürlich umrissener Glaube, daß die Person so und so sein könnte.
Jeder Mensch, der als Kind vertrauensvoll aufwuchs, hat dieses Wissen über die anderen, das diese im Prinzip genauso ticken, über Erfahrung und deren Reflexion erworben.
Zwei Theorien habe ich zu diesem Fall:
1.
Kathrin kann eine entweder Vorstellung von einer inneren Idee von einer Person nicht richtig trennen. In der sinnlichen Praxis wächst beides zusammen.
Normalerweise kann man das aber per Reflexion voneinander lösen und sich darüber klar werden, daß der andere genauso funktionieren dürfte. Dies würde einen wenig trainierter Intellekt bedeuten.
2.
Oder Sie kann das selbst differenzieren und glaubt, daß der andere dies nicht kann. Dann fehlt ihr das Vertrauen in ihre Umwelt, also ein in Kindertagen entwickeltes Urvertrauen. Der andere ist für Sie erstmal kein richtiger Mensch, wie Sie das ist. Sie ist metaphysisch von der Gemeinschaft der Menschen etwas abgespalten.

Wenn man zeitlebens ohne Beziehung ist, spielt es überhaupt keine Rolle, was die anderen sagen. Es ist auch egal, wie oft die eigene Situation statistisch in der Bevölkerung vorkommt. Es ist die eigene Realität, und die ist so unausweichlich und allgegenwärtig, daß es kein Entrinnen gibt.
Man gibt nicht auf, eine Beziehung zu suchen, doch mit jedem Scheitern hat man ein Argument weniger gegen die Furcht, daß man immer allein bleiben wird.
Sich einzureden, daß alle Welt schuld daran ist, nur nicht man selber, oder daß die Lage doch eigentlich schön ist, führt nicht weiter. Spätestens Heiligabend spürt man die Einsamkeit.
Krank ist man auch nicht, sofern es nicht Asperger oder so ist. Aber dann hat man auch andere Probleme.
Was bleibt, ist die unverdrossene Suche nach dem Glück, wie immer es aussehen mag. Jeder in der Situation träumt von der "Nina, die einen wachküßt", aber keiner rechnet damit, daß sie Wirklichkeit wird. Soviel Resignation heißt einen der Realismus haben.
Daß aber die völlige Untrainiertheit in sozialen Geflogenheiten bei anderen auf Unverständnis stößt bzw. fehlinterpretiert wird, das steht für mich fest. Und wenn man jemanden trifft, den man gerne besser kennenlernen würde, weiß man nicht, was man tun soll.

Solche Themen auf den Tisch zu bringen sind wirklich
jammervoll.-- Beinahe ein trauriges Zeichen fuer eine
doch recht gut establierten Zeitung!
Fuer mich unerklaerlich!-Oder uebersehe den Zweck?